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TOP 500 REZENSENTam 17. Januar 2005
Frédéric Beigbeder, in Deutschland bekannt geworden durch seinen Roman „Neundunddreißigneunzig" hat in Frankreich nicht nur als Schriftsteller einen Namen, sondern auch als Literaturkritiker. Eine Wahl der Zeitschrift „Le monde" aus dem Jahr 1999 hat er zum Anlass genommen, die dort von den Lesers gewählten fünfzig besten Bücher des 20. Jahrhunderts zu kommentieren.
Er macht das nicht wie die den meisten gut bekannten üblichen Verdächtigten aus dem Literaturkritikgenre, sondern auf eine sehr vergnügliche, respektlose, manchmal sogar als schnodderig zu bezeichnende Art und Weise. Kein Werk ist ihm so heilig, als dass er darüber nicht seine Späße macht.
In der Liste tauchen Romane und andere Werke auf, die uns allen bestens bekannt und vertraut sind: Kafkas „Prozess", Hemingways „Wem die Stunde schlägt", Becketts „Warten auf Godot", Joyces „Ulysses", Orwells „1984" oder Thomas Manns „Zauberberg". Ja, auch Goscinnys und Uderzos „Asterix der Gallier" ist dabei. (Was man, so toll man Asterix auch finden mag, nicht Beigbeder in die Schuhe schieben kann.) Soweit nichts Neues. Das Verdienst von Beigbeder für deutsche Leser liegt nicht in einem literaturwissenschaftlich geprägten Herangehen an viele Meisterwerke, sondern am distanzlosen Näherbringen einer Reihe von in Deutschland vergessenen oder niemals so richtig bekannten Werken französischer Schriftsteller.
Als ich vor einem knappen Jahr mich in zwei, drei Stunden durch das Büchlein gelesen habe, bin ich auf Namen gestoßen, die mir nichts oder wenig sagten. Inzwischen habe ich mit Staunen Louis-Ferdinand Célines „Reise ans Ende der Nacht" gelesen (und rezensiert) und in Georges Bernanos „Die Sonne Satans" bin ich mittendrin. Vian, Queneau, Breton oder Perec stehen auf meiner Wunschliste.
An einem Beispiel, in dem viele der Leser sich wiederfinden könnten, möchte ich den Stil, in dem Beigbeder die Werke „bespricht", deutlich machen. „Ulysses von James Joyce hat seinen Platz in dieser Hitparade mehr als verdient, und sei es auch nur nach Gewicht. (...) Im Übrigen sei die Frage erlaubt, wie viele der sechzigtausend Personen, die ihren Stimmzettel zurückgeschickt haben, um diese Rangliste zu erstellen, die über achthundert Seiten von Ulysses bis zur letzten Zeile gelesen haben ..." „Ulysses zusammenzufassen würde drei Stunden dauern, wir haben aber nur drei Seiten. (...) Der Titel soll uns auf die richtige Spur bringen: Joyce hat das Buch Ulysses genannt, weil er es als Nachahmung der Homer'schen Odyssee betrachtet. Statt von einer Odyssee könnte man eher von einer Lokalrunde sprechen, die beim Frühstück anfängt und, wie alle gelungenen Spritztouren, im Bordell endet."
Wer sich von diesem Beispiel abgeschreckt fühlt, sollte „Letzte Inventur vor dem Ausverkauf" auch nicht lesen. Für alle anderen ist das Buch. Und dabei ist es einerlei, ob man viele oder gar den Großteil der besprochenen Werke kennt oder nicht. Zettel und Bleistift daneben legen und sich die nächste Wunschliste erstellen, das ist ein netter Nebeneffekt. (Dafür gibt es einen der vier Sterne.)
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am 19. Mai 2005
Nicht nur, daß Beigbeder eine grandiose, freche und vor allem lebensechte Literaturkritik betreibt, die weit weg ist von der Phrasendrescherei und Unantastbarkeit der allgemein üblichen Literaturkritik - nein, dieses Werk ist auch ein Beitrag zum ewigen Kanon-Streit und bringt den Leser zum Nachdenken, wie denn eigentlich die "besten" Bücher, die "wichtigsten", die "wertvollsten" ausgesucht werden bzw. wer sie aussucht und nach welchen Kriterien... dieses Buch hat die 5 Sterne definitiv verdient!
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am 13. August 2009
Eine BuchHITliste. 50 Bücher, die die Menschen bewegt haben - in Frankreich. Es sind aber keineswegs französische Bücher. Es ist die Weltliteratur. Die Meisterwerke.

Hemingway hat mal gesagt: "Ein Meisterwerk ist ein Buch, über das alle Welt spricht, das aber niemand liest".

Ist es ein Buch für Lesefaule? Vielleicht. Der Autor versucht dem Leser auf nur drei Seiten pro Titel humorvoll und mit Charme die manchmal unübersichtlichen Inhalte näher zu bringen.

Nach dieser Lektüre werden wir auch über Werke sprechen können, die wir nie gelesen haben.
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