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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
7
Tod am Nachmittag
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 5. September 2006
Wer den Hintergrund des Buches nicht kennt und den Inhalt nur grob überfliegt, dem wird sich schnell ein falsches Bild ergeben.

Natürlich widmet sich Hemingway in diesem "Fachbuch" dem spanischen Stierkampf, mehr noch wird jedoch klar, dass es für ihn mehr ist als das bloße Spektakel. Es ist die tiefe Liebe zu einem Land und seinen Menschen, die Hemingway hier an den Leser weitergibt. Der Stierkampf, als etwas urspanisches ist ihm dabei so vertraut und geliebt, dass er anhand seiner das ganze Land schildert. Von dem einzigartigen Himmel über Madrid bis zu den gründen Hügeln um Pamplona beschreibt Hemingway ein Land und seine Menschen.

Man hat das Gefühl dort zu sein, man schmeckt den Staub auf den Strassen, spürt die Hitze der Nacht und die Kühle des Morgens. Fast wie die Eigenschaften einer geliebten Frau schildert er ländliche Eigenarten und Gegebenheiten.

Nie habe ich eine schönere Liebeserklärung an ein Land gelesen. Neben all dem erklärt Hemingway als ein wirklicher " Afficionado" den spanischen Stierkampf und seine Geschichte. Ein wirklich großartiges Buch.
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am 22. April 2016
Wer wusste als Nichtspanier mehr über den Stierkampf als Ernest Hemingway? Keine Ahnung. Aber für jeden, der sich für dieses aussterbende Spiel mit dem Tod interessiert ist dieses Buch nach wie vor eine unterhaltsame, lehrreiche und spannende Lektüre.
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am 4. Februar 2013
Welches Wissen hinter dem Stierkampf steckt ist unglaublich. Nie hätte ich das geglaubt. Aber auch ein Hemingway währe ohne das Hintergrundwissen mehrerer spanischer Kenner aufgeschmissen gewesen. Sehr lesenswert.
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am 2. November 2002
Ernest Hemingway der selber auch die Kunst des Stierkampfes betrieb beschreibt in diesem Buch die ganzen Facetten dieses für viele grausame Schauspiel. Ein Buch das für einen Stierkampffan zur Pflichtlektüre gehören sollte. Es wird wirklich alles beschrieben von den großen Fiestas in Pamplona und Madrid bis zu den kleinen Dorfstierkämpfe in vielen Dörfern der spanischen Provinz. So grausam der Stierkampf für einige Leute ist er hat etwas faszinierendes. Man merkt dass Hemingway als Journalist gearbeitet hat bevor er mit seinen Büchern Weltruhm erreichte so gut beschreibt er die ganzen Vorgänge der "CORRIDA".
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am 29. August 2013
Das Buch ist eine einzige Hymne an den Tod - nicht nur in den Stierkampfarenen Spaniens, sondern auch auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs und anderen Todesorten. Möglicherweise verarbeitet Ernest Hemingway in der Übertragung auf den Stierkampf die Erlebnisse und Begegnungen, die er selbst mit dem Tod hatte. Das legt auch die epische Breite nahe (477 Seiten hat das Buch), die er dem Thema in allen möglichen Facetten widmet. Teilweise sehr freizügiger Stilmix (Alkohol bedingt?).
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am 20. Juli 2008
Sie können sich meine überschäumende Freude nicht vorstellen, als ich entdeckte, das in meiner Ausgabe von "Tod am Nachmittag" die letzten 250 Seiten von Hemingways Anmerkungen und einem Index eingenommen werden, der die einzelnen technischen Begriffe erklärte ' ich demzufolge auch nur noch 120 Seiten bis zum Ende vor mir hatte, und nicht 370, wie angenommen; aber auch mit dieser Erleichterung war das Buch eine Tortur.
Hemingways Bericht über den Stierkampf hat mir gezeigt, was das Wort 'Langeweile' eigentlich bedeuten kann: Ich habe keine Vorbehalte gegen diesen Sport, und habe das Buch mit dem Vorsatz gekauft, mich über die Regeln und Feinheiten zu informieren, aber nun weiss ich, dass man es eindeutig zu gut meinen kann, und Hemingway mit seiner Mystifizierung vom "Todesspektakel" versucht hat, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen: Das Thema bietet schlicht und ergreifend zu wenig Potential, um zwischen zwei Buchdeckeln Bestand zu haben.
Weite Strecken lang hat das Buch denselben Unterhaltungswert eines Landwirtschaftsmagazins; da gehen mal 25 Seiten über Mastbullenjahrgänge drauf, inklusive Aufzucht, Hornkrümmungen, Muskelfestigkeit und Länge der Beine; dann hält es der Dichter für angebracht, uns sämtliche Stierkämpfer seit Erfindung des Sports mit Familiengeschichte und eigens angelernter Spezialtechnik vorzustellen; da wird haarklein geschildert, wann und in welchem Winkel sich der Torero drehen muss, wenn er nicht beim Publikum in Ungnade fallen will; und immer wieder nutzt Hemingway die Gelegenheit aus dem Hintergrund hervorzutreten um sich als Autor in Pose zu werfen oder über seine literarischen Konkurrenten (insbesondere Aldous Huxley) herzuziehen.

Der schwerwiegendste Fehltritt des Werkes ist jedoch die Einführung einer Dialogpartnerin: Nach ca. 50 Seiten tritt eine 'Alte Dame' auf, die gewissermaßen als Vermittler zwischen dem unwissendem Leser und dem Stierkampfexperten Hemingway fungiert. Ich weiss nicht, nach dem wievielten Absinth Hemingway auf diese fatale Idee gekommen ist, statt dem Leser spezielle Sachverhalte zu erklären, einfach einem fiktiven Charaktere dumme Fragen in den Mund zu legen, die er, der Experte und weitgereiste Autor, mit großer Geste beantworten kann: Als Technik widerspricht es der Funktion eines Essays und ist eher ein Zeugnis für ein gewisses technische Unvermögen des Autors: Der literarische Mehrwert dieser Passagen unterscheidet sich nicht grundlegend von den "Frequently Asked Questions", die heutzutage jeder Gebrauchsanweisung beigefügt sind.
Der Autor mag geahnt haben, dass er es sich vielleicht zu leicht gemacht haben, denn nach 120 Seiten schmeisst er die "Alte Dame" wieder aus dem Buch, und lässt dies auch den Leser direkt wissen ' soviel zu schriftstellerischer Souveränität und Kunstfertigkeit.

"Hemingway" ist ein Begriff, das Markenzeichen eines Mythos; aber ich kann mir nicht helfen: Je mehr ich mich dem Autor hinter dem Namen nähere, umso klarer wird mir, dass der selbstgestrickte Mythos von Boxen, Großwildjagd, Tiefseefischen und Stierkampf scheinbar nur als Feigenblatt für bescheidene schriftstellerische Fähigkeiten dient: Das, was in "Tod am Nachmittag" nützlich, interessant und aufschlussreich ist, hätte man auf zwanzig, maximal vierzig Seiten sagen können; dank seiner technischen Armut ist das Buch in seinem jetzigen Umfang jedoch kaum zu ertragen.
Trotzdem, obwohl ich mich seit langem beim Lesen nicht mehr so gelangweilt habe, drücke ich hier beide Augen zu und vergebe 3 Sterne, denn ich bin mir sicher, die schmale Zielgruppe, die sich tatsächlich für Stierkampf in all seinen Variationen interessiert, und nicht genug bekommen kann von Beschreibungen von Picador-Spießen, roten Locktüchern, Sand in der Arena und anschwellenden Nackenmuskeln, wird an diesem Buch ihre wahre Freude haben, und demzufolge - und obwohl man es problemlos auf ein Zehntel seines Gesamtumfangs herunterkürzen könnte - erfüllt "Tod am Nachmittag" damit seinen Zweck als Aufklärungswerk über den Stierkampf.
Das Buch mit seinem geschwätzigem Ton, dutzenden Seiten überflüssiger Selbstbeweihräucherung, Füllmaterial, und schreiender Langeweile einen literarischen Fehlschlag zu nennen, ist dennoch vollkommen zutreffend.
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am 11. August 2014
Wer sich etwas unvoreingenommener mit dieser spanischen Tradition befassen möchte, ist hier sehr gut bedient.
Hemmingway ist der erste nichtspanische Schriftsteller, der das komplizierte Regelwerk der Corrida anschaulich beschreibt.
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