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Hat mir sehr gut gefallen dieser Krimi - die unaufgeregte Art zu erzählen und die "unperfekte" Heldin gemischt mit einem interessanten Plot - sehr gute Unterhaltung!
Ich freue mich auf den nächsten Fall mit Maria!
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am 13. Juni 2008
…und das heißt, es kann ganz so schlecht nicht gewesen sein. Die Geschichte ist sehr klassisch aufgezogen: eine Gruppe junger Leute, die einem gemischten Chor angehören, verbringt das Wochenende in einem Ferienhaus am Meer. Man singt ein bisschen, säuft ein bisschen und geht ein bisschen in die Sauna (was Finnen vorurteilsgemäß eben so in ihrer Freizeit tun). Am Morgen dümpelt einer von ihnen mit dem Gesicht nach unten und einem hässlichen Loch im Kopf im Meer. Der Ermordete war ein Frauenheld und Egoist, allerdings ein sehr charmanter, und praktisch alle Anwesenden im Sommerhaus hätten einen mehr oder minder stabilen Grund gehabt, ihn ins Jenseits zu wünschen. Die ehemalige Polizistin und jetzige Jurastudentin Maria Kallio, die einen Ferienjob als Kriminalistin angenommen hat, ermittelt, weil ihr Chef sich gerade ins Koma säuft. Sie stellt sofort fest, dass sie einen Teil der Chormitglieder aus ihrem Studentenleben kennt.

Die durchaus fehlerbehaftete Maria ist eine sympathische Figur, die man allerdings nur allmählich kennenlernt. Die anderen Figuren bleiben dahinter zurück, was auch an der Fülle der Charaktere liegen kann. Mit den finnischen Namen tut man sich ein bisschen schwer, vor allem, weil zwischen Vor- und Nachnamen immer wieder gewechselt wird. Die Geschichte schleppt sich dahin und manchmal ärgert man sich über holprige, stimmungsruinierende Dialoge. Das Ende ist auch recht vorhersehbar, der Mini-Showdown wirkt gezwungen. Fazit: ganz nett, aber sicher schnell vergessen und nicht wert, dass man sich die Batterie Nachfolger auch noch antut.
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am 21. Januar 2006
„Und diese Göre soll im hintersten Winkel des Vorortes Vuosaari für Recht und Ordnung sorgen?“, zweifelt Maria Kallio beim Blick in den Spiegel sogar selbst. Sie hat eine sechsmonatige Vertretung im Gewaltdezernat der Helsinkier Kripo übernommen und findet sich plötzlich als Hauptermittlerin in einem Mordfall wieder: Bei den Proben in einem Sommerhaus wird ein Mitglied eines gemischten Chores am Morgen tot aufgefunden. Und jeder der anderen Sänger könnte es gewesen sein.
Leena Lehtolainen lässt mit Maria Kallio eine starke junge Frau ermitteln, die Figur ist glaubhaft und überzeugend. Mal plagen sie Selbstzweifel, dann wieder rechtfertigt sie ihr Handeln oder ihren Beruf: „Im Gewaltdezernat tat ich mich insofern leichter, als mir die Arbeit im Allgemeinen keine moralischen Probleme bereitete. Leute zu jagen, die andere misshandelten oder töteten, war immerhin irgendwie sinnvoll.“
Leider bleiben im Gegensatz zu der Kommissarin die anderen Roman-Figuren blutleer. Wer die „falschen Töne“ im Chor abgegeben hat, bleibt dem Leser bis fast zum Schluss ein Rätsel. Kallio löst den Fall im klassischen Stil: Der Kreis der Verdächtigen ist begrenzt, fast jeder hat ein Motiv. Die Ermittlungen ziehen sich in die Länge, statt Spannung kommt Langweile auf. Erst zum Ende hin gibt es Aufregung und Action. Am Schluss weiß der Leser: Der Finne trinkt gerne und viel, am liebsten Selbstgebrannten. Er singt im Chor oder segelt und er geht mit Leidenschaft in die Sauna. Aber das hatten wir uns vorher bereits gedacht…
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am 24. Mai 2016
Ich finde Leena Lehtolainen Top! Ihren Stil muss man mögen, aber bis jetzt fand ich alle Bücher der Maria Kallio Reihe super.
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am 22. September 2002
Acht befreundete junge Menschen, alle Mitglieder eines Studentenchores, verbringen ein lässiges und entspanntes Wochenende mit Chorproben auf einem Landsitz, bis ihr Gastgeber am frühen Sonntagmorgen tot am Ufer des nahen Sees treibt. Die junge Kommissarin Maria Kallio übernimmt die Ermittlungen in diesem ihrem ersten Fall, der dadurch pikant wird, dass sie sowohl das Opfer als auch alle Freunde des Opfers beiläufig kennt. Kommt der Mörder aus dem Freundeskreis?
Die Finnin Leena Lehtolainen lässt ihre Heldin Maria Kallio die Lösung des Falles im klassischen Stile einer Großmeisterin wie Agatha Christie recherchieren, allerdings bei weitem nicht deren Klasse erreichend. Es gibt einen fest begrenzten Kreis von Verdächtigen und sehr schnell steht auch fest, dass jeder der Freunde Jukkas ein Motiv für einen Mord hatte.
Ein geschickt gewobener Krimi um eine authentisch wirkende Kommissarin, deren steter Kampf in einem von Männern beherrschten Beruf für kritische Zwischentöne sorgt. Recherche und Zeugenverhör sorgen ansatzweise für Spannung und je mehr Indizien gefunden werden, desto mehr wird sich auch der Leser bei der Suche nach dem Täter gedanklich beteiligen. Schwäche zeigt der Roman allerdings, sobald sich die Autorin versucht, Action einzubringen.
Im Vergleich zu den anderen Romanen der Serie um Maria Kallio wird hier auf das Privatleben und die kleinen Problemchen der Kommissarin in einem angenehmen und angemessenen Umfang eingegangen: die Entfremdung von den Eltern, die durch Karriere und Beruf bedingten Probleme bei der Partnersuche. An dieser Stelle ist das Buch den späteren Fällen von Maria Kallio deutlich vorzuziehen, wo dann insbesondere Schwangerschaftsprobleme ausschweifend dargestellt werden. Insgesamt ein netter, gemütlicher, aber irgendwie auch belangloser Krimi mit zu deutlichen Anleihen bei Miss Marple.
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am 10. April 2006
4 Sterne fE die Darstellung der einzelnen Charaktere - sehr gelungen, auch wenn der Mordfall an sich wenig spannend und das Opfer noch dazu reichlich unsympathisch (Herzensbrecher) ist. Interessant, den Anfang von Marias und Anttis Geschichte kennenzulernen.
Daß alle Morde in Maria Kallios Freundeskreis passieren, nervt mich zwar ebenfalls, kann aber hier noch nicht stören,da es ja der erste Roman der Kallio-Reihe ist.
Ein Schwachpunkt der deutschen Ausgabe geht auf das Konto der Übersetzerin, nicht der Autorin: Der Chorleiter Toivonen hat den Spitznamen "Herr Hoffnungslos". Wer kein Finnisch kann, versteht nicht das Wortspiel ("hoffnungslos" heißt auf finnisch "toivoton"). Hier wäre eine erklärende Fußnote angebracht gewesen.
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am 23. Dezember 2005
"Alle singen im Chor" ist das erste Buch, das ich von der Autorin
Leena Lehtolainen gelesen habe.Es lässt sich sehr gut lesen und ist bestens für längere Zugfahrten oder für als Lektüre für das Wartezimmer geeignet.
Die Jurastudentin Maria Kallio hält sich im Sommerloch mit einem Vertretungsjob bei der Kriminalpolizei über Wasser. So wird sie mit ihrem ersten Mord konfrontiert. Jukka Peltonen, ein Bekannter aus Studienzeiten, wird ermordet im Sommerhaus seiner Eltern gefunden. Er verbrachte dort das Wochenende mit seinen Chorkollegen bei einem feuchtfröhlichen Probenwochenende. Zunächst sieht alles nach einem Mord in Künstlerkreisen oder nach einem Eifersucjhtsdrama aus. Doch Maria bringt nach und nach die Wahrheit ans Licht...
Die Idee zur Handlung des Krimis ist gut und auch der Backround der Komissarin ist originell. Nicht gefallen hat mir, dass zwischendurch der Spannungsbogen total abfällt und die Autorin sehr ins Banale verfällt. Das ist schade, denn der Rest ist durchaus spannend. Auch ist im letzten Drittel die Handlung nebst Täterermittlung sehr durchschaubar.
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8 finnische Sängerinnen und Sänger ziehen sich in ein Sommerhaus zurück, um für weitere Auftritte zu proben. Am Abend fließt der Alkohol in Strömen; am nächsten Morgen ist einer der Sänger, Jukka Peltonen, dessen Eltern das Sommerhaus gehört, tot.
Maria Kallio soll den Fall aufklären. Nicht gerade einfacher werden die Ermittlungen durch die Tatsache, dass die Kommissarin die Mitglieder des Chores noch aus ihrer Studentenzeit kennt. Offensichtlich hat jemand aus der Gruppe den Mord an Jukka begangen - oder war es doch ein Fremder?
Dies ist der 1. Roman von Leena Lehtolainen mit der finnischen Kommisssarin Maria Kallio. Dass die Autorin mit dieser Figur voll ins Schwarze getroffen hat, beweisen die vielen Auflagen des Buches (seit 2002) und die weiteren Bände rund um Maria Kallio.
Sicherlich ist es nicht schlecht, wenn man, bevor man die weiteren Bände liest, sich gerade diesen ersten Band vornimmt. Man erfährt sehr viel über Maria Kallio und ihr Umfeld, von ihren Vorlieben, von den Dingen, die sie liebt und hasst usw. Natürlich enthält der Roman auch all die typischen "Ingredienzien" eines Krimis aus dem Norden Europas: politische Korrektheit; einigermaßen feministisch angehaucht; Alkoholmissbrauch; Kritik am Staat; Zweifel der Hauptperson an ihrem Polizeijob usw.
Mit ihren Maria-Kallio-Krimis spielt Leena Lehtolainen locker in der Championsliga der europäischen Krimiliteratur mit (was man von den finnischen Fußballklubs derzeit nicht behaupten kann!)
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Vielleicht ist es nicht so absolut spannend als Krimi, aber die Beschreibung der Kommissarin hat mir sehr gefallen, da entsteht Seite für Seite ein Charakter, da wird eine Person immer vorstellbarer und macht Geschmack auf "mehr". Die Auflösung kündigt sich langsam an im 2. Drittel, dann überschlagen sich die Erkenntnisse, aber zum Schluss fand ich es schon überraschend, wie sich alles auflöst. Eventuell ein wenig viel "Verstrickungen", aber nicht unangenehm. Manchmal verwirrend mit den finnischen Namen, ein wenig gewöhungsbedürftig zu Beginn. Durchaus empfehlendswert als unterhaltsame Krimilektüre.
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am 14. Juni 2002
Nach "Zeit zu Sterben" liegt der zweite in Deutschland erschienene Roman der sympathischen Finnin vor, und dies ist der eigentlich erste um die Polizistin und Juristin Maria Kallio. Hier lernt man diese eigenwillige Person näher kennen, und das macht Spaß, denn so wird die Lust geweckt zu erfahren, wie sie es in Zukunft denn eigentlich zur Kommissarin, die sie ja in "Zeit zu Sterben" schon ist, bringt. Der eigentliche Fall, an den sie mehr oder weniger wider Willen gerät, ist nichts besonderes, man rätselt trotzdem mit, wer der Täter ist und hat so einige wirklich unterhaltsame Stunden. Es reisst eigentlich nicht wirklich "vom Hocker", aber es gefällt trotzdem und man möchte schon wissen, ob man recht hat mit der eigenen Lösung, und so liest man möglichst ohne Pause einfach weiter bis zum Schluß. Und an diesem angelangt, fragt man sich bereits ungeduldig, wann der nächste von Maria zu lösende Fall wohl endlich vorliegen wird! Nur vier Sterne, weil der absolute Kick zum Spitzenkrimi in diesem Fall leider noch fehlt, der Roman aber dennoch viele kleine Weisheiten enthält. Ich habe das Lesen nicht bereut und warte auf mehr!!!
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