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am 1. März 2014
Leider ist auch hier wieder mal festzustellen, dass sich anglo-amerikanische Autoren, deren historische Vergangenheit keine 400 Jahre alt ist, äußerst schwer damit tun, dreieinhalb Jahrtausende zu überbrücken.
So fällt zum Beispiel sofort auf, das die Sprache von der Terminologie her aber so etwas von gar nicht in die Zeit des Alten Ägypten passt. Mit den permanent anzutreffenden anglistischen Maßeinheiten „Meilen“ (S. 123 u.ö.), „Morgen Land“ (S. 47 u.ö.) oder auch der Rede von Geldtransfers (S. 344) fühlt man sich im völlig falschen Film bzw. Buch. Jemanden „die Leviten lesen“( S. 38) ist im Jahr 1450 v.Chr. auch anachronistisch, da es Leviten in Israel erst sehr viel später gab. Den Vogel schießen aber die „Ventilatoren“ ab, die auf S. 133 genannt werden (mit elektrischem Strom?). Auch für „Ingenieure“, „Techniker“ oder „Nekropolis“ hätte man durchaus passendere Begriffe finden können. Kurz: sprachlich ist das Buch ein einziges No-Go!
Inhaltlich ist das Buch recht eindimensional gestrickt. Hatschepsut, die durchaus auch mal Hadschepsut (S. 186) geschrieben wird, ist von Anfang an die von Gott erwählte, rechtmäßige Pharaonin, klug und außerordentlich attraktiv-erotisch bis zum letzten Atemzug. Zudem wird ihre Regierungszeit als eine kulturell-blühende Friedensherrschaft verklärt. Wie zu erwarten kommen die männlichen Pharaonen ausnahmslos schlecht weg. Ihr Vater Thutmosis I. wird am Ende seines Lebens als alter Sack geschildert, dessen einziges Verdienst im Leben war, Hatschepsut zur Thronerbin auszurufen (was historisch falsch ist). Ihr Ehemann Thutmosis II. (im Roman als ihr Stiefbruder bezeichnet – auch das ist falsch!) ist ein unfähiger Trottel und Feigling, der nur Fressen, Saufen und Weiber im Kopf hat, und ihr das Regieren überlässt. Ihr späterer Rivale und Nachfolger Thutmosis III. schließlich ist der gemeine Schurke, der ihr die unrechtmäßig die Krone entreißt. Als übler Kriegstreiber wird er das ägyptische Volk ins Tal der Tränen führen. Das geht aber dann doch zu weit, gilt Thutmosis III. doch als einer der größten Pharaonen überhaupt, der mit seiner Expansionspolitik maßgeblich den Grundstein für die Größe Ägyptens im Neuen Reich gelegt hat.
Am Ende kulminiert der Roman in einem emotionalen Crescendo. Das letzte Abendessen Hatschepsut mit ihren Getreuen erinnert stark an das Abendmahl Jesu (wobei es hier allerdings die Jünger sind, die am nächsten Tag sterben). Auch die Vergiftungstheorie ist spätestens nach dem Fund von Hatschepsuts Mumie obsolet. Eine Computer-Tomographie der Mumie hat ergeben, dass Hatschepsut am Ende ihres Lebens fettleibig war, an Diabetes litt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Krebs starb. Damit stürzt natürlich auch das Ende des Romans wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Dennoch: wer seichte Unterhaltung ohne große historische Glaubwürdigkeit sucht, findet ein trotzdem einigermaßen spannend verfasstes Buch mit emotionalen Spitzen. Daher: ein Stern über den untersten Level.
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am 27. Juli 2009
Ich habe gerade meine Ägyptenphase und verschlinge alles an Fachbüchern, Zeitschriften und Romanen, was ich in die Hände bekomme. So stieß ich auch auf Gedges "Herrin vom Nil" über das Leben der Pharonin Hatschepsut.
Um es kurz zu machen: Selbst mit viel Mühe habe ich das Buch kaum geschafft. Es ist einfach banal, langweilig und sprachlich miserabel.
Mag sein, dass man bei dem Thema keine Literatur, sondern nur einen "Schmöker" erwarten kann. Aber es gibt immerhin auch sehr gute Schmöker, siehe Mika Waltaris "Sinuhe der Ägypter". Von dieser Qualität ist dieser Groschenromen leider um Lichtjahre entfernt.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 21. Mai 2009
für mich eins der besten Bücher die ich je gelesen habe. Von der ersten bis zur letzten Zeile ist es jede einzelne Lese-Minute wert. 5 Sterne, wobei dieses Buch mehr verdient hätte :)
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