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am 15. Juli 2011
Erst nach Georges Batailles Tod kamen dessen um 1930 entstandene bahnbrechende erotische Erzählungen ans Licht - die allerdings eher von Obszönität als von Erotik handeln: Nicht der Lustgewinn steht im Mittelpunkt, sondern die Entfesselung, der ekstatische Tabubruch. In der aus Psychoanalyse und Surrealismus geschmiedeten Traumlogik dieser Geschichten ist die Blasphemie ein religiöser Akt. Im Mittelpunkt steht die lustvoll selbstzerstörerische Frau.
Die Sammlung beginnt mit der "Geschichte des Auges", die mit sexuellen Metaphern experimentiert und deren kühler, gewandter Stil sich an den ausschweifenden Inhalten reibt. Auch die kürzeren Texte "Madame Edwarda" und "Der Tote" greifen Muster des pornografischen Romans auf. Der psychologische Kurzroman "Meine Mutter" dagegen entfaltet sein Gift schleichend über drei der sechs CDs, bevor "Der Kleine" einen kopflastigen Schlusspunkt setzt.
Die geschulten Stimmen von Eva Mattes, Heikko Deutschmann, Peter Franke und Walter Kreye verhelfen den ungekürzten Texten zum Leben. Feinster Porno für den Kopf.
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am 11. Dezember 2006
Wenn man nicht alles tun darf, kann man alles denken. So ist Bataille zu verstehen, der immer an der Grenze, mit dem Hang, diese zu überschreiten, Obszönität in aller Deutlichkeit präsentiert, hier und da dieseits der Grenze bleibt und sich im Erotischen aufhält, um Lust zu versprühen. Lust in Hinblick auf die Phantasie, auf den Geist versprüht er allemal.

Bataille ist schwer einzuordnen. Er ist Philosoph, ganz sicher, ist er Literat wie Miller, Nin? Die Frage bleibt ein wenig offen. Seine Kurzgeschichten mögen noch an Bukowski erinnern, doch die Flachheit und Direktheit hat er nicht, er wird auf eine besondere Art direkt, die die Fragen nach Intelligenz im Erotischen oder nach Obszönität des Intellektuellen stellt. Wenn die wahre Erotik Kopfsache ist, dann wird sie in den Höhen der Phantasie grenzgängerisch obszön. Diese Meisterleitung obliegt dann Bataille und nicht den Sades dieser Welt.

Den sogenannten kleinen Tod überspannt er ebenso, wenn Tod und Erotik bzw. Sex sich anschmiegen und den gesellschaflichen Konformitätsrahmen sprengen. Als wenn er in seiner eigenen geistreichen Ekstase den Leser in eine Welt des Ausser-Sich-Seins transferieren möchte.

Ebenso zwingt er in seiner direkten Art Religion unter den Mantel der Obszönität, bricht die letzten Tabus, wird blasphemisch und tragisch und dokumentiert damit erneut den Dualismus seiner Sexualität: die des Tabus und die der Überschreitung dessen. Nur in der Überschreitung kann er seinen Personen Leben geben, Leben, welches das eigentliche Ich transzendiert.
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am 16. März 2016
"Nacht, in der ich bis zur Erschöpfung das Band zerreiße, das mich mit den Menschen verbindet."
Oder sagt er es nur so?
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