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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 10. März 2007
Ich liebe diese wirren Geschichten, die den mentalen Film mit der ersten Seite ankurbeln und bis zur letzten Seite nicht abklingen lassen.

Auf Helmut Krausser wurde ich vor Jahren durch eine Literaturzeitschrift aufmerksam und in der Folge las ich einige Bücher von ihm. Krausser schreibt wunderbar unbeschwert, geradlinig, so, wie sich's für diese Zeit gehört, also durchaus auch deftig und sehr direkt.

Ein amüsantes Buch, das ich sicher immer wieder in die Hände nehmen werde.
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am 6. September 1999
Man muß nicht unbedingt ein Callas-Fan sein, um dieses Buch zu mögen, aber es ist in jedem Fall hilfreich. Helmut Krausser hat mit seinem Roman "Der große Bagarozy" ein kleines Denkmal für die von ihm augenscheinlich verehrte Diva geschaffen. Eingebettet ist dieses Denkmal in die Geschichte um die frustrierte Psychiaterin Cora, deren berufliche Perspektiven kollabieren und deren Ehe mit dem Steuerberater Robert zu ihrem Unwillen nur noch dahinplätschert. Da taucht unerwartet ein unscheinbarer Mann mit Namen Stanislaus Nagy in ihrer Praxis auf und will von ihr behandelt werden. Er behauptet der Teufel zu sein und mit seiner Schuld am Untergang des Ruhmes von Maria Callas, die er unsagbar geliebt und verehrt hat, nicht mehr leben zu können. Nagy beginnt zu erzählen, wie er die Callas unbemerkt unterstützte, mit Gott um ihre Gunst buhlte und wie er sie am Ende fallen lies. Cora, die den Mann natürlich für völlig übergeschnappt hält, beginnt langsam einen Zugang zu Nagy zu finden und gleichsam wieder einen Sinn in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Aber natürlich läßt sich niemand mit dem Teufel ein, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen... Kraussers Roman sprüht schier über vor Ideenreichtum und man merkt ihm den Spaß, den er beim Erbauen dieses Maria-Callas-Denkmals gehabt haben muß, bei jeder Silbe an. Die Sprache ist facettenreich und im gesamten Buch fällt mir keine ungelungene Stelle ein. Besonders hervorzuheben ist wohl die Pudelgeschichte und der ungewöhnliche Fundort des toten weißen Pudels. Schon auf dem Umschlag erfahren wir, daß Gott der weiße und der Teufel der schwarze Pudel der Callas war. Nagy hat den weißen verschwinden lassen und im Laufe des Roman taucht er natürlich auf. Der Fundort zeigt wiedermal eine Portion des morbiden Humors, zudem Krausser in seinen anderen Werken (zB Thanatos)schon fähig war. Die Geschichte hat wundervoll komponierte Wendungen, plausible Auflösungen und vielleicht nur den einzigen Fehler, daß sie viel zu schnell zu Ende ist.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 31. März 2012
Wie es sich lohnt, immer wieder über die Liebe zu schreiben, so lohnt es sich auch mit dem Teufel zu spielen. Ein vergnüglicher Roman über den Teufel im Menschen, von hintergründigem Humor und besonders erfreulich die Sprache Kraussers, sein Sprachwitz. Es war ein leichtes, dieses wunderbare Buch an drei Abenden auszulesen und mir ein wenig süchtig geworden, gleich das nächste Buch von Helmut Krausser zu bestellen. Kurz: LESEN
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am 22. Mai 2012
Der neue Patient der Psychiaterin Cora ist von Maria Callas besessen und dann gesteht er, dass er der Teufel ist und zieht Cora in seinen Bann oder ist es Wahn?

Der Klappentext klingt ja ganz interessant, aber ich konnte mit dem Buch nicht so viel anfangen. Für mich hat die Würze, das Aha-Erlebnis gefehlt.

Die Charaktere sind mysteriös beschrieben, die Handlungen sind dubios. Der Inhalt der Geschichte hat mich am Anfang neugierig gemacht, aber mit der Zeit wurde er suspekt. Und der Schluß ist offen geblieben, aber für mich nicht mehr interessant und wissenswert.

Der Schreibstil selber war flüssig dargestellt.
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am 11. August 2011
Die Psychoanalytikerin Cora Dulz ist 37 und im saturierten Mittelstands-Wohlstand angekommen. Die Praxis läuft gut, das Reihenhaus ist angenehm gelegen - wenn auch nicht ganz so beglückend wie die in Sichtweite gelegenen Nobelvillen -, der Ehemann verdient ordentlich, auch wenn er wegen Herzinsuffizienz nur noch halbtags arbeitet und keine Lust auf Sex mehr hat (zumindest nicht auf den mit seiner Frau). Die beiden kastrierten, darüber hinaus auch noch schwulen Kater, die das kinderlose Ehepaar besitzt, zeigen dem Leser vielleicht ein bisschen zu deutlich, dass uns hier eine sterile, seelisch tote Lebensform präsentiert werden soll. Und so wenig gewinnend Cora als Privatperson erscheint, so wenig einnehmend agiert sie im Beruf. Die Therapiegespräche bezeichnet sie hinter dem Rücken der Patienten abschätzig als "Talkshows", die Patienten selbst als "Mängelexemplare", und während sie ihren Patienten zuhört und Notizen zu machen vorgibt, schreibt sie in Wahrheit ihre Einkaufzettel.
Warum sich der Erzähler überhaupt für eine solche Person interessiert, wird zunächst nicht ganz klar. Und ebenso rätselhaft bleibt, weshalb Stanislaus Nagy, die zweite Hauptfigur des Romans, Kontakt zu dieser Cora sucht. Nagy, alias Der große Bagarozy, gibt zunächst vor, von visionären Erscheinungen der Maria Callas geheilt werden zu wollen, stellt sich aber bald als der leibhaftige Teufel vor. Dieser Teufel hat ein Problem: Gott habe sich von der Welt verabschiedet, das Spielfeld gehöre ihm, dem Teufel, jetzt allein, und das sei ein fader Zustand. Noch dazu ist der Teufel einer Obsession erlegen - nämlich eben jener Faszination für Maria Callas, deren Leben er begleitet und in das er auch immer wieder auf äußerst widersprüchliche Weise eingegriffen hat: Einerseits suchte er ihre Nähe und Zuneigung, andererseits wirkte er zerstörerisch und weidete sich an ihrem tragischen Niedergang.
Das alles ist durchaus interessant und kurzweilig zu lesen; die Frage, ob man die Geschichte nun als Fallstudie oder als surrealistisch-mythische Erzählung lesen soll, bleibt schön verrätselt, Krausser streut die widersprüchlichen Hinweise routiniert-gekonnt. Doch ein wirkliches Interesse an seinen Figuren weckt er nicht - will er anscheinend auch gar nicht wecken. Cora Dulz und ihr Ehemann sind von Anfang bis Ende des Romans widerliche Spießer; Nagy, den man nicht als mephistophelische Teufelsgestalt verstehen kann, ist eben doch nur eine klägliche Randexistenz, die sich in absurde Wahnwelten flüchtet. Die interessanteste Figur des Romans könnte Maria Callas sein - doch deren Leben wird von Nagy erzählt, und dessen Erzählungen sind durch den Zerrspiegel seines Wahns und seiner üblen Absichten in Bezug auf Cora entstellt, sodass auch die Figur der Callas nicht greifbar und menschlich interessant wird.
Gegen Ende des Romans sagt der Teufel Cora einmal die Meinung:

"Du warst das erbärmlichste Stück Dreck in Menschengestalt, das aufzutreiben war. [...] Und wenn es so wäre, dass ich wahnsinnig bin, dass eine Welt in mir ist, die der deinen nicht gleicht - wenn es so wäre, wenn alles um mich her riefe: ES IST NICHT WAHR! DU BIST KRANK; WIR SIND GESUND! Worin läge solcher Gesundheit Reiz? Wo deren Schönheit? Einmal war mir die Erde ein Fest, ein Ballsaal, unendlicher Spielraum, nächtliches Kaufhaus. Und jetzt? Wir sind schwarzweiße Comic-Helden, Floskeln, die man von Ohr zu Ohr durch eine große graue Leere wirft. Ich habe keinen Wiedersehenswert entdeckt in deinem Land. Deiner Verwesung polternd Gasgemisch lebendig zu nennen - Euphemismus! [...] Dein Körper ist ein Massengrab verschenkter Möglichkeiten, erstickter Träume, ohne Sauerstoffmaske gar nicht begehbar, selbst dann nur mit Ekel."

Das scheint auch Kraussers Welt- und Menschensicht zu sein. Seine Figuren sind genaus widerlich, wie der Teufel sie hier beschreibt. Mythische Versatzstücke werden munter durchgespielt und verkommen zu bedeungsleeren Floskeln; der Teufel, wie auch die Callas, werden zu "schwarzweißen Comicfiguren"; in diesem Roman wird keiner erlöst, und durch den Roman auch nicht. Das mag schön postmodern-konsequent sein: Die Kunst ist nicht mehr die bessere Alternativwelt, der Künstler beansprucht keinen Standpunkt außer- oder oberhalb der sinnentleerten Gegenwart. Menschlich interessant ist es nicht.
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am 20. August 2006
..und ich bin überzeugt. Mir wurde dieses Buch und weiter von Helmut Krausser von einem Bekannten empfohlen. etwas skeptisch, da ich eher japanische und englische autoren bevorzuge, habe ich mich dann doch rangewagt. und wurde überzeugt. so dass ich gleich noch U.C. verschlungen habe, was mich sogar noch mehr begeisterte.
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am 10. August 1999
Die Geschichte ist nicht so ganz spannend; die Idee, den Teufel leibhaftig auftreten zu lassen, hat seit Goethe doch ein bißchen an Brisanz verloren. Und warum er zum Psychiater geht, scheint auch nicht so ganz geklärt zu sein... Außerdem geht es auch noch um Maria Callas (mit eingestreuten Photos), was sich doch hart an der Grenze zu einem jener ausschließlich Idol-bezogenen Werke bewegt, die zwar ehrenwert sein mögen, aber für Nicht-Fans tendenziell eher langweilig sind. Eine gewisse Neigung des Autors, die formale Geschlossenheit der Erzählung aufzubrechen, mag Geschmackssache sein. Das Mittel hierzu ist außer dem Einstreuen von Zeitungsschnipseln und Photos vor allem der Versuch, unterschiedliche Medien auf den Buchseiten zu reproduzieren: der Titelheld darf sich mal in wörtlicher Rede, mal durch die Abschrift eines Tonbandmitschnitts, mal durch einen Brief äußern. Kraussers Verpflichtung auf das geschriebene Wort ist dennoch nicht zu übersehen. Sie zeigt nicht nur darin, daß es sich bei sämtlichen dieser herbeizitierten Medien (ausgenommen die Photos) trotzdem um Gedrucktes oder Geschriebenes handelt (selbst der Tonbandmitschnitt wird erst abgeschrieben). Vor allem eine bestimmte Sorte Sprachwitz ist auffälligerweise nur dem Leser, keinesfalls zum Beispiel dem Zuhörer eines Vorlesers, verständlich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. Juli 2004
Sehr spannend geschrieben und lässt viele Fragen offen. Ist Nagy nun tatsächlich der Teufel oder nicht, ist die Psychiaterin dann Gott oder nicht? Die Biographie der Callas dient als Sujet für eine Spielerei mythischer Gestalten, die auf schlichte Menschen prallen. So wie der Norbert der Ehemann, gefangen in diesem Diskurs und seines Untergangs immer bewusst. Zwei Menschen imaginieren sich Gott und Teufel zu sein, so stark, dass sie es werden könnten, wenn sie es nicht schon sind. Man müsste in den Tagebüchern dazu nachlesen. Der Wille der Frau sich in den Mann sexuell zu verlieben, verlieren, ist dann natürlich überzogen, doch wann ist diese Frau eine Frau?
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am 25. Dezember 2006
Ich habe dieses Buch im Deutschubnterricht in der 10. Klasse gelesen und fand es schlichtweg schlecht. Das Einzige, was daran interessant war, waren die Todesanzeigen, die auch das Ende ganz nett gestalten, aber der Rest des Buches ist ein Durcheinander von so viel unrealistischen Handlungen, dass es mich schon ein bisschen an Science Fiction erinnert. Die Hauptcharaktere sind alle unsympatisch und man kann sich in keinen hineinversetzen. Vom Schreibstil her ist es weder schlecht noch besonders kunstvoll. Es liest sich eben, macht aber keinen Spaß.
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