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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
37
4,5 von 5 Sternen
Paris, ein Fest fürs Leben: A Moveable Feast - Die Urfassung
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 13. Juni 2015
Ernest Hemingway sucht Inspiration im Paris der 20er Jahre und macht dort Bekanntschaft mit verschiedenen Künstlern, darunter Scott und Zelda Fitzgerald, ein Schriftsteller-Ehepaar. Hemingways Autobiografie beschreibt Paris und die Menschen, die er dort kennen lernt, auf einfühlsame Weise. Seine Familie sowie Erlebnisse in Österreich finden Erwähnung. Insgesamt beweist Hemingway in all den kurzen und längeren Episoden, dass er ein ausgezeichneter Beobachter und Erzähler war und einen Platz im Olymp hervorragender Autoren verdient hat.

Bei der E-Book-Version handelt es sich um eine erstklassige Übersetzung aus dem Rowohlt-Verlag, praktisch fehlerfrei. So macht das Lesen eines Klassikers Spaß!
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am 9. Juli 2016
Dass Hemingway das Pferderennen liebte und Wetten abschloss, sich gerne Bilder ansah, aß und trank und auf anderen Autoren traf, ist ja eigentlich vollkommen uninteressant. So wie Hemingway es geschrieben hat, ist es einfach wunderschön.
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am 5. Dezember 2016
Auch nicht wirklich das was ich wollte, den es sind nur mehr oder minder wahre Kurzgeschichten seiner Zeit in Paris.
Zwar nicht schlecht zu lesen aber hätte mir trotzdem mehr erwartet.
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am 7. August 2017
„Paris – Ein Fest fürs Leben“, posthum 1964 erschienen, handelt vom Parisaufenthalt Hemingways in den Jahren 1921 bis 1926. Der Text, ergänzt um zusätzliche Skizzen und Fragmente, liegt seit einiger Zeit in der von „Papa“ hinterlassenen Fassung vor. Die Erinnerungen des Autors an sein Leben in Paris sind in Teilen literarisch fiktionalisiert. Die französische Metropole war in den 1920er-Jahren aufgrund des damaligen starken Dollarkurses im Vergleich zum schwächelnden Franc auch für die Bohème jenseits des Atlantiks eine Insel der Glückseligkeit. Hem formulierte die Wonne mit Ehefrau Hadley in Paris so: „Wir aßen gut und billig und tranken gut und billig und schliefen gut und warm zusammen und liebten uns.“ Ernest Hemingway lässt in dem Buch „Paris - Ein Fest fürs Leben“ seine Erinnerungen an andere Literaten wie Ezra Pound, Ford Madox Ford, Gertrude Stein und James Joyce Revue passieren. Auch F. Scott Fitzgerald widmete er ein eigenes Kapitel, inklusive der Schilderung einer Begutachtung von Francis Gemächt in einem Pariser Restaurant. Hem berichtet von Sylvia Beach, in deren Buchhandlung „Shakespeare & Company“ der hungrige Amerikaner, nach der Aufgabe seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent lief es für ihn zeitweise eher schlecht als recht, kostenlos Bücher ausleihen und gelegentlich auch ein paar Franc borgen konnte. Er schreibt von den Restaurants und Bistros in Paris, von Pferde- und Radrennen, von seinen Skiausflügen nach Schruns (Vorarlberg) in Österreich und von dem legendären Koffer mit seinen Manuskripten, der Hadley bei einer Zugreise gestohlen wurde. Vor allem erzählt er von seinen eigenen Schreibversuchen. In jenen Jahren in Paris schrieb Hemingway, bis dahin verfasste er Kurzgeschichten, seinen ersten Roman. Er trug den Namen „Fiesta“ und begründete den literarischen Ruhm seines Autors. Das Buch ist ein epochales Meisterwerk und ein Meilensein der Weltliteratur. Ernest Hemingway liefert mit "A Moveable Feast", so der Titel seines Buches über Paris im amerikanischen Original, ein atmosphärisch dichtes, eindrucksvolles Porträt des Künstlers als junger Mann, die Lektüre begeistert. Hem und Hadley waren freilich nicht unverwundbar. Ihre Ehe scheiterte an Pauline. Paris hat nie ein Ende.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Juli 2013
Gute Bücher liest man von Anfang an, versteht sie aber erst vom Ende her. Das trifft hier natürlich auch zu. Auch wenn das Ende hier aus Fragmenten besteht, aus kurzen Abschnitten mit wenigen Sätzen, die für ein Vorwort gedacht waren, welches aufgrund des Todes von Hemingway niemals fertiggestellt wurde. Um die Frage nach der Wahrheit von Dichtung geht es in diesen Fragmenten, und man kann hier lesen, wie Hemingway um eine Formulierung rang, die das gesamte Buch zwar zur Fiktion erklärte, dem Leser aber dann doch klar machte, dass alles so gewesen ist wie hier beschrieben. Nicht in den Details, die werden angepasst, wenn es dem Buch und dem Leser dient. Aber doch in einer Schilderung von Ereignissen und Personen, die im Leben des Autors eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Viel Wahres wird also erzählt, über das Paris der 20er Jahre, über Ezra Pound, Zelda und Scott Fitzgerald, Picasso, James Joyce, und selbst Aleistair Crowley hat im Buch einen kurzen Auftritt. Im Rückblick ist es überraschend, wie viele für die Moderne wegweisende Schriftsteller und Künstler sich hier zu einer Zeit und an einem Ort zusammengefunden haben. Geld spielte dabei wohl eine Rolle. In Paris konnte man als Amerikaner nach dem 1. Weltkrieg günstig, aber dennoch gut leben. Aber vor allem ging es wohl um etwas wie Atmosphäre, um Austausch von Ideen, Gedanken, um lange Diskussionen, um Charme, um gemeinsames Trinken. Man las die Entwürfe gegenseitig, man besprach Bilder. Ein Netzwerk der Kreativität entstand. Sein Zentrum bestand aus zwei Frauen. Sylvia Beach führte "Shakespeare & Company", einen Buchladen, den es heute noch gibt, und wenn es gerade opportun war, diente dieser auch als Leihbücherei oder als Verlag. Sylvia ist die gute Seele der Amerikaner in Paris, das lernt man hier. Gertrude Stein dagegen - sie kommt nicht so gut weg. Mögen sich die Maler und Literaten dieser Stadt auch jeden Samstag bei ihr versammelt haben, so beharrt sie auf ihren Ansichten und Regeln, die Hemingway nicht nur als nervend beschreibt, sondern in einer Episode dieses Buches als hohl entlarvt. Vielleicht sollte man hier allerdings ergänzen, dass sich beide Anfangs sehr gut verstanden, die Stein dann aber Hemingway in einem vor diesem Buch erschienenen Roman auch nicht sehr freundlich behandelt hat. Auch Ford Madox Ford, ein Herausgeber und Autor wird schon sehr verletzend beschrieben.

Dennoch ist der Rückblick auf diese Zeit insgesamt positiv, vielleicht sogar verklärend, man merkt das in den Passagen, die Hemingway über die Armut seiner Familie geschrieben hat. Selbst in einer günstigen Stadt braucht man ein wenig Geld, um zu überleben, und selbst dieses war nicht immer da. Wirft man einen Blick auf die im Buch abgedruckte Photos, sieht man, dass der Autor zwischen der Anfang und dem Ende der 20er Jahre durchaus gealtert ist. Und das lag bestimmt nicht nur am häufigem Alkoholkonsum (aus heutiger Sicht wären wohl die meisten der Personen in diesem Buch schlicht alkoholsüchtig zu nennen), sondern auch daran, dass diese Zeit für Hemingway persönlich eine harte war. Und das bringt uns dann zu einer dritten Frau, die neben der Stein und der Beach im Zentrum dieses Buches steht, und vielleicht ist sie für Hemingway, der dieses Buch aus Aufzeichnungen mehr als dreißig Jahre später erstellte, sogar die wichtigste. Um Hadley geht es in diesem Buch, um des Autors erste Frau, die Mutter seines ersten Sohnes. Erscheint sie in den ersten Kapiteln noch als Beiwerk, fast inaktiv und fern der Boheme, so gewinnt sie zunehmend an Präsenz. Erst verliert sie dann die ersten Geschichten des Autors und sogar den ersten Roman. Dann aber folgt in den zusätzlich abgedruckten "Pariser Skizzen" die Geschichte, die diesem Buch die eigentliche Wendung gibt. Hemingway, der sich über den ganzen Roman hinweg als neutraler Berichterstatter geriert, der urteilt über den Wahnsinn und die Genialität der anderen, schreibt über sein eigenes moralisches Scheitern, als er seine Frau betrügt und mit deren Freundin zusammenkommt. Es ist kurz aber deutlich, was hier geschrieben steht. Und die Ereignisse, die nicht in Paris sondern in einem Skiort in den Alpen spielen, haben die schönen Tage in Paris definitiv beendet. Die Zeit der Unschuld war vorbei, endgültig. In diesem Augenblick merkt man, dass dieser Roman vor allem ein Buch des Abschieds war, des Abschieds von einer harten aber glücklichen Zeit, wie auch von vielen skurrilen aber dennoch wunderbaren Menschen. Die meisten von Ihnen waren allerdings schon in den 40er Jahren gestorben, lange bevor die Arbeit an diesem Buch begann. Und ein Abschied war es dann wohl auch, als Hemingway vor der Vollendung des Romans Selbstmord beging.

Das Überraschende: Es ist dennoch ein leichtes Buch, es ist witzig, es hat Charme, ist einfach und schnell zu lesen. Wahrscheinlich ist dieses Alterswerk die Vorlage, zumindest die Inspiration für das ebenfalls leichte und charmante Alterswerk eines anderen. Vor ein paar Jahren hat Woody Allan einen Film über dieselbe Zeit gedreht, "Midnight in Paris", der diese Zeit mit ihren besonderen Menschen ebenfalls feiert, und das Paris dieser Jahre als Paradies erscheinen lässt. Dieses leichte, wunderbare Leben in den Cafes und Salons, das findet man eben auch in diesem Buch, und allein schon das lohnt das Lesen. Das es eine liebevoll gestaltete Ausgabe ist, mit einem für das Thema passenden Cover, und auch noch ein schönes und informatives Nachwort des Enkels des Autors enthält, möchte ich auch nicht unterschlagen.
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am 1. Januar 2016
Ich habe das Buch "verschlungen" und als schönstes Buch , dass ich bisher von Hemmingway gelesen habe, empfunden! Danke Ernest!
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am 31. Juli 2017
"Bis hinauf ins oberste Stockwerk waren es sechs oder acht Treppen, und es war sehr kalt, und ich wusste, was ein Bündel kleiner Zweige und drei mit Draht umwickelte Päckchen halb bleistiftlanger Kiefernspäne kosteten, die mit den Zweigen angezündet wurden, und dann das Bündel kurzer Holzscheite, die ich kaufen musste, um ein Feuer zu machen, das mein Zimmer erwärmen würde." (S.10)

Es ist leicht, eine packende Geschichte zu erzählen, wenn es um drei Hochzeiten und einen Todesfall geht. Wenn sich alles auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff abspielt, das ein Leck hat und auf einen Malstrom zusteuert, über dem sich gerade ein Portal in eine andere Welt öffnet. Am besten treten mehr als zwanzig Charaktere auf und der Stil ist königlich ausschweifend. Doch was ist, wenn es nur um einen einfachen Mann geht, der durch eine Stadt spaziert, in der nicht unbedingt immer etwas los sein muss, der seine Frau liebt und weiß, dass seine Frau ihn liebt, und dem es einfach gut geht?

Keine Kämpfe um die Rettung der Welt, kein verzwickter Kriminalfall, kein Verfall einer Familiendynastie, keine gewichtige politische oder philosophische Botschaft, kein tragisches Liebeswerben, keine Gesänge in Versform. Die Antwort lautet: Hemingway. Mit entwaffnender Offenheit schreibt der Mann Anekdoten, von denen jeder weiß, dass sie aus viel Seemannsgarn und Überzeichnungen bestehen. Vielleicht findet sich dort Geflunker, vielleicht sind manche Darstellungen nicht ganz fair, aber es kümmert niemanden.

Die Geschichten, die Hemingway erzählt, sind voller Schönheit und gleichzeitig Wehmut, sie malen ein Bild von Menschen, die längst tot sind, und Orten, die längst ihre Magie verloren haben. Hemingway baut keine ausgeklügelten Erzählstränge auf und spinnt keinen Spannungsbogen, bei dem man wie im Fieber immer weiter lesen möchte. Hemingway ist mehr als das. Er ist wie die Schokolade, die verheißungsvoll von der Chocolaterie erzählt und sentimental die Waage und den Arzt bemerkt.

Dennoch lieben wir diese Art von Geschichten, da wir Schokolade lieben und keinen Gedanken an Waage und Arzt verschwenden wollen. Hinzu kommen eine Wärme und ein Humor, die ihresgleichen suchen. In der Hinsicht verhält sich Hemingway wie ein Kind, das man dabei ertappt, wie es seinen Marmeladenmund an der Gardine abwischt. Man kann dem Kind nicht wirklich böse sein, weil man tief in seinem Herzen weiß, dass Gardinen nicht so fröhliche Gesichter machen und Lachen und Glucksen, als gäbe es keinen Morgen jenseits des goldfarbenen Sonnenuntergangs.

Hemingway ist wie ein Kaminfeuer, im Prinzip ist er das gleiche Bündnis aus Flammen, Licht, Prasseln und Knacken, doch keiner beschwert sich, denn es wärmt, und wenn man tief ins Feuer hineinschaut, dann fängt die Seele an zu prasseln und zu knacken.

"Ich kannte einige der Männer, die an den ertragreichen Stellen der Seine zwischen der Île Saint-Louis und dem Square du Vert Galent angelten, und manchmal, wenn es ein schöner Tag war, kaufte ich mir einen Liter Wein und ein Stück Brot und etwas Wurst, setzte mich in die Sonne und las eines der Bücher, die ich gekauft hatte, und sah den Anglern zu." (S.38)

Um ehrlich zu sein, habe ich sonst noch nichts von Hemingway gelesen, man könnte auch sagen, seine Geschichten haben sich noch nicht in aller Heimlichkeit des wärmenden Bettes in der Nacht an mich geschmiegt. Somit konnte ich den Geschichten auch keine Heimlichkeiten zurückgeben und jetzt sitzen wie beide mit einem förmlichen Sie auf den Lippen voreinander und genieren uns. Umso mehr freut es mich, dass ich sozusagen durch die Hintertür in die Backstube gelangt bin. Eigentlich geht man eher durch die Vordertür rein und betrachtet all die bösen Preisschilder auf den Broten, die sich anmutig räkelnd in der Auslage präsentieren. Manchmal, wenn sie frisch sind, riechen sie so, als brauchte man zum Sattwerden nur die Nase und keinen Mund. Aber der Mund beschwert sich nicht, wenn er Brot zum Beißen kriegt.

Und jetzt bin ich also hier und unterhalte mich mit einem Mann darüber, wie man den Ofen richtig anheizt und wie man mit Fingern und Knetmasse ein Liebesspiel eröffnet, aus dem sich Teig ergibt. Ich lese die Anekdoten aus Hemingways Anfangszeit, die Hemingway erst gegen Ende seines Lebens noch einmal literarisch abgeschmeckt hat. Um genau zu sein, war es das letzte Projekt, an dem er gearbeitet hat, bevor er dann Selbstmord beging. Vielleicht hat er ja instinktiv gespürt, dass der Sensenmann im Anmarsch war und deshalb so intensiv an seinem Vermächtnis für die Menschheit gearbeitet.

'Paris - Ein Fest fürs Leben' ist eine Mischung aus Biographie, Anekdoten, Beschreibungen von Paris und dem Winter in Schruns. Es ist jedoch keine exakte Wissenschaft, bei der man davon ausgehen kann, dass alles wahr ist. Vielmehr bietet Hemingway einen Blickwinkel aus der Freude des Daseins, eine so positive, warme Perspektive, dass sich Kummer über mein Herz legt, wenn ich mir versuche vorzustellen, warum Hemingway dann letztlich Depressionen erlag. Er, der mit sehr viel Charme erklärt, warum es für einen Autor und dessen Kreativität beim Schreiben sinnvoll sei, zu hungern. Warum Geld nicht so wichtig sei. Er, der so einen illustren Freundeskreis hatte, dass einfache Ausflüge als Vorlagen für Filme dienen könnten. Bei der Sache mit dem Thermometer habe ich mich hungrig gelacht. Generell gehört das Kapitel 'Scott Fitzgerald' zum besten, was ich je gelesen habe. Hat ein bisschen was von einem Jim Jarmusch Film. Dank Hemingway habe ich sogar ein Interesse für Wein entwickelt, für trockenen Rotwein versteht sich.
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am 17. September 2013
Just wow! Ich zähle dieses Buch zu den besten 10 der Welt! Dieses Buch strahlt eine Wärme aus und
ist so voller Zärtlichkeit, das man vor Glück fast weinen muss. Nie war Hemingway besser und
selten berührt ein Buch, das Herz oder die Seele oder wie ihr es auch nennen wollt, mehr als
dieses Meisterwerk. Die Sätze sind voller Klarheit und so wahr und doch so leicht, als wäre
das Schreiben etwas das einem locker von der Hand geht und nicht so mühsam erst erlernt werden
muss. Dies ist die höchste Kunst des Schreibens, zu beschreiben, wie man frühstücken geht, wie man in ein Café geht und seinen Mantel aufhängt und etwas bestellt und dabei den Leser sogleich
mitnimmt in eine Zeit und ein Zeitalter, welches wir nur vom Hören sagen kennen. Und Hem reisst
uns hier Seite für Seite rein in eine sagenhafte Welt. Und er macht das, so unglaublich gut,
dass es einem fast weh tut, weil es so schön ist. Schreibt er über Ezra Pound, will man sich gleich die "Cantos" reinziehen, auch wenn diese schwer erhältlich sind und einem wohl mehr
Mühe machen, als alles sonst auf der Welt. Aber Hem hast es drauf, dass man selbst John Dos Passos
liest, nur weil hier kurz beschrieben wird. Und dann die Stories mit Scott F. Fitzgerald, die hauen einem von den Socken. Und dann das Gleichnis vom Lotsenfischer, legendär. ...hätte Jesus damals die Worte gehabt, dies zu sagen...Und das die erste Zeit, die beste ist, muss uns nicht erst Hemingway sagen, aber wie er es sagt, das muss man erst mal können!
Dieses Buch ist ein Fest fürs Leben und "wäre es von mir, hätte ich nichts mehr zu sagen"!!!
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am 22. August 2015
Wir waren vor über 30 Jahren das erste von vielen Malen in Paris. Dabei war damals schon "Paris-ein Fest fürs Leben" und der für mich immer noch unerreichte kleine Reiseführer von Gauloises (in dem übrigens auch auf dieses Buch hingewiesen wurde!).
Auch diesen Frühling wieder in Paris, dabei die Neuübersetzung. Etwas älter, und mit anderen Augen, aber dieses Buch hat für mich nichts von seiner Faszination verloren. Sicher hat und wird sich Paris immer wieder ändern und entwickeln. Gerade daher sind die Beschreibungen aus den 20er Jahren so interessant.
Ach ja, und danach Woody Allen's "Midnight in Paris" anschauen, einfach sensationell!
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am 14. November 2015
So übersetzte Annemarie Horschitz-Horst den Anfang von "A Moveable Feast". Im Original: " Than there was the bad weather.."
Werner Schmitz machte daraus leider: "Dann begann das schlechte Wetter". Dann war schlechtes Wetter, oder was.
Als ich 1980 dieses Buch las, und den genialsten aller genialen ersten Sätze der Bücher die ich je gelesen hatte, und danach das Buch zu
Ende las, wollte ich in Paris leben. Und später zog ich nach Paris, blieb in Paris und all das hauptsächlich wegen dieses Buches und überhaupt. Paris ist nicht mehr das Paris
das Hemingway beschrieb. Aber Paris ist immer noch das Symbol von Freiheit, Brüderlichkeit und Vielfältigkeit. Die Republik der Erkenntnis.
Darum sollte jetzt jeder nach den Ereignissen vom 13.11.2015, der gerne liest," Paris- ein Fest fürs Leben" lesen, weil das Buch die Seele von Paris, für jeden der nicht aus Paris stammt, in wunderbarer Weise aufzeigt. Hemingway, der in unserer Zeit als nicht mehr zeitgemäß gesehen wird, hat eines der besten Bücher über Paris geschrieben. Egal was man über ihn schreibt, denkt sagt, was immer. Sein Paris ist Paris.Nicht das der perversen, irregeleiteten, verdummten Mörder und Selbstmörder, die nicht wissen was sie tun. Hemingways Paris ist mein Paris! Und keiner kann das vernichten. Denn: Dann war das schlechte Wetter da. Und irgendwann wird wieder Frühling sein und Paris ein Fest fürs fürs Leben. Immer.

Ich muss dazu sagen, dass ich beim Schreiben dieser Anmerkung die Aussage der Dame im französischen Fernsehen, man müsse dieses Buch lesen, nicht kannte. Es handelte sich dabei um Synchronizität in Reinform. Und das freut mich sehr. Was mich weniger freut ist, dass die deutsche Übersetzung von Annemarie Horschitz-Horst, die ich 1979 für 3 Mark 80 gekauft habe, nicht mehr erhältlich ist, wie es aussieht. Das ist unverständlich und nicht zu verantworten.
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