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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
34
4,9 von 5 Sternen
Schwarzes Eis: Der Lebensroman meines Vaters
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 3. März 2017
Hatte schon länger kein Buch, das mich so gefesselt hat. Großartig und spannend geschrieben. Auch sehr lehrreich in Bezug auf Geschichte.
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am 26. April 2017
Für die heute fast 70-jährigen hilft dieser Roman Geschichte aufzuarbeiten.
Anschaulich und emotional erzählt er von dem schweren Leben in der Stalinzeit.
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am 14. Oktober 2012
Als Lorenz Lochthofen 1958 nach ca. 27 teilweise schrecklichen Jahren in der Sowjetunion wieder zurück in Deutschland ankommt, wollen die DDR-Grenzer ihn zurück in seinen Geburtsort Dortmund schicken.Er wehrt sich, will er doch in der DDR einen richtigen Sozialismus mit aufbauen helfen.

Dank Ostberliner Genossen darf er doch in der DDR bleiben, wird aber nach Thüringen geschickt, denn so richtig traut man ihm trotzdem nicht.

Im Waggonbauwerk Gotha kann er dann als Werkleiter erste Erfolge an der Produktionsfront erwerben und bekommt die größere Aufgabe, das Sömmerdaer Büromaschinenwerk auf Weltniveau zu bringen.
Mit Einfallsreichtum, auch mit Sto-Gramm-Methode sowie skurilen Transistor-Importen gelingt es ihm.
Aber nur kurzzeitig, denn sein Herz streikt wegen diverser anderer Schwierigkeiten im Jahre 1965. Da ist Lorenz Lochthofen 58 Jahre alt.
Im Dezember 1965 erschießt sich dann Erich Apel, der Wirtschaftsexperte der DDR und ebenso wie Lorenz Lochthofen Mitglied des Zentralkomitees der SED aus Protest gegen die sowjetisch dominierte DDR-Wirtschaftspolitik.
Lorenz Lochthofen lebte danach noch 24 Jahre und stirbt erst im November 1989.
Wenn er bei einigermaßen wachem Verstand geblieben war,
müssen für den überzeugten Kommunisten diese 24 Jahre des Niedergangs der DDR auch eine grausame Zeit gewesen sein.
Darüber schweigt der Sohn aber - schade!
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am 2. August 2013
Lebendig geschrieben, eine völlig unbekannte (nicht sehr schöne) Lebenswelt, spannend und Geschichtsbewusstsein fördernd. Einfach gut! Würde mir wünschen, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen!
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 19. September 2012
Der 1953 in Workuta, im schwarzen Eis, geborene Sergej Lochthofen hat mit seinem Buch über seinen Vater, dem zum einen ein Denkmal geschaffen, zum anderen aber hat er ein noch immer nicht ausreichend beleuchtetes Stück deutsch - sowjetischer Geschichte lebendig und eindrücklich geschildert.

Lorenz Lochthofen kommt noch vor Machtantritt Hitlers nach Moskau, studiert an der Universität Marxismus / Leninimus und wird dann ein Opfer von Stalins großangelegten Säuberungsaktion die sich über das gesamte Land erstreckt. Lorenz kann dies fast nicht glauben was ihm da geschieht. Sein Sohn schreibt über ihn: "Er hätte seine Sowjetunion mit Händen und Klauen verteidigt, aber die Machthaber wollten es anders sie holten ihn einfach ab. Nie im Leben hätte er gedacht, dass so etwas möglich sei."

Damit stand der Vater des Autors damals nicht allein da. Millionen anderer Menschen erging es ebenso. Hatte man das Pech ein Deutscher zu sein, galt man als besonders gefährdet. Zwei meiner eigenen Familienangehörigen saßen bis 1955 in sowjetischen Lagern. Von daher kannte ich viele Geschichten innerhalb der großen Geschichte in diesem Buch.

Was mir beim Lesen dieses Einzelschicksals noch einmal sehr bewusst wurde, war, dass dieses Kapitel in der Geschichte zwischen Deutschland und Russland nicht länger als sechs Jahrzehnte zurückliegt und viele junge Leute dennoch heute kaum etwas davon wissen und dass dieses Thema bis heute wenn überhaupt nur am Rand im Geschichtsunterricht behandelt wird.

Autor Sergej Lochthofen spricht in seinem Buch an mehreren Stellen von den Großbaustellen des Kommunismus. Um nichts in der Geschichtsschreibung miteinander zu verwischen sollten wir heute sehr genau auf Begrifflichkeiten achten. Da es einen real existierenden Kommunismus noch nie gegeben hat, kann es auch keine Großbaustellen des Kommunismus gegeben haben. Was Lochthofen hier beschreibt sind Großbaustellen des Sozialismus.

"Schwarzes Eis" ist eine notwendige Erinnerung an die gemeinsame deutsch - russische Geschichte!
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am 24. Dezember 2012
Dieser Roman zeigt auf erschütterne Weise, wie das "Experiment Kommunismus" in der damaligen Sowjetunion und DDR zum Scheitern verurteilt war.
Korruption, Dummheit, Demagogie und Unmenschlichkeiten im Namen der Partei kosteten Millionen Menschen das Leben.
Menschen, die für den Aufbau einer besseren Gesellschaftsordnung, ohne Ausbeutung und Unterdrückung gekämpft und gelebt haben, wurden von den Schergen des Stalinistischen Systems ermordet, ihrer Hoffnung und ihrem Glaubens an das Gute einer sozialistischen Gesellchaft beraubt.
Lorenz Lochthofen, ungebrochen in seinem Lebensmut, seiner Durchhaltekraft, scheitert letztendlich doch an der sozialistischen Bürokratie und Willkür.

Für mich ein Lebensroman, der die Augen öffnet!
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am 25. Oktober 2012
Dieses Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen und hat m.E.auch die vollen Sterne verdient.Es nimmt den Leser mit in die Tiefen eines Schreckensregimes,es macht deutlich,wie einfach sich Menschen in den Dienst einer verblendeten Ideologie stellen lassen,um im nächsten Moment selber von diesem Monster gefressen zu werden.Mein Großvater hat Lorenz Lochthofen persönlich gekannt.Ob er dessen Vorgeschichte kannte,weiß ich nicht.An was ich mich erinnere,ist,daß er voll Hochachtung vor ihm war,was seine klare Linie und seine Leistung bei der Leitung des Werkes in Sömmerda betraf.Nach dem,was mir bekannt ist,habe ich kaum Zweifel an der Darstellung seiner Person durch den Autor.Es ist auch ein Buch,das erschüttert,aber auch nachdenklich stimmt angesichts der sich mehrenden Stimmen,die in den Kanon "es war doch eigentlich gar nicht so schlecht in der DDR"einstimmen.Nein,Sergej Lochthofens Buch offenbart viele Situationen,die die ganze Lächerlichkeit und Dumpfheit dieses Systems aufdecken,aber gleichzeitig seine lauernde Gefährlichkeit und Gnadenlosigkeit gegenüber nicht linientreuen.Lorenz Lochthofen hat sicher an eine Idee geglaubt, die damals noch als Alternative vorstellbar war,doch die sich in der Praxis nur mit mit Angst,Einschüchterung und Zwang durchsetzen ließ,was er wahrscheinlich auch,wenn vielleicht auch spät,erkannt hat.Alles in allem ein gelungener Beitrag zu einem immer noch viel zu wenig beachtetem Zeitabschnitt,der in seinem Schrecken dem dritten Reich in nichts nachgestanden hat.Für sehr treffend halte ich einen Satz im Schlußkapitel:"Stalins Büste vom Sockel zu stoßen,war leicht getan,das "Stalintum" zu überwinden,nicht."
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am 24. Dezember 2012
Ein äußerst beeindruckendes und erschütterndes Buch, dazu so gut geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte und in kürzester Zeit durchgelesen habe. Jetzt wird einem auch klar, warum die Sowjetunion und mit ihr die "sozialistische Staatengemeinschaft scheitern" musste.
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am 30. Juni 2013
Der Vater von Sergej Lochthofen war ein Arbeitskollege meines Vaters im Waggonbau Gotha. Mein Vater hatte mir vor Jahren von diesen Mann berichtet und deshalb war ich auf dieses Buch gespannt. Der Inhalt und die Art des Autors, den Stoff an den Mann zu bringen, sind sehr überzeugend.
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am 15. Februar 2013
Als Widerspiegelung unserer jüngeren Geschichte hat mich die persönliche Schilderung von Sergej Lochthofen bzw. seinem Vater zutiefst beeindruckt und die Machenschaften Stalins und seiner Vertreter empört. Das Buch liest sich spannend, interessant, am Ende in der DDR-Zeit auch heiter. Hier wird wahrhaft geschildert, wie aus Nichts produziert wurde. Vor allem aber das persönliche Schicksal seines Vaters in jahrzehntelanger Haft in Workuta unter unmenschlichsten Bedingungen,sein Überlebenskampf, sein Bemühen die Menschlichkeit zu bewahren und auch die charakterliche Stärke rufen in mir Bewunderung
hervor. Das geht unter die Haut!
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