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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
28
4,5 von 5 Sternen
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am 6. Januar 2006
Welche Frau kennt es nicht, dieses Gefühl, es der eigenen Mutter nie recht machen zu können? Nie die Liebe zurückzubekommen, die sie der Mutter entgegenbringt? Das stetige Buhlen um Anerkennung durch die Frau Mama? Elke Heidenreich greift diese Problematik in ihrem Roman auf lebensnahe, geistreiche und emotional anrührende Weise auf und verarbeitet sie in einer Weise, die die geneigte Leserin zur Reflektion über ihr persönliches Verhältnis zur eigenen Mutter zwingt.
Die Romanfigut Nina wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrer Mutter geliebt zu werden, unternimmt alles, um ihr zu gefallen, und merkt erst an deren Sterbebett bzw. nach deren Tod, dass die Mutter ihr bereits zu Lebzeiten näher stand als sie es je ahnte.
Missverständnisse entstehen oft durch unausgesprochene Gedanken und Gefühle, durch ungeführte klärende Gespräche. In diesem Sinne scheint mir Elke Heidenreichs Buch ein gelungener Ansatz zu sein, sich als Tochter noch zu deren Lebzeiten mit der eigenen Mutter auseinanderzusetzen.
Möge dies vielen Leserinnen gelingen und zu einem besseren Mutter-Tochter-Verhältnis beitragen. Das ist, glaube ich, die Intention, die Frau Heidenreich mit ihrem Roman beabsichtigte und zu der ich sie nur beglückwünschen kann. Für mich ist dieses Buch eine rundum erfolgreiche Geschichte.
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am 10. Juli 2007
Die Titelgeschichte aus dem Buch von E.H. hat als Hörbuch noch gefehlt. Jetzt ist sie draussen. Auch wenn ich ein Mann bin, man erkennt den Geist und die Haltung, in der das Buch geschrieben wurde recht deutlich. Und eben auch als Mann spiegelt man sich etwas darin, was die Beziehung zur Mutter angeht oder angehen kann. Wirklich schön geschrieben, warm, weich, ohne Boshaftigkeit, versöhnlich und versöhnt, liebevoll trotz z. T. heftig-deutlichen Umschreibungen der Spannungen, Gefühle, Stimmungen, etc aus der langen, langen Zeit vor der Versöhnung mit der alten Frau Mama. Empfehlenswert, weil sinnig und nicht zu komplex beschrieben.
Seit 2007 gibt es die Verfilmung mit Ulrike Kriener, die ganz gut umgesetzt ist und vor allem Dank U.K. die Stimmung der Autorin gut konserviert.
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am 1. September 2007
"Meine schönsten Jahre" - mit diesem Satz endet die kurze Geschichte, in der Elke Heidenreich sehr eindringlich und anrührend eine Mutter-Tochter-Beziehung schildert. Die erfolgreiche Tochter Nina ist auf der Suche nach Zärtlichkeit und Geborgenheit, die sie als Kind immer vermisst hat. Die Beziehung zur Mutter ist angespannt und oberflächlich, und Besuche finden statt aus Pflichtgefühl denn aus Liebe. Der Vater ist schon lange verstorben, und die Beziehung zwischen den Eltern war belastet durch Liebschaften des Vaters. Bei der schönen Flores findet Nina endlich Glück und Zufriedenheit. Auf einer Kurzreise kommen sich Mutter und Tochter zwar etwas näher, aber wirklich öffnen können sich beide nicht. Und Nina ist nicht in der Lage, der Mutter Flores als ihre Geliebte vorzustellen. Erst als die Mutter zwei Jahre später verstirbt, entdeckt die Tochter etwas über die schönsten Jahre ihrer Mutter. Und Nina wird klar, warum ihre Mutter sich so, wie sie war, verhalten hat.
Ein Buch für Töchter, für Mütter, für Liebende, für Suchende.
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TOP 500 REZENSENTam 16. April 2013
"Wir wollten alle keine Kinder - der Krieg lag ja mit im Bett."

Nina hat ein kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter. Jedes Treffen endet im Streit. Die Besuche bei der Mutter ergeben sich aus Pflichtgefühl. Liebt die Mutter sie eigentlich? Diese Frage beschäftigt Nina häufig. Nein, so werden wie ihre Mutter will sie nie. Kann sie ja auch gar nicht, denn selbst die Mutter erklärt Nina immer wieder, sie sei wie ihr schon vor langer Zeit gestorbener Vater, der in Mutters Achtung nicht sehr hoch rangiert. Vor einer Reise nach Mailand, Nina ist frisch verliebt und will sich mit Flores dort treffen, besucht sie die Mutter und erzählt ihr von der angeblichen Geschäftsreise. Alles ist wie immer, Diskussionen, Unverständnis. Da kann sie doch der Mutter nicht erzählen, dass sie eine Frau liebt. Aber Mutter will mit nach Mailand und die gemeinsame Reise gestaltet sich entspannter als erwartet.

Das schwierige Verhältnis zwischen Nina und ihrer Mutter beschreibt Elke Heidenreich lebensnah, überzeugend und sensibel. Deutlich zeigt sie die Zweifel auf, die die Tochter, die um die Liebe der Mutter buhlt, plagen. Sie möchte ihr alles recht machen, ist aber voller Resignation, weil die Mutter ihr nicht so viel Gefühl entgegenbringt, wie sie sich erhofft. Spät, zu spät wird Nina bewusst, dass sie ihrer Mutter doch ähnlicher ist, als sie es je dachte.

Dieses dünne Büchlein mit seinen nur 64 Seiten hat mich emotional sehr berührt. Fast körperlich konnte Ninas Zweifel spüren, ihre Gedanken konnte ich nachempfinden. Sehr viel Unausgesprochenes liegt zwischen beiden, das ist von Beginn an deutlich, ganz leise Andeutungen lassen ahnen, so verschieden sind beide nicht. Was das Verbindende dann aber letztlich ist, wird erst am Ende des Buches klar.

In „Die schönsten Jahre“ erzählt Elke Heidenreich sehr warmherzig, nicht ohne Witz und Biss, mit viel Tiefe von einer nicht ganz gewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung, vom Schweigen, von Missverständnissen, von Liebe, von zwischenmenschlichen Spannungen und Zwiespälten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen.
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am 23. September 2014
Eigentlich lese ich gerne von Frau Heidenreich die Bücher, dieses hatte mich neugierig gemacht. Mutter -Tochter Beziehung -
wer hat die nicht. Gut oder schlecht - aber es steht nichts darin - was man nicht schon wusste.
Ich habe gelernt, dass die Mütter nicht anders handeln können, teils weil sie es eben nicht anders erlebt haben.
Ehe da ein Umdenken erfolgt, macht jeder so weiter wie er es eben von zu Hause aus kennt.
Das gilt für Väter und Mütter.
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am 30. August 2010
Elke Heidenreichs Stärke zeigt sich in diesem kleinen Büchlein besonders: die Nähe zum Leben in der Erzählhaltung.
Sehr einfach und nachvollziehbar und zugleich poetisch wird die Geschichte einer ungewollten "Reise mit Mutter" dargestellt. Die Hauptpersonen in diesem Buch, die Mutter und mehr noch, ihre Tochter, die Erzählerin, erscheinen den Leser/innen vertraut: Sie geraten in Situationen, in die jeder kommen kann und die normal, fast typisch sind. Das Leben löst ihre Probleme am Ende, wie es das immer tut.

Eine sehr schöne Lektüre.
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am 21. Dezember 2010
"Wir wollten alle keine Kinder - der Krieg lag ja mit im Bett" - sagte ihr die Mutter auf einer Reise nach Mailand. Typisch für die Frau, die die Nähe zu ihrer Tochter nicht ertrug.
Keine Wärme, keine Gefühle - "du wirst dem Vater immer ähnlicher!"
Zum Abschied küßten wir die Luft links und rechts von unseren Gesichtern.
Erst nach dem Tod der Mutter kam das Verstehen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Oktober 2015
Ein guter Einstieg gleich auf der ersten Seiten, ein Aha-Erlebnis und Spannung: wie entwickelt es sich mit den beiden: Mutter-Tochter. Nicht einfach. Eine Beziehung voller Forderungen, mit wenig bis gar keiner Zärtlichkeit und Lob, eigentlich Lieblosigkeit, anscheinend, zumindest wird die eigene Beziehung nicht thematisiert ...
Dann kommt es zu einer gemeinsamen Reise und auch hier noch nicht die große Wende, wie erwartet.
Das Buch hat sehr schöne Überraschungen parat. Eine kleine Erzählung mit viel Tiefgang. Gut und leicht zu lesen - auch mal so eben zwischendurch - und trotzdem viel enthalten und viel Wiedererkennungspotential für diese besondere, lebensprägende Art der "Liebesbeziehung".
Eine tolle Geschichte, genial erzählt. Ein wunderschönes Geschenk, ein absolut lesenswerter Lesestoff.
Lesen, lesen, lesen!!!!!
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am 16. Dezember 2015
dürfte hier nicht enttäuscht werden.
Mir gefiel die Story. Mutter - Tochter Probleme, Kriegs- und Nachkriegsgeneration, Liebe - die Themen kommen alle authentisch daher. (Leider viel zu kurz, an einem Abend durchgelesen.)
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am 29. August 2011
ein echtes Heidenreich-Buch ! Genuss von der ersten bis zur letzten Seite. zum Verschenken schön. habe den Kauf keine Sekunde bereut
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