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am 17. Juli 2006
... ist Frühstück bei Tiffany ganz und gar nicht. Das Buch handelt von der Freundschaft eines Schriftstellers (Ich-Erzähler) mit einer 19-jährigen jungen Frau namens Holly Golightly, die in der Wohnung unter ihm haust. Holly, die als Kind von zu Hause weglief, mit 14 Jahren einen mehr als 30 Jahre älteren Mann heiratete (und dadurch Mutter von vier Kindern wurde, die älter waren als sie), schlägt sich zum Zeitpunkt der Erzählung (= Zeit des Zweiten Weltkrieges) durch das New Yorker Leben, indem sie zahlreiche Männer gleichzeitig schamlos ausnutzt. Dennoch ist sie eine schillernde und auch sympathische Figur, vor allem durch die abgeklärte Perspektive des Ich-Erzählers, der ebenfalls ein gesellschaftlicher Außenseiter ist. Hier eine Passage, die Hollys Persönlichkeit ein wenig entschlüsselt:

"Ich wünschte - bitte lachen Sie nicht, aber ich wünschte, ich wäre für ihn noch Jungfrau gewesen, für José. Nicht dass ich etwa den Unmengen eingeheizt hätte, von denen manche reden [...]. Dabei habe ich es neulich nachts einmal zusammengezählt, und ich habe in Wirklichkeit nur elf Liebhaber gehabt - ungerechnet alles, was vor dreizehn passiert ist, denn schließlich zählt das doch wirklich nicht. Elf. Macht mich das zu 'ner Hure? Sehen Sie sich da Mag Wildwood an. Oder Honey Tucker. Oder Rose Ellen Ward. Die haben die ewige Klatscherei so oft betrieben, dass man schon Applaus dazu sagen kann. Natürlich habe ich gar nichts gegen Huren. Manche von ihnen mögen eine anständige Zunge haben, aber alle haben sie keinen inneren Anstand. Ich meine, man kann nicht mit einem Kerl bumsen und seinen Scheck kassieren und nicht wenigstens versuchen sich einzubilden, dass man ihn liebt. Das habe ich nie gemacht. Selbst bei Benny Shacklett und solchen Widerlingen. Ich habe mich sozusagen selber hypnotisiert zu denken, dass ihre schiere Ekelhaftigkeit einen gewissen Reiz hätte. Tatsächlich ist, außer Dok, wenn Sie Dok überhaupt mitrechnen wollen, José meine erste nicht ekelhafte Liebesgeschichte."

Wie Sie sehen: Mit der Hollywood-Komödie hat Capote's Roman nicht viel zu tun!

Ich empfehle das Buch als absolut lesenswert.
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am 30. Oktober 2013
Es erscheint mir ziemlich rätselhaft, weshalb so viele Rezensenten hier Bezug auf den FIlm nehmen, der die Novelle doch so vollkommen verfremdet und - ja - entstellt. Nur kritiker2006 scheint dies auch zu erkennen.

Holly Golightly ist keine prinzipiell unsympathische Figur, im Buch aber wird sehr deutlich, wie wenig Verantwortungsgefühl sie hat, wie sehr sie in den Tag hineinlebt und generell bei keiner ihrer Taten an die Folgen denkt - kurz: wie gedankenlos sie ist. Sie zimmert sich ihre eigene Philosophie zurecht, um ihr Tun vor sich selbst zu rechtfertigen, kann damit aber schon ihren Nachbarn, den Ich-Erzähler, nicht vollends überzeugen.

Eine starke Geschichte über einen selbstgefälligen und rücksichtslosen, dabei aber nicht übermäßig intelligenten Menschenschlag. Lehrreich. Die übrigen Kurzgeschichten im Buch sind kaum mehr als Dreingaben.
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am 21. April 2001
Der Ich Erzähler (dürfte durchaus identisch sein mit Truman Capote höchstselbst) erzählt rückblickend die amüsant-tragisch-verworrene Lebensgeschichte seiner früherin Nachbarin Holly Golitely, welche ständig nachts bei ihm klingelte (da sie eigentlich niemals den Haustürschlüssel mitnahm) oder sich gar auf der Flucht vor einem ihrer (lediglich 11 ) Liebhaber über die Feuerleiter in die Wohnung des Erzählers rettete. Mehr und mehr wird das Dickicht des ungewöhnlichen Lebens der Holly gelichtet. Zwischen rauschenden Parties mit dekadenten Gästen, humorvollen Einzelgesprächen und durch Informationen über Dritte wird das schrillbunte Bild des Lebens der Holly Golitely immer deutlicher. Sie war sogar einmal verheiratet ("Ich wollte wissen wie das ist") und besucht scheinbar (sogar tatsächlich ) aus purer Nächstenliebe einen Gefangenen im Knast. Dieser bringt die naive Holly Golitely in den Verdacht des Drogenschmuggels. Und zu allem Überfluss taucht dann noch ihr Ehemann aus dem Süden überraschend auf. Da bleibt nur die Flucht nach Brasilien.... Liebevoll werden Nebenrollen entworfen und gepflegt (Beispiel: der Chinese in der obersten Etage oder auch der Knastbruder und die Katze!), das gesamte Werk sprüht vor Humor, läßt vielleicht ein klein wenig den Tiefgang vermissen. Dennoch: eine einfühlsame zärtliche Schilderung eines kurzen Stückes gemeinsamer Lebenserfahrung, ein vollauf gelungenes Kunstwerk. Wer das Buch kennt, wird unbedingt den brillanten Film mit Audrey Hepburn sehen wollen.
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am 30. Dezember 2015
Im Werk des in New Orleans geborenen Schriftstellers Truman Capote markiert der 1958 erschienene Kurzroman «Frühstück bei Tiffany» einen Höhepunkt seines vielseitigen Schaffens, das durch seine Tätigkeiten als Drehbuchautor und Schauspieler dem Film stets eng verbunden war. Ein Jahr nach der amerikanischen Erstausgabe erschien der Roman bereits in deutscher Übersetzung, 1961 folgte dann die berühmte Verfilmung des Stoffes mit Audrey Hepburn und machte die Geschichte von Holly Golightly einem weltweiten Publikum bekannt. Wie so oft kann aber auch hier der Film nicht wirklich überzeugen, wenn man ihn mit dem Buch vergleicht, also heißt es selber lesen, will man die berühmte Erzählung unverfälscht und ungeschmälert in allen ihren Facetten goutieren.

Im Mittelpunkt der Geschichte, die zeitlich im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, steht die unkonventionelle 19jährige Holly Golightly, deren in etwa mit «Leichtfuß» übersetzbarer Nachname schon ihren Lebenswandel andeutet, sie schlägt sich frech und unbekümmert als Partygirl durchs New Yorker Nachtleben. Ihre diversen Verehrer nimmt sie erfindungsreich und gnadenlos aus, ohne ihnen entgegen zu kommen, als attraktive Frau auch nur ein wenig von dem zu bieten, wonach sie alle lechzen. Namenlos bleibender Ich-Erzähler ist ihr mutmaßlich schwuler Nachbar, der sich schon bald als einziger echter Freund erweist in einer ansonsten platonischen Beziehung. Denn nicht immer ist Hollys Leben lustig und unbeschwert, und wenn sie den Koller bekommt, das «rote Grausen», wie sie es nennt, dann ist wieder ein Besuch bei Tiffany fällig, dem Juwelier in der Fifth Avenue, - nicht als Kundin, nur der besonderen Atmosphäre wegen, die sie dann immer rasch wieder aufrichtet. Ihr Charme, ihre Cleverness und Unverfrorenheit helfen ihr zuverlässig über alle Klippen. Schlussendlich will sie José heiraten, einen brasilianischen Diplomaten, von dem sie ist schwanger ist und mit dem sie nach Rio de Janeiro ziehen will.

Aber sie hatte vor einiger Zeit unbedarft einen Job angenommen, der ihr jeweils hundert Dollar einbringt, nämlich Sally Tomato wöchentlich im Zuchthaus Sing-Sing zu besuchen. Die harmlos scheinenden Botschaften, die er ihr dabei mündlich mitgibt, werden ihr zum Verhängnis, sie wird verhaftet unter dem Verdacht, für den Mafiaboss gearbeitet zu haben. José trennt sich daraufhin von ihr, um sein Ansehen besorgt. Holly erleidet eine Fehlgeburt, flieht aus dem Krankenhaus und nutzt kurz entschlossen ihr Flugticket nach Rio, danach hört der Erzähler nichts mehr von ihr. Bis eines Tages eine Postkarte eintrifft: «Brasilien war scheußlich, aber Buenos Aires ganz toll. Nicht Tiffany, aber fast. Bin hüftabwärts mit himmlischem Señor verbunden. Liebe? ich glaube nicht. Sehe mich jedenfalls nach was zum Wohnen um (Señor hat Frau und sieben Bälger) und lasse Sie Adresse wissen, sobald ich selber weiß. Mille tendresse.» Diese Adresse aber hat er nie bekommen.

Truman Capote schreibt hier in bester US-amerikanischer Erzähltradition, journalistisch knapp und zielgerichtet mit dem Augenmerk immer auf seiner Geschichte, die er chronologisch erzählt. Sein völlig unprätentiöser Sprachstil ist leichtfüßig wie Hollys Lebensweise, gekonnt angereichert mit Alltagssprache aus dem Milieu einer exzentrischen Lebedame, eine leicht zu lesende, amüsante Satire auf die Schickeria von New York. Denn immer wieder kommt man ins Schmunzeln bei den teils grotesken Situationen, in die Holly und ihr Nachbar unversehens hineinschlittern. Für Buchleser erhellend aber ist auch der Vergleich mit dem vermutlich allseits bekannten Spielfilm. Dort bleibt nämlich von der verruchten Atmosphäre um die lebensgierige Holly so gut wie nichts übrig, die Story wird dank Audrey Hepburn wie mit Zuckerguss serviert, und ein kitschiges Happy End verkehrt schließlich die Intention des Autors geradezu ins Gegenteil. Den Roman zu lesen lohnt sich deshalb allemal!
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Februar 2016
Capote lebte als amerikanischer Schriftsteller von 1924 bis 1984. Diese mit Audrey Hepburn in der gleichnamigen Verfilmung verfälschend sanft-leicht umgesetzte Geschichte der ständig Party machenden und die Männer kühl ausnutzenden Holly Golightly ist ein Kleinod der amerikanischen Literatur der 50er Jahre.

'Breakfast at Tiffany's' war mein erstes Buch von Capote, dessen Erzählstil mir auf Anhieb gefiel. In der Tat: seine Lebensgeschichte ist vergleichbar mit dieser Partymaus Holly Golightly und endet schließlich - nach Bloßstellung seiner Erfahrungen in der Schicky-Micky-Welt mit dem 1975 in Auszügen veröffentlichten, aber unvollendet bleibendem Roman 'Answered Prayers' (auf deutsch 'Erhörte Gebete') - völlig vereinsamt 1984 im Selbstmord. (05.02.16)
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am 2. April 2014
Da ich ein Audrey-Fan bin, wollte ich endlich einmal das Buch, welches die Grundlage zu dem Film war den ich so sehr mag, lesen. Wenn man den Film vorher gesehen hat, ist das Buch ganz okay. Ich weiß allerdings nicht, ob mir das Buch gefallen hätte, wen dem nicht so gewesen wäre.

Die anderen Kurzgeschichten im Buch sind auch okay und kurzweilig - eben aus einer ganz anderen Zeit.
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Auch wenn man den Film nicht kennt, das Buch ist einfach lesenswert. Capote hat damit ein schönes kleines Meisterwerk abgeliefert. Dieses Buch hat einfach "Charme".
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am 19. März 2009
Das vorliegende Taschenbuch enthält vier kurze Erzählungen,
bei denen es einem warm wird ums Herz. Man liest sie auch
ganz gern, obwohl deren Zeit, sofern sie das jemals nicht war,
abgelaufen scheint.
Die kurzen Geschichten haben alle einen omahaften,
pudrig-muffigen, lauen, altrosa Touch.

Besonders interessant finde ich die Frage, wie man auf
die Idee kommen kann, Frühstück bei Tiffany zu verfilmen.
Aber als Stammgast im "Studio 54" (Broadway, New York), der
ja Truman Capote war, fielen einem damals wahrscheinlich
noch ganz andere Dinge ein ...

Fazit:
Heimelig-gutmütige Geschichten von einem Autor, der das
nach außen ganz und gar nicht war.
Man liest's ganz gern, aber irgendwas passt da nicht so wirklich.
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am 9. Juli 2003
Das Buch ist im Vergleich zum Film weniger gut, da Holly wieder zurückgeht und ihn alleine in New York lässt-traurig. Trotzdem gebe ich dem Buch vier Sterne, da ich denke, dass die Grundidee der Geschichte einfach himmlisch ist. Die Ezählweise des Autors ist gutverständlich und die Story mitreisend. Ich finde das Buch sehr empfehlenswert
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