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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
14
4,1 von 5 Sternen
Der Tag, an dem mein Bein fortging
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 23. Mai 2017
War mein erstes Buch von O. Sacks. Konnte zu Lesen nicht mehr aufhören und hab dann gleich noch andere Bücher bestellt. Ist unterhaltsam, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund mit Happyend. Sehr zu empfehlen.
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am 20. September 1999
Allein auf einer Wanderung in Norwegen stürzt Sacks auf dem Hardangerfjäll eine Klippe hinunter, als er in plötzlicher Panik vor einem Stier flieht. Sein Quadrizeps reißt ab, sein Bein ist unbrauchbar. Mühsam, aber beherzt schleppt er sich talabwärts. Gegen Abend, dem Erfrieren nahe, wird er durch puren Zufall entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Operation verläuft medizinisch erfolgreich.
Doch dann passiert das Unglaubliche: Sacks erkennt sein Bein nicht mehr. Es ist zu einem Fremdkörper, einer Fälschung, einer kalkigen Gipssäule geworden.
"Der Tag, als mein Bein fortging" ist keine Sammlung erschütternder und/oder kurioser neurologischer Krankheitsbefunde, wie man sie von anderen Sacks-Büchern gewohnt ist. Es ist vielmehr eine vom Autor selbst erlebte Situation. Die Authentizität, mit der der Autor selbst durchlebte und durchlittene Momente schildert, läßt ihn viel stärker in die Tiefe gehen.
Das Buch schildert neben der erschreckenden Erfahrung der Entfremdung einzelner Körperteile hauptsächlich die generelle Situation von Patienten mit schweren Befunden: Unvermittelt zu völliger Passivität verdammt, sind sie mit Gedanken und Gefühlen allein, werden oft in ihrem Erleben nicht ernst genommen. Sie gewöhnen sich an die isolierte, doch schützende Situation in Kliniken und Instituten. Im Zuge der Genesung müssen sie sich jedoch die Rückkehr in die "normale Welt" mit ihrer als bedrohlich empfundenen Geschwindigkeit erst erarbeiten.
Pluspunkt: Zahlreiche philosophische Exkurse zwingen zum Nachdenken über das eigenen Erleben, der Wiedererkennungswert war für mich hoch. Minuspunkt: Trotzdem hat das Buch Längen: Die Handlung ist einfach zu spärlich.
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am 6. Oktober 2003
Ich habe das Buch zweimal gelesen. Das erste Mal war der Eindruck in manchem dem meiner Vorrezensenten ähnlich: etwas langatmig, weitschweifig etc. (So ist er nun mal: er liebt Fußnoten, Anmerkungen, und seine Bücher würden wahrscheinlich nie fertig, wenn er nicht geduldige, aber unnachgiebige Mitarbeiter hätte). Dabei liebe ich den alten Oliver über die Maßen (siehe Rezension über "Onkel Wolfram"...). Das zweite Mal las ich das Buch, nach dem ich selbst gesundheitlich einiges durchgemacht und immer noch Mühe hatte, mich aus dem Tal körperlicher und psychischer Gebrechlichkeit wieder heraus zu arbeiten.Es schien die passende Zeit für eine zweite Lektüre, und so war es auch. Ich fühlte mich seinem Erleben sehr nahe, in meiner eigenen menschlichen Not verstanden (auch wenn diese nicht neurologischer Natur war), weil er nämlich grundlegende Wahrheiten menschlicher Erfahrung in Worte fasst. (davon ab: die Beschreibung seiner körperlichen Selbstentfremdung ist grandios, erschreckend, befremdend, der Engländer würde sagen: "haunting"...) Oliver Sacks verbindet in seiner Prosa virtuos Natur- und Geisteswissenschaften, eigene Empfindungen, Erlebnisse und Erfahrungen mit philosophischen und spirituellen Gedanken. Das muss man allerdings mögen, um dieses Buch zu mögen, in dem er - so persönlich, wie sonst vielleicht nur in "Onkel Wolfram" - seine eigene Geschichte quasi archetypisch überformt, so dass sie letztlich für jeden leidenden, fühlenden und denkenden Menschen Gültigkeit haben könnte. Vielen, die selbst so eine "Höllenfahrt" in die Krankheit (und hoffentlich auch eine "Auferstehung" danach) erlebt haben, könnte dieses Buch etwas geben. Es gibt nicht viele Menschen, die über so ein universelles Wissen und so eine innere Weisheit und zugleich Bescheidenheit verfügen - und dann noch über die Fähigkeit, sich gut auszudrücken - aber das ist nur meine private Ansicht. Und ich bin eben befangen, weil ich den alten Oliver rundum ziemlich klasse finde...
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am 10. August 2015
Der 1933 in London geborene Neurologe und Schriftsteller veröffentlichte schon viele interessante Fallbeispiele zu neurologischen komplexeren Krankheitsbildern in einem populärwissenschaftlichen anekdotischen Stil, wobei sein großes Vorbild der russische Begründer der Neuropsychologie Alexander Lurija ist. Bekannt wurde er durch die Verfilmung seines Buches 'Awakenings' über die kurzfristig erfolgreiche Behandlung von Patienten mit der europäischen Schlafkrankheit (Encephalitis lethargica) mit L-Dopa. Sein bekanntestest Werk ist 'Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte'.

In der 1984 im Original erschienen autobiografischen Geschichte erzählt Sacks von einem Unfall bei einer Wanderung in den norwegischen Bergen. Er flieht vor einem Stier und kommt dabei zu Fall. Dabei reißt die linke Quadriceps-Sehne durch, und mit Mühe gelingt ihm der Abstieg und die Rettung durch Jäger. Im Krankenhaus wird er erfolgreich operiert und das Bein eingegipst, dennoch erlebt er nachfolgend in einem sehr abgeschlossenen Krankenzimmer eine völlige Entfremdung seines Beines, das ihm sozusagen abhanden kommt und das er zunächst auch nicht mehr willentlich bewegen kann.

Im weiteren wird eine Nervenlähmung ausgeschlossen, es liegt auch kein Schlaganfall zugrunde. Aber erst mit Überführung in ein freundlicheres Zimmer und nach dem Umgipsen unter krankengymnastischer Übung und mittels innerer Musikempfindung passiert ganz nebenbei, eben nicht bewusst, die Heilung: die Innervation und Bewegung des Beines. Sacks begleitet das für ihn schreckliche Erleben mit dem Studium vergessener Fallbeschreibungen so berühmter Neurologen wie Weir Mitchell, Babinski, Leontjew und Zaporozec. Ganz offenbar ist die neuronale Repräsentation seines Beines ihm zeitweilig abhanden gekommen, nicht aber nach Art eines Schlaganfalls mit Untergang von Neuronen, sondern über eine Störung des Selbstbildes, vielleicht unterstützt durch die Reizdeprivation in dem sehr abgeschlossenen ersten Krankenzimmer, plus Schwellung des Oberschenkels und dessen Verborgensein unter Gips.

Sacks verbindet diese an seinem Fall erlebten neurologischen Überlegungen mit grundsätzlichen Fragen nach dem Patientensein, der Arzt-Patient-Beziehung und nach den Chancen von Rehabilitation. Das Buch mag seine Längen haben, enthält aber viele tiefgreifende Gedanken zu den Themenbereichen. Leider wird die vom Autor zitierte Literatur hinten nicht näher nachgewiesen, so dass der Leser schlecht nachvollziehen kann, um welches Werk es sich jeweils handelt. (10.08.15)
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am 30. Dezember 1999
Sacks bekannte und eindrucksvolle Beispiele für neuronale Störungen, die zu einem veränderten Wahrnehmungsprozeß bis hin zum Widerwillen gegenüber eigenen Gliedmaßen führen können, bereichert der Autor hier durch ein selbst erlebtes Beispiel. Nach einer Beinverletzung verliert Sacks den "Bezug" zu seinem Bein. Nach wenigen Tagen ist der Spuk wieder vorbei. Das passiert wohl nicht wenigen Patienten, ist unter medizinischen Gesichtspunkten nicht weiter aufregend, weshalb aus gutem Grund auch die meisten der Betroffenen das Bücherschreiben hierüber unterlassen. Sacks hat dies wohl aus der Begeisterung heraus, ein sonst nur bei seinen Patienten beobachtetes Phänomen am eigenen Leib zu erfahren, nicht beherzigt. Was als kurze Episode durchaus interessant wäre, ist auf Buchlänge gedehnt leider recht langweilig - viel passiert nicht, die Schilderung des eigentlichen Unfalls ist das bei weitem spannendste, danach folgen zahlreiche Wiederholungen am Krankenbett. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 10. September 2015
Der Anfang des Buches mit dem Unfall, der Rettung und den ersten Tagen im Krankenhaus - die gingen grad noch. Doch die restlichen , gefühlten 500 Seiten, beschreiben einen hypochondrisch veranlagten Kranken, der offensichtlichen das erste Mal in seinem Leben mit einer Krankheit zu tun hat. Dabei ist diese, im Gegensatz zu vielen sehr schlimmen Erkrankungen, wie Krebs, Schlaganfall o,ä. völlig banal. es braucht eben nur seine Zeit bis ein solch lädiertes Bein wieder in Ordnung kommen kann. Doch diese Zeit wird vom Autor über Zug Seiten in epischer Breite mit " Hilfe beim Bein ist weg, Hilfe ich habe eine Fürchteliche Erkrankung, Hilfe ich muss gleich sterben" beschrieben. selten so viel Selbstmitleid mit einer ganz normalen Erkrankung gelesen. Dazu noch das gefühlte Geemaule eines Patienten, der sich von den Ärzten nicht ernst genommen fühlt, obwohl diese - wie sich am Ende herausstellt - allerbeste Srbeit geleistet haben. Dieses Buch empfinde ich als einfach nur ärgerlich.
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am 9. Oktober 2016
Sehr gut analysiert und verständlich dokumentiert. Sehr hilfreich und verständlich beschrieben.
Kann ich jederzeit weiter empfehlen, weil in verständlicher Form geschrieben.
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am 4. März 2014
Ein überaus unterhaltsames und sehr beeindruckendes Buch. Auf mehreren Seiten werden dem Leser teils bemerkenswerte Einblicke in so manches Gehirn nahe gebracht. Empfehlenswert.
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am 13. Juni 2015
Sehr empfehlenswert , habe mir das Buch gekauft da es mich selbst betroffen hat bzw. mir das gleiche wiederfahren ist
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am 17. Oktober 2012
Ich bin ein großer Fan der Bücher von Oliver Sacks. Ich interessiere mich für Neurowissenschaften und freue mich über jede der Fallschilderungen, die in gewohnt unterhaltsamer, kurzweiliger Form von Sacks vorgetragen werden. Auch ungewohnte neuronale Auffälligkeiten werden pointiert geschildert, allerdings niemals, ohne den Respekt vor dem untersuchten Patienten missen zu lassen. Auch absolut geeignet als Lektüre für zwischendurch.
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