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am 1. Juni 2013
Sachlich und doch vollkommen verständlich für Nichtfachleute und unterhaltsam sowie mit menschlichem Mitgefühl für seine Patienten schildert Oliver Sachs in diesem und noch in weiteren Büchern, welche merkwürdigen Auswirkungen bestimmte Gehirnverletzungen oder Krankheiten auf die Wahrnehmung der Welt, seiner selbst und das Erkenntnisvermögen der Betreffenden haben können. Es handelt sich aber keineswegs um eine bloße Sammlung von Kuriositäten aus der psychiatrischen Praxis. Die Fälle, die der amerikanische Neurologe aus seiner Erfahrung beschreibt, sind nicht nur aufschlußreich für neurologische oder psychologische Forschung, die nach seiner Aussage bis jetzt von einem allzu mechanistischen Weltbild beherrscht ist. Sie können auch für die oft nur in ihren eigenen Ausgangspunkten und Grundsätzen verhaftete Erkenntnistheorie von weitreichender Bedeutung sein.
Das Buch ist gut geschrieben, spannend und anregend für jedermann, für Interessierte aus dem Bereich Medizin, Neurologie und Gehirnforschung, aber auch Psychologie und Philosophie, besonders empfehlenswert.
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am 28. April 2000
Schon der Titel dieses Buches ist doch ein Wurf, oder? „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". Oliver Sacks, Professor für Klinische Neurologie, legt uns damit eine Sammlung von Menschenschicksalen vor, deren Schilderung sowohl durch fachliche Genauigkeit als auch durch - bei einem Naturwissenschaftler nicht unbedingt selbstverständliche - menschliche Wärme besticht. Allesamt sind diese Menschen durch Krankheit oder Unfall aus der „normalen" Wirklichkeit herausgefallen, verfügen plötzlich über enorme Gedächtniskräfte, Wahrnehmungsfähigkeiten und künstlerische Begabungen oder sind auch sozusagen über Nacht Opfer des Ausfalls eines Sinnes geworden: können kein Gleichgewicht mehr halten, keine lebendigen Strukturen erkennen, keine Erinnerungen bewahren.
Auch wenn die amerikanische Originalausgabe schon 1985 erschien hat das Buch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil: Gerade auf dem Hintergrund der Ergebnisse der neueren Hirnforschung beispielsweise eines Sir John Eccles bekommen viele der hier aufgeworfenen Fragen eine neue, nahezu dramatische Dimension. Wird ein Mensch wirklich nur durch seine intellektuellen Fähigkeiten zum Menschen? Oder gibt es da noch ganz andere, von der Wissenschaft bisher eher stiefmütterlich behandelte Bereiche? - Diesen Fragen spürt Sacks in seiner „Fallsammlung" mit viel Humor, mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen nach - und lässt uns teilhaben an der Entdeckung der „erdabgewandten Seite unseres Gehirns", der rechten Hirnhälfte, die in ihren Defekten wie in ihren Überschüssen weit schwieriger zugänglich ist als die linke, Heimstatt von Ratio und Kalkül.
Das beeindruckendste Kapitel hebt Sacks sich bis zum Schluss auf. Dort spricht er von den „Einfältigen", den geistig Zurückgebliebenen, wie sie gemeinhin genannt werden. Und wir begreifen, dass das jüdische Mädchen Rebecca, die zwar nicht zählen, aber begnadet Theater spielen kann, dass auch die Zwillinge, die nicht addieren oder subtrahieren können, aber mit 20stelligen Primzahlen jonglieren als wären es Bauklötzchen, dass diese Menschen uns nötigen, eine Perspektivenkorrektur vorzunehmen: „Normal" ist eine sehr fragwürdige Schublade, und wir können sie vermeiden, indem wir nicht fragen, was diesen Menschen fehlt, sondern was sie uns voraus haben.
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am 16. Juli 1999
Es ist nicht zu leugnen, dass die verschiedenen Fälle neurologisch erkrankter Menschen, über die Dr. Sacks in seinem Buch berichtet, dem Leser einen faszinierenden Einblick in die unermessliche Tiefe der menschlichen Psyche erlauben. Die Komplexität und die damit verbundenen unerforschten Geheimnisse des menschlichen Gehirns werden dem Leser hier durch die von Sacks beschriebenen Defizite seiner Patienten ansatzweise deutlich. Jedes Kapitel schließt man mit den Worten "Kaum zu glauben" ab, denn die neurologischen Auswirkungen der Krankheiten auf die Patienten die Oliver Sacks in seinem Buch beschreibt, entziehen sich unserer Vorstellungskraft und man mag es einfach nicht für möglich halten, dass Defizite oder Veränderungen im menschlichen Gehirn solche Auswirkungen haben können. Sacks überlässt es aber den Lesern selbst zu deuten, was die einzelnen neurologischen Krankheiten über den Aufbau des Gehirns und der Psyche des gesunden Menschen aussagen. Sacks versucht dem Leser klar zu machen, dass die gestörte Psyche seiner Patienten nicht immer nur negativ zu sehen sei und dass viele seiner Patienten gelernt hätten, ganz gut mit diesen Defiziten zu leben. Oft reduzieren sich dadurch einige Kapitel des Buches eher auf lustige Anekdoten. Das hinterlässt leider auch oft den Eindruck, dass Menschen mit ähnlichen Problemen, denen man vielleicht sogar mal im Alltag begegnen mag, eher lustig sind, als dass man sich um sie sorgen müsste. Sacks verpasst mit diesem Buch die einmalige Gelegenheit, bei seinen Lesern das Bewusstsein und den Respekt zu wecken, den sie ähnlich kranken Menschen, die sich nur scheinbar mühelos durch den Alltag bewegen, entgegenbringen sollten. Er versäumt es auch mehr über das menschliche Gehirn selbst zu schreiben. Nur beiläufig wird erwähnt, in welchem Teil des Gehirns vermutlich welche Ursachen zu suchen seien. Ein etwas wissenschaftlicherer Ansatz wäre hier wünschenswert gewesen. Es ist auch zu bemängeln, dass das Buch sich eher wie eine Sammlung von losen Behandlungsprotokollen liest, und dass es ihm letztendlich an einer klaren Aussage fehlt. Am Schluss bleiben nur die Berichte der seltsamen neurologischen Krankheiten dem Leser in Erinnerung, die man als Anekdote gerne dem Nachbarn im Zug weitererzählt, ohne daraus irgendetwas gelernt zu haben. Der Nachbar ist damit genauso schlau wie der Leser selbst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 16. August 2014
Als ich den Titel dieses Buchs las, dachte ich zuerst, der Mann griff nach seinem Hut, weil er seine Frau nicht behüten konnte. Aber so einfach sind die Assoziationen im neurobiologischen System und in der Neuropsychologie nicht. Was an der Neurologie seit Sigmund Freud so fasziniert, sind nicht nur die Anatomie und topografische Repräsentation von Bewegungen und Wahrnehmungen in der Hirnrinde, sondern vor allem auch die auf organischen Ursachen beruhenden Störungen, wie z. B. ein Neglect: Der Kranke begrüßt seine Frau nicht, weil er keinen Begriff mehr von seiner Hand oder sogar einer gesamten Körperhälfte hat. Er spürt auch ihre Berührung nicht. Oder: wenn man ihm einen Apfel zeigt, sagt er: Birne. Die interessanten Episoden, die Oliver Sacks in seinen Büchern nach klinischen und selbst erlebten Fällen erzählt, führen in ein Gebiet ein, das anders als psychiatrische Krankheitsbilder, die neurobiologischen und neuropsychologischen Syndrome beinhaltet. Diese Episoden von Sachs wurden auch als Theaterszenen aufgeführt. Vor einigen Jahren errang das Werkstatttheater in Köln einen anhaltenden Erfolg, als es nichts anderes tat, als neuropsychologische Episoden, wie zum Beispiel Sprachverständnisstörungen, exakt nach dem Lehrbuch der Dualen Reihe Neurologie auf die Bühne zu bringen.
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Sacks ist nicht nur Arzt sondern auch Humanist und praktizierender Menschenfreund. Jedenfalls wird beim Lesen seines Buches deutlich, wie intensiv und aufrichtig er sich um das Wohlergehen seiner Patienten bemüht, auch wenn die Medizin bei schweren Hirnschädigungen bis heute nur wenig Hilfe leisten kann. Die neurologischen Rätsel, die ihm seine Patienten aufgeben, nimmt sich Sack zum Anlass über die Welt, das Menschsein und das Glück zu philosophieren. Dabei schöpft der Autor aus einem großen - und für viele Ärzte wohl eher untypischen - Schatz an Allgemeinbildung. Diese Vernetzung verschiedenster Wissensbereiche, dazu der von herzlicher Menschenliebe getragene Blick auf das Schicksal seiner Patienten, macht die Lektüre zu einer echten Bereicherung.
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am 26. Dezember 1999
Oliver Sacks ist Neurologe an der Universität von New York. In dem Buch „Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte" schildert er 24 spannende Fälle aus seiner Praxis als Neurologe. Das Buch unterteilt nach Art der neurologischen Störung - Ausfälle, Überschüsse, Reisen, Die Welt der Einfältigen. Zu jedem Teil gibt es eine Geschichte, zum Beispiel die von „dem Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte" Beim einem Termin bei Dr. Sacks zur Untersuchung kann der Mann zwar alle Objekte unterscheiden, aber er kann sie nicht richtig erkennen und beschreiben, er weiß nicht, was was ist; Frau - Hut wo ist da bitte der Unterschied? Gerade durch die vielen verschieden möglichen „Defekte" des Menschlichen Gehirns bekommt man eine Gefühl dafür welche komplexen Aufgaben unser Gehirn zu bewältigen hat und wie es funktioniert. Es ist auch für nicht-Mediziner verständlich, fast auf allen Seiten gibt es Anmerkungen und Erklärungen, auch gibt es Hinweise auf weiterführende Literatur .es ist halt ein Sachbuch - aber es ist auch eine sehr spannende unterhaltsame und faszinierende Lektüre. Ich kann es nur empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 29. Juni 2001
Wer dieses Buch aus der rein medizinischen Perspektive lesen will, wer sich Wissen aneignen will über neuropsychiatrische Störungen, wer eine Art Lehrbuch der Neurologie sucht, der ist mit "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" schlecht bedient.
Dieses Werk will weniger als streng wissenschaftliche Abhandlung über die Funktionen oder als Auflistung der Dysfunktionen des menschlichen Gehirns, denn vielmehr als ein kleiner Einblick in die ganz persönlichen Lebenswelten von Menschen verstanden werden, deren Gehirn auf die ein oder andere Weise ein wenig anders arbeitet als das der meisten Menschen, der "Normalen". Diese Menschen werden nicht als die bloße Summe der Symptome ihrer Krankheit, sondern als einzigartige Individuen porträtiert. Dabei ist ihre "Störung" nur ein Aspekt ihres Lebens und ihrer Persönlichkeit. Diese Lebensweisen aufzudecken und nachempfindbar zu machen (wobei es freilich letztlich nur bei dem Versuch des Nachempfindens bleiben kann) ist der Sinn des Werkes. Weil es ein Leben gibt jenseits der Diagnose.
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am 30. August 2014
Der Titel ist und bleibt - insbesondere wenn man ihn anderen gegenüber erwähnt - ungewöhnlich. So ungewöhnlich wie das Buch. Geschichten die ungewöhnlich sind, die aber jedem von uns passieren könnten, wenn eben etwas passiert - im Kopf, im Gehirn. Nicht alltäglich und deshalb umso lesenswerter. Fazit: Lesenswert für alle, die Veränedrungen bei ihren Mitmenschen besser verstehen wollen und Demut zeigen gegenüber der eigenen, so wertvollen, unschätzbaren Gesundheit.
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am 7. November 2016
Eigentlich dachte ich, mir etwas lustiges zum lachen angeschafft zu haben. Leider ein Irrtum - aber egal. Der Inhalt ist eher erst und gar nicht zum lachen und Herr Sacks, ein Psychologe, schreibt eher sehr trocken und wissenschaftlich. Das Buch ist eher etwas für Psychologie-Studenten und Psychiater. Dennoch: Sicherlich ein gutes Buch wenn es den richtigen Adressaten findet.
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am 7. Dezember 2005
Oliver Sacks vermittelt seinen Lesern einerseits Einblick in die Schicksale einiger seiner Patienten, auf der anderen Seite lernt man gleichzeitig einiges über die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns und seine funktionelle Anatomie. Man "begleitet" Sacks sozusagen bei den jeweiligen Fällen, lernt die Personen und ihre Probleme kennen, d.h. die Gründe, die sie zu ihm als Neurologen führten. Und diese Gründe sind, wie man sich anhand des Buchtitels denken kann, teilweise bizarr. Die hier betriebene Veranschaulichung der Störanfälligkeit des menschlichen Nervensystem mag übrigens auf Inhaber eines solchen auch ein wenig beunruhigend wirken... Für medizinisch/neurologisch Interessierte unbedingt zu empfehlen.
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