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am 15. September 2004
Anja Lundholm hat einen Bericht geschrieben. Sie berichtet über ihren Überlebenskampf im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Der Bericht behandelt den Zeitraum Juni 1944 bis April 1945. Frau Lundholm war eine Gefangene.
Ich habe eine ähnliche Erschütterung. wahrend ich das Buch las, nur bei dem Buch von Wieslaw Kielar Titel: "Anus Mundi" gefühlt. (Herr Kielar beschreibt seinen Überlebenskampf in Auschwitz)
Frau Lundholm gelingt es, die Monotonie des Bösen zu fassen.
Überheblichkeit, Gnadenlosigkeit, Egoismus und doktrinäres Denken.
Dunkle und dumpfe Gewalt erstickt Sensibilität und Fantasie. Die Gefangenen werden durch Hunger und sinnlose Arbeit entkräftet und vernichtet. Wie entwickelt sich der Mensch in diesem grausamen Mikrokosmos?
Der Bericht ist ein Bericht einer Überlebenden. Frau Lundholm hat diesen von ihr präzise beschriebenen Terror überlebt. Welche Spuren diese Erfahrung in ihrem Geist und in ihrer Seele hinterlassen haben, kann der Leser nur vermuten. Die Warnung heißt wohl, alles Böse beginnt auch wie nebenbei und kann doch diese gewaltige Größe erreichen. Wehren wir uns. Wehren wir uns zu jeder Zeit. Die Welt kennt auch heute viele Beispiele.
Wehren wir den Anfängen!
Das Buch sensibilisiert den Leser, das Böse bereits im Alltag zu erkennen.
(Helga Erdtmann ist/war Anja Lundholm + 04.08.2007)
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am 15. Januar 2002
Anja Lundholm erzählt in diesem Buch von ihrer Zeit im Konzentrationslager Ravensbrück, Hinweise auf die Gründe für diese Verhaftung (politischer Widerstand gegen das NS-Regime) sind sehr kurz gehalten und womöglich in anderen Büchern aufzunehmen. Der Autorin gelingt es, den Tagesablauf der Häftlinge, das willkürliche Zuschlagen des Machtapparates, die gnadenlosen Krallen der Vernichtungsmaschinerie minutiös, geradezu Zeitlupenhaft zu porträtieren. Es ging der Autorin in diesem Buch nicht um die Darstellung historischer Zusammenhänge (wer die kennenlernen will sollte Geschichtsbücher lesen), sondern hauptsächlich um das minutiöse Festhalten der Geschehnisse in KZ Ravensbrück, einem Lager, das nur wenige überlebten. Gerade deswegen ist dieses Buch für mich so essentiell, es beschreibt Geschehnisse, die niemals hätten erlebt werden dürfen, ein elendes Grauen ohne den Eindruck leichten Grusels und Gänsehaut, nüchtern geschildert, doch nicht frei von Emotionen, es ist ein Dokument, das jede Phantasie, jede Mutmaßung, jede Beschönigung der Vorgänge in Konzentrationslagern Lügen straft. Zum Verständnis des Horrors, welcher von dem irrsinnigen NS- Regime verbreitet wurde, ist dieses Buch weit essentieller als viele Romane, deren Ziel eine Aufarbeitung des gesamten 2. Weltkrieses ist. Soll man bei solch einem Buch überhaupt die literarische Qualität besprechen? Ich bin fest überzeugt, ja! Das Buch erzählt in einer nüchternen, wenig ausufernden und doch omnipotenten Sprache, die sowohl fähig ist, die Leiden der Häftlinge als auch die surrealistischen Träume und Alpträume der Erzählerin zu durchdringen und das macht diese Buch so wichtig. Es ist ein Dokument des Grauens, ein Beweis, daß es nichts gibt, wozu die menschliche Natur nicht fähig ist, daß da kaum noch Qualen sind, die ein krankes Menschenhirn noch nicht erfunden hat. All das wird geschildert ohne den Ton der Anklage, ohne den Wahn der Überlebensschuld aus dem Blickwinkel der nacherlebten Resignation 40 Jahre später. Fast schon amüsant sind die Anekdoten mancher KZ Insassen, wie sie die Nazis übers Ohr gehauen haben, geradezu betroffen machten mich die wiederholten Beschreibungen des zynischen Humors der Häftlinge. Diese sBuch halte ich für ein wesentlich bedeutenderes Werk den 2. Weltkrieg betreffend als die Theaterstücke von Peter Weiß und würde es auf das gleiche Niveau stellen wie die Tagebücher der Anne Frank: Pflichtlektüre für alle Schüler in den Geschichtskursen der Oberstufe.
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am 28. September 2001
"Das Höllentor" von Anja Lundholm ist das absolut beste Buch was ich je gelesen habe. Man muß einfach immer wieder daran denken und kann es nicht wie viele andere Bücher einfach vergessen. Ich habe es jetzt schon drei mal gelesen und komme nicht davon los. Sie hat alles mitreißend beschrieben und man ist oft fassungslos und den Tränen nahe. Man sollte auch die Bücher vor und nach dem KZ-Aufenthalt gelesen haben. Das 1. Buch handelt von ihrer Gefangenschaft im Frauengefängnis der SS (leider weiß ich den Titel nicht mehr), 2. Das Höllentor und 3. der Lebensweg nach der Befreiung aus dem KZ. Aufnahme bei einer Prostituierten, allmähliches heranführen an das normale Leben (leider ist auch dieser Titel entfallen). Gelesen habe ich auf alle Fälle "Die äußerste Grenze", "Geordnete Verhältnisse". Ob diese genannten jetzt auch das 1. und 3. Buch sind vermag ich nicht mehr zu sagen. Auf alle Fälle ist jedes einzelne von Anja Lundholm zu empfehlen.
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am 3. Februar 2009
Die autorin schildert ihren eigenen leidensweg im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Es gelingt ihr trotz aller unmenschlichkeiten einen handlungsstrang zu knüpfen, der den leser "bei der stange hält", und, was nicht zu verwundern wäre, verhindert, daß das buch halb gelesen weggelegt wird. Wer die ganze lebenssgeschichte der protaginistin verfolgt, ihre kindheit/jugend in Berlin die denunzierung durch einen nahen angehörigen, ihr überleben, ihr leben danach, kann nur mit entsetzem erstaunen feststellen was ein mensch, eine frau, alles durchzuhalten vermag...
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am 20. Juli 2009
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Büchern
der schlimmsten Zeit in unserem Land. In der Schule wurde diese Zeit totgeschwiegen, die Eltern sprachen auch nicht darüber. Wollten wohl verdrängen und irgendwann fragt mann nach.
Ich habe mehrere Bücher von Anja Lundholm gelesen, was diese Frau mitgemacht und erlebt hat war schon schlimm genug aber das Höllentor sprengt alles Grausame.
2 Jahre habe ich jetzt für das Buch gebraucht, weil ich es immer wieder weglegen mußte. Mir kamen oft die Tränen über so viel Grausamkeit, die Menschen anrichten können. Eigentlich sollte so ein Buch in Schulen durchgesprochen werden, es müßte viel mehr bekannt werden damit es abschreckt und so etwas nie wieder passiert.
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am 29. Juli 2010
Dies ist eines meiner Lieblingsbücher. Es geht einem wirklich an die Nieren, was der Schreiberin und all den anderen Mitgefangenen wiederfahren ist. Dieses Buch ist zugleich geschichtlich informativ( leider nicht im positiven Sinne )als auch wunderbar geschrieben, ohne dabei rührselig zu werden. Alles insgesamt Harte und Bittere Kost und nichts für Zartbeseitete. Dieses Buch sollte jeder lesen, damit man sein eigenes einfaches und selbstverständliche Leben wieder mehr zu schätzen lernt. Und es stimmte mich persönlich nachdenklich, was wir an Geschichte tragen in Deutschland. Also lesen.....
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am 22. Mai 2010
Das Buch schildert eindrücklich die KZ-Welt. Es sollte zur Pflichtlektüre gemacht werden. Eine wunderbare Sprache und gerade weíl die Erzählung kaum Erklärungen enthält wunderbar aufklärend. Ein erschüterndes Zeugnis darüber, wozu Menschen fähig sind.
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