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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
14
4,2 von 5 Sternen
Unter der Sonne
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. März 2006
Das erste Buch, was ich von Kehlmann las, und es wird nicht das letzte sein. Sind Kurzgeschichten eigentlich noch in? Sie sind auf jeden Fall sehr lesenswert. Sie gehen unter die Haut, weil Kehlmann es versteht einen beim Lesen zur Person des Helden werden zu lassen. Es sind eigentlich keine Helden, es sind einfache Menschen. Gescheiterte Existenzen, armselige Arbeiter, Angestellte und Malocher - Menschen ohne Perspektiven, die sich ihre eigenen Bilder, ihre eigenen Welten schaffen. Und sich dann in diesen finden wollen und dann doch nur verlieren. Die Geschichten sind tragisch, wir betrachten Verlierer und Verlorene. Aber ihr (Er-)Leben ist absolut lesenswert, nicht nur weil Kehlmann auf wunderbare Art und Weise Menschliches zu beschreiben vermag, sondern weil er es dabei schafft Gerüche und Temperaturen buchstäblich fühlbar zu machen. Man fühlt bei "Unter der Sonne" die Hitze heißer Sommertage, spürt im "Schnee" den Schnee im Gesicht. Trotz der traurigen Gestalten sind es einfach faszinierende Bilder, die wie in einem Film an einem vorüberziehen. Es bißchen meint man bisweilen Roald Dahl oder Wolfgang Borcherts zu lesen, aber das schadet nichts. Kehlmann schafft eben solche pointierten Bilder, die auch mit ihrem Sarkasmus, schwarzen Humor und der Aussichtslosigkeit an große Namen erinnern.
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am 4. November 2009
Diese acht Erzählungen haben mir gut gefallen. Kehlmann beschreibt unprätentiös und gleichzeitig einfühlsam die eigentlich banalen Erkenntnisse und Erlebnisse von nicht besonders glücklichen Menschen. Als Leser findet man sich schnell in diesen Miniwelten zurecht und kann (bzw. muss) die Position des Beschriebenen einnehmen. Nicht immer wird das den Leser glücklich machen, aber darum geht es ja gerade nicht. Es ist eher das Ziel dieser Sammlung, auch die traurigen Helden in ihrer Würde erfahrbar zu machen. Und das ist Daniel Kehlmann, wie ich finde, wirklich sehr gut gelungen.
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am 10. April 2010
Daniel Kehlmann wird als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren bezeichnet. Kehlmann hat eine Reihe von Literaturpreisen erhalten, seine "Vermessung der Welt" wurde in über 40 Sprachen übersetzt. Da liegt die Messlatte bei jedem neuen Werk naturgemäß hoch - und mancher Autor ist an ihr gescheitert.

Der Erzählband "Unter der Sonne" stammt bereits aus dem Jahre 1998 und ist Kehlmanns zweite literarische Veröffentlichung. Die FAZ schrieb seinerzeit nach dem Erscheinen: "Der eigentliche Prüfstein für einen gut gestarteten Schriftsteller pflegt sein zweiter Roman zu sein."

Damals, gerade 22 Jahre, doch unverkennbar schon hier in literarischen Miniaturen sein "Sujet" abgründiger Geschichten und seine stets subtile Ironie. Man spürt bereits in diesem frühen Werk die Fingerübungen für das, was dann später in Romanform erscheinen wird. Leichte Parallelen und Anlehnungen sind erkennbar ("Unter der Sonne" - "Ich und Kaminski"). Komik und Katastrophe liegen oft dicht beieinander.

Was Kehlmann wohltuend von manch anderem Jungautoren unterscheidet, ist nicht nur sein unverkennbarer Erzählstil, sondern vor allem auch sein profunder Hintergrund, der es ihm erlaubt, seine Texte auf unterhaltsamste Weise auch philosophisch mitklingen zu lassen.

Ein schöne Idee des HörbuchHamburg Verlags, zumindest vier der Erzählungen nun von vier Sprechern inklusive Autor gekürzt lesen zu lassen:
- Unter der Sonne - Burghart Klaußner
- Kritik - Ulrich Pleitgen
- Töten - Matthias Brandt
- Schnee - Daniel Kehlmann

Am besten gefallen mir "Unter der Sonne" als Annäherungen eines Literaturwissenschaftlers an den von ihm bewunderten Großschriftsteller Bonvard und "Kritik", in dem Schauspieler Wagenbach im Flugzeug von einem Mitreisenden nach Strich und Faden als Künstler dekonstruiert wird.

Fazit: Ein in jeder Hinsicht großes literarisches Hörvergnügen.
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am 19. Mai 2014
… so habe ich Daniel Kehlmanns Kurzgeschichten im Band -Unter der Sonne- empfunden. Das mag sich seltsam anhören, mir kam es auch so vor. Kehlmanns acht kurze Storys sind brillant geschrieben, allerdings berichten sie oft von banalen Kleinigkeiten, die irgendwie einen roten Faden vermissen lassen. Ich kann das nur schwer anders beschreiben.

Da ist die Geschichte vom Mann, der urplötzlich ein prall gefülltes Bankkonto hat, ohne zu wissen, wie das geschehen konnte. Oder die Erfahrung eines Menschen, der ohne erkennbaren Grund mordlustig und wild aufs Töten wird. Da ist der verkannte Biograph, der das Grab seines geliebten, doch nie live erlebten Lieblingskünstlers sucht. Dann lesen wir vom Mann, der seinen kleinen, unbeachteten Beruf in einer nie gekannten Form von Auflösung verliert. Danach lassen wir uns über die magische Anziehungskraft des Feuers von einem Fachmann aufklären. Wie sehr einen Kritiker nerven können, ist ebenfalls Teil einer Geschichte. Es folgt die Geschichte eines Mannes, der eine radikale Diät durchzieht. Am Ende wirft uns Kehlmann mit einer Heimfahrt durch den Schnee aus dem Geschichtenband.

Vom Inhalt dieser Geschichten wird, meines Erachtens, nicht sehr viel beim Leser hängenbleiben. Von der Art und Weise, wie sie geschrieben wurden, schon. Kehlmann besitzt die Fähigkeit mit Worten und Sätzen zu jonglieren. Er macht das Wie interessanter als das Warum. Das hat mir bei diesem Geschichtenband wirklich gut gefallen. An die Klasse einer Story wie z.B. -Ruhm- reichen diese Kurzgeschichten, meines Erachtens, jedoch nicht heran.
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TOP 500 REZENSENTam 10. August 2011
Daniel Kehlmann treibt gerne sein Spiel mit der Vergeblichkeit. Kein Vorwurf - vielleicht ist es einfach sein Metier. Doch irgendwann... klingt es da nicht, trotz stilistischer Dichte und klaren Farben und Formen, immer ein wenig gleich und bald fade?
Denn die menschliche Dummheit/Vergeblichkeit mag unendlich sein - aber ist sie auch unerschöpflich?

Manchmal mag man es glauben, wenn man Kehlmann liest; all diese hilflosen Figuren, all ihre Leiden und die aussichtslosen Welten...
Nun schreibt Kehlmann keine Dystopien, nein, auch ist er kein wirklicher Satiriker, denn der Witz seiner Geschichten (der eindeutig vorhanden ist) entsteht eher nebenbei, aus den Windungen seiner Erzählabläufe, als wirklich aus dem Thema selbst. Und ganz klar ist Kehlmann auch das Mitleid nicht fremd oder fern, auch wenn er bemüht ist, es nur unter Oberfläche und sehr natürlich einfließen zu lassen.

Hat Kehlmann je über ein anderes Thema geschrieben? Mahlers Zeit? Eine große, beinahe wahnsinnige Vergeblichkeit, egal wie man es deutet. Ich und Kaminski, für mich sein Meisterstück? Eine urkomische Vergeblichkeit, ein allum satirisches Scheitern. Ruhm? Nein, hier spielt die Vergeblichkeit zwar eine Rolle, aber Kehlmann hat sich eher mit dem Problem der Identität auseinandergesetzt. Trotzdem wirken seine Figuren genauso hilflos. Und Die Vermessung der Welt? Ich denke hier findet sich ein vielfältiges Repertoire, doch trotzdem ist die Vergeblichkeit in der Person von Humboldt stets präsent.

Doch, seit Oscar Wilde wissen wir: Es gibt keine unmoralischen oder moralischen Bücher, es gibt nur gut geschriebene oder schlecht geschriebene Bücher. Und wenn man Daniel Kehlmann liest, weiß man, dass er Recht hatte. Denn er ist einfach ein gnadenlos guter Schriftsteller. Sein Stil ist so klar und unabstrakt (gerade letzteres kommt in der deutschen Erzählwelt nur noch selten vor), in jeder Zeile hält er nicht nur Fuß mit der Geschichte, sondern auch mit dem Leser, schildert ihm alles so, dass er es sich vorstellen kann, mit jedem Akzent, jedem Moment. Das ist einfach toll, anders kann man es nicht sagen. Es ist Lesevergnügen pur.

Hinter diesem Argument bleiben viele andere negative zurück. Zum Beispiel, dass die Personen Kehlmann selbst scheinbar irgendwie fremd bleiben (was bei Kurzgeschichten ja nicht so sehr ins Gewicht fällt) oder eben die große Ähnlichkeit der Charaktere.

8 großartig erzählte und auch vom Inhalt mal mehr, mal weniger interessante Kurzgeschichten. Ich zögere bei jedem Buch neu zu sagen: Lesen sie alles von Kehlmann! Aber wie jetzt sage ich es dann doch wieder.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Juni 2009
In seinem Erzählungsband "Unter der Sonne" schildert Daniel Kehlmann in insgesamt acht Geschichten Ausschnitte aus dem Leben verschiedener Personen.
Einmal berichtet er von einem Autor, der von seinem Lieblingsschriftsteller so fasziniert ist, dass er dessen Grab besuchen will. Dann erzählt Kehlmann von einem Mann, der abnehmen will, oder von einem Pyromanen, der dem Leser seine Erfahrungen mit dem Feuer schildert.
Dabei schreibt Kehlmann sehr angenehm und fesselnd. Man fühlt sich richtig wohl beim Lesen und wird auch direkt in die Geschichte hineinversetzt und ist ein Teil davon. Kehlmann schafft es ganz Alltägliches und Banales gut zu verpacken und es dem Leser glaubhaft und spannend zu vermitteln.
"Unter der Sonne" ist eine Sammlung von sehr schönen und lebhaften Erzählungen, die verschiedene Einblicke und Blickwinkel in das Leben von diversen und ganz alltäglichen Personen geben.
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am 10. März 2013
Ein kleines Bändchen mit acht Kurzgeschichten, die es in sich haben. Der Autor setzt seine Protagonisten in einen erstickend banalen Alltag und schaut, was passiert. Dabei ist die Ausgangssituation so bedrückend, dass die Explosion geradezu zwingend erfolgen muss: Mal ist es der Elektriker, der sich als Pyromane Luft verschafft, mal ein Firmendirektor, der sich im Schnee verirrt und dort sein Glück findet ...
Die Geschichten sind wahrhaft meisterhaft. Sie kommen aus einer Enge, die Kehlmann mit wenigen Worten zu entwickeln versteht, und verschaffen sich Raum in verblüffenden, teils schockierenden Wendungen. Immer in Kombination mit einer messerscharfen Sprache, in der jedes Wort, jeder Buchstabe sitzt.
Ich habe das Buch mehrfach gelesen und mir auch einzelne Stellen immer wieder angesehen. So müssen Kurzgeschichten sein.
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am 3. Februar 2012
Diese vier Geschichten sind ja ganz interessant - verschiedenen Menschen in verschiedenen Situationen, aber ans Herz gegangen ist mir keine. Das liegt wohl daran, dass keine Gefühle zugelassen werden, die Geschichten werden wie in einer Zeitung berichtet - detailgenau, aber ohne Tiefgang oder Gefühl.
Ich konnte mich schon nächsten Tag nur schwer an die verschiedenen "Berichte" erinnern.
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am 25. April 2013
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich würde es nur weiterempfehlen. Mein Partner ist eine Leseratte und war in Null-Komma-Nichts mit diesem durch.
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am 11. Juli 2012
Großartige Kurzgeschichten, guter "Aufwärmer" für Kehlmanns "Ruhm". Wer den Stil des Autors mag, wird ebenso wie ich begeistert sein. Lese mich inzwischen durch sein Gesamtwerk durch.
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