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Timothy (Francis) Leary oder Robert Anton Wilson?

Robert Anton Wilson geht in vielen seiner Gedankengänge mit seinem guten Freund Timothy Leary konform. Vom letzteren habe ich alle ins Deutsche übersetzte Bücher gelesen oder zumindest angelesen. Als ich mich damals mit Leary befasste, gefiel mir dessen gesellschaftskritische Position besonders gut. Und so vertiefte ich mich nach der parallelen Lektüre von "Info-Psychologie" (Leary) und "Der neue Prometheus" (Wilson) damals (2008) in die Arbeiten von Leary anstelle von den von Wilson. Der Gesellschaft und Zukunft stehen beide Autoren (auch) positiv gegenüber. Was Leary - im Gegensatz zu Wilson - stärker anprangert ist die Unfähigkeit der meisten Menschen zum "selbständigen Denken" und deren Anpassung ihrer Meinung an ihre Gruppe oder die Gesellschaft. Robert Antwon Wilson konzentriert sich - zumindest im neuen Prometheus - stärker auf sich und spart an Gesellschaftskritik.

Präsentierte Terminologie

Im hier rezensierten Buch bezieht sich der Autor auf die Theorie der acht (neuronalen) Schaltkreise, wie sie Leary erfand. Nachdem ich mich vorher ausgiebigst mit Konstruktivismus und Systemtheorie befasste, konnte ich mich mit dieser Terminologie besonders gut anfreunden. Mit den "Realitätstunneln", der selektiven Wahrnehmung (in Abhängigkeit von den eigenen Überzeugungen) oder auch den selbstgestrickten "Kokons", in denen sich Menschen befinden, werden Kerngedanken des Konstruktivismus aufgenommen. Was mir bei Leary und Wilson im Gegensatz zu Systemtheorie und Konstruktivismus zusagen, ist der geringere Möglichkeitswahn. Hier wird stärker deutlich, dass Menschen auf eine bestimmte Weise x geprägt sind und es schwierig ist, diese Prägungen grundlegend zu verändern. Das lässt einen weniger optimistisch denken und verhindert so, dass man allzu hohe Maßstäbe an sich selbst oder der Veränderungsmöglichkeiten seiner Mitmenschen. So entsteht eine Milde gegenüber sich selbst und anderen, die unabdingbar oder zumindest hilfreich ist. Beide Autoren verfolgen wohl den Traum gelenkter Neu-Prägung oder des Re-Imprinting, geben als gleichermaßen zu verstehen, dass dies eben nicht mal ebenso möglich ist.

Der neue Prometheus

Es gibt einen Aspekt bei Wilson, mit dem er sich - neben der geringeren Gesellschaftskritik - deutlich von Leary absetzt. Zumindest gilt es für den neuen Prometheus. Aus das ist die didaktische Form. Im vorliegenden Werk gibt es immer wieder kleine Aufgaben und Fragen an den Leser. Dadurch wird ein tiefergehendes Verständnis und mehr Mitnahme der Grundgedanken ermöglicht, als das bei reinen Lesebüchern der Fall ist (Und das trifft leider auf sämtliche Arbeiten von Leary zu). Leary regt zwar dazu an, seine "eigene Religion" zu gründen oder - als Äquivalent zur Bibel - sein eigenes Testament zu schreiben. Aber er spart an Fragen und Übungsanleitungen, die den Leser dazu anregen würden, dass tatsächlich umzusetzen. Ein Autor, der mit Leary und Wilson auf Linie geht und ebenfalls ein sehr praktisch orientiertes Buch ("Entwickle dich") anbietet, ist Christopher Hyatt.

Ausblick und andere Bücher

Ich bin stets bemüht, Querverweise auf andere Bücher zu machen. Obwohl ich - wie bereits erwähnt - sämtlich Learybücher gelesen oder zumindest angelesen habe, sind zu ihnen nur sehr wenige Rezensionen durch mich erschienen. Die Lektüren liegen leider soweit zurück, dass ich von kaum einem Buch mehr ein differenziertes Bild zeichnen könnte. In einer Rezension zur ersten Leary-Publikation "Politik der Ekstase" versuche ich mich in einem groben Überblick und einer Einteilung seiner Bücher. Nachdem ich von Wilson lediglich Cosmic Trigger und den neuen Prometheus studiert habe, sind mir hier leider wenig Querverweise möglich.

Publizisten, die - in den meisten ihrer Bücher - ebenfalls viele Fragen an den Leser bereithalten sind Jürgen Höller (Motivator) und Josef Kirschner. Bei letzterem sehe ich auch viele Parallelen zu Leary und Wilson. Bei Kirschner geht es darum, sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und Maßstäbe zu bestimmen. Und auch darum, dass - hat man diese gefunden - man sich mehr an seinen eigenen Vorstellungen als an denen der Gesellschaft misst. So entsteht auch die Verpflichtung zur Selbstverantwortung, weil man sich selbst und nicht mehr (oder weniger) andere fürs eigene Lebensglück verantwortlich macht. So gesehen sind die Kirschnerbücher eine wertvolle Ergänzung, die sich durch ein mir wichtiges Element auszeichnen: Fragen an die Leserschaft!!!
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"Was ist der Mensch? Eine Brücke zwischen Affe und Übermensch – eine Brücke über einen Abgrund." (F.W. Nietzsche "Also sprach Zarathustra")

Robert Anton Wilson (RAW) vereinigt in diesem Buch Erkenntnisse aus naturwissenschaftlicher, sozialer, philosophischer, mystischer und psychologischer Natur miteinander und will durch diese Synthese dem Rätsel Mensch näherkommen. Seine Ausführungen beruhen auf Timothy Learys Konzept der acht Gehirnschaltkreise, von denen wir allgemein nur die ersten vier (durch Sozialisation vom Kleinkind an) realisiert haben. Wilson vertritt die Ansicht, dass die Menschheit sich auf dem Weg befindet, die höheren Gehirnschaltkreise zu aktivieren und damit höhere Bewusstseinsstufen und eine höhere Intelligenz zu erreichen. Er spricht von einem neuen Paradigma, ausgelöst durch eine neurologische Revolution.

Seine These vom "Denker und Beweisführer" im ersten Kapitel ist unmittelbar einleuchtend und deckt sich auch mit Erkenntnissen der Hirnforschung. Gewagt ist seine These von den verschiedenen Gehirnschaltkreisen. Acht von neunzehn Kapitel befassen sich mit dem Modell dieser Gehirnschaltkreise. Zum Thema verfasste Wilson eine Dissertation an einer alternativen Universität. In den weiteren Kapiteln werden die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den Schaltkreisen erläutert. So entstehen z.B. Missverständnisse dadurch, dass auf verschiedenen Schaltkreisen kommuniziert wird.

Die Ausführungen sind nicht immer fehlerfrei. So sind die Beschreibungen der vier Prägungstypen bzw. Temperamente im vierten Kapitel (62/63) ein wenig durcheinander geraten. Die Aussagen im Text und in den Diagrammen enthalten Zuordnungsfehler und widersprechen sich. Auch ist Timothy Learys Raster (67) wegen der kleine Schrift kaum lesbar.

Wilsons Prognosen für die nahe Zukunft (Langlebigkeitspille etc.) haben sich nicht bewahrheitet. Er war, wie dreißig Jahre nach Erscheinen des Buches deutlich wird, selbst Gefangener (s)eines Realitätstunnels. Fairerweise muss gesagt werden, dass auch andere Autoren einschließlich Wirtschaftsweisen etc. mit ihren Prognosen oft daneben liegen. Die Zukunft lässt sich nicht linear auf Basis der gegenwärtigen Situation extrapolieren. Seine Prognose hinsichtlich der Verbreitung von Heimcomputern hat sich allerdings bestätigt.

Wilson war ein Kult-Autor, der über den Tellerrand schauen konnte. Er erhob nicht den Anspruch, die Wahrheit gefunden zu haben, ganz im Gegenteil war er der Meinung, dass diese relativ ist. Dies schließt seine eigenen Erkenntnisse ein. Seine Ausführungen bewegen sich, wie auch die von Stanislav Grof in "Kosmos und Psyche", im Grenzbereich zwischen objektiver wissenschaftlicher Erkenntnis und subjektiver Erfahrung. Eine Synthese dieser Bereiche ist gewagt, kann aber inspirierend sein.
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am 9. August 2017
Wer den tieferen Sinn, also die Grundaussagen des Buches versteht, hat mit dem neuen Prometheus ein Buch in seinen Händen, welches dazu beitragen kann, allein durch das lesen des Buches, die Gedanken und das eigene Bewußtsein von Zwängen zubefreien und ganz einfach Frau oder Herrr seines eigenen Lebens zuwerden. Natürlich reicht lesen allein nicht - aber die Übungen in diesem Buch, wenn man sie mal wirklich anwendet, können erstaunliche Ergebnisse bewirken.
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am 25. November 2005
Das Buch ist fraglos faszinierend, Wilsons Interpretation von Learys 8 Schaltkreisen hält so manchen überraschenden Gedankenanstoß bereit und eröffnet manchen - wertvollen - alternativen Blickwinkel auf die Funktionen unseres Verstandes. Allerdings ist das Buch trotz des behaupteten Strebens nach Objektivität (das Wilson allerdings selbst immer wieder relativiert) sehr stark geprägt vom US amerikanischen, besser noch kalifornischen Zeitgeist der 70ger. Manches erscheint abstrus, manches ist wissenschaftlich völlig überholt. Wilson schießt an vielen Stellen weit über das Ziel hinaus. Im letzten Drittel baut das Buch massiv ab und wirkt wie das Produkt einer mühsamen "Resteverwertung". Er kommt vom Höcksken aufs Stöcksken, wirft Ansätze für komplexe Fragestellungen ein, ohne sie weiterzuverfolgen und macht grandiose Voraussagen für die Zukunft, die auch damals dermaßen überzogen waren, daß sie kaum noch in den seriösen Bereich gehören. Demnach müßten wir alle inzwischen unsterbliche Superhirne sein, die demnächst in das Weltall auswandern - außerdem wären alle Probleme der Welt längst gelöst. Für einen Intellektuellen - auch einen Amerikanischen - ist das doch arg naiv gewesen, selbst wenn man die beschränkte Bauchnabelsicht der Subkulturen Kaliforniens dieser Zeit berücksichtigt (UFOs, die Sekte der "Space Brothers", diverse Sekten etc. spielen alle gewisse Haupt- und Nebenrollen).
Allerdings gibt es auch eine andere Art dieses Buch zu lesen, nämlich indem man gar nicht erst versucht, es allzu ernst zu nehmen. Indem man es als "Non-fiction Science-fiction" liest und die Anregungen und logischen Scherze von der unterhaltsamen Seite anstelle der ernsthaften sieht. Dies funktioniert vor allem mit der in "e-prime" geschriebenen Originalausgabe sehr gut. Also: Das Buch sollte zur Unterhaltung gelesen werden, und nicht um unendliche Wahrheiten zu finden. Ich denke Wilson selbst würde sich freuen, wenn man mit seinen Werken einfach nur Spaß hat und sich ein wenig die grauen Zellen kitzeln läßt.
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Timothy (Francis) Leary oder Robert Anton Wilson?

Robert Anton Wilson geht in vielen seiner Gedankengänge mit seinem guten Freund Timothy Leary konform. Vom letzteren habe ich alle ins Deutsche übersetzte Bücher gelesen oder zumindest angelesen. Als ich mich damals mit Leary befasste, gefiel mir dessen gesellschaftskritische Position besonders gut. Und so vertiefte ich mich nach der parallelen Lektüre von "Info-Psychologie" (Leary) und "Der neue Prometheus" (Wilson) damals (2008) in die Arbeiten von Leary anstelle von den von Wilson. Der Gesellschaft und Zukunft stehen beide Autoren (auch) positiv gegenüber. Was Leary - im Gegensatz zu Wilson - stärker anprangert ist die Unfähigkeit der meisten Menschen zum "selbständigen Denken" und deren Anpassung ihrer Meinung an ihre Gruppe oder die Gesellschaft. Robert Antwon Wilson konzentriert sich - zumindest im neuen Prometheus - stärker auf sich und spart an Gesellschaftskritik.

Präsentierte Terminologie

Im hier rezensierten Buch bezieht sich der Autor auf die Theorie der acht (neuronalen) Schaltkreise, wie sie Leary erfand. Nachdem ich mich vorher ausgiebigst mit Konstruktivismus und Systemtheorie befasste, konnte ich mich mit dieser Terminologie besonders gut anfreunden. Mit den "Realitätstunneln", der selektiven Wahrnehmung (in Abhängigkeit von den eigenen Überzeugungen) oder auch den selbstgestrickten "Kokons", in denen sich Menschen befinden, werden Kerngedanken des Konstruktivismus aufgenommen. Was mir bei Leary und Wilson im Gegensatz zu Systemtheorie und Konstruktivismus zusagen, ist der geringere Möglichkeitswahn. Hier wird stärker deutlich, dass Menschen auf eine bestimmte Weise x geprägt sind und es schwierig ist, diese Prägungen grundlegend zu verändern. Das lässt einen weniger optimistisch denken und verhindert so, dass man allzu hohe Maßstäbe an sich selbst oder der Veränderungsmöglichkeiten seiner Mitmenschen. So entsteht eine Milde gegenüber sich selbst und anderen, die unabdingbar oder zumindest hilfreich ist. Beide Autoren verfolgen wohl den Traum gelenkter Neu-Prägung oder des Re-Imprinting, geben als gleichermaßen zu verstehen, dass dies eben nicht mal ebenso möglich ist.

Der neue Prometheus

Es gibt einen Aspekt bei Wilson, mit dem er sich - neben der geringeren Gesellschaftskritik - deutlich von Leary absetzt. Zumindest gilt es für den neuen Prometheus. Aus das ist die didaktische Form. Im vorliegenden Werk gibt es immer wieder kleine Aufgaben und Fragen an den Leser. Dadurch wird ein tiefergehendes Verständnis und mehr Mitnahme der Grundgedanken ermöglicht, als das bei reinen Lesebüchern der Fall ist (Und das trifft leider auf sämtliche Arbeiten von Leary zu). Leary regt zwar dazu an, seine "eigene Religion" zu gründen oder - als Äquivalent zur Bibel - sein eigenes Testament zu schreiben. Aber er spart an Fragen und Übungsanleitungen, die den Leser dazu anregen würden, dass tatsächlich umzusetzen. Ein Autor, der mit Leary und Wilson auf Linie geht und ebenfalls ein sehr praktisch orientiertes Buch ("Entwickle dich") anbietet, ist Christopher Hyatt.

Ausblick und andere Bücher

Ich bin stets bemüht, Querverweise auf andere Bücher zu machen. Obwohl ich - wie bereits erwähnt - sämtlich Learybücher gelesen oder zumindest angelesen habe, sind zu ihnen nur sehr wenige Rezensionen durch mich erschienen. Die Lektüren liegen leider soweit zurück, dass ich von kaum einem Buch mehr ein differenziertes Bild zeichnen könnte. In einer Rezension zur ersten Leary-Publikation "Politik der Ekstase" versuche ich mich in einem groben Überblick und einer Einteilung seiner Bücher. Nachdem ich von Wilson lediglich Cosmic Trigger und den neuen Prometheus studiert habe, sind mir hier leider wenig Querverweise möglich.

Publizisten, die - in den meisten ihrer Bücher - ebenfalls viele Fragen an den Leser bereithalten sind Jürgen Höller (Motivator) und Josef Kirschner. Bei letzterem sehe ich auch viele Parallelen zu Leary und Wilson. Bei Kirschner geht es darum, sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und Maßstäbe zu bestimmen. Und auch darum, dass - hat man diese gefunden - man sich mehr an seinen eigenen Vorstellungen als an denen der Gesellschaft misst. So entsteht auch die Verpflichtung zur Selbstverantwortung, weil man sich selbst und nicht mehr (oder weniger) andere fürs eigene Lebensglück verantwortlich macht. So gesehen sind die Kirschnerbücher eine wertvolle Ergänzung, die sich durch ein mir wichtiges Element auszeichnen: Fragen an die Leserschaft!!!
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Ich möchte nicht damit langweilen, zu begründen, was andere hier aus verschiedenen Realitätstunneln heraus bereits amüsant dargestellt haben: Lies es! - wenn Du unvoreingenommen und intelligent bist, hast Du gute Chancen, wirklich Neues zu erfahren, Dich selbst besser kennen zu lernen und Dich weiter zu entwickeln. Nachdem ich nun geschrieben habe, was ich nicht schreiben werde, zur Ergänzung ein paar Warnungen:

Robert Anton Wilson - oder RAW (die unbearbeitete vollständige Bildinformation...) - oder auch sein Übersetzer, ich werde mir zur Klärung doch noch die US-Version "Prometheus Rising" gönnen - machen es einem nicht immer leicht.

Da wäre die Begriffswahl. Ein Beispiel: Etwas, was für mich (und Berufenere) eher eine "Bewusstseinsebene" gewesen wäre, heißt nun "Schaltkreis". Wenn dafür im Amerikanischen "circuit" stand - könnte man gelten lassen. Aber "Schaltkreis" scheint mir unangemessen für Funktionalitätssysteme, die im mit Abstand größten Megacomputer, der (manchen von) uns zugänglich ist, ablaufen.

Dann findet gelegentlich solch ein Gestammle statt: "Es ist nicht nur ein Durcheinander... - es sieht nur so aus verdammt wie noch eins." Dies wird übrigens (vermutlich alleine schon wegen der Sprache falscherweise) James Joyce zugeschrieben. Solches irritiert den Leser und entwertet das Buch.

Wir leiden alle schon genug unter dem Germanikanisch, mit dem Microsofts GermArmisten die Computer verschmutzen. Wilsons Buch hätte es m.E. verdient, dass man die deutsche Version (mir lag "Hugendubel 2006" vor) nochmals von einem Deutschen überarbeiten lässt.

Zum Dritten: Wir leben nicht mehr auf dem Software-Niveau von 1983, da habe ich den vielleicht überzogenen Anspruch, in einem Buch, für dessen Erwerb ein Durchschnitts-Angestellter 2 Stunden arbeiten muss, professionell gestaltete Darstellungen anzutreffen zu dürfen. Der Stoff wäre es wert... Bei der Gelegenheit könnte man gleich noch die Beschriftung der Grafiken in Übereinstimmung mit dem Text bringen.

Eine weitere Falle, die fast zu Missverständnissen führen muss, ist die Tatsache, dass der Autor genauso heißt wie einer der Autoren der Illuminati-Bücher. Man braucht eine Weile (tausende Seiten weniger als bei vielen "Filosofen"...), bis man begreift, dass die beiden Autoren möglicherweise die gleiche biologische Einheit verwenden, sich aber ganz offensichtlich verschiedene Realitätstunnel zu eigen gemacht hatten und verschiedene "Schaltkreise" genutzt hatten.

Fazit: Bei den Büchern, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, wäre dieses das erste (fast) ohne pörnögräfische Inhalte. 6 Sterne für den Inhalt, der einen schon ein wenig mehr ankratzt als GG oder Bibel - ein Stern Abzug für die verbesserungswürdige Eindeutschung und die lieblosen grafischen Darstellungen.

print-jury 5* A0006/A0754 26.10.2010
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am 16. November 1999
"Der neue Prometheus" ist neben der Illuminaten-Trilogie das bekannteste Werk von Robert Anton Wilson, und das wichtigste, was Wilsons Weltverständnis angeht. Bei den Illuminaten handelt es sich eher um seine Philosophie in Verpackung eines umfangreichen Romans. Kurz beschrieben ist "Der neue Prometheus" die Gebrauchsanweisung für das menschliche Gehirn. Mit viel Humor dargestellt, reißt sie uns aus unserer gewohnten Alltagswelt und unseren eingefahrenen Denkmustern, und sie regt dazu an, die Dinge aus anderer Perspektive zu betrachten und freier zu denken. Direkt, klar verständlich geschrieben, zeigt es vieles auf, was wir über unser Bewusstsein wissen sollten. Zum Weiterlesen empfiehlt sich dann Wilsons "Cosmic Trigger". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 7. Juni 2004
Selten hat mich ein Buch so fasziniert und berührt wir Wilson es mit dem "Neuen Prometheus" geschafft hat. Auf die für ihn charakteristische - wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlicher Philosophie und einem Schuß Freakigkeit verknüpfende - Art und Weise wird in diesem Werk das Fundament Wilsonschen Denkens gelegt. Der Mensch ist, wofür er sich hält und wie das funktioniert, beziehungsweise was das überhaupt bedeutet, dass wird von ihm an Hand anschaulichster Beispiele und Übungen gezeigt. Herausgekommen ist ein praktischer Leitfaden in Autonomiesteigerung und Bewusstseinserweiterung, ein Leckerbissen für offfene Philosophen, Psychonautiker und alle Menschen, die gerne schmunzeln und kichern. Der vielleicht größte Denker des 20. Jahrhunderts, dessen Werk noch immer im Schatten humorloser Seriösität steht, hat hier etwas vollbracht, was im Bereich der intelektuell anspruchsvollen Literatur an Seltenheit kaum zu übertreffen ist: er hat die Welt erklärt, die Grenzen der Erklärbarkeit in diese Erklärung miteinbezogen und dabei seinen Humor behalten, anstatt ihn wie üblich auf dem Altar der Wissenschaftlichkeit zu ofern. Respekt!
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am 29. Januar 2014
Der Artikel ist schlecht und in der Überschriftszeile zu dieser Rezension ist alles gesagt. Wieso zwingt amazon seine Kunden dazu eine Rezension von einer vorgegebenen Mindestwortzahl anzufertigen. Das ist eine bevormundende Unart.
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am 25. Juli 2000
Man muss nicht alles glauben was Wilson schreibt, aber das Buch regt zum Nachdenken über sein eigenes Weltbild nach, und das dürfte der wichtiges Effekt am ganzen sein. Also, unbedingt lesen. Und sich fragen warum man manches glaubt, oder glaubt zu wissen.
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