Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
4
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. Juni 2009
Der 18-jährige Andreas Magnus fühlt sich zum Künstlerdasein berufen. Nachdem er ein Bild, das er geschaffen hat, einer Freundin zum Urteil stellt, entschließt er sich, sein Elternhaus zu verlassen und nach Berlin zu gehen. Warum er diesen Entschluß fasst, wird jedoch nicht klar. Nach zunächst schlechten Erfahrungen wird er von Franziska aufgegabelt und kommt in einer Pension unter. Franziska arbeitet im Kabarett "Die Pfütze" und bringt auch Andreas dort unter. Dort kommt er in Kontakt mit anderen Kabarettisten und auch mit Verehrern. So verliebt sich auch ein Kollege ("Paulchen") in ihn.

Bei einem Ausflug aufs Land lernt Andreas den gleichaltrigen Niels kennen, in den er sich verliebt, jedoch unglücklich, denn diese Liebe wird nicht erwidert. Niels reist denn auch bald ab nach Hamburg, Köln und schließlich Paris. Andreas folgt ihm. Am Ende verliert Andreas Niels in den Pariser Markthallen endgültig aus den Augen.
Das Thema des Romans könnte man die unerwiderte Liebe nennen, von Andreas zu Niels, von Paulchen zu Andreas.

Andreas Figur wird von Mann eigenartig passiv gestaltet. Es scheint mehr so, dass ihm die Dinge einfach passieren, als dass er aktiv handelte. Die Psychologie ist recht sparsam, nur ausgewählte Gefühle werden explizit benannt. Vieles, was Andreas fühlt und denkt, muss aus seinem Verhalten erschlossen werden und wird nur angedeutet. Zuweilen hat man den Eindruck, als ob Andreas schlafwandelte. Durch die sparsame Psychologie bleibt der Leser in gewisser Distanz zu Hauptfigur.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2008
... wie sich meine Meinung zu Klaus Manns' "der fromme Tanz" nach den ersten paar Seiten geändert hat. Die Kritiker zerpflückten das Buch förmlich, sei es doch ein Teil des "Homo-Kanons" der 20er-Jahre und laut Siegfried Kracauer sogar Klaus Manns einer, der "das schmierige Leben einfach abschreibt".
Im Gegenteil: es ist faszinierend, wie Klaus Mann es schafft, dieses schwierige Milieu mit einer Intensität, ganz ohne "schmierige" und direkte Worte, zu beschreiben, die dem Leser ans Herz geht. Jeder, der sich auch nur ein wenig für die wichtigste Schriftstellerfamilier des 20. Jahrhunderts und dessen "schwarzes Schaf" Klaus Mann interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben.
Klaus Manns Coming-Out Roman "der fromme Tanz" kann und muss man weiterempfehlen.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2008
"Der fromme Tanz" ist ein Roman, wie kein anderer, den ich aus der ersten Hälfte des 20Jh. kenne. Er ist stilistisch klassisch und sprachlich bei weitem nicht so ausufernd wie M. Proust oder Th. Mann., was ihn selbstverständlich einfacher zu lesen macht. Klaus Mann entführt uns im Körper des jugendlichen Andreas Magnus v.a. in die Berliner Schattenwelt Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre, als die Kabarets aufblühen und die "Künstler"(Schauspieler, Sänger,...)anders als heute nicht verehrt wurden und oftmals sogar Stricherdienste anbieten mussten, um überleben zu können. Es ist auch die Homosexualität bzw. die homoerotische, unglückliche Liebe des Andreas zum etwa gleichaltrigen Niels, die hier im Vordergrund stehen(neben der klassisch "päderastischen") ohne anrüchig zu werden. Der Roman ist körperverliebt, zärtlich und gleichzeitig überzeugt religiös. Ein "Comig-Out Roman" des Autors ist er, weil zu viele Überschneidungen der Figuren mit Klaus Manns Umfeld übereinstimmen.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2014
Für die damalige Zeit sicher sehr mutig. Für mich als heutigen Leser anstrengend wegen des permanenten emotionalen Hochdrucks. Wohl eher eine Lektüre für Literaturwissenschaftler.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken