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am 20. September 2016
Ich bin kein großer Freund von Hemingway. Irgendwie schrieb er verschroben, und seine Literatur ist mir zu altmodisch. Da ich selbst zehn Jahre in Paris gelebt habe, versuchte ich, das Buch zu genießen. Da gelang teilweise. Also für ein paar Euro gebraucht kann ich das kleine Buch empfehlen.
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Ich habe mir diese Rezension nicht leicht gemacht und seit einem Jahr trage ich sie nun mit mir herum. Heute war der Tag, wo ich gedacht habe: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt...
Hemingway hat eine lebenslange Affinität zu dieser Stadt gehabt, das kann ich persönlich nicht nur verstehen, sondern auch mit jeder Zeile lesen. Paris in den 20er Jahren war durchaus etwas besonderes, was sogar kürzlich in einem wunderbaren Woody Allen-Film zum Ausdruck gekommen ist (Midnight in Paris). Obwohl es natürlich keine Verfilmung von diesem Buch ist. Trotzdem bin ich sicher, dass der Film Hemingway gefallen hätte.
Aber zurück zum Buch:
Hemingway besaß die einzigartige Gabe Menschen in Worten so zu porträtieren, dass man glaubt eine 400 Seiten Biografie gelesen zu haben. Egal ob er über Ezra Pound, Wyndham Lewis (den er widerlich fand), den mir unbekannten Schriftsteller Hilaire Belloc oder über Ford Madox Ford, Gertrude Stein, oder aber James Joyce schreibt; alle sind vortrefflich beschrieben, erklärt und werden vor dem lesenden Auge lebendig. Gibt es ein schöneres Kompliment für den - damals - 25jährigen Hemingway? Aber er spart auch nicht mit Kritik an sich selbst. Obwohl damals verheiratet (mit seiner ersten Ehefrau Hadley), treibt er sich ständig in Bars, Kneipen und Restaurants herum. Er trifft dadurch natürlich ständig auf besagte Menschen und noch mehr, dennoch sieht ihn seine Ehefrau relativ selten. Er war den Kriegswirren entkommen, dennoch hatte er - wie so viele damals - diese im Kopf und konnte so manche Stimmen nur mit Alkohol bekämpfen. Seine Abhängigkeit war damals noch nicht so grenzenlos, aber sicher ein Anzeichen. Er ist von Selbstzweifeln geplagt, braucht ständig Bestätigung durch Freunde, Kritiker und Feinde und hasst seinen Vornamen Ernest. Er lässt sich mit "Hem" anreden, was ihn männlicher erscheint. Ganz schlimm ist es, als Hadley am Bahnhof eine ganze Tasche voller Manuskripte gestohlen wird; das treibt ihn an den Rande des Wahnsinns. Hemingway macht im Grunde nicht viel Worte und der Leser muss es verstehen, zwischen den Zeilen lesen zu können. Wer sich aber diese Szene vorstellt, ein Jahr Arbeit oder mehr verloren, an irgendeinen Dieb, der sie wahrscheinlich weggeworfen, verbrannt oder sonst was damit getan hat, kann die Verzweiflung sicherlich verstehen. Die Ehe erholte sich von diesem Schickalsschlag nicht mehr. Seine Schreibweise ist entwaffnend ehrlich, eindringlich, aber nie einfach, unwiderstehlich und sehr emotional. Es ist ein Vergnügen Sätze oftmals zwei- oder dreimal zu lesen. Nicht, weil man sie nicht versteht, sondern weil sie so unglaublich zu dem Leser vordringen. Ich habe sehr selten so eine Schreibweise erlebt. Eines ist sicher: Ich bin nun absoluter Hemingway-Fan und werde noch einige Werke lesen.

Fazit: Hemingway's Buch ist ein wahres Lesevergnügen. Nicht nur, dass er über reale Menschen (Gertrude Stein, Wyndham Lewis, James Joyce, Ezra Pound usw.) schreibt, so beschreibt er und porträtiert er sie so lebendig, dass man glaubt seitenlange Biografien über diese Menschen gelesen zu haben; so eindrücklich stellt er sie dar. Paris beschreibt er als das was sie ist. Eine wunderschöne, wundervolle Stadt, eine Muse für jeden Künstler. Billig und Teuer, Segen und Fluch, Liebe und Hass zugleich. All das strahlt diese Stadt noch heute aus. Ich persönlich bin ihr seit 8 Jahren mit Haut und Haar verfallen. Dieser Charme ist einfach unbeschreiblich, selbst für einen Hemingway. Ich kann jedem halbwegs literaturinteressierten Leser Hemingway nur ans Herz legen. Die Schreibweise ist erfrischend, mondän, ehrlich, eindringlich, niemals klischeebeladen oder pathosgefüllt und sie wirkt - und das finde ich hochinteressant - niemals aufgesetzt. Nach 184 Seiten schließt man dieses Buch mit einem großen Bedauern und wünscht sich nur eines: Eine Reise in die schönste Stadt der Welt!
Viel Spaß!

Zusätzliche Info!
Da es von diesem Buch 2 verschiedene Ausgaben gibt, möchte ich ganz besonders oben gezeigtes Buch ans Herz legen. Diese Ausgabe ist ein ordentlich gebundenes Buch, mit Lesebändchen, Fotos und einer erweiterten Inhaltsangabe:
Geburt einer neuen Schule
Ezra Pound und sein Bel Esprit
Über das Schreiben in der ersten Person
Heimliche Freuden
Ein seltsamer Kampf-Club
Der scharfe Geruch von Lügen
Die Erziehung von Mr. Bumby
Scott und sein Pariser Chauffeur
Der Lotsenfisch und die Reichen
Nada y Pues Nada
Das Buch hat um 134 Seiten mehr Inhalt (316 Seiten) , als die viel kleinere und stark gekürzte Ausgabe vom RoRoRo-Verlag (182 Seiten). Eine Investition die sich also lohnt!
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am 22. September 2006
Auch ich liebe "A Moveable Feast / Paris - ein Fest fürs Leben", seit langem, weil es die Atmosphäre der Zwanziger Jahre in Paris lebendig macht. Beim wiederholten Lesen jedoch fällt mir auf, dass dieses Buch viel mehr ist als eine Anekdoten-Sammlung. Es ist ein Buch über das Schreiben. Hier blickt ein Mann am Ende seines Lebens auf den Anfang seines Schriftsteller-Daseins. Künstlerisch entkräftet, hat er nichts mehr als seine Erinnerung, aus der er den Stoff für ein großes Werk herauspressen kann wie den Saft aus einer Zitrone. Noch einmal saugt sich seine Sprache voll mit Energie, Ernest Hemingway träufelt Zitronensaft auf eine Auster - und wir schmecken das Leben. Den Meister zeichnet die Harmlosigkeit der Geschichten aus, eine scheinbare Harmlosigkeit. In Wahrheit sind die Stories Erklärungs- und Verteidigungsreden seiner Schreibkunst. Am Anfang werden wir von der Aufrichtigkeit des Autors überzeugt. Armut ist ihm hier der Ausdruck des Ehrlichseins. Dann folgen die Techniken des Schreibens: das Schnitzen des Bleistifts, das Taxieren einer schönen Frau, der kontrollierte Alkoholgenuss... Alles, was du tun musst, ist: Einen wahren Satz schreiben. Die berühmten Begegnungen Hemingways mit anderen Künstlerinnen und Künstlern dienen der Abgrenzung. Seine Urteile sind nicht warmherzig, vielmehr sauer und ätzend. Herrlich. Am Ende kommen die Reichen zu ihm ins arme Viertel, besuchen ihn, fragen ihn als Experten, wie es ist, arm zu sein. Wir wissen heute, dass Hemingway in diesem Punkt übertrieb, so knapp war er mit seiner kleinen Familie gar nicht bei Kasse, dass er etwa Tauben auf dem Pariser Pflaster hätte fangen müssen. Aber die Begegnung mit den Reichen dient ihm als Kontrast. Sie sind korrupt, der Reichtum ist verführerisch. Und unter ihnen ist eine Frau, die seine Beziehung zu Hadley zerstört. Ihr wird er folgen. Deutlicher noch als seine anderen Bücher zeigt "Paris - ein Fest fürs Leben", wie die Hemingway'schen Manierismen von Großwildjagden und Stierkämpfen und Cocktails und alten Männern mit riesigen Fischen nur die Schale waren. Das Fruchtfleisch war das Schreiben. Erschienen ist das Buch 1964, nachdem er sich, leergeschrieben, auf die selbe Weise das Leben genommen hatte wie sein Vater. Hemingways vierte Ehefrau Mary hatte das Manuskript bearbeitet. Wie viel vom Original sie unberührt ließ, ist unklar. Sonst könnte "Paris - ein Fest fürs Leben" ein künstlerisches Testament genannt werden.
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am 8. Februar 2001
Sind sie ein Genießer. Ein Mensch, der mit einem Glas Wein und einem guten Buch Stunden verbringen könnte. Haben Sie Lust mit Hemingway in einem Cafe zu sitzen, quer durch die Straßen von Paris zu spazieren und große Persönlichkeiten kennen zu lernen, und die Atmosphäre buchstäblich riechen. Dann ist dieses Buch für Sie wie geschaffen! Es ist kein Buch mit besonders großer Spannung, dafür aber, hat sich Hemingway in der Art wie er seine Erlebnisse beschreibt, grandios übertroffen! Einer der besten Bücher, die es gibt.
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am 9. August 1999
Ernest Hemingway (1899 - 1961) war nach dem Ersten Weltkrieg als Korrespondent der kanadischen Zeitung "Toronto Star" in Paris tätig. Hier, des "verdammten Zeitungszeugs" überdrüssig, entstanden zahlreiche literarische Aufzeichnungen und Tagebücher. Es waren glückliche Jahre für Hemingway, der außerdem gerade an seinem Roman "Fiesta" schrieb, der wenig später literarisches Aufsehen erregte und ihn zu Weltruhm führte. Er traf Gertrude Stein, Ezra Pound, James Joyce und Scott Fitzgerald, er angelte an der Seine und war beim Pferderennen anzutreffen. Die Erinnerungen an die glückliche Zeit in Frankreich sind das Ergebnis dieses Buches. Mit Humor und intimer Kenntnis beschreibt Hemingway die Menschen und Freunde. An diesen Notizen und Aufzeichnungen hat Hemingway bis zu seinem Tod gearbeitet. Trotzdem atmen die Notizen die Frische der jugendlich unbeschwerten Daseinsfreude. Manfred Orlick, Halle (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 8. November 1999
In diesem Buch schreibt Hemmingway wunderbar darstellend über seine Jahre im Europa (und besonders natürlich Paris) der zwanziger Jahre. Manch einer kennt das Buch eventuell aus dem Film "Stadt der Engel", in dem es die Bettlektüre der Hauptdarstellerinn Meg Ryan war. In dem Film war freilich nur der englische Originaltitel "A moveable Feast" zu erkennen, die deutsche Übersetzung ist aber keinesfalls schlecht. In der Hemmingway eigenen, sehr bildhaften Sprache beschreibt er sein Leben mit den Großen der Kunst der zwanziger Jahre. Fazit: Ein Buch, mit dem man sich an kalten Wintertagen wunderbar in eine warme Decke am Fenster einwickeln kann und bei einer Tasse heißem Tee in eine andere Welt abtauchen kann.
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am 10. Dezember 2000
Der vermutlich beste Paris-Reiseführer, den es je gab. Viele der Orte, Cafés und Straßen, die Hemingway in diesem Buch literarisch verwertet sind noch existent und nach wie vor viel charmanter als die überlaufenen großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. So ist z.B. die Buchhandlung Shakespeare und Co., in der sich Hemingway in den 20er Jahren Lesestoff auslieh, einer der urtümlichsten Läden seiner Art, die mir bisher untergekommen sind. Zu Hemingways besten literarischen Werken gehört diese Buch meiner Meinng nach jedoch nicht.
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am 3. August 1999
Wunderbar anregendes, interessantes Buch, das einem die Möglichkeit gibt, sich ganz in das Paris der damaligen Zeit und in Hemingways Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen. Leicht zu lesen und dennoch voller Tiefsinn/Tiefgang und wunderbarer Sprache, wie leichte Sommermusik!
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am 27. Juni 2007
Der eine wußte, wovon er schrieb, der andere weiß, wovon er spricht. Diese vier CD's lassen einen die Zeit vergessen. Man kann einfach nicht aufhören. Wo Matthias Habich draufsteht, ist Qualität - und damit grenzenloses Vergnügen für das Publikum - drin. Im unübersichtlichen Markt der Hörbücher ist dieses ein Sahnehäubchen.
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am 2. Mai 2008
Voller Ironie und mit dem Abstand von über 30 Jahren geschrieben - oder zumindest fertig gestellt - findet man hier einen Hemingway voller Ironie und manchmal auch mit Gefühl.
Die Jahre in Paris - als wir sehr arm und sehr glücklich waren" - werden beschrieben. Episoden aus dem Leben eines jungen Menschen mit der Frechheit sich in einer Stadt wichtig genug zu machen um die Aufmerksamkeit der amerikanischen Künstlerkolonie zu wecken. Ein aufstrebender, vorerst erfolgloser Schriftsteller, der sich und seine Familie mit seinem Job als Korrespondent einer Kanadischen Zeitung mehr schlecht als recht über Wasser hält, der nichtsdestotrotz versucht das Leben der Boheme" zu genießen, der den Stierkampf in Pamplona und das Skifahren in Schruns für sich entdeckt, all dies wurde selten eindrucksvoller beschrieben.
Und zwischen diesen Geschichten das dauernde Streben nach Erfolg und Anerkennung, die Verrücktheiten der Pariser Kolonie, die Liebe zu seiner ersten Frau Hadley, das Beschreiben seines erfolgreichen Freunds Scott Fitzgerald, dies alles mit einer gewissen Boshaftigkeit abgearbeitet und beschrieben, schließlich hatte Hemingway mit vielen seiner Freunde aus Pariser Zeiten bereits gebrochen.
Man kann dieses Buch als teilweise zusammenhängende Kurzgeschichten lesen - und dies ist ohne Zweifel Hemingways Metier - oder auch als Schilderung einer vergangenen Zeit als eine gewisse Unschuld in der Pariser Luft lag.
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