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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
26
3,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 9. Mai 2013
Inhalt: sehr komplex, Roth beschreibt den Zustand der amerikanischen Gesellschaft um 1970 in all ihren Facetten. Wie in anderen Büchern von Roth auch, werden die Charaktere der Menschen in ganz grellen Farben (also für unseren Geschmack übertrieben) geschildert und erzielt damit den Effekt, dass entweder Engel oder Teufel agieren. Roth beschreibt psychische Zustände ausführlich und in all ihren Verästelungen.
Die Sprache von Roth ist flüssig zu lesen, auch wenn manchmal sehr lange Sätze vorkommen.
Für mich was das umfangreiche Buch unverdaulich, die Reaktionen der Hauptfigur nicht nachvollziehbar, also das Ganze ungenießbar.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. November 2007
Es fängt an mit zwei Männern, die sich jahrzehnte nach ihrem Highschoolabschluss wiederbegegnen. Der eine, genannt the Swede, war der Held für alle jüdischen Jungs der Schule von Newark in den 50er Jahren, Chef der Baseball, Basketball und Footballmannschaft, groß, hübsch, stark, sehr nett, intelligent, blond, breitschultrig. Er ist Sohn eines reichen Handschuhfabrikanten und steigt in der Handschuhfirma des Vaters ein, heiratet standesgemäss eine Schönheitskönigin - Er IST der fleischgewordene amerikanische Traum.
Ende der 50er Jahre verlieren sich Zuckerman (das alter ego Roths) und der Swede aus den Augen. Der Roman handelt im ersten Viertel davon, wie der Atuor über das Wiedertreffen mit dem Swede nachdenkt und rätselt, was für ein Leben der wohl gehabt hat und wie das überhaupt alles war, damals in den 50ern. Zuckermann erfährt vom Bruder des Swede von den schrecklichen Schicksalsschlägen, die sein Jugendheld der Swede erleiden musste, ganz entgegen seinem Fantasiebild vom Swede und dessen Auftreten bei dem letzten Aufeinandertreffen, bei dem der Swede wie immer gewinnend, nett, kumpelhaft einfach herrlich und ganz der Held gewesen war.
Bald darauf ist der Swede tot, er hat Zuckerman nicht nur die dunklen Punkte seiner Vergangenheit verschwiegen, sondern auch seine Krankheit. Darauf hin schreibt Zuckerman so etwas wie die Biografie dieses Swede (das sind die anderen 2/3 des Buchs), dessen Tochter auf den höhen der Vietnamproteste eine Bombe bastelte und das Postamt ihres Kuhdorfs zerstörte, leider einen Menschen tötet und dann untertaucht. An diesem Verlust, an dieser Bruchstelle macht Roth die Unterschiede der beiden Generationen und ihres Umgangs mit Amerika und seinen Werten fest. Auf der einen die Söhne der Einwanderer, die mit nichts kamen und reich wurden und deren Söhne (der Swede und Zuckermann), die die Werte der Eltern in den 50er übernahmen und nur leicht modifizierten. bis hin zur Generation der 68er, die mit ihrem Furor, ihrer politischen Verblendung, ihrer spirituellen Obdachlosigkeit aus Roths Sicht, alles was mal galt und richtig war zerstörten.
Ich finde diese letzen 2/3 mitunter enorm langweilig. Die Traumfigur des Swede uns seines Leidens um die verlorene Tochter packt nicht so sehr, dass man 300 Seiten darüber en detail erahren muss. Doch die Hasstiraden Zuckermanns auf die selbstgerechten jungen "Revolutionäre" gehören zu den besten Passagen. Was für eine Wut! Aber ein ganzes Buch trägt das nicht. Fazit: ein Generationenkonflikt im jüdischen Mileu der 50er und 60er, der nicht exemplarisch genug ist, um mehr als diejenigen zu interessieren, die dabei waren.
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am 13. März 2006
Was Umfang, Ehrgeiz und Inhalt angeht, erscheint AMERIKANISCHES IDYLL (im Original 1997 als "American Pastoral" erschienen) tatsächlich wie ein klarer Kandidat für einen "großen" Roman. Die Handlung verspricht Spannendes, Fesselndes - den Werdegang eines verwöhnten Kindes zu einer skrupellosen Terroristin.
Das Mädchen, das zur Terroristin wird, ist Merry, Tochter und einziges Kind des Ehepaares Levov, das im Amerika der Fünfziger und Sechziger eine ruhige Kindheit genießt, bis die Eindrücke des Vietnamkrieges sie Ende der Sechziger fanatisieren und als 16jährige Schülerin zur marxistisch motivierten "68er"-Terroristin werden lassen. Zentrales Thema des Buches ist aber nicht jener Terror, der "68er"-Zeitgeist und seine Begleiterscheinungen - wenngleich sie gestreift werden -, ebensowenig Merrys Schicksal selbst - ihr Untertauchen in den Untergrund und weiteres terroristisches Wirken -, sondern der innere Konflikt von Merrys Vater im Zusammenhang mit den schrecklichen Taten seiner Tochter.
Seymour Levov, seit Highschoolzeiten aufgrund seines Äußeres von den meisten nur "Der Schwede" genannt, ist als Nachfolger seines Vaters Besitzer und Betreiber einer exquisiten Handschuhfirma in Newark, New Jersey, und als Mensch die Vernunft in Person: korrekt, fleißig, zielstrebig, nüchtern, sachlich, tolerant. Diese Attribute haben ihn zu einem erfolgreichen Menschen werden lassen. Ungeachtet hartnäckigen Widerstandes hatte er, in der dritten Generation Angehöriger einer Familie jüdischer Einwanderer, Ende der Vierziger die irischstämmige (und damit katholische) Dawn Dwyer, ihres Zeichens Miss New Jersey, geheiratet und sich im beschaulichen ländlichen Old Rimrock seinen Traum einer ruhigen, friedlichen Existenz erfüllt. Merrys Hass auf die von ihr kalt und unbeteiligt empfundene, vernunftorientierte Umgebung, stellt seinen inneren Frieden, seine Welt auf den Kopf und stürzt ihn in eine tiefe Krise, die geprägt ist von dem Konflikt, die Motive seiner Tochter einerseits zu verstehen, andererseits zu verdrängen zu versuchen; einerseits getrieben von unbändigen Zorn und Hass und andererseits immer noch voller väterlicher Liebe für sie.
Dieser Rahmen gibt eine Geschichte vor, die zwar strukturell gegliedert scheint - drei große Kapitel mit biblischen Titeln und neun "Unterkapitel" -, eher aber locker konstruiert, Seymours innerem Seelenzustand und den biografischen Schilderungen der anderen Personen entsprechend assoziativ aufgebaut ist. Der vielschichtige Roman (erzählt in der Ich-Person von Roths fiktivem "alter ego", dem Schriftsteller Nathan Zuckerman) beleuchtet - für Roth durchaus typisch - scharf soziale und politische Zustände jener Zeit, Juden und Katholiken, Vietnam und Watergate, die allgemein labile politische Lage rund um Studentenproteste und Rassenunruhen. Roths besondere Fähigkeit ist es, durch das Verweben verschiedener Biografien ein ungeheuer lebendiges, differenziertes Bild einer Zeit zu vermitteln.
Alles in allem eine Lektüre, für die der Leser Zeit, Energie und Durchhaltevermögen zuhauf investieren muss. Der Lohn? Man sollte guten Gewissens vorsichtig damit sein, Philip Roths AMERIKANISCHES IDYLL vorschnell als Meisterwerk über zu lobpreisen, wie es verschiedentliche Kritiker getan haben. Dazu hat das Buch einfach zu viele augenfällige Schwächen. AMERIKANISCHES IDYLL rechtfertigt den großzügigen Umfang von ca. 570 Seiten nicht - es ist zu lang. Roth ist es nicht gelungen, sein in vielen Passagen so außergewöhnliches Talent zu konzentrieren, sodass unnötige, quälend lange innere Monologe und inhaltliche Wiederholungen leider oft die Regel sind. Hätte Roth vielleicht nur den Wahlspruch "Weniger ist mehr" beherzigt, dann hätte er vielleicht davon abgelassen, die über weite Strecken wahnsinnig intensive und fesselnde Geschichte und ihre Figuren sprachlich und stilistisch so zu überfrachten, dass man am Ende über Reizüberflutung und Quälerei klagt - und froh ist, das Buch endlich aus den Händen legen zu können.
Ein etwas ambivalentes Lesevergüngen also.
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HALL OF FAMEam 26. Februar 2007
Die Geschichte des Seymour Levov, genannt "der Schwede", erscheint auf den ersten Blick etwas banal: Der jüdische Starathlet und reiche Fabrikantensohn heiratet eine Schönheitskönigin, zieht in eine idyllische Gegend aufs Land und ist seiner kleinen Tochter Merry ein zärtlicher, verständnisvoller Vater. Doch Merry wächst zu einer rebellischen 16-Jährigen heran, und die Ereignisse der 60er Jahre bahnen sich mit aller Macht ihren Weg in die amerikanische Mittelschichtidylle, als Merry in der heimischen Poststelle aus Protest gegen den Vietnamkrieg eine Bombe hochgehen lässt. Die Tat ist der Beginn einer beispiellosen Seelenschau des Schweden. Der Leser kann Seymours Qualen mit durchleben, sich die sinnlosen Fragen nach dem Warum stellen und schließlich den letzten Glauben an einen Zusammenhang der Dinge verlieren. Genau darin liegt Roths Kunst: Er schlüpft mithilfe der Sprache in die Haut seiner Figuren und reißt den Leser buchstäblich mit. Am Ende vergisst man fast den Unterschied zwischen Fiktion und Realität und steht erschüttert vor den Scherben eines Lebenstraums.
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am 26. Februar 2013
Roth enttäuscht nicht. Wie gewohnt, die pointierte, bis auf den Grund gehende psychische Analyse seiner Protagonisten, oder in diesem Fall, des Protagonisten, genannt "der Schwede". Ein jüdischer Einwanderer der 2. Generation, der mit allen Mitteln versucht, sich der amerikanischen Realität anzupassen. Der "Schwede" steht wohl für unzählige Amerikaner, die einem anderen Kulturkreis entstammen, und sich doch uneingeschränkt in dieser "Neuen Welt" assimilieren. Roth zeigt meisterhaft die Brüche auf, die diese Lebensläufe aufbrechen lassen. Hier ist es die Tochter Merry, die während der politisierten späten 60er Jahren ihre eigene Revolte gegen diese absolute Assimilierung inszeniert: sie wird zur Terroristin, Bombenlegerin und Aussteigerin. Letztendlich geht das Buch aber nicht über diese junge Frau. Ganz im Gegenteil ist sie nur der Spiegel, in dem sich der assimilierte Vater neu erkennen muß. Er muß im Laufe des Romans die falsche Realität seines Daseins erkennen - und daran zerbrechen. Lesenswert!
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am 4. April 2001
Ein schriftsteller trift den Bruder eines Klassenkameraden wieder. Damals was er erfolgreicher Baseballspieler und eine scheinbar perfekte Familie. Heute, 40 Jahre später ist diese Fassade längst gebröckelt. Ausgehend von einigen Informationen rekonstruiert der Schriftsteller damalige Geschehnisse, Ungeheures kommt ans Licht. Das Buch ist ein wahrer Schmöker. Töpfchenweise werden immer unglaublichere Details eingestreut, was wohl den Leser bei der Stange halten soll. Und spannend ist der Roman durchaus, wären bloß weniger Endlosbeschreibungen enthalten!
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am 21. April 2006
Die Geschichte einer militant gewordenen Tochter aus gutem Hause ist an sich ganz spannend, nur ist die Story mit ihren fast 600 Seiten definitiv viel zu lang. Zwar ist die genaue Beschreibung der familiären Umstände und der einzelnen Charaktere fein beobachtet und herausgearbeitet, zum Teil auch ergreifend, aber dennoch schlägt P. Roth in diesem Roman eindeutig über die Stränge. Die vielen ausführlichen Beschreibungen wirken stellenweise nicht einfach nur detailliert, sondern eher pedantisch und fast schon zwanghaft. 3 Sterne ist der Roman allemal wert, schon deshalb, weil Roth es geschafft hat, die Spannung in seiner Geschichte so zu verpacken, dass ich das Buch trotz unzähliger Lesepausen und beinaher Verzweiflung ob seiner Liebe zum Detail fertig gelesen habe.
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am 9. Juni 2016
grundsätzlich kann man bei roth nicht viel falsch machen. wer seinen stil mag, der liegt hier richtig. roth-kenner wissen das.
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am 17. November 2007
Ich kann mich den positiven Vorrednern nur anschließen. Wer US-Autoren wie Updike, Roth, Ford oder auch Irving verehrt, der muss zuallererst dieses Werk gelesen haben...denn es ist meiner Meinung nach schlicht das beste vo Roth und den genannten...
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HALL OF FAMEam 13. Februar 2005
philip roth ließ den schriftsteller nathan zuckerman (sein alter ego) in drei romanen eine rolle spielen: 2002 in DER MENSCHLICHE MAKEL, 1998 in MEIN MANN DER KOMMUNIST und 1997 in AMERIKANISCHES IDYLL: dort notiert zuckerman über die ratlosigkeit der hauptfigur seymour levov: "wie hätte er, bei all seiner sorgfältig geeichten güte, ahnen können, dass es um so hohe einsätze geht, wenn man nur gehorchen will?" - seymour war seine tochter merry in extremer protest-haltung entglitten - obwohl er doch alles richtig hatte machen wollen: die firma des vaters weitergeführt, eine schönheits-königin geheiratet, selber gefeierte lokale sports-größe geworden, eine nette villa gebaut: dennoch, glück lässt sich nicht generationenweise in zwingender berechnung weitergeben: die tochter, erst als kind stotternd, tanzt als jugendliche völlig aus dem rahmen: im zuge von protest-aktionen gegen den vietnam-krieg legt sie bomben, verschwindet im untergrund, wird vom vater nach 5 jahren zerlumpt, aber noch extremer, sektenhaft fanatisiert aufgefunden: die bedingungen der gesellschaft regnen wohl immer un-ablenkbar in private familien-geschichten hinein. anarchistische wut hatte teile der amerikanischen gesellschaft ende der 60er (wie in deutschland: baader-meinhoff) erfasst - familien waren nicht heil genug, um dieses abwenden zu können: ähnlich wie vielleicht heutzutage arabische, durchaus gutsituierte familien in solche spiralen von politischer wut zu trudeln scheinen - nicht immer zur zufriedenheit der eltern-generation. ach so brav hatte das amerikanische idyll beim lebenstart von seymour levov begonnen (welcher die florierende handschuh-fabrik des vaters NEWARK MAID übernahm): erst waren die generäle und soldaten des zweiten weltkrieges nicht ohne handschuhe zurecht gekommen, anschließend machte jacqueline kennedy den fast arm-langen handschuh zu einem der nachgeäfftesten mode-accessoires - bis der mord an ihrem ehemann sie aus ihrer rolle warf und sie amerika verließ: das zerbrechen dieser glamour-figur führte auch zum niedergang der handschuh-industrie. der schein zerbrach, die jugendlichen rebellierten; aus einem amerikanischen IDYLL (im originaltitel eine PASTORALE) wird eher eine frustrierende BERSERKERADE; die ehefrau der hauptfigur erträgt die familienschmach nicht und flüchtet sich in eine liebschaft - und der familienvater könnte vor zerknirschung in die tischkante beißen: das könnten wohl auch einige deutsche leser, weil ihnen einige passagen zu langatmig erscheinen: in einem solchen falle sollte man stattdessen vielleicht das englisch-sprachige original zur hand nehmen: der versierte sprach-gebrauch machte den schriftsteller roth schließlich zum pulitzer-preisträger, nicht der wahrscheinlich jedem nachvollziehbare gedankengang ...
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