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  • Jojo
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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
5
4,0 von 5 Sternen
Jojo
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 30. Mai 2014
Nachdenklich, unglaublich traurig und doch tief beeindruckt schlug ich dieses Buch nach den letzten Sätzen zu.

Erzählt wird die Geschichte Martin Montags, einem Arzt aus Leidenschaft, der um seine Patienten und den größten Feind, den Krebs, mit all seiner Kraft kämpft. Dabei trägt er ein Geheimnis aus Kindertagen mit sich herum, an das er durch ein erstes Gespräch mit einem neuen Patienten erinnert wird. Die Begegnung trifft ihn unvorbereitet und wirft ihn aus seiner gut strukturierten Bahn.

Die Autorin hat eine unglaubliche Art zu schreiben. „Jojo“ war mein erstes Buch von ihr und sie hat mich bereits mit den ersten Sätzen gepackt. Sie schreibt schnörkellos, ehrlich und klar. Trotzdem findet man in ihren kurzen Sätzen so viel Aussagekraft, dass es fast schmerzt. Ein ungutes Gefühl war dann auch mein ständiger Begleiter beim Lesen. Obwohl die Handlung eher leise daherkommt, steckt dennoch so viel Dramatik in ihr, dass ich mich nicht in der Lage sah, mich gemütlich in meine Leseecke zu lümmeln. Angespannt verfolgte ich Martins innere Kämpfe, und seine Hilflosigkeit wurde die meinige.

Kann man sagen, dass mir dieses Buch Vergnügen bereitete? Wohl kaum, denn es ist ein traurige Geschichte, aus der ich aber mit einem guten Gefühl herausgehe. Sie wird mich noch lange bewegen und zum Nachdenken veranlassen. Vergessen kann ich sie wohl nie mehr ganz, auch nicht den Stil in dem sie erzählt wurde. Dieser war dann aber doch ein großes Vergnügen, und staunend, wie viel Kraft in Worten stecken kann, wenn man sie so zusammenfügt wie Steinunn Sigurdardóttir. es getan hat, bleibe ich zurück.

Von mir bekommt "Jojo" eine hundertprozentige Leseempfehlung.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Mai 2014
Die heute in Berlin lebende isländische Schriftstellerin erhielt 1995 für ihren Roman „Herzort“ den isländischen Literaturpreis. Nach „Der gute Liebhaber“ und „Das Sonnescheinpferd“ erschien Anfang 2014, in der kongenialen Übersetzung von Colette Bierling, der Roman „Jojo“. Thema des Buches sind die Folgen von Kindermissbrauch, wie zwei erwachsene Männer damit umgehen und wie die Freundschaft zwischen ihnen zu einer starke Überlebenshilfe wird.

Es begegnen sich zwei Menschen, der Arzt und der Patient. Der Radiologe Martin Montag hat eine steile berufliche Karriere hinter sich, der Patient, der Franzose Martin Martinetti hat bisher als Clochard unter den Brücken gelebt. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein können verbindet ein dunkles Geheimnis, etwas was beide in der Vergangenheit erlebt haben. Es ist sicher nicht zu viel verraten, wenn wir erfahren, dass dieser Martin im Alter von sieben Jahren auf dem Schulheimweg von einem Mann vergewaltigt wurde. Ein Erlebnis was er der Mutter unter Tränen mitteilt. Die glaubt ihm das zunächst nicht. Das kommt in der Realität sicher auch häufig vor, dass den Kindern nicht geglaubt wird. Dabei sind die verletzten Kinder auf die Hilfe der Erwachsenen angewiesen. Die Beziehung zu der Mutter ist gestört, wird nie wieder die sein die sie vorher gewesen war. Rettung findet der kleine Martin, weil er Zuflucht bei einer Familie findet, die in diesen Dingen anders denkt.

Eine Seelenverwandtschaft verbindet die beiden erwachsenen Martins. Beide sind humorvoll und beide lieben das Leben. Beide haben ihren eigenen Weg zum Überleben auf unterschiedliche Art und Weise gesucht und gefunden. Die „Deutschheit des Deutschen“ und die „Franzsösischheit des Franzosen“, das sind die Themen, Inhalt der Gespräche, die einen wesentlichen Teil des Buches ausmachen.

Die Autorin fokussiert mit großer Leidenschaft in „Jojo“ die Fragen, wie wir in unserer Gesellschaft mit Kindern umgehen sollten, die unter den Folgen von Kindesmissbrauch leiden. Es ist ein auf unterschiedlichen Reflektionsebenen atmosphärisch dicht arbeitendes Buch, das mit einer Intensität und einer einfühlsamen Sprache von erstaunlicher Präzision daher kommt, die den Leser nicht los lässt und lange nachwirkt.
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am 19. April 2016
Das Buch habe ich mir gekauft, da mein Sohn wie der Hauptheld heißt; Martin Montag. Glücklicherweise ist dies auch die einzigste Übereinstimmung.Denn der des Buches ist seid seiner Kindheit traumatisiert . Als er seinen vergewaltiger in seiner Praxis wiedertrifft wird er depressiv und wohl auch leicht schizophren .
Er schlägt sich mit den Gedanken herum:
- ob er seinen Peiniger mittels unterlassener Hilfeleistung tötem soll,
- ob er sich von seiner Freundin trennen soll oder doch lieber
- Selbstmord begehen oder vorher
- noch die Tochter des Vergewaltigers die ebenfalls psychisch gestört ist retten soll etc.

alles ungare Gefühle , nichts geschieht von alledem. Naheliegendes , den Peiniger anzuzeigen oder selber in Behandling zu gehen kommt warum auch immer nicht in Betracht. So endet dieses Buch in einer unfassbar kitschogen Szene , in der sich der Haupheld und ein anderer Selbstmord Gefährdeter ihre Abschiedsbriefe tauschen und daraus vorlesen .
Das ist Schwulst pur . Hilfreicher wäre gewesen, wenn sich die Autorin bemüht hätte wirkliche Wege aus einem Trauma aufzuzeigen . Es gibt ganze Kliniken, die sich darauf spezialiesiert haben. Dann wäre diese Buch mehr gewesen als ein purer Tränenherausquetscher und hätte wirklich Betroffenen vielleicht einen Weg aufzeig
en können ihrem Problem Herr werden zu können.
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am 28. März 2015
"Jojo" von Steinunn Sigurdardóttir ist eines dieser Bücher, die sich leise anschleichen, Unbehagen hinterlassen und noch eine Zeit mitgehen.

Der Leser landet im Arbeitsalltag von Martin Montag, 34 Jahre alt, Spezialist für Strahlentherapie in Berlin. Ein älterer Patient mit einem jojo-förmigen Karzinom an der Speiseröhre bringt ihn unversehens aus dem Gleichgewicht, sein akribisch geplantes Leben aus dem Ruder. Erinnerungen prasseln auf ihn ein, die zunächst nicht eingeordnet werden können, ein leises Unbehagen schleicht sich ein und baut sich beständig aus.

Anker in Martins Leben sind seine Frau Petra und sein ehemaliger Patient und jetziger Seelenbruder Martin Martinetti, ein Clochard, den er vom Krebs und Alkohol retten konnte, und dem er sich sehr verbunden und vertraut fühlt. Nach und nach setzt sich aus Erinnerungen und Gesprächen ein Puzzle zusammen, enthüllt dem Leser die Vergangenheit dieser beiden Männer und ihr geteiltes Schicksal - lesenswert.
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am 11. Mai 2014
Dieser Roman von Steinunn ist außergewöhnlich, außerordentlich und sehr bewegend; dicht, anrührend, einfühlsam und meisterhaft erzählt - für mich eins ihrer besten Bücher. Die Geschichte hat mich tief berührt, der Martin Montag geht mir nicht mehr aus dem Kopf und aus der Seele.
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