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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
14
Die Mandarins von Paris
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:15,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 1. Oktober 2017
Auch heute noch aktuelle Handlung. Das Buch an sich ist einfach gebunden, kein Schnickschnack. Auch kein Hardcover.
Schreibst der Schriftstellerin ist toll.
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am 9. Februar 2016
Paris, direkt nach dem WW II. Das Buch ist fesselnd geschrieben ... gehört für mich zu den 10 betsen Büchern der europäischen Literatur.
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am 6. März 2014
Dem verliehenen Preis und seiner Berühmtheit kann man nur wenig hinzufügen.
Seit diesem Buch bin ich Anhänger und decke mich mit Büchern von Beauvoir und Sartre ein.
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am 2. Februar 2013
Dieser Roman beginnt zu Weihnachten 1944, zum Zeitpunkt der Befreiung Frankreichs von der deutschen Besatzung und endet Anfang der fünfziger Jahre. Dieses Buch ist äußerst facettenreich und beleuchtet verschiedene Themen. Da sind zunächst die Linksintellektuellen Frankreichs, die nach dem furchtbaren Krieg das Ende aller Kriege anstreben. Ein Spannungsfeld ergibt sich aus der Frage, wie man denn als politisch linksstehende mit den USA umgehen soll; einerseits sind sie dankbar für die Befreiung, andererseits opponieren sie heftig gegen den ungezügelten Kapitalismus in diesem Land. Die Sowietunion scheint das Paradies auf Erden zu sein, bis authentische Berichte von Arbeits- und Umerziehungslagern bekannt werden, die denen der Nazis auffallend gleichen. Der Philosoph Robert Dubreuilh (alter ego J.P. Sartres) versucht, einen Weg zwischen Kommunismus und europäischem Sozialismus zu gehen und den Espoir, die von Henri Perron geleitete Tageszeitung, vor seinen Karren zu spannen. Das überleben letztendlich weder die Bewegung noch die Zeitung. De Beauvoir beschreibt die Richtungskämpfe innerhalb des linken Lagers, die Streitereien zwischen Fanatikern und Pragmatikern, Verrat und gebrochene Freundschaften.
Es geht in diesem Buch auch um die Lebensweise der linken Intellektuellen, die, im Gegensatz zu der von ihnen vertretenen Arbeiterschaft, genug Geld besitzen, um sich schöne Wohnungen, häufige Restaurantbesuche und ausgedehnte Reisen leisten zu können. Ehen ergeben sich eher aus geistiger, denn körperlicher Harmonie, Promiskuität wird gelebt und erwartet, ein munteres Hüpfen von Bett zu Bett.
Einen großen Teil nimmt die Liebesgeschichte Anne Dubreuilh (Roberts Frau und alter ego der Autorin) mit einem amerikanischen Schriftsteller ein. Die beiden leben eine Fernbeziehung, aber nicht in der Art, daß sie sich jedes Wochenende sehen, sondern sie kleben zwei, drei Monate aufeinander und sehen sich dann fast ein Jahr nicht. Anne ist Psychoanalytikerin, zwanzig Jahre jünger als Robert und ist offensichtlich in der Lage, alle Menschen von ihren Komplexen und Depressionen zu heilen, außer sich selbst. „Wer nichts fordert, kann nicht enttäuscht werden“. Diesem Prinzip sind beide nicht gewachsen, denn sie fordert seine Liebe, er seine Freiheit, oder zumindest ihre Bereitschaft, anzuerkennen, daß er sie nicht mehr liebt. Das Ende dieser Beziehung trifft Anne in Mark und Bein und nur langsam findet sie in ihr altes Leben zurück.
Von beklemmender Aktualität ist ein Satz in diesem Buch aus dem Munde eines Bekannten der Dubreuilhs, der sich offensichtlich innerlich bereits dem rechten Lager angenähert hat: „Ich habe begriffen, daß es unmöglich ist, die Demokratie mit demokratischen Mitteln zu verteidigen.“ Dieser Satz könnte auch dem Munde George W. Bushs entschlüpft sein. Meinungsfreiheit wird dadurch verteidigt, daß man sie einschränkt, die Menschen bespitzelt und versucht, das Internet zu zensieren (Patriot Act, ACTA, Military Commission Act, etc.). Parlamentarismus wird dadurch verteidigt, daß man Abgeordnete zu Abstimmungsmaschinen degradiert, die im Schnellverfahren unausgegorene und kaum bekannte Dokumente in Gesetzesrang erheben (Euro Rettungsschirm)...
Ein höchst empfehlenswertes und wichtiges Buch, dessen fast 800 Seiten (in der Taschenbuchausgabe) in drei Tagen weg waren.
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am 7. März 2003
Normalerweise lese ich nicht Bücher dieser Art, aber dieses war unvermeidlich, da ich es mir vor einem Jahr in der 13 durchlesen musste.
Anfangs war ich noch skeptisch, da auch der Einstieg nach meinem Geschmack zunächst etwas irreführend war.
Allerdings entwickelt sich nach und nach eine Geschichte, die fesselt und einen auch verfolgt, wenn man das Buch bereits zur Seite gelegt hat.
Wer auch einen kleinen Einblick in die uns Männern unverständliche weibliche Psyche haben will, sollte sich dieses Buch unter diesem Gesichtspunkt einmal zur Brust nehmen.
Für dieses Buch also beide Daumen hoch, empfehlenswert auch für jüngere Leser.
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am 27. August 2011
Die Mandarins von Paris sind die intellektuelle Elite des Landes. Der Krieg ist aus und das literarische Paris erwacht aus seiner Lethargie. Der Roman dreht sich um die Beziehungen des Paares Henri Perron und Paule, den Eheleuten Anne und Robert Dubreuilh sowie deren Tochter Nadine. Sie beschreibt die Zeit mit Albert Camus und J.P. Sartre. Die Romanfiguren charakterisiert sie in ihren äußerlichen Grundzügen, wie sie dem Publikum in Erscheinung getreten sind. Henri Perron (Albert Camus) ist ein Journalist und Schriftsteller, der in den Kriegsjahren eine Zeitung herausgegeben hat. Sie beschreibt den Roman aus der Sicht von Henri und Anne, die sie selbst verkörpert. Die wechselnde Sicht bringt die Geschichte ins Rollen. Es geht um Politik, den Kommunismus, ob man ihm sich zuwenden sollte und so weiter. Robert ist der Gegenspieler von Henri. Er möchte ihn für seine Sache gewinnen. Robert hat ein linke Organisation (SRL) gegründet, die den Kommunisten gegenübersteht, er möchte Henris Zeitung für sich gewinnen. Er gewinnt ihn für sich und es entbrennt ein Kampf um seine Zeitung. Mit der Zeit wird seine Zeitung mehr und mehr von der SRL vereinnahmt.

Auf der anderen Seite stehen die Liebesbeziehungen der Akteure. Nadine steht zwischen den beiden Paaren und lebt das ungenierte Leben. Der Roman lebt von den Spannungen zwischen den Personen. Ob es die Liebesaffäre von Anne zu Lewis ist oder die Liebschaft von Nadine zu Henri. Es sind Diskussionen in Cafés, der Redaktion oder bei Freunden. Sie beschreibt sehr schön ihre Sicht auf die Dinge. Die offenen Beziehungen sind ein Spiegelbild ihrer eigenen. Simone de Beauvoir schreibt in langen Passagen und fliegt in manchen Situationen durch die Szenerie. Dies macht den Roman nie langweilig.

Bei Simone de Beauvoir ist alles Fiktion. Albert Camus kritisierte ihr Buch. Er empfand es als einen persönlichen Angriff. Einige Jahre zuvor hatte er sich mit Sartre überworfen. Er empfand es als eine persönliche Abrechnung mit ihm. Simone habe die Tatsachen verdreht und ihm alles Schmutzige angehängt. Der Gegensatz dieser Auseinandersetzung ist die zwischen dem Humanismus und der Ideologie Sartres. Camus steht wie Henri auf der Seite der Menschen. Sartre steht auf der Seite der kommunistischen Sache. Für ihn tritt alles andere in den Hintergrund. Eine Verurteilung der sowjetischen Lager kam für ihn nicht infrage. Camus stand auf der Seite der Menschen und verurteilte das System. Simone de Beauvoir stellt diesen Konflikt sehr gut dar. Obwohl sie die Parallelen leugnete. Für sie waren die Figuren rein Fiktion. Sie vermischt erlebte Geschichte und Fiktion miteinander.
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am 22. Juli 2016
ich habe "Die Welt der schöne Bilder" mit 24 gelesen und es hat mich ein wenig gelangweilt, so fremd war für much die beschriebene Welt.
Jetzt, fast mit 50, habe ich es mit anderen Augen gelesen und mich darin gefunden. Vielleicht braucht man Alter, um die Gedankenwelt der Protagonistin, Laurence, nachzuvollziehen.
Es geht um ihre Flucht von der Suche nach Sinn, mit ständiger Aktivität (Arbeit als Werbeexpertin, Familie und zwei Kinder, Liebhaber...). Das Aufwachen der gleichen, eigenen Fragen bei der Tochter, zwingt sie wieder zum Konfrontation mit diese Fragen: Wofür lebt sie? Wofür existiert sie? wofür die Anderen?
Für Gläubigen, die diese Frage für sich entschieden haben, vielleicht überflüssig. Andere werden interessante Einblicke finden: zB die kritische Analyse der Mutter ( "wer spielt sie heute?" " sie will nur Sicherheit, Respektabilität") aber auch das Erwachen aus der Illussion über das vermuttete Geheim des vergötterten Vaters - der am Ende auch wie alle Anderen nach externen Annerkenung hungert.
Für mich, zum
Nachdenken sehr hilfreich
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am 17. Januar 2013
Ich habe schon viel von ihr und über sie gelesen und bin eine Anhängerin ihrer Lebensweise. Darum war das Buch noch wichtig für mich.
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am 5. September 2002
Die „Mandarins von Paris" sind wahrlich ein Meisterwerk Simone de Beauvoirs, in dem private Schicksale und Zeitgeschichte perfekt miteinander verknüpft sind. Dank einer präzisen Herausformung unterschiedlicher und erfrischend lebendiger Charaktere und einer äußerst dichten, an keiner Stelle langweiligen Erzählweise ist ihr ein hervorragender zeitgeschichtlicher Roman über die politische Entwicklung in Frankreich in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg gelungen. Schauplatz der Geschichte ist natürlich Paris - wenn auch Abstecher in die USA, nach Mexico oder Portugal enthalten sind. Auf zwei Erzählebenen wird der Leser am Beispiel des Journalisten Henri und der Psychologin Anne in die Welt der Pariser Intellektuellen entführt. Interessant hierbei ist der Erzählstil: während die Geschichte Henri's in der dritten Form geschrieben ist kommt die Psychlogin Anne bei der Darstellung ihrer Erlebnisse und Sichtweisen direkt zu Wort, was ihrem Charakter noch mehr Tiefe verleiht. Als Ehefrau der Hauptfigur der „Mandarins" steht sie eher abseits der politischen Diskussion, sucht lieber nach ihrem persönlichen Glück als nach einem möglichen Allgemeinwohl. Daraus ergibt sich eine für den Leser spannende und schöne Liebesgeschichte, welche die Autorin hervorragend in die Rahmenhandlung einzubetten versteht. Aus Henri's Geschichte dagegen gehen die ganze Zerrissenheit und der Zerfall der einst durch die Résistance geeinten Pariser Intellektuellen sowie der Niedergang des französischen Kommunismus hervor. Aber auch hierbei kommen das Thema Liebe und die mit ihr verbundenen Probleme nicht zu kurz und werden mit den politischen Fragen der damaligen Zeit verwoben. Dies wird am deutlichsten, als Henri vor die Wahl gestellt ist, aus vermeintlicher Liebe zu einer Frau vor Gericht einen Meineid zu schwören oder einen Denunzianten zu überführen. Sehr empfehlenswert!!
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am 19. April 2001
Simone de Beauvoir beschreibt in diesem Buch das Leben von Laurence, einer erfolgreichen, schönen, jungen Mutter, der es im Leben an nichts fehlt. Sie bedient sich am Luxus, ohne groß darüber nach zu denken. Den Kick holt sie sich bei ihrem Liebhaber. Bis sie eines Tages ihre ältere Tochter mit der Frage nach dem Sinn des Lebens konfrontiert. Von da an ändert sich vieles. Laurence erkennt die Oberflächlichkeit und Langeweile ihres Lebens mit den dazu gehörigen Personen. Lediglich in ihrem Vater sieht sie eine Ausnahme. Doch auch hier werden ihr bei einem gemeinsamen Urlaub die Augen geöffnet. Die Geschichte ist leicht und flüssig geschrieben und gewinnt unmerklich an Komplexität. Die anfängliche Langeweile des beschriebenen Lebens wird bald ersetzt durch eine Schwere, ähnlich einem gewaltsamen Entreissen aus einem schönen Traum. Und es ist mitunter beklemmend, den Schmerz des Infragestellens einer scheinbar heilen Welt mitzuerleben. Nach und nach treten bei einem selbst Fragen zum eigenen Leben auf, unabhängig von Lebensstandard oder dem Aktionszeitraum.
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