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Inge Jens erzählt Familiengeschichte anhand eines (notgedrungen) weitgereisten Möbels, eines Mahagoni-Schreibtisches, "Ort einsamer Hervorbringungen", den Mann als "Zentrum seines Lebens" bezeichnete - und er meinte damit tatsächlich vor allen anderen diesen einen Schreibtisch, den er an neuem Ort rasch penibel wieder in den gewohnten Zustand brachte.
Der fast verblüffende Umstand, dass der Tisch seinem Besitzer immer folgen konnte - von München nach Sanary, von Zürich nach Princeton, schließlich nach Pacific Palisades (Los Angeles) - ist freilich nur der Aufhänger für den wohlformulierten Bericht der Mann-Kennerin (man kann auch sagen: -Jüngerin) über das Exilantenleben Thomas Manns und seiner Familie.
Der Text bezieht sich oft auf Manns Tagebucheintragungen und Korrespondenzen. Wer die Tagebücher gelesen hat - die Inge Jens einst, in Nachfolge von Peter de Mendelssohn, betreute - erfährt sicherlich nicht allzu viel Neues, aber doch einiges. Dieses Buch fasst anschaulich die im Ausland ausgetragenen Kämpfe Thomas Manns - und bekanntlich vor allem auch seiner Frau Katja - zusammen, wobei die zur Bewahrung des statusgerechten Wohnens und Arbeitens noch die weniger dramatischen waren (Thomas Mann war ohne Frage komfortverwöhnt und legte, auch in seiner Rolle als einer der populärsten Repräsentanten eines "anderen Deutschlands", größten Wert auf standesgemäße Unterbringung und Lebensumstände für sich und seine Familie).
Inge Jens' Text hebt auch hervor, wie sehr Mann von vielen Seiten in die Pflicht genommen wurde, seinen Einfluss geltend zu machen (und er kam dieser Pflicht nach), um anderen Intellektuellen im Exil ein würdiges Dasein zu ermöglichen.
Ich bin - by the way - übrigens nicht angetan von dem, was Thomas Mann im Exil etwa in Bezug auf die allierten Bombenangriffe auf das Deutsche Reich äußerte ("Deutsche Hörer!"), maße mir aber nicht an, ihn, den Vertriebenen und von der Reichsführung bedrohten, deswegen zu verurteilen.
Um zum Ende zu kommen - "Am Schreibtisch" liest sich, trotz seiner dramatischen Hintergründe, sehr schön. Die gebundene Ausgabe des Buches (Lesebändchen, pipapo) dürfte auch Bibliophilen Freude bereiten.
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am 2. März 2014
Inge Jens hat sich so viele Verdienste erworben durch die mustergültige Herausgabe der TM-Tagebücher, aber mit diesem Buch hat sie sich, ihrem Ruf und ihren Lesern gar keinen Gefallen getan.
"Viele überraschende Einsichten" und eine "ungewöhnliche Nahaufnahme des Schriftstellers TM" verspricht der Umschlag, die Amazon-Seite sogar den Bericht "auch über ihre [Inge Jens'] persönlichen Begegnungen mit der Mann-Familie. Und (...) in einem gesonderten Kapitel ihren Briefwechsel mit Golo Mann" - nichts davon stimmt.
Das Buch hält weder Überraschungen parat noch sind die Begegnungen geschildert noch ist der Briefwechsel mit Golo Mann beigegeben. Der - zugegeben: recht charmant geschriebene - Band wartet lediglich mit den inzwischen mehr als hinlänglich bekannten Fakten der TM-Biographie auf, wobei der Dichter-Schreibtisch und dessen Wanderungen im Gefolge seines Besitzers den äußerst dünnen und bemühten roten Faden liefern, um noch einmal und unter vielen Tagebuch-Zitaten die Stationen der Exil- und Nachkriegs-Phasen im Leben TMs chronologisch abzuspulen. Die "äußere Welt" des Schriftstellers wird geschildert, nicht seine "innere" und schon gar nicht "seine Welt" im umfassenden Sinne (was der Untertitel zwar verheißt, ein so schmaler Band allerdings ohnehin wohl nicht leisten kann).
Biographische Plaudereien zu TM wie diese gibt es zur Genüge. Von der Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin der Tagebücher hätte ich, wenn sie sich denn schon noch einmal zum viel strapazierten Thema TM zu Wort melden wollte, Profunderes erwartet, gern auch ein kritisch-wertendes Wort zum gegenwärtigen TM-Bild in der Öffentlichkeit und der Forschung. So aber ist ein m. E. überflüssiges Buch herausgekommen, zu einem im Übrigen auch recht hohen Verkaufspreis.
Und da Frau Jens es (in ihren Kapiteln zur kalifornischen Zeit) selbst nicht tut, gebe ich meinerseits allen interessierten TM-Freunden hier gern den Hinweis auf den kurzen Filmschnipsel "Thomas Mann in Malibu, Kalifornien", der bei YouTube aufgerufen werden kann und einen ganz entspannten, lachenden (!) Thomas Mann - als Partygast in den 1940er Jahren - zeigt. Da hat man denn wirklich und buchstäblich mal eine lebendige "Nahaufnahme", die in Anbetracht der vielen Porträts und Filmdokumente, die TM ernst und zugeknöpft zeigen, "ungewöhnlich" ist.
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am 22. Januar 2014
Ein wunderbares Buch über Thomas Mann von der Th. Mann Tagebuch Editorin Inge Jens geschrieben. Ein Muss für alle Th.M. Freunde.
Auch wenn man schon fast alles wusste, der flüssige Schreibstil fesselt den Leser bis zum Ende.
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am 12. Februar 2014
Es handelt sich offensichtlich um einen Fehldruck des Rowohlt Verlages: Ganze Passagen des Buches fehlen, andere sind doppelt gefaßt!! Wie kann denn so etwas passieren? Und das soll der buchdiscount kreuchler nicht gewußt haben? Schon seltsam! Möchte das Buch retournieren und volle Unkostenerstattung! MfG Dr. Ulrike Schellong
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