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am 14. Oktober 2017
Dieses Buch hab ich an einem Tag durchgelesen. Begleitet hab ich den Erzähler, wie er langsam aber sicher in seinem Job durchdreht. Die Sicht auf seine Umgebung ist vortrefflich beschrieben, dabei ist diese Beschreibung bitter böse, ur komisch, aber immer auf den Punkt. Großer Lesespass!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Oktober 2004
Harald Schmidt hat Houellebecq gelobt und gesagt, daß seine Bücher Spaß machen, wenn man selbst auch gerade in den Vierzigern seines Lebens ist. Ich bin noch nicht so alt und finde, daß das Buch nicht der Rede wert ist! In Frankreich gab es verkaufsfördernde Skandale um diesen Autor. Viel Lärm um nichts, wie ein wirklich relevanter britischer Autor sagen würde. Sowohl Schmidt als auch Houellebecq leiden unter schlimmen Depressionen. Das ist eine ernstzunehmende Krankheit. Den Erkrankten sollte geholfen werden. Aber ist es wirklich notwendig, daß sie ihre negative, zynische Weltsicht als Kunst ausgeben und auf die Menschheit loslassen? Sicherlich ist es nicht richtig, daß nur noch dauergrinsende, Antidepressiva-schluckende Clowns Bücher schreiben oder Fernsehsendungen moderieren. Aber Kunst die nur negativ ist und sonst nichts bringt zumindest mir persönlich überhaupt nichts. Ich bin durchaus gerne am Leben! Obwohl ich meine Augen nicht vor dem Negativen verschließe. Stay cool and care! So das war jetzt genug Rezension im Pastor Fliege Style. Also nun zur Sache! Warum 2 Sterne und nicht nur einer, wenn das Buch so schlecht ist? Weil es zumindest einigermaßen brauchbar geschrieben ist. Der Roman ist in jeder Hinsicht dünn, er hat 170 Seiten und nur äußerst wenig Inhalt. Es gibt nichts zu lesen was nicht schon Ellis, Bernhard, Delillo oder Palahniuk besser geschrieben hätten. Ein zweiter Aufguß, eine billige Kopie, ein Ärgernis! Houellebecqs Buch ist autobiographisch, er beschreibt seine Tätigkeit in seinem früheren Beruf als gut bezahlter Programmierer. Und hat es ihn glücklich gemacht einen angesehenen Job und viel Geld zu haben? Sie kennen die Antwort. Geld macht nicht glücklich und der ganze Wohlstand mit dem wir uns umgeben ist kein Ersatz für ein ausgefülltes Leben mit wirklich wichtigen Zielen. Und auch mit den Frauen will es nicht recht klappen. Denn es gibt einen Kampf, der potentesten, hübschesten Männer um die wenigen hübschen Frauen. Und wer mit 30 Jahren noch nicht die Frau fürs Leben erbeutet hat, der wird es nie schaffen und sollte deswegen am besten eine Frau vergewaltigen. Tja, alles ganz schön schwachsinnig, was sich der Autor da zusammenspinnt. Ich unterstelle ihm aber einfach mal, daß er mit diesem Buch provozieren und aufrütteln wollte, damit mehr Menschen nicht länger vorm Fernseher dahinvegetieren und der nächsten sinnlosen Anschaffung hinterherhecheln, sondern stattdessen das Beste aus ihrer kostbaren Lebenszeit machen. Ich bin Optimist und meine, daß Houellebecq mit seinen unsympathischen, weinerlichen Aussagen eigentlich nur auf sich aufmerksam machen will. Ob dieses Buch lediglich destruktiv ist oder auch eine konstruktive Wirkung auf die Leser haben kann, weiß ich nicht recht. Ich persönlich war froh als ich mit dem Werk durch war. An weiteren Büchern von Michel Houllebecq bin ich jedenfalls bis auf weiteres nicht interessiert.
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am 3. April 2009
"Kampfzone" enthält alle Elemente eines typischen Houellebecqs: Detaillierte Schilderungen der sexuellen Phantasien des Autors, Abgründe unserer Gesellschaft und die erfolglose Suche nach Liebe und Glück, geschrieben im typischen beiläufig-ironischen Stil. Nebenbei rechnet H. mit schwerfälliger Behördenbürokratie und egoistischen Karrieristen ab. Wie üblich teilweise erschreckend und mitunter humorvoll, jedoch noch nicht so ausgereift wie Plattform, trotzdem ein Muß für alle Fans - und für aufstrebende Angestellte der Softwarebranche.
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am 17. Dezember 2002
Definitiv eines der bewegensten Bücher die ich jemals gelesen habe, offen und schonungslos, genial und durchsetzt mit Thesen die das Leben glasklar werden lassen. Kaufen und nachdenken!
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am 17. Juli 2011
Wenn man Elementarteilchen vom gleichen Autor schon gelesen hat, kann man durch das Buch verstehen, wie der Autor schrittweise zu dem gekommen ist, was er in Elementarteilchen beschreibt. Sicherlich kein Buch für dunkle Wintertage, sonst läuft man Gefahr sich zu leicht runterziehen zu lassen.
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am 26. August 2002
... mehr vom Sinn meiner Handlung" lässt Michel Houellebebecq seine Hauptperson gegen Endes seines gerade einmal 170 Seiten umfassenden, kleinformatigen Romans sagen. Da ergeht es ihm kaum anders als dem Leser. Während H. die eigentliche äussere Handlung, ein junger Informatiker, der mit der Kälte und Oberflächlichkeit seines Lebens nicht zurechtkommt, treffend und eindringlich erzählt, sind die gegen Ende des Buches zunehmenden Einsichten in das Innere des Ich-Erzählers ungefähr so spannend, wie sein Leben, über dessen Eintönigkeit und Sinnlosigkeit er sich immer wieder beklagt.
"Ich verfiel langsam auf den Gedanken, dass all diese Leute .. überhaupt nicht gestört waren; sie litten bloss unter einem Mangel an Liebe". Und das ist wohl die Quintessenz dieses Buches. Erzählt wird auf drei Ebenen, der Ich-Erzähler und seine philosophischen Ansichten, die äussere Handlung, die leider zunhemend verflacht, und Geschichten, Tierdialoge, die unser Held schreibt und uns, dem Leser, leider nicht vorenthalten will, moderner Gleichnisse, die sich wohl aber nicht jedem in der gleichen Weise erschliessen.
Wer hier ein Skandalbuch, mit viel Sex gar, erwartet, wird enttäuscht. Aber so manche Passage ist treffend erzählt, so manche Analyse viel näher am Puls unserer Zeit, als uns selbst lieb sein kann.
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am 13. August 2014
Subtil greift er an und wenn Du nicht aufpasst hat er Dich gepackt und Du gerätst in seinen ganz persönlichen Strudel zum Abgrund
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am 31. Mai 2001
Das soll also ein neuer Kultautor sein? Naja. Im vorliegenden Buch - sein erstes, das ich gelesen habe, wird wohl auch sein letztes bleiben - wimmelt es von Erbrochenem und anderen unappetitlichen Dingen. Ganz zu schweigen von Szenen, für die sich andere einsam aufs Klo einschließen würden... was daran kultig sein soll, entzieht sich mir. Ansonsten: im Suff vergessen, wo er sein Auto abgestellt hat - Diebstahlanzeige bei der Polizei stellen - welch köstlicher Gag. Bonjour tristesse. Und ellenlange Beschreibungen post/prä-pubertärer Annäherungsversuche ans andere Geschlecht. Dafür ist mir nicht nur das Geld zu schade, sondern vor allem die Zeit. Der Übersetzung anzulasten, daß viel vom Ursprünglichen des Autors verlorengehe, wäre wohl doch daneben. Mein Tip: lieber ins Kino.... wenn ich weniger als einen Stern verteilen könnte, würde ich das gern tun, aber das Formular gibt's nicht her... ;-)
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am 6. Mai 2015
Es handelt sich um den Debütroman von Michel Houellebecq aus dem Jahr 1994. Seitdem gilt Houellebecq als (begabter) Provokateur. Ihm gelingt es zweifelsohne, Atmosphäre zu schaffen. Das gesamte Werk ist aufgeladen mit negativer Energie.

Bereits das kurze erste Kapitel wirkt obszön, vulgär und dekadent. Der namenlose Ich-Erzähler, ein 30jähriger Informatiker, ist ein extremer Zyniker. Seine destruktiven Beschreibungen prägen den gesamten Roman. Zum Beispiel findet er in einem Geschäft einen Toten, ohne das irgendeine Dramatik entsteht (73), charakterisiert er Rouen als "grau, schmutzig, schlecht erhalten, ... von Lärm und Luftverschmutzung versaut" (75) und äußert sich herablassend zu einem Brautpaar, welches vor einer Kirche steht. (78)

Einen Erklärungsansatz liefert der Autor ein paar Seiten weiter. "Der Wirtschaftsliberalismus ist die erweiterte Kampfzone, das heißt, er gilt für alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen. Ebenso bedeutet der sexuelle Liberalismus die Ausweitung der Kampfzone, ihre Ausdehnung auf alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen." (110)

Neoliberale Maßstäbe gelten nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch unmittelbar für die Menschen. Diese werden nach ihrem Marktwert beurteilt und damit zum Objekt. An dieser fundamentalistischen und letztlich unmenschlichen Betrachtungsweise scheitern nacheinander Arbeitskollege Tisserand und der Ich-Erzähler. Es gibt nur Sieger und Verlierer und wem die Natur übel mitspielt, hat eben Pech gehabt.

Auffallend und auch seltsam sind die zwischenzeitlichen Wechsel von der Ich-Perspektive auf eine Metaebene, die Ebene des Autors ("Die folgenden Seiten bilden einen Roman" (16), "Das fortschreitende Verlöschen zwischenmenschlicher Beziehungen bringt für den Roman allerdings einige Schwierigkeiten mit sich." (46)).

Houellebecq ist ein ungewöhnlicher Autor. Mir würde kein zweiter einfallen, der mit ihm vergleichbar ist. Wenn sein Ziel darin besteht, eine Welt zu konstruieren, in der der Mensch ausschließlich nach seinem Marktwert beurteilt wird, ist ihm das auch gelungen. Der Roman ist destruktiv bis zur Selbstzerstörung.
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am 24. Dezember 2011
DAS Kultbuch der Gegenmoderne. Immer noch, vielleicht sogar aktueller als zum Zeitpunkt des Erscheinens. "Sexualität IST ein System sozialer Hirarchie", mit diesem Satz ist alles gesagt.
Die nachfolgenden Romane wirkten auf mich manchmal etwas bemüht und nicht unbedingt eine absolute Empfehlung wert. Aber dieses Teil ist ein Knaller.
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