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Kundenrezensionen

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am 23. Juli 2004
Wie dieser Zeno Cosini durch die Welt torkelt, während es in seinen Gehirnwindungen rumort,wie er lakonisch kommentiert und sich selbst täuschend Fehlurteilen aufsitzt, wie er sich skurilen Gedanken anheim gibt und Wichtiges unterschlägt das ergibt eine einmalige Stimme in der Weltliteratur.
Faszinierend fand ich, dass die strikte Binnensicht die Gewichte der Aussenwelt komplett ausser Kraft setzt. Nicht die Strafdrohung zum Beispiel hält vom Mord ab, sondern die Aussicht auf eine miese Nacht.
Dieser Zeno mag ja ein spezieller Fall sein, aber nobody is perfect. Häufig fühlt man sich entlarvt, handkehrum hat er etwas Tröstliches.
Wenn ich die Grossen der Literatur aufzähle, dann vergesse ich Italo Svevo nie.
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am 14. Januar 2005
Ja, ich hatte von Zeno Cosini gehört, wusste, dass es gemeinhin unter den besten Werken der Weltliteratur gehandelt wird. Als ich es dann endlich las, war ich mehr als überrascht. Kann dieser Mann schreiben! Irrwitzig, wie er diesen Cosini aus seiner selbstgefälligen Seele plaudern lässt. Ein gutbürgerlicher Müssiggänger der, wenn er nicht gerade (zur Freude seiner Frau) auf seiner Geige dilettiert, sich als grossherziger Frauenheld versucht - einfach herrlich. Welch furchtbare Tragödie, dass dieser Mann nicht mehr geschrieben hat.
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am 5. Februar 2001
Das Schicksal bannen zu können durch Psychoanalyse oder durch
tagebuchähnliche Aufzeichnungen Tag für Tag, Nacht für Nacht, Stunde
um Stunde, ist das möglich ? Italo Svevo versucht es.Sein alter ego
Zeno Cosini besteht das " Abenteuer Leben " auf seine oben
beschriebene Art. Als Verlierer, als Sieger, wer will es wagen, sich
dazu zu äußern ? Mitten im Umbruch der Zeit stehend, im Triest der
Jahre, als die k.u.k-Monarchie von der Bildfläche sprichwörtlich
verschwindet, versucht der Held dieses "modernen" (!)
Romans, sein Leben zu führen und zu analysieren. Hauptfrage: Kann man
ein zufriedenes Leben fristen, leben in Ehe und Familie, mit e i n e r
Frau ein ganzes Leben lang ? Das ist doch die Generalfrage der
heutigen Zeit. Und auch die wilden Börsianer kommen ebenfalls auf ihre
Rechnung, wenn sie sich fragen sollten. Sollen wir zocken oder richtig
an der Börse beteiligt sein ? Damals schon waren die Menschen oftmals
sehr mutig und verloren alles und nur der überlebte, der noch etwas
übrig hatte (und zwar genug !), um weitermachen zu können. Aber nicht
unbedingt an der Börse. So gibt uns der Roman eigentlich viel, fast
schon alles. Und die Antwort auf Zeno Cosinis Fragen könnte heute
heißen: Vertrauen wir doch auf unsere Nerven, auf das Spiel der
neuronalen Vernetzung und nicht nur auf den Ödipuskomplex und die
damit verbundene Hochachtung vor der "allmächtigen"
Psychoanalyse. Zum Schluß möchte ich eine kleine wahre Episode
anführen, die gerade auch das erhellen wird, was in diesem Roman, wie
gesagt, hauptsächlich angesprochen wird:
Ein älterer Rabbiner, 1936
in die USA ausgewandert kommt zurück in seine alte Heimatgemeinde, um
dort die alte, noch erhaltene Synagoge zu besuchen. Als nach dem
Empfang durch die Gemeinde er etwas später angesprochen wird und das
Kompliment hören muß, er sähe ja mit seinen über 80 Jahren noch so
frisch und rüstig aus, antwortet für ihn seine sehr attraktive
Frau:" Er hatte ja schließlich mich als seine Frau."
Allgemeines erhellendes Gelächter ! Und damit ist eigentlich die Frage
nach dem zufriedenen Leben mit nur einer einzigen Frau auch schon
beantwortet, wobei es eigentlich egal ist, wenn wir genau hinschauen,
ob es sich um Ada oder Augusta handelt. Gott beschenke uns immer
wieder mit einer Vielzahl solcher Frauen !
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Auch nach wiederholtem Lesen, oder gerade beim wieder Lesen dieses großen Romans scheint es einem, als gehe die Sonne der Erleuchtung auf.
Allein der Rhythmus des Erzählens, allein die behutsamen Einfügungen der einzelnen Figuren, alles ist durchdacht und gleichzeitig voll von lebendiger Wärme.
Es pulsiert das Leben so wie es ist, wie es sich entwickelt und so, wie es sich in unseren verwickelten Gedankengängen auch darzustellen weiß (dann und wann).
Und vor allem die Gegenüberstellung von männlichem und weiblichem Verhalten in Grenzsituationen, das alles zeigt uns doch, wie es gehen könnte, wie man aus schwierigen Situationen doch wieder herauskommen kann.
Gerade uns, die wir vor Kurzem oder gerade wieder verführt werden, spekulativ zu denken oder gar zu handeln, gerade uns heute spricht dieser großartige und spannungsreiche Roman bestimmt wieder an.
Also lesen und bedenken, was man tun kann oder was man besser lassen sollte, das allein wäre schon viel und dann hätte die Literatur endlich mal etwas gutes bewirkt.
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am 7. Februar 2010
Man muss sich in die Sprache des 19. Jahrhunderts erst einlesen. Doch dann wird die Ich-Erzählung des Durchschnittsmenschen Zeno Cosini immer spannender, der sich selbst durch seine Denkweise und seine Handlungen in die Situation eines eingebildeten Kranken bringt und immer wieder seine Mitmenschen vor den Kopf stößt und sich dabei mehr oder weniger lächerlich macht. Diese Krankheit ist in jedem Fall mehr psychisch als physisch, wobei man sehr gut erkennen kann, das seine körperlichen Schmerzen, ob eingebildet oder echt, unmittelbar mit seinem Seelenzustand zusammenhängen. Diese Person hat mich so sehr gefesselt, dass ich mich mehr und mehr dabei ertappte, in die Handlung eingreifen zu wollen, um Zeno vor sich selbst und der Zerstörung seines Glücks zu bewahren. Ich konnte es nicht begreifen, wie dieser Mensch bewusst unglücklich sein wollte. Doch dies gibt eben den Stoff für den psychologischen Hintergrund dieses teilweise autobiografischen Romans. Es lohnt meiner Meinung nach, sich in dieses Buch hinein zu arbeiten.
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am 8. September 2003
In dem berühmten Kapitel, in dem es um das Rauchen geht, geht es in Wirklichkeit um mehr: um das Laster nämlich und um den Umgang damit. So gesteht der Held aufgeregt seinem Arzt - als würde das mit dem Rauchen unmittelbar zusammenhängen -, dass er offenbar eine "krankhafte" Gewohnheit habe, allen Frauen hinterher zu sehen und sie im Geiste zu entkleiden. Aufgemerkt habe ich an der Stelle, an der er - wie nebenbei - bemerkt, dass er ihnen dabei "nur die Schuhe" beläßt. Alles klar - oder? Es geht nämlich bei Svevo um die Techniken der Psychoanalyse. Doch wir bleiben ganz in den Anfängen stehen - im Vorfeld sozusagen. Wir werden in eine Welt der bürgerlichen Zwänge zurück versetzt, der wir uns längst entwachsen glauben. Doch jeder, der mal versucht hat, sich das Rauchen abzugewöhnen, wird auch heute noch die Fallen beim Fassen von guten Vorsätzen zu schätzen wissen und lustvoll nachvollziehen, was es für ein Genuß ist, sich mal wieder eine anzuzünden (eine Zigarette, meine ich).
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am 11. Februar 1999
Selbst wenn man nichts erlebt hat in seinem Leben, allein wg. dieses Romans hat es sich doch gelohnt.
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am 3. November 2012
Ich habe das Buch im Urlaub gelesen... es hat mich allerdings etwas gelangweilt... habe es deshalb erst nach längerer Zeit zu Ende gelesen...
nicht so ganz mein Fall!
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