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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 31. Oktober 2002
Was kann man über ein solches Werk schreiben, ohne sich völlig lächerlich zu machen? Ja, es ist ein Buch über Heinrich IV. von Frankreich und schon deshalb nicht nur ein historischer, sondern auch ein politischer Roman. Ja, es ist ein opulentes Sittengemälde mit viel Fleischlichkeit und auch viel Blut. Ja, es ist ein Buch über die Geschichte Frankreichs, aber durch die Zeichnung einzelner Figuren eben auch ein Buch über Nazi-Deutschland.
Vor allem ist es ein Roman über die Menschlichkeit und die Schwierigkeiten eines Herrschers, diese einem Volk zu vermitteln, dass sich kurz nach der Reformation in einem erbitterten Glaubenskrieg befindet. Hier den Ausgleich zu finden zwischen Katholizismus und Protestantismus war die Lebensaufgabe von Henri Quatre.
Mit einer wortgewaltigen Sprache lässt uns Heinrich Mann teilhaben am Leben dieses faszinierenden Charakters, erzählt uns vom Leben am Hof, von Intrigen, von der Bartholomäusnacht, von politischen Kompromissen und von der Nachdenklichkeit eines Königs, der seiner Zeit voraus war.
Leser, die solch ein zweibändiges Mammutwerk von rund 1.600 Seiten vom Lesen abhält, können trotzdem an diesem großen Werk teilhaben. Unter dem Titel: "Margot. Die Bartholomäusnacht." gibt es einen 125-Seitigen Auszug.
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am 7. Januar 2007
Inspiriert von dem Film "Die Bartholomäusnacht" versuchte ich mehr über die Hugenottenverfolgungen Ende des 16. Jahrhunderts in Frankreich zu erfahren. Dabei stieß ich auch auf die beiden Henri-Quatre-Romane von Heinrich Mann.

Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Heinrich von Navarra, der spätere Henri IV. von Frankreich, wird im Buch als einer der menschlichsten Herrscher seiner Zeit dargestellt. Mann verzichtet auf stilisierte schwülstige Liebesgeschichten wie sie in den oft mittelmäßigen Historienromanen unserer Zeit vorkommen und fokussiert voll auf das Lebensgefühl jener Epoche. Eine frankophile Ader kann man ihm dabei nicht absprechen, auf jeder Seite spürt man die Liebe des Autors zu Frankreich, d. h. die Liebe zu schönen Frauen, oppulenten Mahlzeiten, gutem Wein und Philosophie aber auch zu Freundschaft, Ehrlichkeit und Einfachheit.

"Die Jugend des Henri Quatre" ist 1935 erschienen, "Die Vollendung des Henri Quatre" drei Jahre später. Beide Romane sollten am Stück gelesen werden da es eigentlich ein durchgängiger Roman ist der auf 1.500 das Leben des "guten Königs Henri" erzählt und den geneigten Leser dabei keine Sekunde langweilt.
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am 8. Januar 2006
Wer historische Romane oder Biografien der Manns liest, bekommt nicht nur ein Buch über eine Persönlichkeit oder geschichtliche Begebenheit / Epoche, nein, wie auch bei Stefan Zweig z.B. kann das Buch darüber hinaus einfach als literarisches Schaffen des Autors selbst gelesen werden. Jeder gute Schriftsteller hat einen individuellen Stil, der seine Liebhaber findet, die allein schon wegen dieses Stils die Bücher genießen. Besonders ausgeprägt findet man dies bei den Manns, speziell bei Heinrich oder Golo Mann. Es bleibe jedem Leser selbst überlassen, ob er an der blumigen, oft als umständlich beschriebenen Art des Schreibens und Erzählens Gefallen findet oder eben nicht, doch erklärt sich darin die sehr unterschiedliche Bewertung auch der zwei Bände „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ und „Die Vollendung des Königs Henri Quatre“, die eben deswegen alle Bestand haben können. Heinrich Mann widmet sich seinem Lieblingsthema sehr poetisch und lyrisch, ist wortgewaltig und bedient sich einer blumigen Sprache, die mit flehentlichen oder ekstatischen Ausrufen untermalt / angereichert ist. H. Mann unterteilt seine Bände nicht nur in Kapitel, sondern diese sind noch mal Oberkapiteln zugeteilt, die jeweils mit einem Abschnitt namens „Moralité“ enden. Ich erwähne das deshalb, weil dieser Abschnitt in französischer Sprache geschrieben ist, aber das braucht niemanden abschrecken, denn es gibt einen Anhang, in dem sich die Übersetzung aller „Moralités“ befindet! Trotzdem würde ich persönlich sagen, dass Französischkenntnisse hilfreich sind, einfach wegen des Leseflusses und der Originalität des Werkes, die sonst doch ein wenig beeinträchtigt wird. Man kann prinzipiell nur eins der zwei Bände für sich lesen, doch ich empfehle wärmstens, beide Bücher hintereinander durchzulesen.
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am 29. April 2009
Viel Licht und ein wenig Schatten

Der in zwei Teilen erschienene Roman Heinrich Manns ist in hohem Maße lesenswert.
Er umspannt den langen Weg des Bourbonen von seiner Jugendzeit in Navarra, bis hin zum Pariser Attentat, bei dem der beim Volk beliebte König schließlich durch ein Messerstich getötet wird.

Dabei muss der junge Königsanwärter zunächst den unter dubiosen Umständen stattfindenden Tod seiner Mutter verkraften. Alles spricht dabei für die bekannte Giftmischerin und Königsmutter Katharina de Medici. Da der junge Graf den Mord jedoch nicht nachweisen kann, muss er am französischen Hof in Geduld verharren. Dort wird er bald Zeuge der Bartholomäusnacht, einem Massaker an 3000 Protestanten, dem er selbst nur mit knapper Not entkommen kann.

Nachdem auch der letzte Sohn Katharinas gestorben ist, ist nun endlich die Erbschaftslinie der Bourbonen an der Reihe und Heinrich der Vierte wird zum König ausgerufen. Allerdings muss er vorher den französischen Glauben annehmen (Zitat: Paris ist eine Messe wert).
Als König schafft er es, mit viel Geduld und politischem Gespür, die religiösen Feindschaften nicht weiter eskalieren zu lassen und wird dadurch für viele Franzosen zum Hoffnungsträger der Nation.

Der Film "Die Bartholomäusnacht" zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des mühseligen und aufreibenden Lebens Heinrich des Vierten. Durch Heinrich Mann ist es in einem zweibändigen Roman würdevoll niedergeschrieben worden.
Ein kleiner Wermutstropfen dabei sind die langen Ausführungen Heinrich Manns. So sehr seine poetische Sprache auch fasziniert:
durch allzu detaillierte Beschreibungen und überdehnte Handlungsstränge wird immer wieder etwas Fahrt aus der Erzählung genommen. Der geduldige Leser wird dafür jedoch durch die literarische Brillanz Heinrich Manns entschädigt.
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am 26. Januar 2016
Ein historischer Roman, der die Jugend und den Aufstieg des späteren Königs von Frankreich, Heinrich IV von Navarra, erzählt. Heinrich Mann nimmt sich die Zeit, die charakterliche Reifung des jungen Henri zum späteren, toleranten Herrscher des Landes ausführlich darzustellen. Der Leser durchlebt mit dem Protagonisten die religiösen, amourösen und machtpolitischen Intrigen und Exzesse seiner Zeit, die in der Bartholomäusnacht gipfeln. Das Buch fesselt den Leser auf seine eigene Art, die intime - wenn auch fiktive - Nähe zu dem Menschen Heinrich schafft eine verschworene Gemeinschaft zwischen Autor, Protagonist und Leser: Ein wirklich besonderes Lesevergnügen!
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am 2. Juni 2013
Mir geht es hier nicht um das literarische Werk. Mir geht es um die technische Aufarbeitung für den Kindle Reader.
Schon auf den ersten Seiten findet man sehr entstellende Rechtschreibfehler, die typisch sind für einen oberflächlichen Umgang mit Texterkennungssoftware, und sie setzen sich im weiteren Text in gleichem Maße fort.
Meine Damen und Herren, für solch ein Werk der Weltliteratur wären doch die paar Euro für ordentliche Technik und besonders für ein gründliches Korrekturlesen drin gewesen - oder?
Darüber hinaus hätte das Werk es durchaus verdient, wenn man die Fußnoten tatsächlich auch hätte ansteuern können oder zumindest die angegebenen Seiten. Das ist technisch unterstes Niveau.
Haben Sie das in China in Auftrag gegeben?
Ich betrachte solch einen Umgang mit Literatur als dreiste Abzocke der Kunden und eine unwürdige Behandlung des Werkes.

Hochachtungsvoll

Bodo Schweppe
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Henri nennt man ihn in Paris, woher er aus der Ferne kommt. Er stammt aus turbulenten wie honorablen Familienverhältnissen. Er liebt die Genüsse und die schönen Frauen. Und er gelangt zu Ruhm und Anerkennung, auch wenn er fliehen muss.

Hier lässt sich für Henri Heinrich IV., König von Navarra und später Frankreich einsetzen, aber eben eigentlich auch der äußerst frankophile Heinrich Mann selbst, der im Pariser Exil der 1930-er dieses Buch niederschrieb.

Zur Ausgabe: die gebundene Aufbau-Ausgabe von 1974 ist schön für Hand und Auge, der blätternde Finger ertastet noch Prä-Offset-Druckvertiefungen der Buchstaben.

Vielleicht noch wichtiger: die Handlung, zumindest angedeutet. Mann lehnt sich in seiner Handlung und Personengestaltung an Mussets Lorenzaccio und Shakespeares Hamlet an ... und natürlich an der historischen Realität, die Heinrich Mann jedoch schon einmal mit aktuellen Anspielungen garniert. Ein intriganter Usurpator wird von der gekauften Masse mit einem "Heil" begrüßt undundund, das mag jede/r sich selbst zusammensuchen.
Geschildert wird ansonsten in diesem ersten Band die Zeit des unbeschwerten Herumtollens bis zu einer wichtigen Schlacht zweieinhalb Jahrzehnte später. Dazwischen liegen Mord, Totschlag, tiefe Gedanken, Verstellungen und Intrigen, Fehler und Heldentaten. Henri IV ist der unbezwingbare Held für Mann mit wenig Schwächen und einer allüberwindenden, dabei schlauen Güte. Die Gedanken und Interpretationen Heinrich Manns sind es, die das Buch tragen. Ein nach Handbuch heruntergeschriebener "historischer Roman" ist das ganz und gar nicht. Zum Glück.

Da die "Jugend des Königs Henri Quatre" auch noch gut lesbar ist (fand ich jetzt zumindest), volle fünf Sterne. Das Verschlingen des zweiten Teils wird folgen.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Dezember 2013
Der Roman handelt von der Jugend des französischen Königs Heinrich IV, welcher eigentlich nicht als Dauphin auf die Welt kam. Durch das Aussterben der männlichen Linie der Valoisdynastie konnte er aber letztendlich als Verwandter des Königshauses die Nachfolge antreten. Doch dies war letztendlich kein leichtes Unterfangen, mussten doch viele Hürden und Intrigen überwunden werden. Frankreich selbst war damals kein einheitlicher Staat im heutigen Sinne. Der Staatsapparat war relativ schwach, ein schwacher König oder das Regieren Minderjähriger durch Regenten taten das Ihre dazu bei. Dadurch gelüstete es jeweils anderen Fürstenhäusern selbt um die Krone mitzukämpfen, wie in diesem Falle das Haus der lothringischen Guise. Zusätzliche Komplikationen brachte das Eingreifen auswärtiger Mächte wie England und Spanien sowie die Spannungen zwischen den Religionslinien der Katholiken und Hugenotten.

Die historische Abwicklung dieser Zeit ist eine bewegte, interessante Epoche der französischen Geschichte. Den Roman selbst fand ich persönlich zu langwierig und phasenweise etwas verwirrend. 100 bis 150 Seiten weniger hätten es auch getan. Nach der Lektüre der überzeugenden Romane "Der Untertan" sowie "Professor Unrat" fand ich dieses Buch nicht so gelungen.
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am 19. November 2013
Thomas ist überlebensgroß, Heinrich steht dahinter. Zu Unrecht!
Das ist Weltliteratur, sehr nahe an der historischen Wahrheit noch dazu.
Das pralle Leben und Sterben zu Zeiten der Valois und Bourbonen, das Streben nach
einer geeinten französischen Nation in feindlichem, habsburgischen Umfeld.
Henri war auch erotisch ordentlich unterwegs, dazu das kühne, zukünftsweisende
Edikt von Nantes, ein Humanist auf dem Thron Frankreichs.
Die Ermordung war zwansgläufig, zuviele Attentate schon überlebt.
Ein politischer Visionär und Humanist, das musste bös enden.
Wer Parallelen entdeckt, hat Recht.
Welch ein Meisterwerk, welch Talente aus meiner Heimatstadt.
Kein Wunder, dass es G,.Grass dort hinzog
Dirk Resühr
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am 3. Februar 2015
Ich will zu den tollen Rezensionen nicht viel hinzufügen als ein Zitat aus diesem Monumentalwerk: " Henri hatte längst damit gerechnet; seine Nachrichten vom Hof waren genau, und noch deutlicher seine Vorstellung der Menschen...fast nur Anhänger der Liga infolge des ungeheuersten Terrors bei den Wahlen; alle besessen von einem frechen und liederlichen Hass, und wissen nicht mehr, wohin damit. Heben schlanker Hand alle Steuern auf...Das ist das Ergebnis der vierzehnjährigen Hetze und einer falschen Volksbewegung. Zuletzt kommt alles ans Ziel, es muss nur fest genug in die Köpfe gerammt sein: dann fügt sich die Wirklichkeit,sie verwandelt sich in den leibhaftigen Unsinn, und die lange genug gepredigte Lüge vergießt wirkliches Blut!" (Seite 656, 31.Aufl.2008)

Über den Terror nach 1945 zu reden und zu schreiben ist eine Sache, den Terror vorauszusehen, eine hohe Kunst, ja vielleicht eine Gottesgabe. Nur, wer hat damals Henri IV. gelesen und verstanden? Und wer liest und versteht heute?
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