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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
71
4,4 von 5 Sternen
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am 2. Juli 2016
Mit "Die Eifelgräfin" präsentiert die Autorin Petra Schier einen historsichen Roman mit einer mystischen Note, es ist der Autakt einer Trilogie.

Um was geht es?

Petra Schier führt ihre Leser zuerst nach Jerusalem ins Jahr 1148. Nach einem erfolgreichen Kreuzzug teilen drei Männder ihre Beute, ein magisches Kruzifix. Dabei schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu beschützen.

Weiter geht es dann in der Eifel 200 Jahre später. Die junge Elisabeth von Küneburg wird in die Obhut von Freunden geschickt, denn ihr Onkel droht mit einer Fehde und möchte ihren Eltern die Burg wegnehmen. Dabei setzt er alles daran seinen Sohn, den düsteren Albrecht, mit Elisabeth zu vermählen.

Elisabeth genießt in der Zwischenzeit das Leben auf der Burg der Freunde, bis dann die Pest einbricht. Mit Hilfe eines Paters und ihrer Magd stellt sie Nachforschungen nach dem Kruzifix an, denn ein Teil befand sich in ihrer Familie und ein weiteres war im Besitz der Familie ihrer Magd.

Meinung:

Obwohl der Inhalt nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach, hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich hatte zuerst den Klapptext gelesen und etwas ganz anderes erwartet.

Die Handlung ist gut recherchiert, kommt Anfangs allerdings erst sehr langsam in Gang, bis sich zum Ende hin dann vieles überschlägt. Hier hätte ich mir kleinere Atempausen gewünscht.

Die Autorin läßt mt ihrem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil ein buntes Bild des damaligen Lebens entstehen, man fühlt sich beim Lesen genau in das Mittelalter versetzt, ebend wie Mitten drin in der Handlung. Die einzelnen Charaktere wurden dabei sehr gut ausgebaut und wirken realsitisch, allerdings rückte mir hier die Magd Luzia etwas zu sehr in den Vordergrund.

Erwähnendswert sind das Personenregister am Anfang der Geschichte, das den Leser dazu verhilft sehr schnell in den Roman zu kommen sowie die Anmerkungen der Autorin am Ende, dies war sehr hilfreich Fiktionen von Wahrheit zu trennen.

Insgesamt hat es die Autorin wieder geschaft ihre Leser gänzlich die Geschichte zu ziehen, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

In Kürze:

Schreibstil: angenehm, liest sich schnell und flüssig

Charaktere: wurden gut ausgearbeitet, wirken sehr authentisch

Inhalt: anders als erwartet, dennoch interessant

Fazit: ein Roman der von der ersten Seite an begeistert
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am 19. Juni 2017
Ich habe dieses Buch gerade genervt weggelegt. Ich bin auf Seite 515 angelangt und finde das stolze und nur sehr schwierig nachvollziehbare Getue der verzogenen Grafentochter und deren viele buchverlängernde Zornausbrüche und Undankbarkeit einfach unerträglich. Ebenso, wie ihr Wechseln von tiefen Gefühlen und grossem Verständnis und der Anerkennung des guten Herzens hinter der Fassade des rauhen Charakters des Yohann von Manten bis hin zur Unterstellung niederträchtiger Beweggründe, als er sie retten will.
All die guten Bewertungen, wo sogar von Spannung die Rede ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe an die 300 Seiten auf der Suche nach Spannung überflogen. Die trat kurz um Seite 250 auf und so gegen Seite 480. Fast alle Handlungen sind voraussehbar.
Die Phantasy-Note mit dem summenden Kreuz empfand ich als völlig unpassend. Hätte die Autorin es nicht durch hellseherische Visionen ersetzen können? Die sind realer.
Der Prolog ist ebenfalls irreführend. Das Buch baut kaum darauf auf.
Wirklich schade, denn die Geschichte hätte dennoch interessant sein können, aber nicht um damit 560 Seiten zu füllen.
Nun ist es einfacher zu kritisieren als selber so ein Buch zu schreiben. Und es gibt nun mal solche und solche Bücher. Na und "solche" gefallen mir weniger.
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am 28. Februar 2012
14. Jahrhundert: Elisabeth wird aufgrund einer drohenden Fehde von ihrem Vater zu Freunden auf die Burg Kempenich geschickt. Da ihre Magd kurz zuvor gestorben ist, bekommt sie auf Burg Kempenich eine neue Magd: die Bauerntochter Luzia. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich trotz des Standesunterschiedes bald miteinander an und entdecken, dass ihre Familien bereits vor zweihundert Jahren miteinander verbunden waren. Elisabeth und Luzia sind beide im Besitz eines Teiles eines wertvollen Kruzifixes.
Auf Burg Kempenich lernt Elisabeth auch Johann von Manten kennen, in den sie sich bald verliebt, der seinerseits aber keine Gefühle zulassen möchte. Zu schmerzhaft ist ihm noch der Tod seiner ersten Ehefrau in Erinnerung.
Und dann bricht die Pest in der Eifel aus...
* Meine Meinung *
Diesen wunderbaren historischen Roman habe ich sehr genossen! Es war eine Freude, am Leben von Elisabeth, Luzia, Johann und anderen liebgewonnenen Figuren teilzunehmen! Die Figuren sind tatsächlich so bildhaft beschrieben, dass man bald glaubt, sie persönlich zu kennen. Man kann mit ihnen fühlen und fühlt sich dabei wirklich ins Mittelalter zurückversetzt!
Dieser Roman kommt dabei ganz ohne Kampfszenen, Blutvergießen, Gewalt und Kriege aus, was mir persönlich sehr gefallen hat! Es ist einfach ein schöner Roman, der dem Leser das Leben auf einer Burg im 14. Jahrhundert näherbringt. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, das alles sehr gut passt und recherchiert wurde.
Die Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Johann ist dabei wunderbar in die ganze Geschichte integriert, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Es ist also kein kitschiger historischer Liebesroman, sondern ein historischer Roman, der von allem ein bisschen zu bieten hat: Liebe, Spannung, Abenteuer, Geheimnisse, Freundschaft, Intrige und Geschichte.
Ich habe Die Eifelgräfin" sehr gerne gelesen und freue mich nun auf den zweiten Teil Die Gewürzhändlerin".
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Oktober 2015
In diesem Roman wird das Burgfräulein Elisabeth von Küneburg in den Mittelpunkt gestellt. Dadurch lernt man die für die adlige Frau damals übliche Ausbildung kennen, wozu gutes Benehmen, Lesen und Schreiben und natürlich Sticken gehören. Man erkennt die totale Abhängigkeit der jungen Frau von ihrer Familie oder ihrem zukünftigen Gemahl. Elisabeth ist allerdings eine etwas sture Person, die jedoch nicht durch Standesdünkel auffällt, sondern dem Personal respektvoll gegenüber tritt und sogar ihrer Magd Luzia Schreiben beibringt.

Petra Schier zeigt in ihrem sehr bildhaften Erzählstil eine bunte Beschreibung des damaligen Lebens auf einer Burg. Ich fühlte mich wie in ein Mittelalterspektakel versetzt, so deutlich sah ich die Gaukler, Bewohner und das Gesinde vor mir. Auch die Örtlichkeiten kann man sich gut vorstellen und bekommt einen umfassenden Eindruck des Lebensalltags präsentiert.

Die Handlung ist gut recherchiert, sie kommt erst langsam in Gang, zieht dann aber gewaltig an und endet in einem sehr spannenden Ende.
Auch der Ausbruch der Pest ist sehr eindrucksvoll dargestellt, die Krankheit wütet und hinterlässt viele Tote und Chaos unter den Menschen. Die Ängste und die Hilflosigkeit der Menschen sind eindringlich beschrieben, sie berühren mich und zeigen die schwierige Situation der Bevölkerung zur damaligen Zeit klar auf.

Zu den historischen Darstellungen baut die Autorin eine mystische Note ein, das Amulett soll außergewöhnliche Kräfte besitzen. Das mag aus heutiger Sicht merkwürdig wirken, aber damals glaubten die Menschen an die Wirkung von heiligen Reliquien und auch heute werden diese in Kirchen verehrt.
Die obligatorische Liebesgeschichte, die zunächst aussichtslos erscheint und die bösen Widersacher machen diesen Roman zu einer runden Sache.

Ein schöner historischer Roman, der auch schon mit den Fortsetzungsbänden Die Gewürzhändlerin und Die Bastardtochter von der Autorin weiter geführt wurde. Diese Reihe sorgt für gute Unterhaltung und versetzt in eine andere Zeit. Wirklich empfehlenswert!
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am 28. September 2015
Elisabeth von Küneburg wird von ihrem Vater zu einer befreundeten Adelsfamilie nach Kempenich geschickt, da widrige Umstände dazu geführt haben, dass ihr Onkel einen Anspruch auf das Erbe erhebt. So ist zur Zeit das Leben auf der Küneburg nicht sicher. In Kempenich angekommen, stößt die freie Bauerstochter Luzia als Magd zu ihr. Bald verbindet die beiden nicht nur eine große Freundschaft, sondern auch ein geheimnisvolles Kruzifix, dass Vorfahren der beiden gehört hat.
Und auch Johann von Manten schleicht sich in Elisabeths Leben. Doch ihm kann sie nichts Positives abgewinnen.

Petra Schier steht für sehr gut recherchierte und auch spannende historische Geschichten, was sie gerade wieder mit ihrem als letztes erschienen Roman "Der Hexenschöffe" eindringlich bewiesen hat.

Aber auch ihre "früheren Werke" sind nicht zu verachten und so widmete ich mich dem ersten Teil der Kreuz-Trilogie "Die Eifelgräfin", der mich ab der ersten Seite sofort in den Bann ziehen konnte. Dies erstens durch den fesselnden Schreibstil und zweitens durch die interessante Geschichte. Auch wenn - wie im Nachwort beschrieben - einiges der Fantasie der Autorin entsprungen ist, geliegt es ihr dennoch geschickt, diese mit historischen Fakten zu vermischen. Heraus kommt ein spannender Roman aus dem Spätmittelalter.

Vorliegend werden sogar kleine Fantasy-Elemente miteingebracht, so dass hier für jeden etwas geboten wird.
Elisabeth ist eine mutige, junge Frau, die eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben steht und auch mal sagt, was sie denkt. Trotzdem weiß sie sich zu benehmen und fügt sich in ihr Umfeld ein. So freut sie sich sogar auf die arrangierte Ehe mit einem Adeligen, den sie bis jetzt nur einmal gesehen hat.
Aber natürlich kommt es anders als gedacht. Und zwar in Form des brummeligen Johann von Manten, der ihr das Leben doch etwas schwer macht.

Die Kluge Magd Luzia bringt frischen Wind in die Geschichte. Sie ist auch mein Lieblingscharakter, da ich mich mit ihr am Besten identifizieren konnte.

Mit dem ins Spiel gebrachte Kruzifix kommt dann noch Spannung und ein kleiner Teil Fantasy mit ins Spiel.

Das Gesamtbild konnte einfach überzeugen und in Windeseile hatte ich die Geschichte durch. Leider. Ich hätte gerne noch längere Zeit in dem Buch verbracht. Aber ich kann mich ja zum Glück noch auf zwei Fortsetzungsromane freuen.
Nur fürchte ich, dass ich diese eben so schnell verschlingen werde, wie den ersten Teil.

Interessant war auch das Nachwort der Autorin, in welchem sie nochmals kurz aufschlüsselt, was historisch belegt und was ihrer Fantasie entsprungen ist. Hier war ich überrascht, lag ich mit meiner Vermutung bei manchen Figuren und Orten falsch, dachte ich, dass diese nur ersponnen sind, es aber doch historische Belege dafür gibt.

Fazit:
Großes (Kopf)Kino!
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am 1. Februar 2012
Neben den vielen Fantasy- und Jugendromanen habe ich es als eine willkommene Abwechselung gesehen, "Die Eifelgräfin" zu lesen. Aber dieser Gedanke wird dem Buch nicht gerecht, denn es ist so viel mehr als nur eine Abwechselung. Mittels der toll recherchierten historischen Begebenheiten und den authentischen Figuren fühlt man sich direkt zurückversetzt ins 14.Jahrhundert. Nach und nach bauen sich die verschiedenen Handlungsstränge und die einzelnen Themen des Buches auf und verknüpfen die einzelnen Personen, um die es geht. Dabei schreibt die Autorin zwar ausführlich, aber keineswegs langweilig. Mich hat das Buch zu jeder Zeit gefesselt und ich hatte es trotz der hohen Seitenzahl zügig gelesen.

Johann, Luzia und Elisabeth - das sind die Hauptfiguren, um die sich der historische Roman dreht und aus deren Sicht abwechselnd berichtet wird. Mittels der unterschiedlichen Perspektiven erhält der Leser einen guten Überblick auf die Beweggründe und Gefühlslagen der Figuren. So verlieben sich Elisabeth und Johann, wollen es sich aber nicht eingestehen, was zu Verwirrungen und einem Hauch Dramatik führt. Die Charaktere sind durchweg toll beschrieben und man kann sich komplett in sie einfühlen. Man lernt nebenbei auch durch die Charaktere, wie der Verhaltenskodex im 14. Jahrhundert war und ich fand es sehr spannend mehr darüber zu erfahren. Die Gespräche, die geführt wurden, waren durchweg ansprechend, teilweise mit Humor, aber auch mit einer Ernsthaftigkeit, so dass sie völlig glaubwürdig waren und man sich vorstellen konnte, man säße neben den Personen mit am Tisch.

Eine kleine Kritik habe ich, am Klappentext, der für mich nicht eindeutig ist. Ich habe ein anderes Buch erwartet, als ich es aufschlug und war schon ziemlich überrascht. Die Inhaltsangabe stimmt zwar grob überein, schließt aber einen ganz wichtigen Punkt komplett aus: Die Liebe zwischen zwei Hauptfiguren. Für mich wurde das Buch dadurch sehr viel interessanter, als ich nach dem Klappentext erwartet hatte. Hinzu kommt, dass im Klappentext Handlungsteile angesprochen werden, die nur einen winzigen Teil des Romans ausmachen.

Bewertung
"Die Eifelgräfin" ist ein unterhaltsamer historischer Roman, dessen Geschichte mich auf jeder Seite gefesselt hat. Zu keiner Zeit hatte ich den Eindruck, dass die Spannung nachließ. Die vom Klappentext völlig außen vor gelassene Liebesgeschichte brachte für mich die richtige Mischung an Gefühl und Dramatik, was das Buch aufwertete. Ich werde mir sicher irgendwann den vor kurzem erschienenen zweiten Band, "Die Gewürzhändlerin", zulegen, um zu erfahren, wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben.
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Der Prolog beginnt im Jahre 1148 in Jerusalem. Drei Männer teilen sich die Beute aus dem Kreuzzug. Ein magisches Kreuz wird dabei durch drei Teile geteilt. Der eine erhält den Rahmen, der andere das Kreuz und der dritte die dazugehörende Kette. Zeitgleich geben sie sich das Versprechen, sich und die Ihren auf ewig zu schützen. Etwa 200 Jahre später wird Elisabeth von Küneburg zu Freunden ihrer Eltern geschickt, um so einer drohenden Fehde mit dem Stiefonkel zu entkommen. Da erst kürzlich ihre Magd verstarb, tritt Luzia in ihre Dienste. Beide Frauen verbindet etwas - ohne es zunächst zu ahnen. Durch Zufall stellen sie fest, dass sie beide im Besitz von Teilen des magischen Kreuzes sind. Sie fügen diese wieder zusammen, aber wo steckt der dritte Teil und wieso summt und leuchtet das Kreuz immer wieder? Als Pest ausbricht und Elisabeths Verlobter daran stirbt, scheint alles verloren...

Petra Schier hat in dem ersten Teil der Kreuz-Romanreihe einen spannenden und mitreißenden Auftakt vorgelegt. Dabei ist die Idee zu dem Buch schon etwa 15 Jahre alt. Viele Jahre reifte das Buch weiter und wurde schließlich so umfangreich, dass es auf zwei Bücher gesplittet werden musste.

Auch wenn man merkt, dass die Geschichte weiter geht, lässt sich der erste Band als abgeschlossene Geschichte betrachten. Die Geschichte beinhaltet alles von Liebe und Leidenschaft, bis hin zu Zwistigkeiten und Verzweiflung.

Die historische Grundlagen wurden sauber recherchiert und dabei geschickt in die Geschichte eingeflochten. Die Hauptprotagonisten Elisabeth, Luzia und Johann wirken sehr lebendig und der Leser wird regelrecht mitgerissen. Viel zu schnell fliegen die Seiten dahin.

Durch das magische Kreuz hat sich die Autorin auch ein wenig Mystik im Roman erlaubt. Dies ist jedoch keinesfalls störend, sondern wirkt sehr erfrischend.

Eine Rekonstruktion der Burg Kempenich, ein historisches Nachwort sowie zwei Lieder von Walther von der Vogelweide runden den positiven Gesamteindruck noch ab. Lediglich einen Personenregister habe ich vermisst.

Fazit: Ein spannender und fesselnder erster Teil, der Lust macht auf die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Elisabeth, Luzia und Johann.

Band 1: Die Eifelgräfin
Band 2: Die Gewürzhändlerin
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Petra Schier lässt uns mit "Die Eifelgräfin" teilhaben am Burgleben des Jahres 1348.

200 Jahre zuvor teilten sich drei Männer nach einem Kreuzzug ihre Beute, darunter ein magisches Kruzifix. Jeden von ihnen begleitet fortan ein Teil dieses Kreuzes, als Glücksbringer und Unterfand für zukünftiges Glück, und als Erinnerung an einen Schwur'

Elisabeth von Küneburg wird in die Obhut von Freunden auf die Burg Kempenich geschickt. Während sie auf die Wiederkehr ihres Verlobten wartet, freundet sie sich intensiv mit ihrer neuen Magd Luzia an. Sie entdeckt, dass in dem Mädchen mehr als ein einfaches Bauernmädchen steckt, und bringt ihr unter anderem sogar Lesen und Schreiben bei. Aus dem Mädchen wird in kürzester Zeit eine hübsche junge Frau. Als Gaukler die Burg besuchen verliebt sich Luzia zum ersten Mal, und bald kann sie ihrer Leidenschaft für den jungen Roland nicht mehr nachgeben.
Elisabeth jedoch muss sich mit dem ungehobelten Johann von Manten auseinander setzen. Immer wieder begegnet er ihr auf respektlose Art und weckt so ihren Zorn. Dann trifft endlich langersehnte Nachricht über ihren Verlobten ein und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, denn auch die Pest ist geradewegs auf dem Weg nach Kempenich.

Petra Schier hat mit "Die Eifelgräfin" einen leidenschaftlichen, spannungsgeladenen, historischen Roman geschaffen in dem es an nichts mangelt. Liebe, Leidenschaft, Freundschaft, Zwistigkeiten, Krankheit, Tod und die Pest bringt sie gekonnt zusammen. Flüssig geschrieben und kurzweilig erfährt man so sehr viel vom Burgleben dieser Zeit. Mittlerweile konnte ich auch in Erfahrung bringen was Höllenfenster sind, denn diesen Begriff kannte ich vorher noch nicht.
Ebenso war mir bisher noch nie so ein stures Burgfräulein untergekommen. Ich hätte Elisabeth, aber auch Johann an so manch einer Stelle im Buch nur allzu gern kräftig durchgeschüttelt. Petra Schier bedient hierbei zwar einiges an Klischees, aber in vielerlei Hinsicht ist ihre ganz spezielle "Kriegen Sie sich oder kriegen Sie sich nicht?" - Thematik heute noch aktuell und ich bin mir sicher, dass genau das noch vielen Leser/innen - die Herzschmerz lieben - sehr gefallen wird.
Rund um das Kruzifix hat die Autorin noch einen Schuss Mystik mit einfließen lassen, der den Aberglaube und die Gottesfurcht dieser Zeit zusätzlich unterstreicht.
Die Zeichnungen am Ende des Buches und die historischen Nachbemerkungen runden das positive Gesamtpaket noch einmal ab.

Fazit: Ein gelungener historischer Roman, dem es an nichts fehlt - außer vielleicht einer Fortsetzung.
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am 24. Januar 2012
Inhalt:

Heute möchte ich den historischen Roman Die Eifelgräfin von Petra Schier vorstellen. In dem Buch geht es um Elisabeth von Küneburg, die 1348 wegen einer Familienfehde zu Freunden auf die Burg Kempenich geschickt wird. Ihr Onkel Dietrich behauptet nämlich der wirkliche Erbe der Burg Küneburg zu sein. Wird er es schaffen Elisabeths Familie aus der Burg zu vertreiben? Wie wird es Elisabeth auf der Burg Kempenich ergehen? Das alles erzählt uns Petra Schier in ihrem Roman.

Meine Meinung:

Mir hat der Roman gleich von der ersten Seite an gut gefallen. Frau Schier schreibt sehr bildlich und man kann sich das ganze Leben der damaligen Zeit sehr gut vorstellen. Sie erklärt alles bis ins Detail, was bei mir sehr gut angekommen ist. Ich bin immer neugierig, wie die Leute in der Vergangenheit wirklich gelebt haben. Frau Schier schreibt auch sehr flüssig und kurzweilig, so dass der Roman schnell zu lesen war.
Was ich anmerken möchte ist, dass das Buch kein historischer Krimi ist, in dem es um Mord und Totschlag geht, sondern mehr eine Erzählung der damaligen Zeit. Wir erfahren sehr viel wie die Menschen gelebt haben. Wir lesen über ihre alltäglichen Probleme, erfahren auch wie streng es zuging wenn jemand heiraten wollte und wie die Menschen mit der Pest umgegangen sind. Alles gut verpackt in einem historischen Roman mit Elisabeth als Hauptfigur. Ich glaube der Roman hat mir auch deshalb so gut gefallen, weil es mal nicht um Krieg und um historische Kriegsschauplätze ging, sondern um verschiedene adelige Familien. Da ich Familiengeschichten mag war das natürlich der richtige Lesestoff für mich.
Die Hauptperson Elisabeth ist eine starke junge Frau, die weiß was sie will und sich, obwohl sie sich um ihre Familie sorgt auch um andere kümmert. Besonders ins Herz geschlossen hat sie auf der Burg Kempenich ihre Magd Luzia, die sie obwohl sie eine Bauerntochter ist, mit schönen Kleidern versorgt und der sie sogar lesen und schreiben beigebracht hat. Es konnten in der damaligen Zeit meist nur Männer lesen und schreiben oder adelige Frauen, aber sicher keine Magd.
Die beiden Frauen habe ich in dem Buch sehr gut kennen gelernt und ins Herz geschlossen. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen über ihr Leben zu lesen. Ich fand das Buch für mich selber spannend, aber nicht im Sinne eines Krimis sondern einfach weil ich Elisabeths und Luzias Leben spannend und aufregend fand. Es war ein leichter, für mich toll zu lesender historischer Roman, genauso wie ich mir das wünsche.
Ich freue mich jetzt schon darauf die Fortsetzung Die Gewürzhändlerin" lesen zu dürfen.

Der Roman bekommt von mir 5 Sterne
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am 17. Dezember 2011
Welches Geheimnis hütet die Burg in der Eifel?
Jerusalem, 1148. Drei Männer teilen nach erfolgreichem Kreuzzug ihre Beute. Im Angesicht eines magischen Kruzifixes schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu schützen.

200 Jahre später lernen wir Elisabeth von Küneburg kennen, eine edle Jungfer aus gutem Hause, die zur Obhut zu Freunden nach Kempenich reist. In Küneburg droht eine Fehde zwischen dem dort ansässigen Burgherrn und seinem Stiefbruder, der behauptet, der rechtmäßige Erbe des Landes zu sein.

In Kempenich nimmt Elisabeth Luiza als ihre Magd bei sich auf, eine Tochter freier Bauern und kleidet diese neu ein und lehrt sie, das Benehmen der einfachen Bäuerin abzulegen. Zwischen Elisabeth und Luiza entwickelt sich eine enge Freundschaft und Verbundenheit, die noch verstärkt wird, als beide feststellen, dass sie jeder ein Teil des Kruzifixes besitzen, das vor über 200 Jahren in drei Teile getrennt wurde. Und immer wieder fängt dieses Kruzifix an zu leuchten und zu summen und Elisabeth und Luiza bemühen sich, das Geheimnis dessen zu entschlüsseln, jedoch fehlt hierzu das dritte Teilstück.

Auf der Burg lernt Elisabeth schließlich auch noch Johann von Manten kennen und fühlt sich auf merkwürdige Art und Weise von ihm angezogen, obwohl er ihr gegenüber ein sehr ungehobeltes Verhalten an den Tag legt. Immer wieder geraten die beiden aneinander, müssen sich aber irgendwann eingestehen, dass sie einander doch mehr bedeuten, als zunächst gedacht. Es entwickelt sich ein romantisches Techtelmechtel, was dann aber jäh unterbrochen wird, als die Pest auch in Kempenich ausbricht.

Auf über 560 Seiten schildert die Autorin Petra Schier sehr bildlich und schonungslos ehrlich die Machtverhältnisse und Lebensumstände der Adeligen und des einfachen Volkes. Durch die lebendige Sprache und die detaillierten Erzählungen hat man das Gefühl, am Geschehen teilzunehmen. Die Hauptprotagonisten sind alle sehr charismatisch beschrieben und zu Luiza und Elisabeth baut man schnell Sympathien auf. Auch während der Zeit der Pest und den Trennungen von Freunden und Familie leidet man mit den Charakteren mit und möchte unbedingt mehr über ihr Leben erfahren.

Für mich ist dies ein Werk, das man bedenkenlos jedem empfehlen kann. Es ist historisch sehr gut ausgearbeitet, die Protagonisten sind sehr realistisch beschrieben und die Geschichte ist wunderbar auf einander abgestimmt. Hier ist alles versammelt, Romantik, Tragik und auch ein wenig Mystik.
Nun möchte ich natürlich auch die Fortsetzung 'Die Gewürzhändlerin' lesen und kann es kaum erwarten, das Buch endlich in meinen Händen zu halten.
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