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Kundenrezensionen

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am 29. April 2015
ich lese jetzt schon seit fünfzig Jahren und mache mir seit Tagen Gedanken, ob ich jemals ein Buch in den Händen hielt, von einer derartigen Genialität. Ich möchte hier keine Zusammenfassung der Handlung abgeben, da dies schon zur Genüge getan wurde. Mir ist viel wichtiger, auf einen Schriftsteller hinzuweisen, von denen es auf dieser Welt nicht viele geben mag. Ich liebe Jeffrey Eugenides, Jonathan Franzen, Tom Wolff, um nur drei meiner Lieblingsschriftsteller zu nennen, aber was Boyle in diesem Werk geschafft hat, ist meiner Meinung nach beispiellos. Er spielt, jongliert geradezu mit der Sprache und vermischt Witz,Grausamkeit, Humor, Nüchternheit, Realität und Phantasie zu einem Teig und bäckt daraus einen Kuchen, in dem der Leser einmal hinein beißt und jeden Tag ein größeres Stück verlangt. Um bei dieser Metapher zu bleiben, ich picke gerade die letzten Krümel vom Teller, sprich, habe die letzten Seiten vor mir und habe schon wieder einen Appetit auf Literatur. Auf Bücher, geschrieben von Tom Coraghessan Boyle.
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am 29. März 2001
Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, ist beinahe unmöglich. Was für ein Teufelskerl, dieser Boyle. Dachte ich früher bei diesem Namen an einen Romancier aus dem 19. Jahrhundert, empfinde ich ihn heute als einen der Allergrößten. Mit einer Wortgewalt, einer Liebe fürs Detail und aus Silben gemeißelten Bildern, die jedes Foto verblassen lassen, beschreibt er die Wege zweier kontroverser Figuren mit dem selben Ziel in einer Zeit des Auf- und Umbruchs, in einem triefenden London und einem unerschlossenen Afrika. Das Beste was ich je gelesen habe, ich brauche alles von Boyle.
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am 24. Januar 2006
Ich kann es nicht länger verheimlichen: Ich liebe TC Boyle... vorher schon ein bisschen und seit diesem Buch ganz unbedingt :-) Ich möchte nicht über die Handlung von "Wassermusik" oder über die darin enthaltenen Personen berichten und dabei vielleicht sogar noch aus versehen was verraten, denn das wäre schade... jeder soll, nein MUSS, dieses Buch selbst entdecken, jedes Wort ganz allein für sich finden und erleben. Es ist einfach unglaublich, wie mit Sprache umgegangen wird, mit welcher Eleganz, Spritzigkeit und Coolness aus damaligen Zeiten berichtet wird, ohne dabei kitschig oder unglaubwürdig zu wirken. Es ist beeindruckend, wie Themenstränge verlaufen, sich verschachteln und überraschend wieder zusammen finden. Selbst allzu auszuschweifende Nebengeschichten werden niemals langweilig.
Sie finden, ich übertreibe? Dann lesen sie dieses Buch selber und versuchen danach, eine schlechte Kritik zu schreiben, irgendein Manko zu finden, es in der Luft zu zerreissen, es einfach nicht zu mögen. Es wird Ihnen nicht gelingen.
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am 6. Juli 2007
Der Schotte Mungo Park hat kaum mehr als 20 jahre auf dem Buckel und möchte als erster Weißer den Niger erforschen. Er ist ziemlich ahnungsfrei, dafür aber umso mutiger. Immerhin lehrt man ihn eine Sprache und stellt ihm den afrikanischstämmigen Ex-Sträfling Johnson zur Seite. Beide stolpern von einer Katastrophe in die nächste, wirken dabei aber irgendwie so unbedarft, dass man sie am Leben lässt. Als Park zum ersten Mal im Niger badet, wird Johnson von einem Krokodil verspeist und Park muss sich alleine bis zum Atlantik durchschlagen.

Im ersten Teil wird parallel die Geschichte des Trickbetrügers und Stechaufmännchens Ned Rise erzählt, sowie die von Parks Verlobter Allie, die jahrelang auf ihn wartet. Der zweite Teil erzählt die Geschichte von Parks Heimkehr, wie er mit Allie eine Familie gründet, aber dann doch irgendwann wieder von Fernweh geplagt wird. Im letzten Teil rekrutiert Park Ted Rise in einem Gefängnis für die zweite Entdeckungsreise. Als sie in Afrika ankommen, trifft Park einen alten Bekannten wieder.

"Wassermusik" ist eines der Bücher, die über eine schwer beschreibbare Erzählkunst verfügen, die einen so leicht nicht loslässt. Woran liegt es? Das Buch ist 700 Seiten lang und sprachlich zumindest in dieser Übersetzung gar nicht mal so gut. Ich denke es ist einmal Boyles unheimlich dichte Erzählweise. Man denkt oft, der Held sei einer Falle entwichen, dabei liegt daneben eine noch viel größere. Außerdem ist das Buch unheimlich komisch. Man liest z.B., wie man ein Kamel im ganzen gart oder, wie der Held verweifelt bei einer dicken Häuptlingsgattin die Löcher sucht, um ihr Befriedigung zu verschaffen und damit sein Leben zu retten. "Wassermusik" ist gleichzeitig die Lebensgeschichte des Entdeckers Mungo Park wie eine bitterböse Satire auf westliche Arroganz und Ignoranz zur Kolonialzeit.
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am 21. Juni 2005
alle achtung. knapp 700 seiten keine langeweile.
einer dieser schmöker, die man nur ungern aus der hand legt, jede gelegenheit nutzt, ihn wieder aufzunehmen,
da weiterzulesen, wo man gezwungen war, aus der wüsten, wilden, fesselnden geschichte auszusteigen.
hervorstechend ist natürlich bei diesem buch die parallele entwicklung mehrerer charaktere.
dennoch bleiben hier die einzelnen geschichten auf geschickte weise miteinander verwoben, anfangs hat man davor nur eine ahnung, bald wird es gewißheit.
so streicheln sich die handlungsstränge, um sich später miteinander zu vereinigen. diese finesse ist dem autor hoch anzurechnen. er verliert sich und sein personal nicht, sondern kümmert sich zeitgerecht und intensiv um jeden einzelnen.
die beschreibung der figuren gelingt, ist warm und ehrlich, frei von pathos und dennoch menschlich, begegnend.
die geschichten sind verwegen und dennoch nicht grenzwertig, sie sind vorstellbar, erlebbar und zeugen von den menschlichen möglichkeiten, den gratwanderungen unserer spezies, von ihrem reichtum, ihrer leidensfähigkeit, ihrem willem zum leben, zum dasein.
das existenzielle bis auf die spitze getrieben oder das humanoide reduziert auf das wesentliche, als würde man sich seiner bloßen haut gewahr.
boyle zwingt den leser in das geschehen, reißt ihm die kleider vom leib und setzt ihn neben den jeweiligen protangonisten in eine welt des täglichen kampfes, des ringens ums überleben.
wer sich dem entziehen kann, muss frei von phantasie sein oder unter lrs leiden.
fünf sterne für diesen meilenstein im oeuvre des herrn boyle.
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am 22. Januar 2016
tcb ist hier unschlagbar. selten ein so spannendes und unterhaltsames buch gelesen. tcb bringt es auf den punkt, verschiedene zeitabläufe aufzuzeigen. was tut einer in afrika, der andere zur gleichen zeit in england. ich bin begeistert und kann das buch absolut empfehlen. l
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am 6. November 2009
Wassermusik geht an dieser Stelle in die Liste meiner persönlichen ewigen Top-10 Liste ein.
Es berührt, es ist nah, es ist so furchtbar komisch wie tragisch. Es beschreibt das Leben, welches noch viel härter ist als das eigene, auch wenn dieses schon manchmal über die Stränge schlägt.

In der Handlung lesen wir zunächst über die nicht miteinander verknüpften Wege des jungen Entdeckungsreisenden Mungo Park, Ned Rise und einigen weiteren Akteuren, die sich gegen Ende des Buches wie durch ein Wunder alle treffen. Alle Wege sind geprägt von tiefer Menschlichkeit, von Mißgeschicken, von Glück, Liebe, Pech, Abgründen der Menschlichkeit und es geht nah -- ganz furchtbar nah an die Seele.

Und doch gibt es alle paar Seiten einen Grund ganz herzhaft zu lachen, weil nicht nur T.C.Boyle offenbar eine ganz furchtbar reiche Sprache besitzt, sondern auch der Übersetzer ins Deutsche. Wer es schafft, ein Buch mit einem so umfangreichen und gleichzeitig so passenden Vokabular zu übersetzen, dass man sich als Leser kaum vorstellen kann, wie das Original jemals besser gewesen sein kann, der ist ein Profi und dazu hoch talentiert.

Ich habe Leute getroffen, die bezeichnen Marques "100 Jahre Einsamkeit" als eines der besten Werke jemals. Über das Rad der sich ewig wiederholenden Geschichte. Diese Elemente findet der aufmerksame Leser auch in Boyles Wassermusik, von Kindern, die unter tragischen Umständen geboren werden und deren Wiederholung eine Generation später. Aber Boyles schafft es, dieses ohne allzu komplizierte Charakter-Stammbäume darzustellen, für den Leser jederzeit übersichtlich, aber niemals trivial.

So hat es Wassermusik geschafft, sich von den ersten Seiten ein Platz in meinem Herzen und in meiner persönlichen ewigen Top-10 zu erobern. Absolut empfehlenswert - ohne jede Einschränkung!
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am 9. Juli 2003
Ich bin 1991 auf dieses Buch gestossen und habe es 3mal und 9 weitere Bücher von Boyle gelesen.
Allen denen, die es von mir empfohlen bekommen haben, waren begeistert.
Die derbe Sprache und Lebensart des proletarischen Ned Rise und die klerikale-snobistische Lebensart des Park und vor allem seiner Gesellschaftsschicht trifft aufs schönste in diesem Buch aufeinander.
Das Proletarische des 18. Jahrhunderts und der heutigen Zeit liegt doch immer noch nicht so weit auseinander. Sicherlich, der Wortschatz und die Umgebung dieser Menschen hat sich verändert, das Primitive des Menschen ist doch geblieben, ebenso wie das Leben und Denken der achso "besseren" Schicht.
Das Aufeinandertreffen mit anderen Gesellschaftsstrukturen in Afrika treibt dann diese versteckte Gesellschaftskritik zudem auf die Spitze.
Die Beschreibungen Afrikas, der Lebensbedingungen der "Einheimischen" und der Reisenden sind allemal grandios, zumal ich als mehrfacher Afrikareisender auch zum Niger gekommen bin.
Kein anderes Buch von Boyle kommt an dieses heran, Willkommen in Wellville, Samurai von Savannah und Grün ist ist Hoffnung sind auch empfehlenswert, aber Wassermusik ist und bleibt unschlagbar.
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am 18. Oktober 1998
Das Buch spielt um 1800 in Schwarzafrika, in den Slums von London und im schottischen Hochland. Ein schottischer Entdecker versucht mit tatkräftiger Unterstützung eines ehemaligen Sklaven mit Shakespeare-Kenntnissen den Verlauf des Niger zu entdecken und wird dabei mit allerhand Gefahren konfrontiert. Ein Dieb, Betrüger und Zuhälter der sich nicht minder gefahrvoll durch die Londoner Slums schlägt, wird seinen Weg kreuzen. Die Atmosphäre des Buches ist exotisch-abenteuerlich, gespickt mit eklig-drastischen Schilderungen von Schmutz, Mühsal, Krankheit und Not (die Boyle so sehr liebt) und einem gehörigen Schuß schwarzen Humors. Das Buch ist aber nur auf den ersten Blick ein historischer Roman; die Figuren scheinen vielmehr der amerikanischen Gegenwart entnommen zu sein. Die grüne Witwe des Entdeckers gleicht einer New Yorker Ehefrau, und der Entdecker ist eine Variation des modernen Softies, den Boyle so gern durch den Kakao zieht.
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Sprachliche Spannung,literarisches Genie, ab der ersten Seite! T.C. Boyle erzählt ohne alle Tabus das Leben des Entdeckers Mungo Park, der Ende des 18 Jahrhunderts den Verlauf des Nigers erkundet. Dabei beschreibt er Situationen und Personen so sprachgewaltig und deskriptiv, daß man wirklich meint dabei gewesen zu sein: die manische Obsession des Entdeckers trotz schlimmer Krankheiten, erniedrigendster Umstände und tiefer Liebe zu seiner Ehefrau Ailie wird dem Leser glaubwürdig und überzeugend nahegebracht - man wird in den Sog einer unglaublichen Sprachgewalt gebannt - dass man fast körperlich mitzuspüren scheint.

Ich bin begeistert von der Klarheit und Überzeugungskraft der vielen Personen und Nebenpersonen, die T.C. Boyle beschreibt. Sei es die Ehefrau Ailie, die in der Sekundärliteratur nur als Name existiert, sei der Gauner Ned Rise oder die Nebenrolle der Fanny oder der traurigen Gestalt des Georgie Glegg. Alle erweckt Boyle zu Leben, gibt ihnen überzeugende und tiefe Charactere mit Bedeutung für den Verlauf der Dinge. Im Zusammenspiel runden die Figuren die Geschichte ab und stellen die Verbindung zwischen dem exotischen Afrika, dem dreckigen London der Dickens Zeit und dem abgelegenen Schottland sicher.

Ein anderer Rezessent war enttäuscht, daß Boyle sich so stark an die Fakten aus Mungo Parks "Travels through the interior of Africa" gehalten hat. Ich habe das Buch dann auch sofort gekauft und quergelesen und kann nur sagen, daß bei mir der Effekt genau umgekehrt war. Eben daß er sich so treu an die Fakten hält aber die Situationen und Personen durch so viel Kreativität, Fantasie und schriftstellerische Kunst zum Leben erweckt ist für mich einer der Gründe, warum ich das Buch für ganz große Literatur halte. Er hat sich von den Fakten ausgehend eine ganze Geschichte zusammengesponnen mit einem Netzwerk an Personen und Verflechtungen, die durchaus so passiert sein können...aber vorgelegt wurde ihm das nirgends.

Ich kann nur sagen - lesen und entführen lassen.
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