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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
41
4,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 17. April 2017
Zum Inhalt ist hier schon reichlich gesagt worden, was ich ergänzen will:
Das Buch ist sehr kurz, an einem Tag hat man es locker durchgelesen und die Sprache ist recht simpel.
Es ist sehr unterhaltsam.

Nach dem Buch lohnt es sich, sich noch etwas mehr darüber durchzulesen, wie Sartre Feigheit definiert. Letzteres macht das Buch nur noch interessanter.
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am 20. Juni 2017
Ja, es war Pflichtlektüre in der Schule... ABER dennoch habe ich selten so gern ein philosophisches Buch gelesen. Daher kann ich es wirklich guten Gewissens weiter empfehlen.
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am 22. Juli 2017
>Die Hölle, das sind die anderen<
Unbedingt lesenswert. 3 Menschen treffen kurz nach ihrem Ableben in einem beklemmenden Raum zusammen und zeigen sich gegenseitig ihre Grenzen auf ohne dem entkommen zu können.
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am 15. August 2007
Wer stellt sich schon das Jenseits, geschweige denn die Hölle, als altmodisches Wohnzimmer mit Canapé in einem seltsamen Hotel ohne Ausgang vor? In dem berühmten Bühnenstück "Geschlossene Gesellschaft" bringt Sartre drei Menschen unentrinnbar in einem kleinen Zimmer zusammen, in dem sie erst nach einiger Zeit bemerken, dass sie nicht mehr unter den Lebenden sind. Dennoch bei Bewußtsein, haben sie sich selbst als "Tote" noch ihren Eigendünkel, ihre Eitelkeit und Selbstgefälligkeit bewahrt. Nichtsdestoweniger nötigen sich Ines, Garcin und Estelle schrittweise in gnadenlos erzwungener Gemeinschaft Geständnisse ihrer verfehlten Lebenswege ab, die geradewegs in die Hölle führten. Der Zwang, sich mit dem anderen über sein eigenes Scheitern auseinandersetzen zu müssen, staut immer mehr Hass auf, bis schließlich eines immer klarer wird: "Die Hölle, das sind die anderen!" Ein exzellent als Bühnenstück aufbereitetes Zeugnis menschlicher Abgründe und Verwerfungen. Existentialismus pur! Das sollte man sich unbedingt auch im Theater anschauen, falls sich die Gelegenheit ergibt.
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am 2. August 2005
"Die Hoelle - das sind die anderen." - so sagt es Sartre. Damit aber moechte er zwischenmenschliche Beziehungen nicht a priori verdammen, es geht ihm hierbei vielmehr um etwas anderes: Fuer Sartre ist der Mensch sowohl Transzendenz (also die Summe all seiner Wuensche und Traeume, seiner Meinungen, des guten Willens) als auch Faktizitaet (das, was der Mensch nach aussen darstellt, die Taten, die er vollbringt).
So lange niemand den Menschen beobachtet, kann dieser sich etwas vormachen: Ich moechte ja gerne mutig sein, ich moechte mich gerne fuer andere engagieren, ich bin ja eigentlich ein mutiger Freiheitsheld....
Sobald aber der Betrachter, der andere, dazukommt, erstarrt der Mensch in des andern Augen zur Faktizitaet, zu dem puren Aussenbild, der Mensch WIRD zu seinen Taten. Der Blick des anderen reduziert den Menschen auf dessen Taten und nimmt ihm seine Transzendenz.
Und den Konflikt zwischen dem, was wir gerne sein moechten, und dem, was wir nach Sartre aber schliesslich SIND, naemlich unsere pure Faktizitaet ("Der Mensch ist nichts als seine Taten", so Sartre), diesen Konflikt stellt er in der "Geschlossenen Gesellschaft" dar.
Dort naemlich treffen drei Menschen in einem Zimmer aufeinander. Langsam stellt sich heraus, dass sie alle drei bereits gestorben sind, wobei sie die Umstaende und Gruende dafuer einander zunaechst nicht erzaehlen wollen, ebensowenig wie sie aus ihrem Leben erzaehlen. Jeder gibt vor, das gewesen zu sein, was er hat sein wollen; die muehsam auferhaltenen Fassaden beginnen jedoch bald zu broeckeln. Unter dem Blick, den die andern schliesslich auf die entbloessten Leben werfen koennen, wird jeder von ihnen auf unterschiedliche Weise leiden. Dies, so Sartre, ist die einzig existente Hoelle: dass wir eine Kluft entstehen lassen zwischen unserer Transzendenz und unseren Taten. Wer tut, was er vorhat, der - nach Sartre - hat keine Hoelle zu fuerchten.
Die auftretenden Personen sprechen Sartres Philosophie sehr direkt aus. Ich finde dennoch, dass man das Stueck sowohl als gelungenes Drama, als Theaterstueck, lesen kann, wie aber auch als sehr direkte Einfuehrung in Sartres Gedankenwelt. In jedem Fall ist dieses Stueck sehr lesenswert.
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In seinem philosophischen Hauptwerk Das Sein und das Nichts: Versuch einer phänomenologischen Ontologie. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben / Philosophische Schriften, 3) (1943) schrieb Jean-Paul Sartre: "Wahrnehmen ist nämlich anblicken, und einen Blick erfassen ist nicht ein Blick-Objekt in der Welt erfassen [...], sondern Bewusstsein davon erlangen, erblickt zu werden. Der Blick, den die Augen manifestieren, von welcher Art sie auch sein mögen, ist reiner Verweis auf mich selbst. Was ich unmittelbar erfasse, wenn ich die Zweige hinter mit knacken höre, ist nicht, daß jemand da ist, sondern daß ich verletzlich bin, daß ich einen Körper habe, der verwundet werden kann, daß ich einen Platz einnehme und daß ich in keinem Fall aus dem Raum entkommen kann, wo ich wehrlos bin, kurz, dass ich gesehen werde" (Sartre, Das Sein und das Nichts, 467). Genau dieser Aspekt steht im Zentrum des Dramas "Geschlossene Gesellschaft" welches Sartre parallel zu "Das Sein und das Nichts" verfasst hat und welches unter anderem eine praktische Umsetzung eines wichtigen Punktes seiner Philosophie darstellt.

Folgende Ausgangssituation: Drei sich unbekannte Menschen werden von einem höflichen Diener in einen Raum gesperrt. Garcin, Ines und Estella versuchen zunächst einmal herauszufinden, in was für eine merkwürdige Situation sie da hineingeschlittert sind. Schon bald dämmert dem Trio die Erkenntnis:

Ines: Es gibt keine körperliche Folter, nicht wahr? Und doch sind wir in der Hölle. Und niemand darf kommen. Niemand. Wir werden bis zum Ende allein zusammensein. Ist es das? Kurz, es fehlt hier jemand: der Folterknecht!
Garcin (halblaut): Ich weiß, ich weiß.
Ines: Ganz klar, eine Personaleinsparung. Das ist alles. Die Kunden machen die Arbeit alleine [...]. Der Folterknecht ist jeder von uns für die beiden anderen (28).

Für Sartre zeichnet sich die Hölle nicht durch körperliche Leiden, sondern vielmehr durch die Anwesenheit, die Blicke, der anderen Personen aus, da wir durch diese, wie gesagt, erst konstituiert werden und uns selbst als Individuum konstituieren. Was hat das nun für Konsequenzen?

Garcin: [...] All diesen Blicken, die mich auffressen [...] Ha! Ihr seid nur zwei? Ich dachte, ihr wäret mehr. (Er lacht) Also das ist die Hölle. Ich hätte es nie geglaubt... Wißt ihr noch: Schwefel, Scheiterhaufen, Rost... Was für Albernheiten. Ein Rost ist gar nicht nötig, die Hölle das sind die anderen (59).

"Die Hölle, das sind die anderen", dieses Bonmot hat quasi sprichwörtlichen Charakter angenommen. Sartre selbst legte allerdings Wert darauf hinzuweisen, dass nicht alle zwischenmenschlichen Beziehungen zwangsläufig in einer Hölle enden müssen. Im Nachwort stellt er klar: "In welchem Teufelskreis wir auch immer sind, ich denke, wir sind frei, ihn zu durchbrechen. Und wenn die Menschen ihn nicht durchbrechen, dann bleiben sie, wiederum aus freien Stücken, in diesem Teufelskreis. Also begeben sie sich aus freien Stücken in die Hölle" (62). Hier kommt ein weiteres zentrales Element von Sartres Philosophie zum Ausdruck, welchem er in "Das Sein und das Nichts" folgende unvergessliche Formulierung gegeben hat: "[D]er Mensch ist zur Freiheit verurteilt" (Sartre, Das Sein und das Nichts, 838).

Fazit: Große Philosophie, große Literatur! Existentialisten wie Sartre und Camus haben es wie kein anderer verstanden, ihre Philosophie packend und verständlich zu fiktionalisieren. Was bleibt, ist eine faszinierende Lektüre, in der eine gesamte Weltanschauung verkörpert ist.
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am 14. Juli 2008
Es gibt Stücke, die sind so zum Selbstläufer geworden, dass sie sich auf einen Satz reduzierten lassen: Die Hölle, das sind die anderen. Ein Schlüsselsatz des Existenzialismus, den wir nur allzu gerne aufgreifen, um das Leben abzuhaken. Sartre zeigt eins: Der Mensch hält es mit dem Menschen nicht aus. Eine Erkenntnis, die während eines Krieges gefaßt, nur allzu nachvollziehbar ist. Es gibt allerdings auch die Erkenntnis, dass man sich überall hin mitnimmt. In der Geschlossenen Gesellschaft steckt die Wahrheit, dass für jeden ein Zimmer bereitsteht, in dem man erwartet wird. Das Zimmer trägt man mit sich rum, richtet es ein, während man lebt. Die Abrechnung findet bei Sartre in einem merkwürdigen Hotel statt. Oder ist es gar kein Hotel? Ein Hospiz? Ein Altenheim? Die Hölle? Der Himmel? Über Glück oder Unglück entscheidet der Mensch nicht selber. Das Urteil spiegelt sich auf einer bewegten Wasseroberfläche, in den anderen ab, in denen, die auch noch da sind, in denen, die vergessen wurden, in denen, die zu viel mit auf den Weg bekommen haben. Auch in uns selbst. Die Geschlossene Gesellschaft ist das Spiegelkabinett der Seele. Hoffnungen und Niederlagen enden darin, dass nichts mehr bewegen wird, dass einem nur die Zeit bleibt, über alles immer und immer wieder nachzudenken.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Juli 2012
Nach ihrem Tod werden drei Menschen nacheinander in dasselbe Zimmer geführt und müssen dort nun bis in alle Ewigkeit zusammen sein. Dass das die Hölle ist, merken die drei sehr schnell. Warum sie die verdient haben, stellt sich nach und nach heraus. Danach hat man Zeit, sich gegenseitig verrückt zu machen. So wie die drei schon zu Lebzeiten das Leben ihrer Mitmenschen zur Hölle gemacht haben, so machen sie nach dem Tod weiter. Die Hölle, das sind schließlich die anderen, wie man aus Sartres Philosophie weiß. Wenn die Beziehungen zu anderen Menschen quer sind, wie es hier der Fall ist, dann ist das die Hölle. Einen Folterknecht braucht es nicht. Sie sind sich untereinander selbst genug. Keiner von ihnen schafft es, aus seinen Gewohnheiten auszutreten.

Dieses Theaterstück lässt sich schnell lesen -- anders als Sartres philosophische Werke, an denen man meist sehr zu knabbern hat. Trotzdem heißt das nicht, dass dieses literarische Werk ohne Inhalt ist. Er packt schon viele Gedanken hinein und entlarvt den Menschen recht gut, jedenfalls wenn man ihn aus existentieller Sicht betrachtet. Trotz des eigentlich sehr ernsten Themas wirkt das Theaterstück locker und teilweise lustig. Letztlich ist es eher avantgardistisch. Das muss man mögen.
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am 27. Juli 2010
Zum Thema muss ich wohl nichts mehr hinzufügen; Das wurde ja bereits ausführlich von meinen Vorgängern umschrieben. Diesbezüglich kann ich mich nur anschließen. Die Idee ist interessant und eine Geschichte wert. Jedoch mit 80 Seiten viel zu kurz. Das Buch liest sich zwar schnell, aber fesselt nicht. Gerade fängt man an, sich mit dem Thema zu verbinden und dann ist man plötzlich schon am Ende. Das finde ich schade (und seltsam auch, dass das hier kaum kritisiert wird).

Meine Empfehlung: Das Spiel ist aus - von Sartre. Das ist wirklich beeindruckend!
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am 24. Januar 2003
Sartre zeigt in seinem Drama, in aufschlussreicher Weise, das wahre Wesen des Menschen. Nicht das Herdentier wird beschrieben sondern der Mensch der an der erzwungenen Gesellschaft mit unbekannten zu Grunde geht. Wer den Existenzialismus mag und etwa das absurde Theater wie Becketts "Warten auf Godot" nicht abstoßend findet wird hier zum Nachdenken angeregt und erfähr vielleicht auch eine Erklärung für die Frage: "Warum bin ich lieber allein?".
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