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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
45
4,1 von 5 Sternen
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Wer viel liest und sich für Literatur interessiert, hat bestimmt schon mal davon geträumt, selber ein Buch zu schreiben. Keinen belanglosen Unterhaltungsschinken, sondern ein richtiges literarisches Meisterwerk. Ein Buch, das nicht nach einem Jahr auf dem Grabbeltisch landet und nach zwei Jahren schon ausgemustert ist. Etwas für kommende Generationen, was noch da ist, wenn man selbst schon nicht mehr ist. So ein Buch wie David Wagners „Leben“.

Ja, genau so muss es sein. Ein wahrer Literaturgenuss. Bei dem jedes Wort, jeder Satz perfekt sitzt. Mit einem wunderbaren Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite nicht abreißt. Obwohl eigentlich gar nicht viel passiert. Krankenhausalltag: „Morgens, mittags, abends, nachts. Tagschwester, Nachschwester. Visite, Bereitschaftsarzt. Frühstück, Mittagessen, Abendessen, sonnabends Eintopf, sonntags keine Visite.“

Dazwischen tausend Gedanken. Das, was Menschen durch den Kopf geht, wenn ihnen langweilig ist. Wenn sie an einem trostlosen Ort gefesselt sind. Wenn sie stundenlang auf eine bestimmte Stelle Krankenhaus-Linoleum starren. Wenn der Körper Probleme macht, das eigene Leben seine Selbstverständlichkeit verliert. Ich kenne nur wenige Autoren, die den berühmten „stream of consciousness“ so gekonnt, spannend und zugleich so poetisch zu einem Handlungsstrang formen können. Und dabei auch noch uneitel und authentisch rüberkommen. Und trotz der Thematik nicht mitleidsheischend ins dramatisch Kitschige abdriften. Und alle Fakten gut recherchiert haben. Und sich bei allem eine gewisse Coolness bewahren. Und überhaupt...

Ich bin einfach begeistert. Fünf Sterne für dieses Meisterwerk.
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am 13. August 2013
Ein sehr autobiografischer Roman mti interessanten Blickwinkeln.
Wie reagiere ich auf die Todesbotschaft?
Wie lebe ich mit einem neuen Organ?
... mit einem Teil von einem anderen, toten Menschen?
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am 10. Juni 2017
Für mich eines der besten deutschen Bücher der letzten Jahre. Es ist mehr als ein Roman, mehr als eine Autobiographie, mehr als ein Essay - es ist alles zusammen und noch viel mehr, weil es auf intensivste persönliche Erfahrungen zwischen Leben und Tod zurückgreift, diese in einer bildlich unglaublich starken Sprache neu zum Leben erweckt und Reflektionen darüber anstellt, was das Leben eigentlich ist und was Identität ausmacht. Die Auseinandersetzung und die vielen Querverweise sind teilweise beklemmend, aber bereichern einen auf Tiefste. Ein ganz einzigartiges Buch in der deutschen Literatur. Habe ich schon mehrfach weiterempfohlen.
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am 23. Februar 2013
Wer sich guter Gesundheit erfreut, kann sich schwer vorstellen, wie es einem Menschen geht, der mit einer tödlichen Krankheit leben muss. David Wagner hat einen Roman geschrieben, der in weiten Teilen der eigenen Biographie entspricht.
Autoimmunkrankheit: das ist ein Schreckenswort, denn es bezeichnet eine Krankheit, in der kurz gesagt der Körper das körpereigene Gewebe als fremd ansieht und dagegen ankämpft und es zerstört.

Bei David Wagner ist es die Leber, die diesen Angriffen seitens der eigenen Immunabwehr zum Opfer fällt.

In der Jugend diagnostiziert muss er täglich viele Mengen an Medikamenten schlucken, die ihrerseits zu Befindlichkeitsstörungen erheblichen Ausmaßes führen.

David Wagner schreibt in einem Stil, mit dem oszillierend Tag und Nacht, Wachen und Schlafen als unwirkliches Geschehen erlebt wird. Er ist mit Ende dreißig so krank, dass er im Krankenhaus auf eine Fremdleber warten muss. Die Transplantation wird seine einzige Rettung sein.
Mit wechselnden Bettnachbarn erlebt er eine ganze Welt von "Leben", einmal gut, dann wieder schlecht, Glück, Freude, Verzweiflung und Erwartung halten sich die Waage. Er durchlebt sein eigenes kurzes Leben noch einmal mit den vielen Fragen nach Sein und Wirklichkeit und nach dem Wert des Lebens. Für wen und ab wann lohnt es sich, weiterzuleben?

Fragen, Beobachtungen, Reflexionen, Zweifel und Hoffnung bestimmen den Tag. David Wagner bleibt dabei selbst ein distanzierter Beobachter, der sich dem Klinikalltag überlässt. Er verzagt nicht und insgeheim hält er nach der Transplantation Zwiesprache mit dem Spender seiner Leber. Ein Mensch musste zuerst sterben, um ihm zum Leben zu verhelfen. Wie fühlt man sich mit einem fremden Organ und den Gedanken an einen Verstorbenen, den man zumeist nicht kennt?

In diesem Roman wird den zahlreichen Fragen nachgegangen, die Überlebende mit einem Fremdorgan zu bewältigen haben. Unaufdringlich, feinfühlig und umfassend bietet David Wagner seine Erfahrungen an, Wege aus der Krise zu versuchen. Nicht nur der Körper sondern auch die Seele ist verletzt durch das lange Leben in Todesnähe.

David Wagner lebt in Berlin. Er wurde für seine Romane bereits mehrfach ausgezeichnet.
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am 27. August 2014
Ich habe das Buch vorallem aus der Sicht einer ebenfalls an einer Autoimmunhepatitis (AIH) Erkrankten und Transplantierten gelesen. Es hat mich sehr berührt, auch weil an einigen Stellen durch den Umgang mit der Sprache Gefühle und Eindrücke sehr verstärkt werden. In sehr vielem konnte ich mich wiederfinden, weil mein Krankheitsverlauf dem von Herrn Wagner sehr ähnelt. Seien es die Zweifel, Ängste und Rebellion gegen die Krankheit in jungen Jahren oder die beschriebenen Lebens- und Krankenhaussituationen. Andere Fragen habe ich mir so nicht gestellt und boten mir daher eine gute Reflexionsfläche.

Für Betroffene und vorallem deren Angehörige kann ich das Buch nur empfehlen. Mir hat es geholfen, Gespräche zu führen, für die sonst selten Zeit ist.
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am 7. Dezember 2015
Der Autor schildert auf knapp 300 Seiten seine Erlebnisse im Krankenhaus vor und nach einer Lebertransplantation. Der Stil ist gut lesbar, insbesondere in der ersten Hälfte des Buches glänzen gelegentlich sehr schöne lyrische Momente, wofür es eben die drei Sterne gibt. Das Buch ist keine Zeitverschwendung.

Aber:
Die Auseinandersetzungen mit der Lebererkrankung und der Transplantation verlaufen auf einem esoterisch-symbolischem Niveau, wobei freie Assoziationen -- zB der Vergleich mit Prometheus -- für clevere Pointen genutzt, aber selten weitergedacht werden (man denke an Camus' Auseinandersetzung mit einem anderen griechischen Mythos). Die Wikipedia-Recherche zur Geschichte der Transplantationschirurgie liefert einige interessante Denkanstöße, aber auch diese werden nicht weiterverfolgt, sondern nur wie "Weiterführende Links" in einem Blog-Eintrag angeboten.

Die Erzählstruktur ist maximal egozentrisch, was sicherlich gut mit dem Krankheits- und Krankenhaus-Erleben in Einklag zu bringen ist. Man ist in seiner Krankheit stets alleine, und im Krankenhaus meistens auch. Was jedoch sehr unreflektiert und geradezu pubertär rüberkommt, ist dass ein überragender Großteil der erwähnten Figuren aus dem Leben des Erzählers Frauen sind, mit denen der Erzähler eine meist nebenbei erwähnte aber dann doch in den Vordergrund geschobene sexuelle Beziehung geführt hat. Dabei dient der One-Night-Stand allzu oft als Pointe, wo doch eine ehrlichere Auseinandersetzung mit der Beziehung oder der Erinnerung sicherlich spannender wäre. Auch wird immer wieder auf die Schönheit und Sexualität diverser Ärtzinnen, Krankenschwestern, Physiotherapeutinnen, Studentinnen sowie der halluzinierten/imaginierten Organspenderin (!) aufmerksam gemacht. Der Erzähler sieht eine blonde Medizinstudentin, die ihm gefällt, und erinnert sich dann an eine Schulfreundin aus der zehnten Klasse, die ihm auch gefallen habe. Die Anekdote führt rasch zu dem sexuellen Erfolg, was nonchalant eingefügt wird, und endet dann auch schon. Es sind sicherlich ein Dutzend derartiger Schilderung ohne ersichtlichen Mehrwert in diesem Buch zu finden.

Zuletzt noch ein Punkt, der in vielen der kritischen Kommentare hier schon Erwähnung fand: das Kind (das auch nur so genannt wird). Der Erzähler erwähnt es pflichtbewusst immer wieder, oft als zentrales Pro-Leben-Argument, allerdings mit einer absurd wirkenden Distanz. Von einem Roman, der von Introspektion und Reflexion getragen wird, kann erwartet werden, dass eben diese sehr offensichtliche und gewollte Distanz irgendwie thematisiert wird, in irgendeiner Form intelligent behandelt wird. Dies bleibt zugunsten weiterer Don-Juan'scher Eroberungsgeschichten aus.

Das Buch erinnert thematisch und in seinem Blog-ähnlichem Aufbau an das herausragende Buch "Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf. Wer einen ehrlichen und klugen Text über Krankheit, Sterblichkeit, Angst, Liebe und Leben lesen möchte, dem sei an dieser Stelle "Arbeit und Struktur" wärmstenst empfohlen!Arbeit und Struktur
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TOP 500 REZENSENTam 16. März 2013
Dieses Buch ist ein literarischer Genuss, mit Schwächen. Ein innerer Monolog, experimenteller Umgang mit Transplantation, eine Selbstrettung durch sprachlichen Ausdruck. Spätestens jetzt wird man auf diesen Autor aufmerksam werden, wenn nicht schon vorher. Ein Buch, das ohne Genre (z.B. Roman) veröffentlicht wird, und wohl eine Synthese von Lebenserfahrung und Fiktion darstellt. Dass Wagner hier dem Buch das Zitat: "Alles war genauso und auch ganz anders" voranstellt, bringt genau diese Mischung auf den Punkt.

Wer erleben / lesen möchte, wie die Welt eines Menschen aussieht, der sich mit einer Organtransplantation stellen will, dürfte hier bestens beraten sein. Es ist vor allem das Gedankengut, das hier inspiriert, beflügelt, aber auch nachdenklich macht, und uns auf so manche Episode mitnimmt. Erstaunlich, dass jemand der selbst schon früh von Jugend an von Autoimmunhepatitis betroffen ist, mit solch einer Distanz, ohne in emotionale oder dramatische Verflechtung zu verfallen, schreiben kann.

Der Ich-Erzähler ist Hr. W., wie in einem Selbstgespräch, begibt er sich auf eine ganz besondere Art der Selbsterkundung, was bedeutet es auf ein Organ zu warten, welche Gedanken macht Hr. W. sich über den Spender, welche Rolle spielt hier Dankbarkeit dem Spender gegenüber, was bedeutet es eigentlich ein Organ eines anderen Menschen in sich zu tragen, und was wenn der eigene Körper das Organ nicht annimmt? Wagner selbst hat diese Geschichte wohl durchlebt, und kann auf die eigene Erfahrung zurück greifen.

Als Leser erfahren wir viel über das Thema Lebertransplantation, Wagner erzählt von Bettnachbarn und Zimmergenossen, lässt ihre Geschichten und Episoden erzählen, geht in Rückblenden in Kindheits- und Schulerinnerungen, macht den Spagat zwischen Phantasie, Vorstellung, Erinnerung und Realität. Gerade die Beobachtungen und auch ungewöhnlichen Dialoge etwa wenn er mit der Leber spricht, machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Die Atmosphäre des Todes und des Sterbens ist hier allgegenwärtig, wenn er z.B. von Todesfällen und Todesursachen unterschiedlichster Art von Zeitungen gesammelt, hier für sich selbst sprechen lässt.

Doch nicht nur Schwere und Ernstes wird hier aufgetischt, Leichtes, Beflügelndes, Erheiterndes, ja Komik man glaubt es kaum, anhand der Themas, Wagner schafft das Alles. Wenn er beispielsweise aus dem Spital unbemerkt ausbricht, sich ein Taxi nimmt, und mit Bekannten in einem Restaurant diniert und für 2 Stunden verschwindet, weder im Spital noch im Restaurant wird bemerkt, dass sich W. für 2 Std. abgesetzt hat...(S.46) Noch verrückter wird es, als Wagner auf S. 186 eine Art "Organparty" inszeniert, wenn auch nur in Gedanken, wo sich verschiedene Menschen mit verschiedenen Organen, der gleichen Spenders begegnen...

Im Laufe des Buches nimmt er uns mit, auf seine eigene innere Erkundung, rund um das, was eine bevorstehende Transplantation mit sich bringt, der Autor lässt Anteil nehmen an seiner eigenen Innenwelt, sehr persönlich, sehr intim, manchmal sehr berührend. Wagner haucht Vielem einfach neues Leben ein, oft für Dinge oder Beobachtungen, die wir selbst gar nicht so wahrnehmen. Gar die grossen Fragen, die den Autor vielleicht schon seit Kindheit begleiten, bekommen hier Gelegenheit, ausgedrückt zu werden.* Seine Tochter ist die Kraft, die ihn am Leben hält, auch wenn wir im Grunde viel zu wenig über sie erfahren. Der Tod, ist ein naher Bekannter, dem Hr. W. sich immer mehr vertraut macht. Ein Buch zwischen, einer Verarbeitung von Lebenserfahrung und gleichzeitiger literarischer Gestaltung, gemacht für literarische Gaumenfreuden.

Es ist ein Genuss, dieses Buch zu lesen, selbst wenn mich kurzzeitig kleine Passagen nicht ansprachen, oder es sich etwa im letzten Viertel ein wenig dahin zieht. (Warten, warten etc.) Ein Buch, das die Augen öffnen kann, den eigenen Horizont auf solch ein Thema weiten kann, ein Autor der seine Erfahrung, aber auch sein Schreibtalent zur Verfügung stellt, um den Leser an etwas heran zu führen, was ihn selbst lange begleitet hat. Es ist nicht das Thema an sich, oder vielleicht auch, sondern wie er mit dem Thema umgeht. Spätestens jetzt hat sich David Wagner seinen Platz im Literaturbereich genommen, weil er vor wenigen Tagen nun den Leipziger Literaturpreis erhalten hat, ein Buch das einen reicher macht und es ein Genuss ist, diesen Autor lesen zu dürfen...Dieses Buch ist vielmehr, als nur eine "Krankheitsgeschichte"...

*Zitat:
"Als Kind hatte ich die Vorstellung, dass ich eines Tages an einen Ort komme, an dem ich alles erfahren werde, einen Ort, an dem sich alles klärt, alle Fragen, Rätsel und Probleme. Einen Ort, an dem sich herausstellt, was es mit diesem Leben auf sich hat, was dieses Leben überhaupt soll, wozu ich auf der Welt bin und warum was geschieht. Ich dachte, dass sich dort alle Fragen klären..."

Klare Leseempfehlung.
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am 26. Juli 2015
...die das so oder so ähnlich auch erlebt haben.

Wer, egal aus welchem Grund auch immer, eine ähnlich lange Krankenhaushistorie hinter sich hat, findet sich in vielen dieser Beschreibungen wieder. Die Art und Weise, wie man beginnt, sein Umfeld wahrzunehmen, die Vergangenheit neu beleuchtet und auf links dreht, die Zukunft nicht mehr abschätzen kann und dann auch noch trennen muss zwischen Delirium und Wahrheit - das ist sehr treffend beschrieben und bringt Erinnerungen hoch.
Die Gedanken, die sich rund um das transplantierte Organ drehen, sind sehr ehrlich und offen, regen noch lange zum Nachdenken an und man fragt sich oft: "Wie ist das wohl...?" - um dann festzustellen, daß man das wohl auch nicht so genau wissen will. Vieles wirkt furchtbar trocken und abgebrüht erzählt - aber schlussendlich kommt man irgendwann dahinter: Das ist nun mal das Leben, das man als Kranker hat...auch ein Gedanke, der es wert ist.

FAZIT:
Ein Buch, daß sich leicht liest, aber Eindruck hinterlässt - bei dem, der es kennt, noch mehr. Sehr ehrlich und offen.
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am 19. März 2013
Das Buch lässt sich leicht lesen, die schön kurzen Stücke entwickeln dabei auch einen Sog.
Allerdings: was mich persönlich stört ist die Distanz, mit der der Autor alles sehr rationell beschreibt.
Manche - insbesondere Kritiker - mögen das bewundern, ich empfinde das jedoch als kopflastig, neutral und gewollt cool.
Aber so so eine distanzierte Schreibe macht sich beim heutigen Zeitgeist wohl ganz gut.
Auch der "Pointenzwang" an einigen Stellen ist unnötig.

Ich hab mich beim Lesen gefragt, was macht der Autor denn mit seiner Gefühlswelt.
Welche Gefühle erlebt er und macht er durch?
Die Gefühlswelten werden äußerst selten geschildert, und wenn - z.B. seine Verwirrung - dann kommt das unglaublich sachlich und kühl daher.
Irgendwie nimmt man ihm das nicht ab.

Besonders schlimm finde ich diese Masche "dem Kinde zuliebe".
Nirgends, wirklich an keiner Stelle schildert er die Beziehung zum Kind.
Mit keinem Wort erwähnt er die Verzweiflung oder Liebe zum Kind.
Es wird zwar so dahin geschrieben, z.B. über die Morgenfreude des Kindes, aber dabei bleibt es dann auch.
Aber was für Ängste und Verzweiflung da aufkommen? Fehlanzeige!

Der Autor stellt zwar Fragen, er geht aber den Fragen nicht nach und macht sich nicht auf die Suche nach Antworten.
Er lässt die Fragen einfach so als Fragen stehen. O.k., kann man machen. Besonders erhellend ist das nicht.

An einigen Stellen amüsant und originell, aber insgesamt total überbewertet.

Mich haben Bücher wie Arno Geiger's "Der alte König in seinem Exil" und Schlingensief's "So schön wie hier.." wesentlich mehr beeindruckt, bewegt und mitgenommen.
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am 22. November 2016
Das Buch langweilt mich.... es die unreflektierte Innenschau eines Kranken... bin bei der Hälfte angekommen und frag mich was daran so toll sein soll. Immerhin verspricht der Klappentext eines der bemerkenswertesten Bücher der Gegenwartsliteratur. Bitte was?! Zugegeben, ich bin kein Literaturkenner, aber wenn man das Buch nicht gelesen hat, fehlt einem auch nichts. Absolut nicht bemerkenswert.
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