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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
23
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 1. Juni 2013
Auster schreibt hier von einem fernen Land, das in Diktatur, Terror, Armut und Chaos versinkt. Fernes Land ..... mich hat es an Hitler-Deutschland denken lassen, also gar nicht so fern. Es findet sich alles: Denunziation, Judenverfolgung, Leichenfledderei, Menschenschlachthäuser, Raub, Fantasietitel und -uniformen, erkaufte Flucht. Schauerlich - so furchtbar, so menschenverachtend, so trostlos. Allerdings gibt es einige Menschen um die Protagonistin Anna Blume, die neben vielen vergessenen Worten und Dingen, sich doch Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Güte, Liebe bewahrt haben und sie - und uns, die Leser - nicht in völliger Nacht versinken lassen.
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am 23. Januar 2012
Paul Auster schildert in seinem 1987 erschienenen Roman "Im Land der letzten Dinge" ein dystopisches Endzeit-Szenario. In einem weitgehend zerstörten und von korrupten Machthabern regierten Amerika geht es für die Menschen ums nackte Überleben. In teils drastischen Bildern zeigt Paul Auster eine entseelte und ihrer Werte beraubte Gesellschaft als brodelnden Mikrokosmos. Die Heldin des Romans, Anna Blume, ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder, der zu Beginn des im Roman nur angedeuteten Kriegs, der zur späteren Verwüstung des Landes führte, hierüber Bericht erstatten wollte. Mit einem Einkaufswagen als einzige Habe schlägt die Protagonistin sich durch ihren unmenschlichen Lebensalltag. Auster versucht, über seine Heldin menschliche Wärme zu transportieren, und setzt sie der Hoffnungslosigkeit und Kälte der geschilderten Welt entgegen. Streckenweise gelingt dies recht gut. Leider überzeugt "Im Land der letzten Dinge" letzten Endes dennoch nicht.

Der Roman, der unverkennbar Anleihen an anderen dystopischen Romanen wie "1984" und "Schöne Neue Welt" hält, ist über weite Strecken viel zu oberflächlich geschrieben. Austers Zukunftsvision mangelt es an einer überzeugenden Darstellung der Gesellschaft, in der sich die Heldin bewegt. Leider arbeitet Auster nur mit Versatzstücken und Einzelbeispielen, die das Wesen dieser Zukunftsgesellschaft illustrieren sollen, ohne jedoch in die Tiefe zu gehen. So bleibt Austers futuristische Vision letztlich etwas diffus. Mich als Leser hätte hier sehr interessiert, wie die Gesellschaft, die Paul Auster vorschwebt, in concreto aussieht, welche Lebensformen und Gesellschaftsklassen es gibt. Stattdessen ist zwar - was durchaus gut gelungen ist - von vereinzelten Gruppierungen in dieser Gesellschaft die Rede, ihre Einordnung in den Gesamtzusammenhang fehlt jedoch. Hinzu kommt, dass "Im Land der letzten Dinge" sprachlich nicht besonders viel zu bieten hat. Sicher muss berücksichtigt werden, dass der Roman dem Bericht der Protagonistin folgt, die diesen in Umgangssprache abgibt. Dennoch geht durch den umgangssprachlichen, teilweise etwas platten Duktus viel an Überzeugungskraft des Berichts verloren. Zu guter letzt muss leider auch gesagt werden, dass die Übersetzung von Werner Schmitz stellenweise etwas holprig ist. Insgesamt ist "Im Land der letzten Dinge" zwar ein durchaus lesbarer Roman, mehr aber auch nicht.
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am 5. Dezember 2010
Schon die ersten Seiten ziehen einen förmlich in das Buch hinein in eine erschrekende Vision einer apokalyptischen Welt. Noch schokierender sind die ständigen, derzeit schon akuten Parallelen mit der heutigen Gesellschaft.
Man kann sich leicht in den Charakter hineinversetzen und der Schreibstil ist erfrischend. Doch ab geschätzt der Hälfte des Buches gerät die gesellschaftliche Struktur in den Hintergrund und wird kaum mehr wahrgenommen. Es mag geschichtlich bedingt passen - dennoch verliert man dadurch stellenweise komplett das Bewusstsein der vorherrschenden Endzeit. Die versuchten Schocker gegen Ende des Buches sind zu vorhersehbar zm den Leser wieder dorthin zurückzuwerfen.
Alles in allem dennoch ein lesenswertes Buch, das durch seine Atmosphäre, Twists, Aktualität besticht und darüber hinaus die Tatsache inne hat, dass man regelmäßig Sätze so oft wie möglich zitieren würde.
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am 3. Februar 2006
Hat sich schon einmal jemand gefragt, wie unsere Welt in 50 Jahren aussehen könnte? Sind wir, gerade in unseren westlichen Industriegesellschaften auf dem direkten Weg in den Untergang? Wir wissen es nicht und wir können es nur vermuten. Fest steht: Paul Austers düstere Zukunftsvision bewegt sich haarscharf an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen Gut und Böse. Das Land der letzten Dinge sollte man als Warnung begreifen. Austers Realität ist unsere Zukunftsangst. Wie hier einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller eine Welt konstituiert, die so anders ist und doch so nah an der realen Welt liegt, ist meisterhaft. Austers bestes Buch? Austers wichtigstes Buch ganz sicher! Auster hält uns einen Spiegel vors Gesicht. Einen Zerrspiegel zwar, aber wir werden uns erkennen...
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am 29. Dezember 1999
Paul Auster, Autor weltberühmter Bücher, wie z.B. "Das rote Notizbuch" oder "Mr. Vertigo" legt mit "Im Land der letzten Dinge" ein Buch vor, bei dem es sich zwar um eine Science Fiction Roman handelt, allerdings um keinen gewöhnlichen. Soviel sei verraten, Paul Auster spielt gekonnt mit der Materie und verbindet diese Art der Literatur mit seiner ganz persönlichen Note. Ein typischer Roman des Bestsellerautoren, mit vielen Überraschungen gespickt. Und wieder einmal sprengt Paul Auster die Grenzen des Normalen. Eine einzigartige Beschreibung der Apokalypse, so'wie sie Realitätsnäher nicht sein könnte. Ein wunderbares Buch über eine Zeit, die noch weit entfernt zu sein scheint. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. Januar 2004
Ob Orwell oder Huxley - die bekanntesten Utopien kommen ohne wesentliche - fiktive - technische/naturwissenschaftliche Errungenschaften (?) nicht aus.
Paul Auster schafft es. Er kombiniert reale Versatzstücke, von rechtsfreien Räumen in westlichen Grossstädten bis hin zu Weltuntergangssekten und Naturkatastrophen zu einem Moloch, der das Land der letzten Dinge ist.
Gerade das macht dieses Buch so faszinierend und ängstigend.
Wir kennen die Details und sehen nun ein neues Ganzes.
Im Land der letzten Dinge lässt nicht unberührt, es fesselt und rüttelt auf.
Die Kürze des Buches verstärkt diesen Effekt. Es entwickelt ein Tempo, das den Sog fühlen lässt, in den die protagonisten geraten.
Man fiebert und hofft mit - und verliert genau die Hoffnung und fühlt die Verzweifelung.
Eine Erlösung, wenn man das Buch zuende gelesen hat und aufschaut, in eine Welt, die noch nicht ganz verloren ist und man macht sich plötzlich neue Gedanken zur alten Mutter Erde.
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am 2. Juli 2014
Gekauft habe ich das Buch weil mich das Thema interessiert hat. Der Beginn ist auch wirklich interessant. Die atmosphärisch dicht beschriebenen Zustände sind auch aktueller als jemals, und wie es sich in einem gescheiterten Staat lebt darüber wollte ich etwas lesen (und mir es besser nicht wirklich vorstellen). Leider wird dieser Anspruch dann im weiteren Verlauf des Romanes nicht erfüllt. Obwohl immer von der Aussichtlosigkeit der Situation gesprochen wird, gelingt es der Hauptperson immer zum richtigen Zeitpunkt auf die richtigen Personen zu geraten, die ihr ein relativ komfortables (bezogen auf die geschilderte dystrophische Situation) Weiterleben ermöglichen. Könnte, wenn es in Cornwall spielen würde, so auch von Rosamunde Pilcher zu Ende geschrieben worden sein.
Die 2 Punkte gibt es für die ersten 50 Seiten und die Anregung, diese Situation im Kopf durchzuspielen.
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am 23. August 2006
Was Auster hier darstellt, ist ein Szenario, das mich sofort fesselte. Schon oft sah mit im Fersehen Bilder aus armen Ländern, wo Kinder aus dem Müll sich ein paar Sachen zusammensuchen und man sich als Mensch, der in einer Industrienation lebt fragt, könnte ich so leben? Wäre man da nicht lieber tot? Doch was ist, wenn überall auf der Welt diese Endzeit herrscht. Jeder, dem du begegnest, dein Mörder sein könnte, weil er deine Schuhe will.

Das Leben in einer solchen Zukunft beschreibt Auster so realistisch, dass man manchmal betet, dass uns dieses Schicksal erspart bleibt. In der heutigen Überflussgesellschaft kann man dieses Buch nur empfehlen. Dass diese Welt nicht allzu fern ist, beschreibt T.C. Boyle sehr gut in seinem Buch America.
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am 10. Juli 1999
Abstoßend und faszinierend zu gleich und immer in Austerscher Manier fantastisch geschrieben.
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am 5. Dezember 2009
Auch unter Aufbringung von viel Fantasie konnte ich die Handlung nicht nachvollziehen. Dann versuchte ich das Geschriebene als Allegorie, dann gesellschaftspolitisch zu deuten, oder einfach als ein Fantasie-Buch hinzunehmen. Hat alles nicht geklappt. Die Geschichte erschien mir egal wie ich sie las, langweilig. Aber aus langweiligen Buechern kann man ja manchmal doch was lernen, aber als das Geschreibsel auch noch unlogisch wurde und der Autor vergessen hatte, was er in den vorherigen Kapiteln geschrieben hatte, da war es aus mit meiner Langmut.
Einmal gab es Betten in der Wohnung, dann schlafen alle auf dem Boden, weil man Betten nicht kennt. Mal kann man Strassen wiedererkennen, mal nicht, mal aendern sich Namen mal nicht. Die feindlichen Gruppen sollen mal hier mal da sein, ha - aber dort sind sie immer, man weiss nur nicht, wo "dort" ist, dann hat die Stelle wieder einen Namen. Soll vielleicht ein Stilmittel sein...?
Die anderen Rezensionen kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich empfand das Buch als voellige Zeitverschwendung, lieber Margaret Atwood lesen, Bradbury oder Huxley, die bleiben zumindest konsistent und es gibt eine fortschreitende Handlung.
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