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am 14. November 2016
Das Gesäuse als Schauplatz für hohe Literatur und Erzählkunst. Die Landschaft selbst wird Protagonist, der Hauptdarsteller Nebendarsteller. Hochgatterer scheint zu kennen wovon er schreibt. Empfehlenswerte Geschichte, zum Aufsaugen in einem durch. Bis zur letzten Seite.
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am 9. Juni 2013
Der Autor hat über viele Jahre Studien betrieben und unglaublich viele Daten zusammengetragen und ausgewertet. Er bemüht sich sehr, in der neutralen Beschreibung zu bleiben und hält sich mit allzuschnellen Bewertungen zurück. Und trotz nüchternen wissenschaftlichen Daten hat er die Fähigkeit, alles in lebendige Sprache zu setzen, die das Lesen des Buches spannend machen. Seine Liebe und sein Respekt für die ach so ungeliebten Rabenvögel ergreift einen selbst. Ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen. Besonders schön sind seine Beschreibungen von den intelligenten Handlungen dieser Vögel, davon hätte ich mir mehr gewünscht.
Auf jeden Fall lese ich das Buch noch mal und schlage auch einzelne Kapitel immer wieder nach.
Hochachtung vor diesem Buch.
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am 27. November 2010
Leser mit der Fähigkeit zum ruhigen Genuss an Welt ausbreitender Genauigkeit werden hier von einer besonders einfühlsamen Prosa beschenkt, die zwar manchmal etwas statisch wirken mag, aber nicht einen Augenblick fade ist. Hochgatterer stellt ein paar Tage Leben eines alternden, in die Hochalpen aufbrechenden Lehrers neben das seiner halbwüchsigen Schülerin. Die Berührungen zwischen beiden Welten sind jedoch so dezent und quasi ungewusst, dass sie nur mittelbar und indirekt ahnbar werden. Es berückt, mit welcher psychologischen Nachvollziehbarkeit sich der Autor in zwei völlig verschiedene Existenzbahnen hineinzufinden vermag, mit welchem literarischen Geschick er in Ich-Perspektive ein facettenreiches Pubertätserleben beschreibt, ohne dass es auch nur die Spur süßlich wirkt, und daneben die Desillusioniertheit eines an Alter und Enttäuschung krankenden, offenbar paranoiden Lehrers stellt. Das Empfinden des Mädchens wird passenderweise in Ich-, das des Lehrers in Er-Perspektive vermittelt. Sie lebt im engen Zirkel von Schule und Stadt und ist in ihrem inneren Reichtum, scheint es, aller Möglichkeiten voll, er geht, gewissermaßen wie der Büchnersche Lenz, 'ins Gebirg', als Wiener natürlich ins alpine Hochgebirge, auf eine so qualifiziert selbstmörderische Route, dass sie ihn an sein Ende führen dürfte. Die dargestellte Gipfel-Geographie ist so genau, dass Kenner nicken werden, während Amateure die Tour im Bergatlas verfolgen können. Der altersfitte Lehrer erlebt vor allem das Außen, die Schülerin das Innen, beide aber extrem existentiell. Also eine kleine Prosasinfonie mit zwei Themen, beide kongenial genau durchkomponiert. Ich las selten eine Erzählung, die in dieser Weise in der Lage ist, alle Klischees zu meiden und noch im Detail das Wesen von Menschen einzufangen. Hochgatterer spielt hier vielleicht, aber er verspielt sich nicht. Er wird gemäß seines Berufes psychologisch, aber er psychologisiert auch nicht. Gerade indem das Buch manches offen lässt, wirkt es genau, weil es übliche Konstruktionen vermeidet. Die Innenschau des Mädchens, ihr Faible für die Sprache als Geschwisterteil des Denkens und Empfindens, fand ich besonders beeindruckend. Leser, die wirklich noch still lesen, werden das Bändchen schätzen!
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am 26. April 2002
Dieses Buch besticht zu allererst durch seinen Stil. Kapitelweise abwechselnd wird "er" - der flüchtige Lehrer - in der 3. Person bzw. "sie" - eine Schülerin - in der 1. Person beschrieben. Auf irgendeine Weise, die erst langsam im Laufe der Geschichte erkennbar wird, hängen die Schicksale beider Protagonisten zusammen. Dies allein macht schon einen spannenden Roman aus, der sich aber darüber hinaus auch noch durch einen fast Stifter-haften Detailreichtum bei den örtlichen Beschreibungen auszeichnet.
Das Buch ist einfach unglaublich - schön!
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am 14. September 2007
Ich habe mir dieses Buch ohne Vorwissen bezüglich Autor oder Titel gekauft. Es hört sich von der Beschreibung durchaus vielversprechend aus und man will ja nicht immer auf Empfehlungen von Freunden angewiesen sein. Zu meinem Enttäuschen war die Beschreibung auf der Rückseite das spannendste, was dieses Buch zu bieten hatte...

Es ist leider schon eine Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Aber rückblickend kann ich nun sagen, dass es sich definitiv unter den "schlechtest of" meiner bisher gelesenen Bücher befindet (womöglich sogar an erster Position).

Zwei voneinander unabhängige Geschichten, eine langweiliger als die andere, werden in diesem Buch erzählt und höchst unglaubwürdig und gekünstelt wirkend miteinander in Verbindung gebracht.
Schade ist auch, dass eine der beiden Geschichten den Hauptteil einnimmt und noch schader ist es, dass es jene Geschichte ist, die schon ab der ersten Seite langweilt...so quält man sich dann Seitenweise durch Aufzählungen von Modemarken, Designer und Dingen, die die Welt nicht braucht...

Im nachhinein wundere ich mich, wie ich bei diesem Buch das Ende erreichen konnte...da sollte ich fast stolz auf mich sein...
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am 9. Juni 2004
Zwei Handlungsstränge führt Paulus Hochgatterer in seinem Roman: Ein Mann steigt ins Gebirge, scheinbar auf der Flucht; auf der anderen Seite das Alltagsleben einer Schülerin, die in ihrer Phantasie Leute sterben lässt. Wie diese beiden Geschichten zusammenhängen bleibt nebulos - so wie der ganze Roman. Man sucht ständig nach irgendwelchen Zusammenhängen oder Erklärungen, aber wird bis zum Ende im Stich gelassen. Wenn soviel offen bleibt und der eigenen Phantasie überlassen bleibt, frage ich mich, wozu ich mich durch 220 unspektakuläre Seiten gequält habe. Abgesehen von der Handlung wird auch sprachlich wenig geboten. Eine ständige Aufzählung und Erwähnung von Markennamen, Pokemon-Figuren und eine detailierteste Beschreibung einer Bergbesteigung im Fachjargon beweisen lediglich, dass der Autor diese kennt, langweilen aber den Leser. Dieses Buch hat mich keineswegs überzeugt und ich kann es nicht empfehlen.
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am 3. Juli 2002
Zwei Handlungsstränge, die sich nicht nur durch die Erzählform (1. bzw. 3. Person) unterscheiden, sondern die auf den ersten Blick fast nichts gemeinsam haben. Bei genauerer Betrachtung (bzw. genauerem Lesen) findet man zumindest Andeutungen auf Zusammenhänge. Das wirklich interessante an dem Buch ist aber meiner Meinung nach, daß alles offen (und daher der Phantasie des Lesers überlassen) ist.
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am 17. August 2008
Zwei Handlungsstränge durchflechten sich abwechselnd - erster Handlungsstrang, ein Lehrer geht mit einem Präzisionsgewehr auf einen Berg, seine Intention bleibt weitgehend unklar, ebenso sein Schicksal - zweiter Handlungsstrang, ein pupertierendes Mädchen berichtet langatmig über ihren Alltag - die ersten Seiten versprechen Spannung, dieses Versprechen wird aber nie eingelöst - die Handlungen plätschern seicht und ziellos dahin - die Charaktäre sind verschwommen ausgearbeitet, ihre Motive und Handlungsvektoren bleiben großteils unklar - einen Stern verdient die Beschreibung alpinistischer Details - ansonsten pure Langeweile und pseudokryptische Scheintiefe - wer zwischen den Zeilen hochkarätige Psychologie sucht, wird selbige nur konfabulatorisch finden - insgesamt ein Buch, auf welches verzichtet werden kann
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am 29. Mai 2002
Die Protagonisten in Hochgatterers neuem Roman sind zum einen ein Mann mittleren Alters, zum anderen ein Mädchen um die 13 Jahre.
Der Roman ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, dem des Mannes und dem des Mädchens.
21. Jahrhundert - Jänner - Österreich - Ennstaler Alpen
Bewaffnet mit einm Präzisionsgewehr begibt sich der besagte Mann, ein Deutschlehrer, in die österreichischen Ennstaler Alpen. Der Bergaufstieg, der lange vorbereitet ist, scheint eine Flucht vor jemandem oder der Realität zu sein.
21. Jahrhundert - Jänner - Österreich - Wien
Der zweite Protagonist, die 13-jährige Schülerin, fasziniert durch ihre untypischen Gedankengänge und Handlungen.
Zusammen mit ihrem Kater Ratajczyk lebt sie in einer Wohnung, die sie ständig lüftet und mit Insektiziden behandelt.
Nicht in einem Satz kommt ihre Familie vor, die scheinbar gar nicht existiert.
Die Geschichte des Mannes wird von einem Erzähler geschildert, das Mädchen erzählt in der Ich- Form.
Originell fand ich die eine oder andere Bemerkung der 13- jährigen.
Der Text, der leicht zu lesen ist, erfordert kein Vorwissen und ist für junge sowie für Psychologie- Interessierte Leser geeignet.
Nennenswert sind jene Passagen, in denen Hochgatterer auf den Jugendkult (z.B.: Pokémon- Kult) oder die durch Werbung manipulierte Menschheit eingeht.
Spannend ist ÜBER RABEN allemal, wenn auch in einer etwas ungewöhnlichen Art und Weise.
ÜBER RABEN ist eine durchaus realistische Erzählung mit einer geringen Wirklichkeitsverfälschung.
In Hochgatterers neuem Roman ist Individualismus in einer bestimmten Form gefragt.
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