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Kundenrezensionen

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am 3. Januar 2003
Dies ist mit Sicherheit der großartigste Roman, den Klaus Mann jemals geschrieben hat.
Zwar ist in der deutschen Fassung des ursprünglich auf englisch erschienenen Werks ein Großteil der musikalischen Anspielung verloren gegangen, da in der Originalausgabe auch formal eine Symphonie nachbildet wird, aber der Roman ist dennoch von solch zauberisch anmutender Schönheit in Sprache, Stil und Inhalt, dass er von Anfang bis Ende zu fesseln weiß. Nicht nur ein anrührendes und sehr einfühlsam gestaltetes Gemälde Tschaikowskys wird hier entworfen, der Roman gestattet auch wie keine andere der ohnehin stark autobiographisch geprägten Schriften Klaus Manns einen geradezu intimen Blick in das Seelenleben des Autors, der sich in vielerlei Hinsicht in seinem Protagonisten wiederfindet.
"Symphonie Pathetique" ist somit nicht nur ein beispielhaftes Kunstwerk von hohem literarischen Rang, sondern auch ein Muss für all jene, die den oftmals unterschätzten Künstler Klaus Mann besser verstehen möchten.
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am 5. November 2006
Symphonie pathetique war der erste Roman den ich von Klaus Mann gelesen habe und schon allein die Tatsache, dass ich danach weitere Bücher von ihm gelesen habe, zeigt wie sehr mich dieses Werk gefesselt hat. Man fängt an zu lesen und steigt sofort in eine fesselnde Geschichte über einen einsamen, sensiblen, hochbegabten Künstler (auch noch homosexuell - also dem Autor sehr ähnlich!) ein. Eine sehr einfühlsame, musikalische Sprache. Besonders das erste Kapitel ist ganz einmalig geschrieben und konzipiert, einer der schönsten Romananfänge die ich kenne. Man muss sich nicht in der klassischen Musik auskennen, um diesen Roman zu lieben, da im Vordergrund eine für jeden nachvollziehbare Menschlichkeit steht, doch natürlich helfen Hintergrundwissen über Tschaikowsky und seine musikalischen Zeitgenossen beim Verständnis. (Brahms kommt ein bisschen schlecht weg, finde ich persönlich; vielleicht hat Klaus Mann nicht erkannt, dass dieser problematische, ewig mit sich selbst ringende Komponist auch eher ihm glich und nicht der Gegenentwurf zu Tschaikowsky sein muss, als der er im Buch auftritt.)Jedenfalls sollten sich Leser, die sich wenig für klassische Musik interessieren, nicht von diesem wunderbaren Roman abschrecken lassen.
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am 10. Dezember 2013
„Warum bin ich hier, was habe ich hier zu suchen?“ Immer wieder steht Tschaikowsky in seinem Leben vor Situationen, in denen er sich verschreckt und hilflos diese Frage stellt. Wo er auch ist, meint er am falschen Platze zu sein. Mit wem er auch Umgang hat, es scheinen ihm kaum Vertraute darunter. Die Welt baut sich vor ihm auf, will ihn tragen, ihn verehren. Doch schon die fremde Berührung verunsichert ihn, macht ihn schier krank. Er wünscht sich nach Hause, in seine Musik, in der er allein seine Qualen und Plagen vergessen kann. Denn nur in seiner Schöpfung kann er sich vom Fluch der Welt befreien, kann frei aufatmen, nur dort darf er sein Wesen entfalten.

Klaus Mann gibt uns von Tschaikowsky das Bild des schmerzhaft sensiblen Künstlers, der doppelt verunsichert und geängstigt ist. Zum Einen ist er tief verwurzelt in seiner Heimat, ist gänzlich erfüllt von dem, was man die russische Seele nennt. Jeder Aufenthalt in der Fremde lässt ihn leiden, die anderen Sprachen und Sitten schüchtern ihn ein. Zum Anderen ist er befangen von seiner sexuellen Ausrichtung, die offen auszuleben ihm nicht gestattet ist. Alle Äußerungen der Liebe, jegliche Zärtlichkeiten und Gefühlsbekundungen muss er sich verbieten, muss sie in sich einschließen. Nur in Russland und in der Musik ist er daher zu Hause. Seine Kompositionen sind Spiegel der Heimatverbundenheit, aber auch der seelischen Gefangenschaft.

Aus Tschaikowskys unterdrückten Neigungen erwachsen seine beständigen Selbstzweifel und sein Misstrauen gegen andere. Anerkennendes Lob deutet er als Verhöhnung, gutgemeinte Zuwendung empfindet er als Vereinnahmung. Diesen schwierigen, eigentlich nicht lebensfähigen Charakter trotzdem liebenswert und nachsichtig dargestellt zu haben, ist Mann besonders hoch anzurechnen. Darüber hinaus erfährt man in diesem Roman, dass die Auswüchse des heutigen Kulturbetriebs aus dem 19. Jahrhundert hervorgegangen sind. Und letztlich animiert das Buch, der Musik des großen Künstlers Tschaikowsky mit dem Wissen um seine seelische Zerrissenheit nachzuhören.

Es ist beeindruckend, mit wieviel Zurückhaltung und Feingefühl Klaus Mann die Homosexualität Tschaikowskys zum zentralen Problem des Romans macht, ohne sie vordergründig auszustellen. Zweifellos war ihm dieses schwierige Thema so wichtig, weil es auch sein eigenes war. Mit diesem empfindsamen Porträt tritt Klaus Mann aber auch aus dem übergroßen Schatten seines Vaters hervor und behauptet seinen Platz in der deutschen Literatur.
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am 12. Mai 2016
Klaus Manns Werk kurz vor und nach schwerer OP mit reichlich spannender Vorfreude gelesen.
Der Klaus kommt an den Geist seines Bruder nicht heran. Gut ist das Eintauchen in die Zeit des
Lebens von Peter Ilj.Tschai... aber ab S.300 pp bis kurz vor Schluss nur noch Pflichtlektuere-
weil man auf den Tod des großen Mannes P.I.T. wartet...
Buchzustand und Lieferung: PÖRFECKT.
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am 20. Dezember 2002
Diesen Roman, welchen Klaus Mannmit viel Anteilname über Peter Tschaikowsky geschrieben hat, richtet sich besonders an Menschen, die sich für klassische Musik interessieren und Einblicke in die Komponistenszene des 19.Jahrhunderts nehmen möchten. Aber auch die bewegenden Ausschnitte aus Tschaikowskys Leben mit seinem Leid,seiner Traurigkeit, seiner Einsamkeit, seiner Sehnsucht und nicht zuletzt mit seiner musikalischen Leidenschaft vermögen uns zu berühren und bleibende Eindrücke in uns zu hinterlassen. Klaus Mann verstand es, mit dieser literarisch wertvollen Beschreibung dieses so verletzlichen Menschen und leidenschaftlichen Komponisten, uns für Tschaikowsy dauerhaft zu sensibilisieren und mehr über sein Leben, aber auch über die Probleme des Mensch-Seins (besonders in der Position eines Außenseiters) überhaupt zu erfahren.
Ein solcher Roman eignet sich viel besser zum Verständnis einer musikalischen Epoche und eines großen Künstlers als eine trockene Biographie, außerdem macht die Lektüre Lust auf mehr Werke von Klaus Mann.
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am 8. November 1999
Dieses Buch ist ein Leckerbissen für Tschaikowsky-Fans. In seinem Roman verknüpft Klaus Mann historische Fakten aus dem Leben von Tschaikowsky mit Schilderungen, die die Person Peter Tschaikowsky lebendig und realistisch erscheinen lassen. "So hätte es gewesen sein können" ist man geneigt beim Lesen zu denken. Als Biographie eignet sich das Buch weniger, aber dazu ist es auch nicht gedacht. Biographische Vorkenntnisse sind jedoch hilfreich um den Roman besser verstehen zu können.
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am 14. November 2005
Eine sehr gute und in sehr schöner Sprache geschriebene Biographie des Komponisten Tschaikovsky.
Es beschreibt die Vorzüge und das interessante Leben des melancholischen Künstlers, sowie dessen Probleme und Sorgen.
Für musikalische Leser ein wunderbares Werk, wobei es stelleweise ein bischen langweilig und ausschweifend ist.
Da ich mich sehr für Musik interessiere war es für mich persönlich ein wunderbares Buch.
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