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am 22. Februar 2006
Jeronime D. Salingers Geschichte, die bei der Publikation im Jahr 1951 heftige Kontroversen auslöste, figuriert heute auf zahlreichen Hitlisten des 20. Jahrhunderts und steht als Prototyp des Adoleszenzromans auf jeder Matura-Buchliste. Etwas verspätet hab ich nun dieses Kultbuch mit seiner phänomenalen Wirkung auf die rebellische 68-Jugend ebenfalls gelesen. Seit damals hab ich mich leicht verändert, die Verlogenheit unserer spiessbürgerlichen Gesellschaft indessen ist die gleiche geblieben! Hermann Hesse sagte dazu: "Ob man diesen Roman als Individualgeschichte eines halberwachsenen schwierigen Knaben, ob man ihn als Sinnbild für ein ganzes Land und Volk lese, man wird vom Dichter den schönen Weg von der Befremdung zum Verstehen, vom Ekel zur Liebe geführt. In einer problematischen Welt und Zeit kann Dichtung nichts Höheres erreichen."
Die Handlung umfasst ein Wochenende des 16-jährigen hochsensiblen, aber psychisch labilen Querschlägers Holden Caulfield, der so gerne cool auftritt, seine Verletzlichkeit aber nicht verbergen kann. Nach dem vierten Schul-Rauswurf irrt er durch New York, wo er mit der gesellschaftlichen Heuchelei konfrontiert wird. Wie mancher gute Jugendliche ist er auf dem besten Weg zur Weltflucht und Selbstzerstörung, getrieben von einer Welt, die er nicht versteht und die auch ihn nicht versteht. Sein nur scheinbar arroganter Hass auf diese völlig verwickelte Welt mit ihren Spielregeln ist fast universell, doch er ist kein Rebell, sucht er doch bloss seine Identität. Dabei gilt seine Suche dem Schönen, der einzigen gegen die ideologischen Manipulationszwänge unabhängigen Domäne. Die wahre Schönheit ist ihm wichtig, welche sich dem Menschen offenbart, d.h. in ihm die Fähigkeit eines uneigennützigen Umgangs mit dem Leben weckt und ihn mit dem Leid, Unglück und Dreck der Existenz versöhnt. Holden ist alles andere als eine ungebildete Niete und der Feigling, für den er sich hält, denn in Wahrheit denkt er nie ans Aufgeben und wird dank der Liebe seiner kleinen Schwester und Freundin zum Gewinner. Freunde sind Menschen, die in jeder Situation zu einem halten - im Gegensatz zu Feiglingen, welche psychischem Druck nachgeben und deshalb zu den ewigen Verlierern zählen! Das Sprichwort "Der Gescheitere gibt nach" untermauert nur die Herrschaft der Idioten. In einem Spiel zu unterliegen, ist keine Schande, wohl aber, nicht mehr mitspielen zu können, weil man nicht mehr will. Das ist "Spielverweigerung" und deshalb Feigheit. Feiglinge sind ständig auf der Suche nach sich selbst, werden sich aber nie finden, weil sie sich - obwohl sie sich Realisten nennen - vor der Realität ihres wahren Ichs und ihrer Gefühle fürchten, denn eingezäunt ist ihre Welt. Der Widerspruch zwischen drop-out und Initiation hält sich durch den ganzen Roman, doch nur bei seiner Schwester findet Holden vorerst das Paradies der Kindheit - diesen Zustand der Unschuld und der Kunst, die Wirklichkeit zu lesen -, etwas, was die Erwachsenen längst verspielt haben. Parallelen dazu findet man auch bei Günter Grass' Blechtrommel.
In prägnanter Einfachheit und Intensität springen einem die Sätze entgegen. Der direkte, aggressive Stil pendelt zwischen traurig-witzig und deprimierend-vulgär. Der provozierende Slang wirkt jedoch als sicherer Träger dieser ungekünstelt kunstvoll komponierten Story und verbalisiert Holdens Ekel über die verlogenen Ideale der Erwachsenen aufs Treffendste. Es ist die Poesie eines von der Umwelt vergewaltigten Teenagers auf der Verliererstrasse. Catching - but not for conformists!
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am 31. Mai 2014
Ein Buch, das als Klassiker und Weltliteratur und sonstwas gilt, und das mir vor allem von älteren Herrschaften, Lehrern und anderen Wissensvermittlern empfohlen wurde – und mit dem ich dennoch nie warm wurde.

Holden ist ein durch und durch langweiliger und banaler Charakter, der mir nichts zu sagen hat, dessen Gedankengänge ich belanglos und uninteressant finde. Dessen Geschichte und Werdegang durch das Buch ebenso nichtssagend ist. Und der vor allem in solch einer reizlosen Sprache beschrieben und charakterisiert wird, dass ich mich ernsthaft frage: Warum nur? Warum nur wird so viel Wind um dieses Buch gemacht? Warum ist dieses Buch zu solch einem ikonenhaften Werk geworden?

Ich werde dieses Buch wohl nie verstehen, nie Zugang dazu finden. Selbst als ich ein Jugendlicher war und es gelesen habe, erreichte es mich nicht, sprach es mich nicht an. Das Lebensgefühl eines Jugendlichen? Wirklich? Meines zumindest war es nicht, ich fühlte mich nicht getroffen, nicht berührt, ich war einfach nur gelangweilt. Holden ist ein verwöhnter junger Mann, der aus seinem Internat ausbricht und durch New York streunt. So what?

Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, dass dieses Buch für einige so etwas wie ein Lebensbuch ist, das sie seit ihrer Jugendzeit begleitet. Nun, das mag so sein. Ich dagegen halte es mit anderen Klassikern, Büchern, die meine Lebensbegleiter sind. „Der Fänger im Roggen“ gehört definitiv nicht dazu.
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am 18. November 2014
ein tag im kopfe eines heranwachsenden.
immer wieder erinnerte ich mich des satzes "die jugend ist verschwendet an die jugend".
sehr nah am gedanken des jungen mannes in seiner "denk-sprache" geschriebenes ist natürlich nicht immer angenehm zu lesen - trägt jedoch viel zur authentizität bei.
die interpretaion einzelner ereignisse und personen erspare ich mir hier, denn jeder kann sich vielleicht an diese schwierige phase seines lebens erinnern um parallelen zum eigenen verlauf zu entdecken.
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am 5. Februar 2016
In jeder Beziehung gut. Sehr schnelle Lieferung. Das Buch wollte ich schon seit Jahren gelesen haben. Nun habe ich es geschafft und habe das Buch mit Genuss gelesen. Jedem der schon vom Fänger im Roggen gehört hat kann ich nur raten es ,soweit nicht schon geschehen, zu lesen
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am 18. April 2015
Ein Buchklassiker - gut geschrieben und in der in der neu übersetzten Version auch sehr gut zu lesen. Buch ist aus den 50-zigern und somit nicht mit neuer Literatur z.B. eines Benedict Wells vergleichbar. Trotzdem sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle. Daher 4 Sterne von mir.
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am 30. Dezember 2013
Ich weiß nicht, ob ich Holden Caulfield auf Anhieb mochte, ich glaube ich habe das Buch einmal angefangen, als ich noch zu jung dafür war, vielleicht mit 12, später, mit 18 fand ich es großartig. Holden fängt einfach mit allen coolen und abgeklärten Sprüchen die Verlorenheit seines Alters ein,das nicht weiß, wo es hingehört. In manchen Hinsicht ist er eine Satre-artige Figur, die sich treiben lässt und ohne Orientierung ins Leben stolpert, auf der Suche nach Gefühl und Emotion. Ein Teil des Grundes ist vielleicht auch das Geheimnis, das um sein Leben rangt. Schließlich ist dies sein einziger Roman, danach zog er sich völlig zurück und eigentlich verloren sich danach die Rezensenten im Erstellen von Psychogrammen des Autors, der genau das hasste und sich daraufhin noch mehr zurückzog.

Ein absolut lesenswertes Buch, wobei ich die anderen Bücher und Kurzgeschichten des Autors teilweise noch besser finde.
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Der 16-jährige Holden Caulfield fällt in allen Fächern an seiner Universität durch, obwohl er in Englisch erstklassig bestanden hat. Er traut sich nicht nach Hause, belügt die Menschen, die er auf seinen streunenden Wegen trifft, legt ein nahezu neurotisches Verhalten an den Tag und regt sich über jede Kleinigkeit auf. Er weiß nicht was er beruflich machen soll, er hat auf nichts Lust, er sieht nur einen Sinn als "Fänger im Roggen", der die Kinder davor bewahrt in einem Roggenfeld in den Abgrund zu fallen.

Der Roman gewährt einen Einblick in das Seelenleben einer etwas verrückten Figur. Caulfield scheint exzessiv zu leben, sein Umfeld bemerkt es, er aber nicht. Er umschreibt auf den Punkt und doch grob seine Ängste, das was ihn am meisten in Rage versetzt und seine Freuden. Er ist ein sozialer Außenseiter und glaubt aber die anderen seien es, insofern sieht er die Welt verkehrt herum. Die große Überraschung kommt für den Leser jedoch erst im letzten Kapitel, als Caulfield erst erwähnt wo er sich genau befindet, wie er heute zu seinem Leben steht und einige Menschen, die er früher gehasst hat sogar plötzlich vermisst: Es stellt also eine plötzliche Meinungsänderung dar. Somit könnte man dieses Werk als Zeugnis eines Irren und Wirren bezeichnen, eines scheinbar ungefährlichen Psychopathen, der jedoch bestimmt zuschlägt, wenn man es am wenigsten von ihm erwartet. John Lenonns Mörder, Mark David Chapman, hat wohl genau nach diesem Muster gehandelt, zumal er seit seiner Kindheit von diesem Werke Salingers begeistert, ja besessen ist.

~Bücher-Liebhaberin~
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"Was? Wie alt war der Autor?" So war die Reaktion, als ich mich neulich generationsübergreifend mit einem Leser der Zielgruppe (Junge, 17 Jahre alt) über das Buch unterhielt. Er hatte es gerade ausgelesen, meine Erstlektüre liegt mittlerweile über zwanzig Jahre zurück. Und wie erstaunlich ähnlich unsere Eindrücke waren. Außer, dass er gedacht hatte, dieser Salinger, der könne kaum älter als Holden gewesen sein. Vielleicht so um die zwanzig. (Okay, Salinger war auch tatsächlich erst Anfang zwanzig, als die ersten Stücke des späteren Roman entstanden. Er war Anfang dreißig, als das Buch dann erschien).

Aber nichts hat sich wirklich geändert, in den nun über sechzig Jahren nicht. Das sch... Erwachsenwerden! Die ganzen Ansprüche, die von den Eltern und Lehrern dauernd an die Jugendlichen gestellt werden. Dabei ist man an diesem Alter vorwiegend - und ja, Salinger war vielleicht der erste, der es wagte, das mal auszusprechen - am anderen Geschlecht (oder sogar am gleichen Geschlecht) und an den ersten sexuellen Erfahrungen interessiert. Und - oh! - wie frustriert einen das dann, wenn ausgerechnet der viel zu gut aussehende Zimmergenosse mit der geheimen Liebe ein Date hat! Während man selbst für ihn die Hausaufgaben machen darf, vielen Dank auch. Aber irgendwie... ja, der Gruppenzwang. Nicht uncool sein. Auch wenn man längst von der Schule geflogen ist.

Holdens verzweifelter Kampf zwischen "dazu gehören" und "individuell sein" wollen, zwischen dem Klammern am inneren Kind und dem krampfhaften Spielen eines Erwachsenen (immer wieder die Versuche, in einer Bar Alkohol zu bekommen, das ständige Rauchen), zwischen dem Wunsch, dass ihm bitte jemand zuhört, und der eigenen Unfähigkeit, das Geschwätz anderer zu ertragen... das ist alles zeitlos.
Und sogar die subtile, immer wieder kehrende innere Beschäftigung mit dem Tod. Dem Tod des jüngeren Bruders, aber auch der eigenen Sterblichkeit. Und schließlich der Erkenntnis, dass man doch leben und nicht sterben will, wie besch... die Lage momentan auch ist.
Denn wenn man selbst erwachsen ist, dann kann man endlich alles anders machen.

Für Salinger war die Lösung eine einsame Hütte im Wald. Auch Holden spielt mit diesem Gedanken, auch wenn es in dem Buch wahrscheinlich eher eine Metapher ist, die diese Sehnsucht nach einer "Sendepause" ausdrückt. Denn ganz am Ende merkt er, dass er plötzlich andere vermisst. Auch das kennt man ja. Ist man wirklich einsam, findet man so manchen im Rückblick auf einmal gar nicht mehr so nervig.

Ach so, meine Botschaft aus dem Buch heute wäre: Quäl dich durch die Pubertät, danach wird es wieder besser. Viel besser. Erwachsensein bedeutet nicht automatisch zum "Phony" zu werden, sondern vor allem persönliche Freiheit.
Die Botschaft des jungen Lesers war (und die fand ich besonders schön): du bist nicht allein mit deinen ganzen sch... Problemen.

Die neue Übersetzung hat gegenüber der alten von Böll den Vorteil, dass Holden nun auch im Deutschen mehr wie ein Teenager klingt, und auch seine dauernden Wiederholungen (die echt ganz schön nerven können, aber das ist beabsichtigt) sind nun auch im Deutschen lesbar. Ja, Holden ist kein "Held", er ist schon ein ziemlicher "Loser". Oder doch nicht?
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am 25. März 2015
Es gibt nicht viele Schriftsteller, deren Ruhm sich praktisch auf einen einzigen Roman gründet wie bei Jerome David Salinger mit seinem 1954 erschienenen Klassiker «Der Fänger im Roggen». Nicht nur dass unzählige Schüler und Studenten sich damals mit dem Buch als Pflichtlektüre befasst haben, das Jahrzehnt des Erscheinens seines einzigen Romans wurde in der US-amerikanischen Literaturgeschichte sogar häufig als «Ära Salinger» bezeichnet. Der ungemein erfolgreiche Roman hat die Leserschaft damals schon polarisiert, und er tut es heute immer noch. Was keineswegs gegen ihn spricht, wie ich meine.

Holden gehört nicht zu den Romanhelden, die man sympathisch finden oder mit denen man sich identifizieren könnte als Leser. Als 16-Jähriger hat er Probleme mit dem Erwachsenwerden, verweigert jegliche Leistung, die unabdingbar scheint auf dem Weg ins Leben. Und damit in eine Welt; die er zutiefst verachtet, weil er sie als verlogen durchschaut hat. Wegen seiner Null-Bock-Haltung fliegt er aus dem College und durchlebt eine traumatische Odyssee auf dem Weg nach Hause. Anders als Goethes Werther verzweifelt er an der Gesellschaft, sucht den alternativen Lebensentwurf. Erst spät wird ihm klar, dass er vom einfachen Leben träumt, in einer einsamen Blockhütte mit Frau und Kindern.

In diesem Szenario bewegt sich der nur drei Tage umfassende, einsträngig erzählte Plot, dessen Ich-Erzähler einerseits merkwürdig reif und altklug wirkt, der aber durchaus auch noch kindlich erscheint, insbesondere was seine Sprache anbelangt. An der scheiden sich nämlich die Geister, besser gesagt die Leser, es ist ein unflätiger Slang, der gleich mehrere Probleme aufwirft. Erstens ist so etwas immer schwer zu übersetzen, auch ist der Jugendjargon vor sechzig Jahren ein anderer gewesen als heute, und außerdem besteht generell eine Krux darin, dass die Generationen sich zuweilen auch sprachlich fremd sind. Eine im aktuellen Argot geschriebene Geschichte dürfte auf viele Leser genau so abstoßend wirken, mir fällt da als Beispiel spontan «Axolotl Roadkill» von Helene Hegemann ein. In vielen Rückblenden, oft als Bewusstseinsstrom erzählt, breitet Salinger das Leben seines Helden vor uns aus, er beginnt mit dem Satz: «Wenn ihr das wirklich hören wollt, dann wollt ihr wahrscheinlich als Erstes wissen, wo ich geboren bin und wie meine miese Kindheit war und was meine Eltern getan haben und so, bevor sie mich kriegten, und den ganzen David-Copperfield-Mist, aber eigentlich ist mir gar nicht danach, wenn ihr’s genau wissen wollt». Zu diesem sprachlichen Duktus gesellt sich ein köstlicher, unterschwelliger Humor, so wenn Holden zum Beispiel von seiner Großmutter schreibt: «… sie schickt mir ungefähr viermal im Jahr Geld zum Geburtstag». Oder er sinniert darüber, dass er sich eine Lungenentzündung holen könnte und daran stirbt. «Dann überlegte ich, wie diese ganze Blase mich in einen verfluchten Friedhof steckte und so, mit meinen Namen auf dem Grabstein und so. Um mich rum lauter tote Typen. […] Und dann kommen am Sonntag Leute und legen einem einen Strauß Blumen auf den Bauch und den ganzen Mist. Wer will schon Blumen, wenn er tot ist? Keiner». Er spricht häufig den Leser auch direkt an, so wenn er von seinem früh verstorbenen Bruder erzählt: «Ihr habt ihn ja nicht gekannt».

Die Gedichtzeile von Robert Burns «Wenn einer einen trifft, der durch den Roggen kommt» hat Holden falsch verstanden und «trifft» durch «fängt» ersetzt, in seiner Phantasie sieht er sich nämlich, wie er kleine Kinder fängt, die im Roggenfeld herumlaufen und eine Klippe hinunter zu stürzen drohen. Und auch er fällt letztendlich nicht, er ist geläutert durch seine kleine Schwester, die er innig liebt, die er beschützen will. Genau dies ist das Motiv, das im kryptischen Titel dieses berühmten, aber auch schwierigen Romans anklingt, der zu vielfältigen Interpretationen einlädt über Generationen- und Gesellschaftskonflikte wie auch über sexuelle, moralische und psychologische Aspekte.
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am 4. Januar 2008
Die Geschichte eines jungen Mannes in der schwierigsten Zeit seines Lebens, der Pubertät. Zweifellos ein Thema für seitenweise spannenden, erschreckenden, amüsanten Lesestoff. Aber so richtig sicher bin ich mir nicht, was ich von dem Buch halten soll. Also vom Alter her bin ich nicht allzu weit von der Pubertät entfernt aber irgendwie konnte ich mich nicht richtig in die Hauptperson hineinversetzen. Mit der verwendeten Sprache hatte ich anfangs meine Probleme und irgendwie hat das Buch für mich auch keinen richtigen Höhepunkt. Mir hat es nicht gefallen und alles in allem würde ich es eigentlich auch nicht weiterempfehlen, außer vielleicht an junge Männer in der Pubertät. Die könnten damit vielleicht was anfangen.

Mein Interesse an diesem Roman wurde eigentlich nur geweckt, weil soviel "berühmte" Attentäter dieses Buch bei ihren Taten bei sich trugen (z.B. bei J.Lennon, R. Reagan,etc.) und es auch in dem Film "Fletchers Visionen" auftaucht. Ich wollte wissen ob sich beim Lesen irgendwie ein Zusammenhang entwickelt. Das war für mich das einzige Interessante an dem Buch. Deshalb 2 Sterne.
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