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TOP 500 REZENSENTam 5. August 2015
Elke Heidenreich: Der Welt den Rücken
Wer nach dicken, voluminösen Büchern auch mal was Leichtes lesen will, wen es nach einem schweren literarischen Braten nach einem frischen Salat verlangt, der ist bei dem vorliegenden Buch gut aufgehoben. In sieben Kurzgeschichten entfaltet die Autorin ein kleines literarisches Kammerkonzert über die urbane Liebe der reifen Frau um die Fünfzig, die zu viel trinkt, zu viel redet und zu oft verlassen worden ist. Irene, die Protagonistin und das erkennbare alter Ego der Autorin, krankt an einer völlig verhedderten Mutterbindung, an einigen Verlusten , liebt ihren Sohn und ihren Beruf und fürchtet sich davor alleine alt zu werden, mit anderen Worten: sie ist eine alleinerziehende Frau mit Geist, so ungefähr die komplizierteste Lebensform, die unsere großen Städte hervorgebracht haben. Aber Irene schlägt sich achtbar, mit Humor und einer scharfen Beobachtungsgabe hält sich das gar zu Aufdringliche vom Leib und kommt nach durchzechten Nächten und einer eiskalten Dusche immer wieder auf die Beine. Mitunter entgleiten die locker und unterhaltsam zu lesenden Geschichten ins Parodistische, etwa bei in 'Ein Sender hat Geburtstag', dessen Scherze ein wenig zu viel Insiderwissen voraussetzen. Aus manchen Geschichten, wie etwa 'Der Tag als Boris Becker ging', der Beschreibung einer Feier unter sogenannten 'alten Freunden' hätte ein ganzes Buch werden können, einige sind exemplarisch wie die Muttergeschichte über 'Die schönsten Jahre'. Aber alle unterhalten und belehren auf eine so zurückhaltende Weise, wie man es sich von einem guten Buch wünscht. Vieleicht wird das Rebellische hier und da ein wenig überbetont, wenn der Protagonistin etwa davor graust dass der tüchtige Sohn mit einem ausrasieren Nacken durch die Gegend läuft, einer ihrer Freunde die FAZ liest oder Sinead O'Connor ausgebuht wird, weil sie ein Bild des Papstes zerrissen hat. Aber es überschreitet nie die Grenze jenes toleranten Augenzwinkerns, das dem Leser sagt: alles nicht ganz ernst gemeint, aber durchaus ernst empfunden. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, amüsant und kurzweilig ' wie gesagt: ein frischer Salat als Moratorium von einem schweren Lomo. Innerhalb dieses Rahmens sogar fünf Punkte.
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am 11. Januar 2011
Da ich das große Glück hatte,Elke Heidenreich einmal persönlich gegenüber zu stehen,hat mich diese Frau mit ihrer lieben Art entgültig überzeugt.Der Welt den Rücken beschreibt Geschichten aus dem Leben,wie sie jeder schon mal irgendwie erlebt hat.Am Besten gefällt mir die Mutter/Tochter Geschichte,die auf einer Fahrt nach Italien sich endlich näher kommen,oder aber auch die Frau die am Tag ihrer Silberhochzeit beschließt ihren Mann zu verlassen.Elke Heidenreich trifft immer den Zahn der Zeit,und das macht sie so erfolgreich.
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am 10. August 2005
Manchmal denke ich, es ist egal worüber Frau Heidenreich schreibt, es liest sich immer gut, weil sie einfach weiß wie man erzählt. Ebenso hat mich das Büchlein "Der Welt den Rücken" zunächst in seinen Bann geschlagen. Man ist Zuhörer bei ganz "privaten" Geschichten der großen, weiten Welt, erfährt über die Stimmung hinter den Kulissen bei Funk und Fernsehen und sieht alle Personen so lebendig, als hätte man sie persönlich gekannt.In einem Rutsch konnte ich das Buch aber nicht durchlesen, da war dann zu viel Enttäuschung der Protagonisten, die immer wieder in Alkohol und Zigaretten versenkt wurde,zu viele Menschen, die schon so seltsam abgeklärt sind, obwohl noch gar nicht wirklich alt. In einer Kurzgeschichtensammlung hätte ein breiteres Spektrum Platz gehabt von dem, was "der Welt den Rücken" kehrt.
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am 24. Oktober 2003
Meine Meinung über dieses Buch teilt sich etwas, ich war von den ersten 2 Geschichten begeistert, wenn sie auch einen leicht traurigen Ausgang haben, aber auch im Leben gibt es nicht immer ein Happy End, oder? Die Geschichte mit dem Sender habe ich nicht zu Ende gelesen, da quälte mich die Langeweile. Die restlichen Geschichten habe ich natürlich noch gelesen, um mir ein vollständiges Bild von Heidenreichs Werk machen zu können, aber alles in allem hat es mich nicht "vom Hocker gehauen". Es lässt sich gut lesen, aber es ist nicht so, als wenn man es nicht aus der Hand legen könnte. Vielleicht liegt es auch an meinem subjektiven Blickfeld, aber jeder Geschichte wohnt ein wenig Melancholie bei... das ist nicht so meins.
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am 16. November 2001
Ich weiß nicht, was meine beiden Vorgänger dazu veranlasst hat, nur zwei Sterne zu geben. Vielleicht hat sie die Lebensnähe der Geschichten irritiert?? Wer phantasievolle Plots und hanebüchene Stories mag, sollte auch die Finger von diesem Buch lassen. Dieses Buch ist für Leser, die sich für die Dinge des Lebens interessieren und es zu schätzen wissen, wenn eine Schriftstellerin das Leben und all das drumherum mit wenig Worten auf den Punkt bringen kann. Das Buch hat eindeutig 5, wenn nicht sogar 6 Sterne verdient und Elke Heidenreich ist nach wie vor eine der wunderbarsten Schreiberinnen die wir haben.
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am 18. März 2002
Elke Heidenreichs neuestes Buch hatte ich mir eigentlich als Erholung nach einigen anstrengenden Brocken Literatur gekauft. Aber gleich die erste Geschichte ließ jegliche Leichtigkeit vermissen, beschreibt sie doch eine unangenehme Mutter-Tochter-Beziehung, so, wie ich sie z.B. selbst erlebte. Wie die Autorin es schafft, dieses komplizierte Verhältnis letztlich doch noch unterhaltsam darzustellen, verdient höchste Anerkennung. In ähnlich wunderbarer Art und Weise sind auch die anderen Geschichten eine Spiegelung der alltäglichen Probleme von Menschen in unserer Gesellschaft. Ihre Bewältigung oder Nichtbewältigung durch die Figuren ist menschlich und macht letztlich immer Mut. Auch die Geschichte über ein Silberhochzeitspaar, das so ganz anders diesen Tag begeht, mündet in Trennungen, die konsequent und richtig sind. Diese Geschichten sind das pralle Leben. Wer etwas anderes sucht, sollte Fantasy-Literatur lesen.
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am 1. November 2011
Und wieder hat mich ein Hörbuch von Elke Heidenreich fasziniert. Ihre direkte Art Dinge und Geschehnisse zu beschreiben - dabei Humor in der Stimme - das ist wahres Kino fürs Ohr.
Die verschiedenen Geschichten - immer das Leben als "Aufgabe" zum Inhalt, haben mich zu wahrhaftigen Lachern gereizt. Das kommt so nicht oft vor - Humor ist scheinbar eine schwierige Sache, und nur manche Autoren verstehen sich darauf. Humor auf eine platte Art serviert, ärgert oft nur - aber in diesem Hörbuch ist er eine wahre Freude!
Ganz mein Geschmack!
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am 28. Februar 2016
Treffend und zielgenau. ..wie immer von Elke Heidenreich formuliert. Sie ist eine wunderbare Beobachterin von Zeit und Menschen...nüchtern aber auch manchmal witzig...man mag das Buch gar nicht aus der Hand nehmen ...bevor man es nicht zu Ende gelesen hat...um es dann wieder hervorzuholen...jaja die böse Umkleidekabine. ...schmunzeln
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am 18. Januar 2002
Liebevoll, ironisch, witzig und einfach schön.
man hat dieses schöne gefühl im bauch beim lesen.
jede geschichte ist eine neue erfahrung so detailliert geschrieben als hätte man sie selbst erlebt.
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am 10. Januar 2002
Ich habe nicht zum ersten Mal ein Buch von Elke Heidenreich gelesen; und glücklicherweise wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht. Ihre Geschichten über Liebe, Glück und Leid sind so nah am Leben, das ich meine Beziehung zu meiner Mutter gerade überdenke.
Vielen Dank Elke für dieses schöne Buch.
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