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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
54
4,5 von 5 Sternen
Pan Aroma: Jitterbug Perfume
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 27. Oktober 2005
Vor tausend Jahren beschließt (kein Tempusfehler!) Alobar, König eines kleinen Stammes auf dem Gebiet des späteren Böhmen, sich nicht, wie es üblich wäre, beim ersten Anzeichen des Alterns hinrichten zu lassen, auf daß ein jüngerer, stärkerer auf den Thron folge. Alobar flieht stattdessen, trifft einen listigen Schamanen und nicht viel später Pan, den stinkenden griechischen Hirtengott, mit dem er eine etwas seltsame Freundschaft schließt. Alobar verweigert sich dem Konzept des Todes, des Alterns allgemein, und mit Hilfe obskurer indischer Asketen und einer jungen, extrem lustvollen Frau gelingt ihm der Protest. Parallel nimmt die Stärke des sterblichen Gottes Pan nach und nach ab, weil der für ihn lebensnotwendige Glaube der Menschen mit dem Aufkommen der Technisierung verlorengeht; die Abkehr von der Natur wird zum Todesurteil für den hedonistisch-zynischen, unangenehm riechenden Bockfüßler.
In der Jetztzeit sind mehrere Menschen auf der Suche nach dem Duft der Düfte, und Rote Beete spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Irgendwann verzahnt sich ihre Geschichte mit denjenigen Alobars und Pans, und die „Last Laugh Corporation" hat auch noch ein Wörtchen mitzureden ...
Robbins ist ein Meister des hanebüchenen Vergleichs, der wahnwitzigen Metapher. Daß dabei die Story mehr oder weniger auf der Strecke zu bleiben droht, spielt genaugenommen keine Rolle. Das Buch liest sich überaus vergnüglich, und es wirkt nur manchmal ein wenig anachronistisch. Tolle, intelligente Lektüre, die viel Spaß bereitet.
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am 28. Januar 2013
ein JA zu Tim Robbins' märchenhaftem Kaleidoskop skurriler Protagonisten,
deren Geschichte uns auf ihren Wegen wieder zu einer philosphischen Theorie führen,
so erfrischend originell, seine gewinnenden Loser unübertroffen charmant.
Eine tolpatschige aber geniale Kellnerin in Seattle, ein olfaktorischer Großmeister eines
angesehenen Pariser Parfumhauses, der gerne eine Walmaske trägt,
eine kreolische Angestellte mit Sprachfehler und ihr weiße Matrone in New Orleans,
alle auf der Suche nach dem Superparfum, schließlich ein reicher Augenklappenträger,
der die anderen perfide auf die 'Basisnote' aufmerksam zu machen versucht.

Und die ganze Zeit werden wir von Alobar begleitet, 'erst König, dann Untertan, dann Individuum',
die tollste Märchenfigur, von der ich je erfahren habe.
Mit seiner sturen Absicht, 'dem Tode zu entfliehen' (ja gerdezu zu entsagen), überlebt er viele
Generationen; er überlebt vielleicht sogar Pan, den stinkenden, lüsternen, Flöte spielenden Gott,
der langsam stirbt, nachdem Jesus das Denken der Menschen nach und nach bestimmt.
Die philosophische Pointe von Augenklappe will ich nicht verraten, fest steht, dass es noch kein
Buch je geschafft hat, mich so positiv und so optimistisch zurück zu lassen.
Von allen guten Tim Robbins Büchern vielleicht das Beste.
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am 18. März 2015
Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit schon einmal gelesen, im Original. Nun habe ich es hier noch mal in Deutsch liegen. Der Einstieg ins Buch fällt mir sehr schwer, ich empfinde die Sprache teils holprig und nicht flüssig zu lesen. Inhaltlich spannend und absolut empfehlenswert.
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am 25. Februar 2007
Rote Beete war seit Kindheitstagen des einzige Gemüse, um das ich einen großen Bogen gemacht habe! Wenn ein Buch mich sogar dazu bewegen kann, selbst das zu überdenken und einen neuen Versuch der Verköstigung zu machen, muß es schon etwas Besonderes sein! Und das ist es in der Tat. Selten oder nie habe ich zuvor ein Buch gelesen, das eine so gelungene Verbindung von Phantasie, Genialität, Sprachgewandtheit, Visionskraft, Gesellschaftskritik, Humor und hintergründiger Weisheit ist. Von der sinnlichen Anregung über die bildhafte historische Genauigkeit bis zum Spannungsbogen, da stimmt einfach alles und zwar bis zum letzten Satz. Ein Buch das mal wieder zeigt, daß es die Künstler sind, die den Weg in die Zukunft bahnen. Es macht Spaß, es macht Hoffnung, es bricht die Verkrustungen unserer "Neuzeit" liebevoll auf, es ist nicht nur ein Roman - es ist ein kleines Wunder. Schade nur, daß man das Parfum dazu erst noch destillieren muß ...!
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am 19. April 2007
"Eine Geschichte, die mit einer roten Beete beginnt, endet meistens mit dem Teufel." So beginnt Tom Robbins eine einzigartige Tour de Force durch Zeit und Raum, durch Jahrhunderte und über Kontinente ...

Angefüllt ist dieses einzigartige Universum mit skurrilsten Gestalten, angefangen natürlich bei Alobar und Kudra, die sich beide auf ihre ganz eigene Art der in ihrer jeweiligen Gesellschaft vorgeschriebenen Art zu sterben entziehen, um sich auf eine neue Reise zu begeben, die sie nach Tibet zu in Höhlen lebenden lachenden Mystikern, nach Griechenland zum alternden Gott Pan und nach Paris zu einem berühmten Parfumeur sowie an viele andere bizarre Orte führt. Nun wäre allein die Geschichte um den böhmischen König und die indische Seilerin schon genug Stoff für einen Roman, doch Robbins wäre nicht Robbins, wenn er nicht dieser Geschichte noch mehrere weitere knackige Handlungsstränge einflechten würde. So gerät eine Kellnerin auf der Suche nach dem perfekten Taco in den Bannkreis eines einäugigen Unsterblichkeitsforschers, ein ungleiches Brüderpaar aus der Parfumeurszene ist auf der Suche nach neuen Düften und Gehirnfunktionen und am Ende werden die Handlungsstränge dann in einer Weise zusammengeführt, die ein wahres Feuerwerk an Lebensfreude und Skurrilität ausstrahlt.

Dies ist eines der Bücher, bei denen ich es bedauert habe, als es vorbei war und mir ausgemalt habe, wie die jeweiligen Geschichten wohl weiter gehen könnten. Auch eine Verfilmung des Stoffes fände ich ungemein reizvoll, dürfte aber auf Grund der Unzahl an Locations einer großzügigen Budgetierung bedürfen, wovor vermutlich viele potentielle Financiers nach dem Flop der Verfilmung von Robbins' "Even Cowgirls get the Blues" (der trotzdem kein wirklich missratener Film ist) mit Uma Thurman zurückschrecken dürften.
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am 14. November 2005
Der Roman "Pan Aroma" gibt im wahrsten Sinne des Wortes eine Antwort auf die großen Fragen: Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Mit viel Phantasie, Witz und einer gehörigen Portion gesundem Menschenverstand erzählt Tom Robbins die Geschichte eines frühmittelalterlichen, böhmischen Stammesfürsten, der nach seiner Bestimmung sucht. Goethes Faust nicht unähnlich, läßt dieser, nach der Begegnung mit dem gehörnten heidnischen Gott Pan, Raum und Zeit hinter sich und begibt sich auf die Suche nach der Unsterblichkeit. Nebenbei gelingt es Robbins mit spielerischer Leichtigkeit über die Geschichte unserer Zivilisation zu philosophieren und die verschlungenen Pfade der Liebe zwischen Mann und Frau sinnlich und manchmal auch etwas schlüpfrig zu beleuchten. Die Tatsache, dass der Leser zum Nachdenken angeregt wird und auch noch auf fast jeder Seite was zu schmunzeln hat, macht das Buch zu einem meiner liebsten. Wer allerdings mit der Aussage "Lieber klein, bunt, sexy, sorglos und friedfertig als groß, konservativ, unter Druck, ängstlich und aggressiv" nichts anfangen kann, sollte vielleicht lieber die Finger von dem Werk lassen.
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am 1. März 2007
Im Deutschunterricht begegnete ich einst Patrick Süskinds "Das Parfüm". Obwohl dies für einen Deutschkurs gar keine so schlechte Lektüre war, ziehe ich Panaroma als Roman mit Parfüm als wesentlichen Bestandteil jederzeit vor. Eine Liebesgeschichte die sich über eine Ewigkeit (nach menschlichen Lebensspannen) erhält und ein Gott, den man zwar nicht unbedingt mag, dessen Existenz aber trotz gewaltigen Wahrnehmungsverlustes zweifelsfrei spürbar bleibt, wären eigentlich schon alleine eine wunderbare Geschichte. Doch Tom Robbins nimmt uns auch eine Weile mit bei einer Reise von Europa nach Asien bis Indien, zurück nach Europa bis nach Amerika. Dem Ort an dem alle Aufklärung mit Stolz geleugnet und sich gleichzeitig auf die Rechte, also Segnungen der Aufklärung berufen werden kann.

Mit seinen eigenwilligen, ausdrucksstarken Beschreibungen und dem vergnüglichen Entlarven von Widersprüchen gelingt es dem Autor regelmäßig ein Lachen in das Gesicht des Lesers zu zaubern.
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am 12. April 2015
...oder doch pseudo-philosophische Schmonzette?
80% besteht aus wirren beschreibenden Vergleichen die wohl (hoffentlich) absichtlich völlig absurd gewählt wurden.
Zum Bsp.: "Der Himmel war übersät von weißen Sternen wie von Pickeln. Es fiel nicht schwer, sich vorzustellen, die Sterne seien Bienen..." usw. und sofort bla bla plus dummes Geschwätz.
Ja was nun? Pickel oder Bienen? Beides völlig absurd aber wenn schon absurde Vergleiche dann doch bitte Quatsch der zueinander passen könnte.
Ohnehin ist der überbordende Gebrauch von Vergleichen ein Merkmal von Berufsanfängern dieser Branche, obwohl Pan Aroma bereits der vierte Roman von Tom Robbins sein soll.
Ist man offen genug, kann man diesem Buch vielleicht den einen oder anderen anregenden Gedanken entnehmen (dafür 2 Sterne), jedoch ist immer unklar, was der Author ernst meint oder was zum absurden Hintergrundrauschen des Romans gehört.
Ich habe mich bis zum Schluß durchgekämpft, weil einige Rezensenten hier meinten, es würde später im Buch besser.
Wird es aber nicht. In einem fort werden die immer gleichen Stereotypen aneinander gereiht, bis der Text endlich langsam und zäh sein Ende erreicht, wie ein Traktor, der allmählich zum Stehen kommt, weil ihm der Heizöldiesel ausgegangen ist.
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am 21. Januar 2008
In einem der Klassiker der negativen Utopie, in 'Schöne Neue Welt' hat Aldous Huxley vor rund 70 Jahren das Kino der Zukunft beschrieben. In diesem Kino sieht, hört und vor allem fühlt der Kinobesucher die Filme. Welcher Art die vorgeführten Filme sind, soll hier nicht erläutert werden, raten Sie einfach.
Mit 'Panaroma. Jitterbug Perfume' hat Tom Robbins einen Roman der Zukunft geschrieben: verbal, malerisch, olfaktorisch und erotisch. Ein Feuerwerk der verbalen Komik, eine Zeitreise durch zehn Jahrhunderte, eine Einführung in die Welt der Parfümerie und eine Geschichte über die Unsterblichkeit, oh ja und eine Geschichte über die rote Bete, so könnte man 'Panaroma' von Tom Robbins beschreiben. Als Leser wird man zum Wegbegleiter des mittelalterlichen Königs Alobar, einem Lebemensch, der sich dem Tod über Jahrhunderte hinweg widersetzt und die Lust am Leben, und noch vielmehr die Lust an den Frauen nicht an so eine triviale Person wie Väterchen Tod abgeben möchte. Und noch eine Person kann verfolgt werden: der vom göttlichen Gestank eingehüllte antike 'King of Sex', der Flötenspieler Pan 'Humor ist sowohl eine Form der Weisheit, als auch ein Mittel zum Überleben.', das ist ein Credo von Tom Robbins und 'Panaroma', wie auch andere Bücher aus seiner Feder, sind wie buchgewordene Manifestationen dieses Leitsatzes.
Nach der Lektüre könnten Männer sich ertappen, wie sie Ihre Angebeteten nicht mehr alleine lassen können, ohne sich zu versichern, dass kein Hauch von Ziegenduft des Gottes Pan in der Luft schwebt und Frauen werden vielleicht darauf beharren, bei ihrem nächsten Parfumerie-Besuch auf einen Rote-Bete-Extrakt in den Toilettenwässerchen zu bestehen.
Ein Roman wie ein Sprung vom Zehnmeterbrett in ein Becken der Skurrilität.
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am 23. Juni 2002
Eines der genialsten Bücher! Von Tom Robbins wird man ja eigentlich nie enttäuscht. Aber trotz allem gibt es bessere und nicht ganz so gute Bücher von ihm. Aber es gibt auch PanAroma. Sein mit Abstand bestes!!!
Wer schon immer etwas mehr über Rote Bete, den Hirtengott Pan, Dematerialisierung und das Mittelalter wissen wollte, ist hier genau richtig!!! Das einzige Manko ist, dass es schlichtweg zu kurz ist. Denn nach einer Nacht hat man es am Stück schon durchgelesen.
Dieses Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert!!!
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