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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
52
3,3 von 5 Sternen
Cabo de Gata
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 15. August 2013
schade, das Thema hätte etwas hergegeben.
was der Autor daraus macht, hätte man allerdings noch auf 20 Seiten verdichten können, ohne dass die Intensität der Darstellung an Dichte verliert.
Literarisch auf dem Niveau der "Ein Jahr in Andalusien/Londen/Australien/..." - Reihe.

da die Literaturhinweise der Zeit inzw. anscheinend dem Niveau ihres derzeitigen Chefradakteurs entsprechen, werde ich sie in Zukunft sicher kritischer zur Kenntnis nehmen.
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am 14. Juni 2013
Ein Mann nimmt den Zug von Berlin nach Barcelona um von dort aus in's” Paradies mit einem Hauch von Afrika ” zu gelangen. Schon der Weg dahin ist steinig und beginnt mit einem mürrischen Busfahrer und rosa Plattenbauten die den Wegrand säumen. Der Protagonist hofft auf eine lange Busfahrt , denn nichts zeigt erste Anzeichen paradisischer Zustände. Cabo de Gata erweist sich als kleiner Ort mitten in Andalusien, scheinbar nur von Hunden bevölkert die zu jeder Tageszeit an der Promenade promenieren. /( hier erschliesst sich der Begriff Promenadenmischung) . Er findet eine Unterkunft und mietet sich ein um fortan das Dorfleben, 3 Fischer-eine Lahmende, eine Dickärschige, eine Witwe 2 Touristen zu beobachten und zu schreiben. Noch nicht mal warm ist es, denn der Hauch Afrikas weht kühl an der Küste und die Palmen sind zu mickrig um Hängematte mit Mensch zu tragen.

Das es außer den Hunden auch noch Katzen gibt, entdeckt er, als er eines Abends eine Postkarte zum Briefkasten bringt -nach Berlin-Prenzlauer Berg in sein erstes Leben.

Hier aber ist nicht Berlin sondern ein fast trist zu nennendes Dorf in Andalusien, das irgendjemand fälschlichweise zum Paradies deklariert hat. Oder vielleicht ist es doch nicht so falsch, denn die Zeitlosigkeit zeigt sich durchaus als ein Stück vom Himmel.

Außer den Hunden gibt es noch Flamingos und eine rotgestreifte Katze die sich an die Fersen des Protagonisten hängt. Er trifft sie jeden Abend und vermisst sie wenn sie einmal unzuverlässig ist.

Zu spät, da hat sie sich bereits bei iihm einquartiert, bemerkt er das sie trächtig ist und nach einer krallenfesten Auseinandersetzung verlässt sie ihn.

Nur wenig später bricht auch der Protagonist auf.

Die etwas schwermütige langsame Stimmung erinnert an die Atmosphäre in manchen argentinischen Filmen. Der geschichte haftet etwas mystisches an und scheint sich in zeitlupe zu entwickeln. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dieses Buch in einer Nacht durchgelesen. Das ist hohe Erzählkunst und ich würde mir dieses Buch von Eugen Ruge jederzeit noch einmal kaufen.

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am 10. Juni 2013
Ruge bestätigt mit seinem zweiten Buch seine schriftstellerische Kraft. Diese Künstlerreise, dieser Weg des vermeintlichen Scheiterns wird in einer so klaren ruhigen Sprache erzählt, wie sie in der Literatur der Gegenwart nur schwer zu finden ist. Außerdem ist sie mit jener scheinbaren Einfachheit komponiert, wie sie sich nur in der großen Meisterschaft zeigt. Die deutsche Gegenwartliteratur ist, so zeigt sich hier, um einen bedeutenden Autor reicher geworden. Empfindsam, ironisch, unterhaltsam und beinahe tragisch: Ein sehr feines schönes Buch.
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am 17. November 2013
Vielleicht ist es manchmal notwendig seinen Rucksack zu packen,alles hinter sich zu lassen,einen Ort auf zu suchen,der so einsam und trostlos ist,wie es die eigene Stimmung gerade dokumentiert, um in sich zu gehen und nach Monaten der inneren Einkehr,neue bisher unbeschrittene Wege zu gehen.
Der Held in Eugen Ruges Roman "Cabo de Gato" unternimmt eine Reise nach Andalusien, nicht nur um seine Schreibblockade zu lösen,sondern seinem bis dahin etwas ereignisarmen Leben eine neue Zielrichtung zu geben.
Cabo de Gato, Kap der Katzen heißt das Dorf,wo er landet.Er mietet sich,von einer alten Patronin geführten Herberge ein,und fristet dort ein spartanisch, immer von gleichen Tagesabläufen bestimmtes Leben.Er ißt das gleiche Essen,liest in dem gleichen Buch,geht die gleichen Wege am Strand,in dem im Winter so trostlosen Kaff.Abwechslung bringen ein Engländer und ein Amerikaner,die kurze Zeit in dem Dorf verweilen und eine Katze die ihn regelmäßig besucht, von der er zuerst überzeugt ist,das es die Reinkanartion seiner Mutter ist.Der Focus auf die Katze bestimmt sein Leben.
Später packt er seine Sachen und verlässt das Dorf, die Schreibblockade ist geblieben, aber mit einer interessanten Geschichte im Handgepäck.
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am 18. Juli 2013
Eugen Ruges erster Romantitel ist gleichzeitig die Beschreibung meiner Leseerfahrung der "Katzenstätte". Ohne Ideen und unter Verwendung althergebrachter Klischees - das typische literarische Berlin des Prenzlauer Berges und das "kreative" Urlaubsziel Spanien mit den vermeintlichen typischen Charakteren und einem Megahintern (Ruge nennt ihn einfach "Arsch" - erlebt man einen ideenlosen Schriftsteller auf der Suche nach seinem Roman im fernen Andalusien - wohlgemerkt aus der Erinnerung aufgeschrieben - was Eugen Ruge auch auf jeder Seite mindestens einmal mit der Floskel - "Soweit ich mich erinnere" - manchmal auch in leicht abgeänderter Form - bemerkt. Da nützt die Bemerkung des amerikanischens Gastes auch nichts, dass ein Roman nicht immer einer Handlung bedarf, und hilft nicht über die mageren (Sprach)Bilder hinweg ...Aufgerüttelt nach dieser tiefgriefenden Erkenntnis hielt ich die 201 Seiten aus - ohne Belohnung, "Soweit ich mich erinnere".
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am 24. August 2015
Der Ich-Erzähler (mit autobiographischen Bezügen) ist aus seinem bisherigen Leben ausgestiegen und die Novelle beginnt mit der Auflösung seines Haushalts in Berlin (Ruge hat auch Talent zum Humoristen). Ohne rechtes Ziel fährt er erst nach Barcelona und von dort zum südlichsten Punkt Andalusiens: Cabo de Gata. Es ist Winter und selbst dort kalt; der Ort ist von ausgesuchter Hässlichkeit. Trotzdem mietet sich der Erzähler in einer Pension ein, knüpft (wenige) Kontakte zu den Einheimischen (er kann kein Spanisch) und versucht in einem ritualisierten Tagesablauf einen Roman zu schreiben. Das gelingt ihm nicht. Ihm laufen zwei andere Urlauber ("Aussteiger") über den Weg, den engsten Kontakt knüpft er aber mit einer trächtigen Katze. Auch das geht nicht gut. Er reist ab.
Normalerweise sind Romane von Schriftstellern über ihre Schreibhemmung uninteressant und ein großer Wurf ist dieser Kurz-Roman auch nicht, hat aber trotzdem einen gewissen Charme, der die spärliche Handlung trägt.
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am 19. März 2014
Es kann nur so gewesen sein: Nach der hohen Anerkennung seines ersten Buchs, einschließlich der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2011, hat der Verlag vermutlich den Erfolg versprechenden Autor gedrängt, einen weiteren Roman zu schreiben. Allerdings ist dem Autor rein gar nichts eingefallen.
Der Verlag ließ ihm keine Ruhe und so klaubte er die Reste des Ersten zusammen und schrieb das 208 Seiten lange Zweite mit dem Titel ‚Cabo de Gata‘.
Cabo De Gata ist ein in der Provinz Almería im Südosten Spaniens gelegener Naturpark. Genau da spielt der Roman.
Wenn Sie also genügend Fantasie haben und sich ein paar Bilder dazu aus dem Internet ansehen, können Sie auf alle Fälle beim Lesen die schöne Natur genießen. Die Handlung selbst fordert sich nicht, sodass Sie ruhig die Seele baumeln lassen können.
Das wird, denke ich, jenen gelingen, denen Ruges 1. Buch, ‚In Zeiten des abnehmenden Lichts, trotz mehrfacher Aus-zeichnungen, gut gefallen hat.
Mir ist es gelungen.
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am 7. Juni 2013
Nach dem Buchpreis-Gewinn 2011 für seinen großartigen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ sind die Erwartungen an Eugen Ruge und seinen neuen Roman hoch. Doch „Cabo de Gata“ kann diese Erwartungen nicht erfüllen.

Es geht um einen Mann, der seine Wohnung in Berlin kündigt und sein Hab und Gut verkauft oder verschenkt, um mit Hängematte und ein paar Schreibheften eine Art Aussteigerdasein in einem kleinen Hotel am Mittelmeer zu fristen.

Doch was sich in der Theorie verlockend anhören mag, erweist sich in der Praxis als schwierig. Die Menschen in dem kleinen Fischerdorf Cabo de Gata, wo er schließlich landet, sind unfreundlich, und unser Held hat zudem eine handfeste Schreiblockade, sodass er die paar Zeilen, die er Tag für Tag zustande bringt, abends wieder vernichtet.

Beim Lesen stellt sich unweigerlich die Frage, warum der namenlose Protagonist eigentlich nichts an seiner Lage ändert. Er ist frei und könnte sich in den nächsten Bus setzen, um sein Aussteigerdasein irgendwo fortzusetzen, wo es angenehmer ist. Dass er stattdessen nicht viel anderes unternimmt, als mut- und willenlos in den Tag hineinzuleben, macht ihn für den Leser schwer zugänglich. Es fällt schwer, Sympathie für ihn zu empfinden oder sich mit ihm zu identifizieren.

Der Mann versumpft mit fortschreitender Seitenzahl immer mehr. Er spielt ein bisschen Billard mit einem Engländer, verbringt etwas Zeit mit einem Amerikaner und baut – als Krönung des Dahinvegetierens – eine Art (einseitige) Liebesbeziehung zu einer Katze auf. Das alles ist weder besonders spannend, noch sonst wie ergreifend, sondern eher schlichtweg fade.

Gegen Ende hofft man beinahe, dem Aussteiger möge endlich das Geld ausgehen, sodass er gezwungen ist, etwas an seiner Lage zu ändern.
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am 17. August 2013
Es ist erstaunlich und erschreckend was ein Verlag annimmt und druckt, wenn jemand erst einmal einen Namen hat. Das Buch ist weder interssant noch spannend oder witzig. Die Story, eine erfundene Person beschreibt drei Monate seines Lebens in einer Art Tagebuch, ist ungefähr so spannend wie die Beschreibung aus dem Leben einer Schnecke, die jeden Tag am selben Salatblatt frisst. Am Ende des Buches hatte ich eine Allergie auf das Wort "ich erinnere mich".
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am 4. November 2013
Immer wieder will man dem täglichen Trott enfliehen und einfach leben.Das Motiv ist schlüssig. Mit wenigen Mitteln beschreibt der Autor sein Leben in Cabo de Cata, was aber ohne Zukunft ist. Ich war gespannt, wann taucht die Katze, die wie viele eine Freie ist, auf. Schade das es offensichtlich wieder hach Deutschland geht.
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