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Kundenrezensionen

2,9 von 5 Sternen
2
Durchsichtige Dinge
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:4,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 9. Juni 2001
"Durchsichtige Dinge", so wird uns zu Beginn des Buches erklärt, sind Dinge, "durch welche die Vergangenheit schimmert". Und solche Dinge gibt es in diesem Roman genug. Denn obwohl der Autor warnt, man solle die "Spannungsschicht dieser Dinge besser nicht beschädigen", weil man sonst leicht "aufrecht inmitten starrender Fische versinkt", widerfährt dem Leser genau eben das. Gemeinsam mit Hugh Person, dem Protagonisten des Romans, taucht der Leser in die Vergangenheit ein und begegnet dort einer gannzen Rehe "starrender Fische", die beweisen, dass die Zukunft keine Realität besitzt. Vladimir Nabokov gelingt es, diese "starrenden Fische" auf eine solch unterhaltsame Art und Weise zu präsentieren, dass ich gern in Hugh Persons Vergangenheit eingetaucht bin und ein wenig enttäuscht war, so schnell wieder auftauchen zu müssen. Denn dieser Roman bietet von seinem Umfang her zunächst Lektüre für nur einen einzigen Urlaubstag. Da er jedoch keine einfachen Antworten bietet, wirkt er noch viel länger nach. Mich hat das veranlaßt, ihn sofort noch einnmal zu lesen. Und erst bei der zweiten Lektüre wurde mir deutlich, wie viele Hinweise auf das finale Geschehen Nabokov von Anfang an gibt. Denn erst, wenn man das Ende der Geschichte kennt, wird man ihren Anfang und weiteren Verlauf in Gänze verstehen. Darin unterscheidet sich Nabokov von all den Romanciers, die nur in eine Richtung zu schreiben vermögen. "Durchsichtige Dinge" ist ein in jeder Hinsicht empfehlenswerter Roman.
22 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. April 2006
Nabokovs Romane zählen zu den besten, schönsten und substantiellsten der Weltliteratur. Um so erfreulicher, dachte man beim Start der Rowohlt-Werkausgabe, daß diese so außerordentlich schön gestaltet und gefertigt ist. Zumindest bei den ersten erschienenen Bänden galt das auch inhaltlich, von wenigen Setzfehlern abgesehen. Mit der Zeit schienen die einzelnen Bände in größerer Hektik ediert zu werden, aber nach wie vor ragte die editorische Leistung weit über das auf dem Buchmarkt heute übliche Maß hinaus. Nun hat jedoch der Herausgeber beschlossen, die weiteren und restlichen Bände auf "Neue Rechtschreibung" umzustellen, was schon angesichts der Wertigkeit und Dauerhaftigkeit einer solchen Werkausgabe aberwitzig ist, da viele der angewandten "Neuschreibungen" inzwischen längst wieder abgeschafft sind. Wer bereits ein halbes Regal voll Nabokov-Schätzen sein eigen nennt, muß sich notgedrungen Bände dazustellen, in denen nicht nur die Heysesche ß/ss-Regelung aus dem frühen 19. Jahrhundert (gegen die sich schon Goethe erfolgreich wehrte) mit unschönen "ss" um sich spritzt, sondern in denen es auch ansonsten vor Stilblüten nur so wimmelt - Stilblüten, die höchstens dazu taugen, sprachliche Experimente zu dokumentieren, die zwischen den Jahren 2001 und 2005 irgendwann mal kurzzeitig und überstürzt an Schulen und in Amtsstuben ausprobiert und wieder verändert wurden. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern ein echter Skandal. Wenigstens wer noch nicht zum "Sammler" der Ausgabe geworden ist, sollte sich dringend nach älteren Ausgaben umsehen. Und dem Verlag kann man nur empfehlen, weitere Auflagen zu korrigieren und die "Reform"-Ausgaben mit einem deutlich sichtbaren Hinweis-Aufkleber zu versehen, um sich nicht den Zorn enttäuschter Leser zuzuziehen.
23 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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