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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
37
4,2 von 5 Sternen
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am 5. September 2012
Ich moechte einmal versuchen, die Geschichte des Schauspielers Hoefgen-Gründgens aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Klaus Mann bemüht sich in diesem Buch mit ganzer Seele, seinen ehemaligen Freund und Schwager Gustav Gründgens negativ darzustellen, und es ist ihm in jeder Hinsicht gelungen. Als auktorialer Erzähler schiebt er Hoefgen unentwegt niederträchtige Gedanken in den Kopf. Nichtzuletzt ruinieren die perversen sado-maso Episoden vollkommen das Gesamtbild des Schauspielers. Es ist verständlich, dass Gründgens und später sein Adoptivsohn die Verbreitung des Buches unterbunden haben.
Bei der aufmerksamen Lektüre des Romans wird jedoch auch deutlich, dass Hoefgen-Gründgens ein ausgezeichneter Schauspieler war. Sein großes Glück bestand darin, dass er unter den Nazis weiterspielen durfte. Sein großes Pech bestand darin, dass er dafür mit ihnen auf gutem Fuß stehen musste. Hoefgen-Gründgens ging es jedoch einzig darum, Schauspieler zu sein. Und wer Inszenierungen mit Gustav Gründgens in Filmaufnahmen gesehen hat weiß, er war ein außerordentlich talentierter Schauspieler. Mir tut Leid, dass er dafür vor den Nazis katzbuckeln musste. Wohlgemerkt, er selbst hat sich niemals an Greueltaten der Nazis beteiligt. Vielleicht sollten wir unsere Wut in dieser Hinsicht auf Nazi-Politiker, SS-Führer und KZ-Folterknechte richten. Ueberdies denke ich, wer Gründgens Verbrechen anlasten will oder auch nur eine unlautere Lebensführung, der sollte dies korrekterweise in einer authentischen Biographie dokumentieren und nicht in einem Roman, in dem sich Wirklichkeit und Fiktion vermischen bis die Person zu einem lächerlichen Gesamtbild verzerrt wird. Literatur kann nicht zu einem Medium werden, um das Image von bekannten Persoenlichkeiten zu ruinieren.
Klaus Mann weist geschickterweise darauf hin, dass er in seinem Buch einen "Typus" darstellen wollte und keine reale Person. Doch umso mehr empoere ich mich! Wir sollten lernen, einen Künstler nach seinem Koennen zu beurteilen. Wenn er Kompromisse mit der Politik eingeht, so ist das eine Schande für die Politik, die Sympathiebezeugungen abzwingt, um sich im Sattel zu halten. Der Künstler sollte in dieser Hinsicht mit Nachsicht behandelt werden und ausschließlich nach dem Wert seiner Kunst beurteilt werden. Daher gilt: Gustav Gründgens war ein einzigartiger Schauspieler und wird den deutschen Goethe-Liebhabern stets zu Herzen sein.
1010 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juli 2012
Ein höchst das menschliche , nicht nur in der Peron des Höfgen , mit allen charakterlichen Stärken und Schwächen darstellender Roman. Das Anpassertum des Höfgen
an die Nazi-Größen wird m.E. keinesfalls in persönlichkeitsverletzender Weise geschildert. Das in den 60-er Jahren erwirkte bundesverfassungsgerichtliche Verbreitungsverbot initiiert von der Familie Gustav Gründgens ist im Hinblick auf Artikel 5 Grundgesetz nicht mehr zeitgemäß.
Der Autor Klaus Mann , dessen Schwester mit G.Gründgens eine geraume Zeit verheiratet war und der selbst der Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt war,
dürfte seine Enttäuschung über den vormals eher sozialistisch geprägten Schwager
zum Ausdruck bringen. Das spätere Franz-Joseph Strauß-Zitat " Nationalsozialisten waren auch Sozialisten " dürfte auch damit widerlegt sein.

Mit freundlichen Grüßen H. Colling
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am 12. Februar 2014
Ich musste das Buch damals in der Schule lesen & ich muss sagen, dass es mir damals recht schwer viel das Buch zu lesen, was nicht etwa an der Sprache lag, sondern an den ausschweifenden Erzählungen (ich lese sehr gern!!!).
Der Inhalt ist durchaus interessant, aber manches ist einfach zu ausführlich geschrieben, Details die niemand benötigt & welche die Geschichte nur unnötig in die Länge ziehen.
Wenn sie dieses Thema interessiert, sollten sie das Buch lesen, denn die Geschichte ist durchaus "unterhaltsam".
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am 12. November 2011
Problemlose Interaktion mit dem Verkäufer. Schnelle einwandfreie Lieferung. Das Matrial ist wie beschrieben auch eingetroffen. Keine Beanstandungen erforderlich.
Ich bestelle dort gerne wieder.
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am 1. Februar 2001
„Mephisto. Roman einer Karriere." ist ohne Zweifel von der Idee her eine gelungene sarkastische Zeit-kritik, die sich auf die Stilisierung repräsentativer Figuren zur Zeit des Dritten Reiches beschränkt. Der ambitionierte und passionierte Schauspieler Hendrik Höfgen, der Klaus Manns personifizierte Ausein-andersetzung mit dem damaligen Mitläufertum darstellt, beginnt seine Karriere als „Provinzschau-spieler" in Hamburg. Ihn zieht es in die Reichshauptstadt Berlin, in das dortige Staatstheater, wo er auf Ruhm, Erfolg und internationales Ansehen hofft. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, sieht der einst linksorientierte Intellektuelle seine Chance und bewirbt sich erfolgreich in Berlin. Dort glänzt er in seiner Rolle als Mephisto in Goethes Faust, die er auch im Alltagsleben nicht abzulegen gedenkt. Klaus Mann schildert auf interessante Weise wie sich der skrupellose Protagonist Hendrik Höfgen zum Intendanten in Berlin avanciert und dabei den Typus des intellektuellen Opportunisten in der Zeit einer korrumpierten Gesellschaft relativ realistisch widerspiegelt. Im Verlauf des Romans lässt sich die mit sarkastischen Elementen beschriebene Handlung klar er-kennen; die meist subtil angelegten ironischen Elemente überschreiten jedoch oft die Grenzen der Banalität. Ja fast schon trivial erscheint es, wenn beispielsweise eine ganze Zeit über die Bedeutung des „d" im Namen Hendrik erzählt wird. Weitere Beispiele untermauern das zeitweilige Verfallen in überflüssige Einzelheiten. In einigen Teilen ist es Klaus Mann schon gelungen einen Roman zu schreiben, der einen repräsenta-tiven Typus von Menschen zu dieser Zeit darstellt, die mit dem System mitgegangen sind, um sich selbst ein Vorteil davon zu verschaffen oder einfach keine andere Wahl hatten. Diese sehr gute Idee steht im Schatten einer mäßigen Umsetzung.
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am 7. August 2002
Klaus Mann versteht es, über den Charakter und den Aufstieg des Ex-Ehemanns seiner Schwester Erika zu berichten. Dies geschieht aus einem persönlichen Blickwinkel: Klaus Mann verhehlt nicht, wie sehr er es Hendrik Höfgen alias Gustav Gründgen übelnimmt, nicht - wie andere Künstler (unter anderem sein Vater Thomas) - in deutliche Distanz zum Regime des Nationalsozialismus zu treten, sondern vielmehr zu Amt und Würden zu gelangen und zum umbjubelten Star des Theaters im Dritten Reich aufzusteigen. Wegen dieser - mitunter polemischen - Betrachtungsweise wurde die Verbreitung des Buches auch zunächst höchstrichterlich verboten. (Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts setzte übrigens wichtige Kriterien für die Auslegung des Art. 5 GG) Klaus Mann zeigt mit diesem Buch eindringlich und anschaulich, ohne sich größere Abstraktion zu bedienen, wie Wille zu Macht und Ruhm den Charakter verändert.
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am 7. Januar 2006
Klaus Mann schrieb "Mephisto" 1936 in Amsterdam. Hermann Kesten hatte ihn in einem Brief (15. November 1935) dazu ermuntert:
"Um es kurz zu machen, meine ich, Sie sollten den Roman eines homosexuellen Karrieristen im Dritten Reich schreiben, und zwar schwebte mir die Figur des [...] Herrn Staatstheaterintendanten Gründgens vor."
Hendrik Höfgen, die Hauptfigur in diesem Roman, ist ein Mensch mit maßlosem Ehrgeiz, der ihn dazu verleitet seine potenziellen Förderer verlogen zu umschmeicheln, seine politischen Ideale zu verraten und sich mit führenden Nationalsozialisten zu arrangieren. Für seine Karriere bezahlt er den Preis des Identitätsverlustes.
Dieser Roman beschreibt sehr detailliert die Verhältnisse in Deutschland zu Beginn der dreißiger Jahre. Als wichtiges Zeitdokument dokumentiert er zugleich die Unmöglichkeit, in einem totalitären System an maßgeblicher Position sich nicht vereinnahmen zu lassen und unpolitisch zu agieren.
Für mich ein spannendes, tiefgründiges und empfehlenswertes Werk.
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am 29. Januar 2013
Mussten wir in der elften Klasse in der Schule lesen und mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Für eine Schullektüre fand ich es sogar ein wenig aufregend.
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am 25. Juni 2007
untenstehenden Bewertungen kann ich mich nur anschließen; wer Action und große Spannung erwartet, ist hier fehl am Platze; der Reiz des Geldes, der Macht -> dieser Roman ist heute mindestens so aktuell wie damals; heute kommt der ehemalige Freund vielleicht nicht ins Konzentrationslage oder wird umgebracht, aber über "Leichen" gehen, kann man ja bekanntlich auch anders;

besonders für Jura Studenten interssant, weil sich eine der bedeutensten BVerfG Entscheidungen mit dem Buch befasst;

Fazit: LESEN
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am 27. November 2001
das ist verdammt gut so!!!
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