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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
35
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 24. Februar 2013
Passau, 1561. Das Leben in dieser Zeit war an sich kein leichtes. Für junge Mädchen wie Eva Barbiererin jedoch, deren geliebte Mutter viel zu früh gestorben und deren Stiefvater sie an einen alten Saufkumpan verschacherte, sie zudem sexuell belästigte, war das Leben eine unerträgliche Qual, gezeichnet von tiefer Armut, Verzweiflung und Hunger. Das Dasein bedeutete einen täglichen Kampf um das nackte Überleben, da der arbeitslose Vater den kärglichen Lohn seiner minderjährigen Tochter vertrank und verspielte. Die selbständige und eigenwillige Eva wusste bereits früh um die Rechtlosigkeit und Ausgrenzung der Frauen nicht nur in ihrer Heimat, eine Flucht als allein reisendes Mädchen hätte brutale Vergewaltigungen oder gar Schlimmeres für sie bedeutet. In ihrer Verzweiflung, dieser ausweglosen Lage auf irgend eine Art und Weise zu entkommen, griff sie zum einzigen Mittel, das ihr möglich schien: Eva verkleidete sich als Mann und nannte sich fortan Adam Portner, um unbehelligt reisen und durch ihre geschickten Nähkünste ihren Unterhalt verdienen zu können. Durch die Tabuisierung der Nacktheit und ihre Schläue blieb ihr wahres Geschlecht lange Zeit unentdeckt und sie konnte die Vorteile der Männerwelt, die ungeahnten Freiheiten sowie Anerkennung und materiellen Erfolg genießen. Der Roman von Astrid Fritz beruht auf historischen Fakten, ihre Recherchen betrieb sie im Nördlinger Stadtarchiv, wo die wahre Geschichte der Eva Barbiererin gut dokumentiert auflag. Die Autorin schildert in sehr lebendigem Schreibstil die Zeit unter der Fuchtel von Evas brutalem Stiefvater, ihre Flucht mit dem kleinen Bruder Niklas zu ihrer Muhme Ursula Wolff, der Schwester ihrer Mutter, die den wohlhabenden Kaufmann Endress Wolff geheiratet hatte und mit ihm in Straubing lebt. Sie erzählt auch von Evas Wanderlust, ihrem Gefühl des Eingesperrtseins" und ihrer Unfähigkeit, sich mit der Rolle einer rechtlosen, unterdrückten und durch Resignation gekennzeichneten Frau abzufinden. Eva boten sich auf ihrer langen Reise durchaus auch Möglichkeiten, sich niederzulassen und ein gemütliches Leben an der Seite eines ehrbaren Ehemannes zu führen. Jedoch kam sie nicht gegen ihre innere Unruhe, ihre Reiselust und ihren drängenden Wunsch nach Selbständigkeit an. Anhand einiger sehr detailliert gezeichneter Charaktere macht Astrid Fritz aus diesem historischen Dokument eine schillernde Lebensgeschichte einer faszinierenden, mutigen jungen Frau, die gegen alle Konventionen ankämpft und ihren eigenen Weg geht. Eine ausgezeichnete Schilderung der Lebensumstände, der Sitten und Gebräuche, der medizinischen Versorgung, der Zünfte und Menschen dieser Zeit bereichert diesen Roman und macht ihn zu einem ganz besonderen Leseerlebnis. Eine doppelseitige Landkarte jeweils auf der ersten, und der letzten Seite, veranschaulichen den Reiseweg der Protagonistin. Ganz besonders hervorheben möchte ich auch das überaus hilfreiche 9seitige Glossar, das Ausdrücke und alte Bezeichnungen detailliert erläuterte und so für den Leser verständlich macht. Die wunderschöne Umschlaggestaltung meiner gebundenen Ausgabe zeigt eine junge Frau mit traurigem Blick vor einem tiefgrünen Vorhang, auf dem in kunstvoll geschwungenen, in Goldfarbe gehaltenen Lettern, der Name der Autorin, Titel und Genre eingedruckt wurden. Ein Lesebändchen erleichtert es, eine bestimmte Stelle zu markieren, nachdem man das Buch zugeklappt hat ... was jedoch angesichts des fesselnden Inhaltes beinahe unmöglich scheint. Dies war mein erstes Buch von Astrid Fritz, mein Einstieg in die Welt des historischen Romans aus den Augen dieser Autorin, zu deren Werk Die Vagabundin" sich demnächst auch all ihre anderen Bücher gesellen werden. Ich kann dieses Buch jedem Fan des Historischen Romans uneingeschränkt ans Herz legen und vergebe 5 Bewertungssterne für diese bereichernde Lektüre.
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am 28. Januar 2011
Eine Inhaltsangeba gibt es von mir nicht, aber eine Meinung..und die ist durchweg positiv.

Irgendwie kann sich Frau fritz ja nicht so recht durchsetzen zwischen all den Hype-Autoren namens Lorenz und Follet aber ich finde sie einfach grandios. Die Vagabundin ist so liebevoll geschrieben, sie hat die richtige Mischung aus Fakten, detailverliebtheit und eigenem Stil zustande gebracht.

Mir gefällt vor allem ihr sprachlicher Stil, die damaligen Begriffe und Redewendungen sind so natürlich ins den Text integriert das man ohne kaum noch auskommen mag, nicht zuletzt genau deswegen wird man in die Geschichte hinein gezogen, man fühlt sich mittendrin,man kann sich alles wunderbar vorstellen und leidet mit Eva mit, man bangt um sie, man hofft mit ihr, man kämpft mit ihr und mag das Buch nicht weglegen weil man schon fast das Gefühl hat Eva könnte einem davonwandern.
Ein RIESEN plus für das kleine Gimmik, die Karte zu Anfang, ich weiß nicht wie oft ich sie angeschaut habe und den Weg der Eva so auch nocch visuell immer und immer wieder vor Augen hatte, das machte das umherstreunen mit ihr nochmal lebendiger.

Kurzum, absolut zu empfehlen!
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am 12. September 2009
Wie bei allen Büchern von Astrid Fritz ist von Langeweile beim Lesen keine Spur!
Habe dieses Buch als Urlaubslektüre mitgenommen und hab mich jeden Tag aufs lesen gefreut.
Die Vagabundin wird in eine Rolle gedrängt, die sie eigentlich nicht wollte und irgendwann sich einfach in damalige gesellschaftliche Zwänge verstrickt, die es ihr nicht erlauben anders zu leben als im Buch dargestellt. Wenn man sich vorstellt, daß es in damaliger Zeit tatsächlich diese Person gab und diese Frau ähnliches erlebt hat, dann wird einem schon sehr seltsam zumute.
Der Schreibstil von Astrid Fritz ist einfach klasse und sehr gut recherchiert!
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am 20. März 2012
Der Roman ist sehr spannend geschrieben. Die Geschichte führt uns durch das Mittelalter und zeigt uns welche Möglichkeiten Frauen in der Gesellschaft im Allgemeinen hatten. Nämlich nicht viele. Aus der Not heraus wird Eva zu einem Schneiderknecht und zieht durch die Lande. Sie verstrickt sich immer mehr in ihre eigenen Lügen ... bis es kein zurück mehr gibt...

Ich kann diesen Roman sehr empfehlen. Es war mein erstes Buch von Astrid Fritz. Nach diesem Leseerlebnis habe die "Hexen-Trilogie" quasi verschlungen.
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am 27. August 2009
Hi,
kaum aus der Hand legen konnte ich das o.g. Buch von Astrid Fritz.

Ein Mädchen, dass als Vagabundin durch die Lande zieht und auf dem Weg einiges erlebt bildet den Rahmen für die Handlung-

Besonders erfrischend dabei ist, dass es viele hochs und tiefs gibt und man nicht wartet, dass sie endlich mal ankommt, sondern auch alle Erlebnisse auf dem Weg sind absolut spannend geschrieben und lesenswert. Man möchte sie am liebsten aufmuntern oder freut sich mit ihr bei den (wenigen) positiven Erlebnissen.

Zudem hat man den Eindruck, dass dieses Buch gut recherchiert ist, weil es, im Gegensatz zu vielen anderen Büchern nichts verklärt und schönmalt, aber dennoch eine sehr realistisch wirkende Lebenslinie einer starken Frau zeichnet. Die guten und vor allem die vielen schlechten Erlebnisse zeigen einmal eine wirklich gut dargestellte, dunkle Seite dieser Zeit.

* achtung spoiler*
Jedoch schade für Eva, dass sie (im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieser Art) kein Happy End bekommt - was jedoch angesichts des Buches absolut realistisch wirkt und unterstreicht, dass es nicht um eine verklärte Darstellung sondern um eine tatsächliche geht.

bravo!!

Funkymonkey
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am 6. April 2009
ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Jede Unterbrechung machte mich ungeduldig.
Die Geschichte ist ein bisschen durchsichtig, aber ich konnte mich sehr gut in die Zeit versetzen und habe wieder einmal die Ungerechtigkeit in der Behandlung der Frauen empfunden und den Irrsinn in der Rechtsprechung, wie, auch im Namen des Glaubens "RECHT" gesprochen wurde und "Geständnisse" durch Folter erzwungen wurden. Der Schluß machte mich wütend und traurig. Ich kann das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
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am 16. Februar 2012
Ich fand die Geschichte über Eva sehr mitreißend erzählt.
Mit den Ausdrücken tu ich mir manchmal schwer, das tut dem Lesen aber keinen Abbruch.
Ich habe nicht in dieser Zeit gelebt (oder doch, wer weiß das schon), ich weiß es nicht, aber wenn die Frauen damals
wirklich so behandelt wurden, ist das ein Skandal. Freiwild für jeden und keinen Pfifferling
wert, außer zum kochen, putzen und ....

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, man fiebert richtig mit, was Eva alles so erlebt und durchmacht.
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am 1. Oktober 2013
Wie in vielen historischen Romanen, in denen es um ein Frauenschicksal geht, spielt die Geschichte um ein junges Mädchen, welches innerhalb der Familie vom Vater/Stiefvater gedemüigt, ausgebeutet und misshandelt wird. Und als sich das Ganze zuspitzt, trotz Ihrer schlechten Zukunftsaussichten als alleinstehende Frau in der Gesellschaft und Ihrer Angst, flieht, um sich ein anderes Leben aufzubauen.

So weit - so gut. Die Beschreibung der Abenteuer und Geschehnisse auf Ihrer Reise sind sehr spannend verfasst, jedoch fehlt meiner Meinung nach der Tiefgang der Charaktere. Ich konnte mich in keine der Hauptpersonen wirklich hinein versetzen, habe nicht, wie sonst beim Lesen ähnlicher Geschichten mitgelitten, geflucht oder war wütend. Im Gegenteil - manche Reaktionen der Hauptperson habe ich nicht nachvollziehen können und fragte mich, warum diese sich jetzt entsprechend verhält. Keiner der Charaktere wurde mir sympathisch. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Geschichte hauptsächlich aus Erzählersicht beschrieben wird und nicht, wie ich es ansonsten gewöhnt bin aus der Sicht der Hauptfigur. Mir fehlen Emotionen, Gedanken, Situationen aus der Sicht der Hauptfigur beschrieben.
Historisch mit Sicherheit ein schöner Einblick in einen Teil der deutschen Geschichte - für eine Person wie mich, die sich eher auf die Menschen und Charaktere dieser Zeit und Schicksale interessiert - weniger geeignet.
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Passau im Jahr 1561: Die junge Eva verlebt keine glückliche Zeit, wächst sie doch mit ihrem kleinen Bruder Niklas bei ihrem trunksüchtigen und gewalttätigen Stiefvater auf, der den knappen Verdienst in die nächste Kneipe trägt. Als ihr Stiefvater sie auch noch wegen Spielschulden an einen älteren Mann verheiraten will, flüchtet Eva zusammen mit ihrem Bruder. Fortan sind die beiden auf Wanderschaft. Doch schnell muss die junge Frau erkennen, dass sie den Männern auf der Straße schutzlos ausgeliefert ist. Eva besorgt sich gefälschte Papiere und reist nun als junger Schneidergeselle durchs Land. Hierbei trifft sie auch auf ihre große Liebe.

Astrid Fritz erzählt die wahre Geschichte der Eva Barbiererin, die es vielen Frauen ihrer Zeit gleich tat und sich als Mann verkleidete. Zur damaligen Zeit waren Frauen machtlos der männlichen Gesellschaft ausgeliefert, viele Frauen haben dagegen aufbegehrt, wie auch Eva, deren Verkleidung jedoch mehr aus der Not heraus geboren war.

Es ist ein aufregendes, aber auch gefährliches Leben, welches Eva fortan führt. Ihren kleinen Bruder kann sie schon bald bei ihrer Muhme unterbringen, wo Niklas das erste Mal so etwas wie Familienleben kennenlernt. Doch Eva fühlt sich hier nicht so recht wohl und beschließt, weiter auf Wanderschaft zu gehen. Aus der Not heraus ist sie öfter gezwungen zu lügen und auch kleine Diebstähle müssen aufgrund von nagendem Hunger ab und an sein. Eva trifft unterwegs die unterschiedlichsten Menschen, einige sind ihr wohlgesonnen, andere dagegen weniger. Die junge Frau muss mehrmals um ihr Leben fürchten. In Regensburg scheint ihr Vagabundenleben endlich ein Ende zu finden, doch auch hier hat Eva nicht nur Freunde.

Die eng an die historischen Fakten gehaltene Geschichte ist zumeist sehr abwechslungsreich erzählt und bezüglich des Ausgangs schwer vorhersehbar. Hierdurch gestaltet sich der Roman durchweg sehr unterhaltsam und oft auch spannend, doch ab und an wiederholen sich die Geschehnisse etwas, wenn auch in abgewandelter Form, was stellenweise schon etwas langatmig wirkt. Astrid Fritz verwendet viele Begriffe der damaligen Zeit, zudem ist ihr Erzählstil sehr farbenprächtig und bildhaft, sodass man sich die kleinen und größeren Städte, welche Eva auf ihrer Wanderschaft kennenlernt sehr gut vorstellen kann.

Und auch die Charaktere agieren durchweg überzeugend und sind facettenreich beschrieben. Gerade von Eva erhält man schnell eine Vorstellung, kann sich gut in sie hineinversetzen und erlebt mit, wie aus einem schüchternen jungen Mädchen mit der Zeit eine abenteuerlustige junge Frau wird, deren Übermut ihr zum Verhängnis wird. Und auch wenn manche Ereignisse rund um Eva oft etwas unglaubwürdig wirken, sind gerade diese wirklich geschehen, wie Astrid Fritz im Nachgang zu ihrem Roman berichtet.

Fazit: Ein zumeist spannend und unterhaltsam erzählter Roman über das Leben einer jungen Frau, die sich aus den Zwängen der damaligen Zeit zu befreien versucht.
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am 24. Juli 2011
Ein sehr gutes Buch über ein Frauenschicksal im Mittelalter, wie es so viele gab. Nach wahrer Geschichte, es reisst mit, auch wenn es dem Leser damit auch stellenweise mit weh tut, ich bin dankbar, dass ich dieses tolle Buch bekommen habe.

Flott geschrieben ohne eine einzige schwache Stelle, wie sie oft in anderen Büchern zum Thema Frauen im Mittelalter vorkommen.

Empfehlenswert, kaufen.
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