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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
7
4,1 von 5 Sternen
In der Hölle: Blicke in den Abgrund der Welt
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 1. August 2009
Wenn man erwartet, dass von der ersten bis zur letzten Seite nur Gräueltaten beschrieben werden liegt man falsch. Der Großteil des Buches dreht sich um Angst, afrikanische Mentalität und um das Unvermögen der westlichen Welt diese zu begreifen.

Johnson Begriff bis zuletzt nicht was in Afrika geschieht, der Unterschied zu vielen anderen Reporten und Schriftstellern ist, dass er sich dessen bewusst ist und das er es mit seinem unverwechselbaren Stil schafft den Leser in diese Atmosphäre hineinzuziehen.

Sehr lesenswert ist auch das Vorwort von Georg M. Oswald. Neben einem kurzen geschichtlichen Überblick geht er auch auf das Leben des Autors ein, seitdem freue ich mich auf eine Autobiographie von Denis Johnson.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. März 2008
3 Reportagen aus Ländern, in die wir niemals reisen werden (oder sollten).

Sie zeigen, das Gewalt etwas Normales ist, wenn sie täglich gelebt wird, sie zeigen die ganze Banalität des Grauens und der Unmenschlichkeit und die Hilflosigkeit eines Schriftstellers, der unverhofft zum Beteiligten wird und sich dabei nicht gut schlägt.

Johnson möchte die Machthaber in Somalia und Liberia interviewen, stellt sich das als normalen Journalistenjob vor, so wie es auch uns ja immer vermittelt wird. Aber plötzlich steht er im Angesicht eines Gefolterten, der ihn um Rettung bittet, plötzlich muss er entscheiden, ob er das Land fluchtartig verläßt oder einem verhafteten Kollegen beisteht, der vorher ihm beistand.

Plötzlich findet er sich vor einem Bildschirm mit einem kalten Budweiser in der Hand und sieht, wie einem Menschen die Ohren abgeschnitten werden, von dem er weiß, das er kurz danach gestorben ist und vorher selbst ein Schlächter war. Und führt im Anschluss trotzdem sein Interview weiter. Plötzlich begeht er in einem Verhör Verrat an allen, die ihm bis dahin geholfen haben.

Machthaber in Jogginanzügen, die noch kurz zuvor getötet haben. Schlächter, die Reggae singen.

Das ist es, was Entsetzen hervor ruft: wie banal das alles offenbar ist. Wie schnell man sich daran gewöhnt, das gemordet und geplündert wird. Wie sich die Menschen darin einrichten und wie das Hemd einem doch plötzlich näher ist, als die Hose.

Und wie schnell auch hier das jederzeit wieder passieren könnte?

Und wie wenig wir alle daran Anteil nehmen, das es passiert, nicht weit von hier.
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TOP 500 REZENSENTam 13. November 2009
Inhalt:
Denis Johnson berichtet über afrikanische Kriegsschauplätze und entführt den Leser nach Somalia und Liberia, wo Hass, Tod, Habgier und Terror regieren.

Mein Eindruck:
Ich interessiere mich sehr für Afrika und für Politik - und so konnte ich auch einige spannende Episoden in Johnson's Buch entdecken. Alles in allem habe ich jedoch keinen Zugang zu 'In der Hölle' finden können. Vielleicht war das der Fall, weil mir der Autor (und damit der Berichterstatter vor Ort) völlig unsympathisch gewesen ist. Zu naiv fand ich seine Herangehensweise, zu egoistisch seine Handlungen, zu unüberlegt seine Bemerkungen, zu vorurteilslastig seine Einstellungen. Ich habe mich gefragt, wie eine Person so unbedarft und unvorbereitet in ein Land wie Liberia reisen kann. Nur ein Beispiel: 'Ich nannte ihnen alle Namen und schilderte ihnen, was die einzelnen Leute für mich getan hatten, ohne zu begreifen, dass die Liberianer sich mit diesen schlichten Handlungen strafbar gemacht hatten.'. Ich verstehe, dass fremde Kulturen häufig schwer zu verstehen sind oder man sich als Mensch aus der westlichen Welt bisweilen schwer tut, eine völlig andere Mentalität akzeptieren zu können. Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich im 21. Jahrhundert umfassend mit anderen Sitten vertraut machen kann - und dass man, wenn man glaubt, eine Mentalität nicht respektieren oder verstehen zu können, daheim in der trauten Umgebung bleiben sollte.

Mein Resümee:
Ich kann die positiven Kritiken leider nicht nachvollziehen: Ich empfand die Meinung des Autors als zu pauschalisierend und ablehnend. Damit meine ich nicht, dass man totalitäre Regime tolerieren sollte (Das tue ich selbstverständlich auch nicht.). Aber ich finde, dass man als Berichterstatter versuchen sollte, einer Mentalität (Nicht Terror oder Menschenverachtung oder Gewalt oder Folter!) offen gegenüber zu stehen und sich vor einer Reise / Reportage umfassend um Gepflogenheiten und geschriebene wie ungeschriebene Gesetze des Landes zu informieren.
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am 25. März 2010
Thia, Ihr Lieben
Falls Ihr über Afrika schon einiges wisst und das Buch auch kritisch betrachtet ist es sehr wohl eine Bereicherung.
Aber leider müsst Ihr schon informiert sein, ansonsten wird das Lesen doch schwierig & es fehlen Euch Informationen die Euch rassistisch stimmen werden.
Also: Für Afrikakenner ein Leckerbissen. Für "nicht Afrika kenner" zu tendenziös und es wir Eure Vorurteile bestätigen...
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am 15. Februar 2010
Bei allem möchte man bitte bedenken, dass wir Deutschen, historisch betrachtet, gerade eben noch Mörder waren und unglaublich viele Tote verursachten. Wir waren furchtbar. Wir waren grausam. Wir waren Somalia hoch 10! Für andere Menschen die Hölle! Auch heute habe ich den großen Verdacht, aufgrund intensiver Beobachtung, dass wir einander oft genug keine guten Mitmenschen sind. Aber ich kann mich ja irren.

Die Somalis sind ein sehr intelligentes Volk. Sie sind das Horn von Afrika. Wehrhaft!!! Wenn ein Volk trotz Kolonialismus nie wirklich zu kolonialisieren war, dann das ehemalige große Somalia. Zeige mir einer Bilder von Somalis, die einen Weissen in der Sänfte getragen hätten. Nein. Mit ihnen war das nie zu machen. Diese Bitte allein hätte er nicht überlebt. Wenn ein Kolonialist einem Somali befahl, für ihn zu arbeiten, so sagte er: "Warum sollte ich das tun! Ich bringe meine eigene Ware auf den Markt und verkaufe sie dort. Warum sollte ich für dich arbeiten!" Gearbeitet haben die sogenannten Bantus. Sie gab und gibt es in Somalia. Sie sagten: "Ich arbeite lieber für die Weissen und überlebe dafür."

Auch die somalischen Piraten sind nichts anderes als todesmutige Verteidiger ihrer Fische in winzig kleinen Booten. Reich bestiehlt hier arm. Wie peinlich!!! Es stelle sich einer vor, an unserer Ost- bzw. Nordseeküste würden Afrikaner alle Fische mit äußerster Gründlichkeit wegfischen. Was würden wir tun? Das kann sich jeder selbst beantworten.

Ohne den vom Westen so hochverehrten Gorbatschow (der Mann mit dem dunklen Mal), der in seiner Heimat so gar nicht mehr beliebt ist, wäre heute Somalia ganz anders. Aber es war auch Karma!!! Es sollte so kommen.

Da Präsident Barre trotz anfänglichem Idealismus und guten Vorsätzen letztlich seinen eigenen Stamm dermaßen bevorzugte bzw. dazu von seinem eigenen Stamm genötigt wurde.

Wer kann nun aber den Weissen wirklich trauen? Die Erfahrung lehrt: Wenn ein Weißer Geld nach Afrika bringt, so holt er dreimal soviel aus dem Land wieder heraus. In dem Moment, wo Weisse als Helfer gegen eine Hungersnot ins Land kommen, haben sie zugleich einen Trupp dabei, der ein Stück Land abriegelt und auf Bodenschätze hin untersucht. Wie in Somalia geschehen. Hilfe sollte mit Liebe einhergehen und ohne Eigennutz sein!!!

Wenn ich Hilfe bräuchte und Helfer in meine Wohnung einlasse, einer unter ihnen jedoch still und heimlich nach meinem Schmuck sucht .... Was ist das? Ich werde, sofern ich dies beobachtete, von nun an gegen jede Hilfe zutiefst misstrauisch sein. Wie in Somalia geschehen. Und ich wäre in meiner Würde sehr verletzt, weil als Mensch bzw. als Volk offensichtlich in keiner Weise geachtet!!!

Es lebt jetzt in Somalia eine Generation von jungen Menschen, die wegen des nicht endenden Bürgerkrieges nie je eine Schule von innen gesehen haben. Eine verlorene Generation. Diese eigentlich so hoffnungsvollen jungen Menschen kennen nichts anderes als Tod und Krieg. Es ist für sie der Normalzustand. Und sie sterben wie Eintagsfliegen!!!

Alle gläubigen Menschen sollten von ganzem Herzen für dieses Volk beten und ihm sehr viel Glück wünschen für die Zukunft und einen Weg, der zu ihm passt und zugleich gut für die Welt ist.
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am 27. Februar 2014
Ich fand das Buch toll geschrieben, sehr kurzweilig und -was mir sehr wichtig ist- durchaus realistisch und mit meinen bisherigen Eindrücken von West- und Ostafrika kompatibel.
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am 24. Mai 2009
Sehr Gutes Buch!
Gibt dem Leser einen tiefen, ungeschminkten Einblick in den dunklen Alltag von Somaliern und Liberianern.
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