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am 5. April 2018
Ich schätze Reza Aslan als Schriftsteller sehr. Aber dieses Buch sollte man mit etwas Skepsis lesen. Und das sage ich als Atheistin. Dieses Buch ist nicht geeignet für streng gläubige Menschen, denn die würden sich an einigen Stellen etwas ärgern. Aber ansonsten ein gutes Buch.
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am 7. Januar 2018
Reza Aslan ermöglicht außergewöhnliche und plausible Einblicke in die Frühzeit des Christentums und wie alles - auch mit Missverständnissen -begann. Ergänzend dazu unbedingt von Irmgard Bruns "Von der jüdischen Sekte zur Staatsreligion" lesen.
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am 18. Dezember 2014
Allein der Streit um das Buch ist interessant, siehe dazu YouTube.
Ich kann nicht beurteilen, ob all die fachlichen Details korrekt sind. Mir erscheinen sie plausibel und sie passen, soweit ich sie kenne, mit meinen anderen Quellen zusammen. So wirft das Buch ein Licht auf die Diskussion Jesus der Mensch oder Christus der Sohn Gottes. Es fordert zum Nachdenken heraus, natürlich muss jeder selbst seine Schlüsse daraus ziehen. Die Ablehnung, die von evangelikaler Seite artikuliert wird, sollte nicht verhindern sich selbst mit dieser wichtigen Frage auseinander zu setzten. Uns wurde ein Kopf zum Nachdenken gegeben.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 26. September 2016
Andere haben hier die theologische Arbeitsverweigerung des Autoren besser gerügt als ich, daher beschränke ich mich auf das Kuriosum dieses Buches.

Keine Frage - da hat der Autor einen flüssig lesbaren -quellenverzeichnisfreien- Text in Papierform gegossen, der sich dank seiner Seichtheit gut konsuieren und damit verkaufen läßt. Er greift da zu, wo der Mensch Jesus aus Nazareth endet - unter der Strafbegründungstafel am Kreuz über dem Leichnam steht in hebräischer, grichischer, lateinischer und aramäischer Sprache "Jesus von Narareth König der Juden" - folgt man dem Autor überflüssigerweise, denn 99% der Betrachter waren ja Analphabethen.
Sein Diskurs dreht sich einzig um die Frage, ob Jesus ein selbsternannter Thronanwärter auf die Vakanz der Herodianer wider die Römische Protektoratsverwaltung und damit den Kaiser war - oder ob er ein geistliches Reich meinte...

Das eigentliche perfide an diesem Buch ist die Herangehensweise des Autors, der es nicht nötig hat, seine Aussagen irgendwo mit Quellen zu belegen, sondern seine agnostischen Ansichten im historischen Gewand auf die Bühne entsendet und dem Leser einen historisch belegten -und natürlich auch nicht anders auslesbaren- Jesus vorgaukelt, der nicht selber auf den Thron eines befreiten geeinten Israel steigen wollte, sondern mit seinem Dutzend Stellvertretern eine Revolutionsbeweung aufbaute, die ihn überleben sollte - DAS sei der entscheidende Unterschied zu den oft kurzfristig denkenden Zeloten mit prallem Ego gewesen, mit deren Ende auch die Revolutionsbewegungen im Sande verliefen - größtenteil war dieser Sand durchträngt mit dem Blut ihrer Gefolgsleute...

Und genau an dieser Überlegung setzt das ekklesiologisch wichtige in diesem Buche an... nämlich das "Wunder des Dennoch". Trotz des Endes Jesu besteht diese "Widerstandsgruppe" fort, erst in Jerusalem, dann wird einer ihrer heftigsten Verfolger umgedreht und vom gefürchteten Saulus auf dem Weg zur Gemeinde in Damaskus zum Paulus, dem Motor der Internationalisierung, ja Globalisierung der jüdischen Sektierergruppe Jesu'. Schon in den Tagen nach dem Justizmord an Jesus (den der Autor übergeht) geschieht etwas was Herr Aslan nicht wegdiskutieren kann: Die Gruppe aus den Zwölfen, den anderen Jüngern, sie zerstreuen sich nicht, sie fliehen nicht, sie bleiben beisammen - sie harren aus - sie beten zusammen... ...und Jesus erscheint in ihrer Mitte.
Denen, die sich zerstreuen und in ihr Heimatdorf davon eilen aus Jerusalem eilt der Terrorist noch als Toten nach und gibt seine Sache nicht auf sondern terrorisiert sie weiter, er erklärt die Schrift in seimem Sinne und sie erkennen ihn erst, als er das Brot mit ihnen bricht. Dann eilen sie zurück in die Höhle des Löwen - nach Jerusalem. Und hier vergißt der Autor zu erwähnen, daß es sich wahrscheinlich nur um einen von vielen ähnlichen Berichten aus dem Jesusalemer Umland handelt, der exemplarisch in den Kanon aufgenommen wurde.
Das kann der Autor als Hirngespinnst oder wie so oft schon zu Lebzeiten Jesu als nachträgliches "Hinbiegen der Jesusworte" und seiner Taten auf Prophetenworte hin abtun... aber er kommt nicht umhin, daß der Terrorist Jesus und seine Terrorgruppe (und als nichts anderes werden Guerilliakämpfer heute bezeichnet, wenn sie aktuell politisch mißlibig oder unnütz für unsere Regierung oder deren "Freunde" sind - sonst sind es ja unterstützungswürdige Freiheitskämpfer) fortbestanden.

Also ist nach Aussage dieses Buches das Christentum nichts weiter als eine Fortsetzung des antirömischen Freiheitskampfes... und da es Rom als Weltreich nicht mehr gibt ein Nonsens.

Was also ist dann das Christentum - warum bewertet es seit zweitausend Jahre die terroristischen Aufforderungen Jesu nicht so, wie Herr Azlan sie liest, sondern geht einen anderen Weg? Unverständlich werden dem Autor christliche Verhaltensformen bleiben, die hier bei uns tätig seind:

- immer noch predigt die Kirche den Gefangenen Freiheit - z.B. der Jesuitenflüchtlingsdienst in Abschiebehaftanstalten
- seit Jesu Zeiten nährt man die Hungernden - z.B. Franziskanersuppenküche für Obdachlose
- pflegt am die Kranken - wie bei den Malteser- oder Johannieterrettungsdiensten, i den Hospizen
- bestattet die Toten und tröstet die Trauenden - Trauercafé/-gesprächskreise
- gestaltet das Reich Gottes - Arbeit der Bischöfe in der Soziallehre und "Einmischung" in die Politik

...und sogar weltweit:

...richtet der Jesuitenflüchtlingsdienst Schulen, Erstehilfestationen, Krankenhäuser am Rand der Camps ein und übergibt diese den Staaten zur Weiterverwerttung (so im Südsudan z.B.)

Herrn Aslans Darstellung vom Reich Gottes als endzeitlich-kurzfristiges Revolutionsprojekt Jesu' steht einer zweitausendjährigen Kirchengeschichte entgegen, in der neben all dem lauten, politischen und auch fehlerbehafteten, Millionen Hände schweigend und von den Historikern unbeachtet Gutes taten&tun, Leiden linderten&lindern, Hoffnung zusprachen&schenken, Trost spendeten&gaben,sich um Seelen sorgten&sorgen und Frieden stifteten&besänftigen, damit die Historiker eben nichts zu schreiben haben werden.

Das alles im Namen eines mißverstandenen Terroristen???

P.S.:
Sollte ich jemals einen Deschner besitzen, so werden diese beiden ein fröhlich-staubiges Dasein in meinem Bücherregal Seit' an Seit' fristen...
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 2. Mai 2014
Der amerikanisch-iranische Religionist Reza Aslan bewältigt die eigentlich unlösbare Aufgabe, das Leben Jesu aus historischer Sicht zu beschreiben, wofür kaum zuverlässige Quellen zur Verfügung stehen, auf einem logischen und überraschende Erkenntnisse bietenden Weg, indem er Jesum aus dem Hintergrundwissen über seine Zeit beleuchtet, das im Unterschied zum Wissen über Jesum selbst umfangreich ist. Beispiel: Aslan schreibt, die Kreuzigung sei bei den Römern politischen Aufrührern vorbehalten gewesen und alleine die Tatsache der Kreuzigung sage sehr viel über Jesu Einstellung aus und lasse ihn politisch viel radikaler erscheinen, als es die Evangelien durchblicken lassen, deren Autoren nach Erfahrung der furchtbaren Folgen des jüdischen Aufstands lange nach Jesu Tod dem Zelotentum ablehnend gegenüber standen.

Positiv moderierend wirkt sich Aslans liberal-muslimische Einstellung und zugleich seine offen geäßerte Sympathie für den Menschen Jesus von Nazareth. Wer das Buch unvoreingenommen liest, wird für sein Jesus-Verständnis viel gewinnen, egal welche weltanschauliche oder religiöse Position er einnimmt und unabhängig davon, ob er Fachmann oder interessierter Laie ist. Außerdem macht Aslans lebendige Sprache, die eine bildhafte Erdzählweise und solides historisches Wissen in sich vereint und oft zur gut gestalteten historischen Illustration greift, sein Buch zu einer anregenden und angenehmen Lektüre – wenn man anfängt zu lesen, legt man das Buch nicht mehr aus der Hand.

Ein zweites solches Jesus-Buch, vor der Folie der unzähligen und oft dürren theologischen Abhandlungen, wird man kaum finden.
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 24. April 2016
Für historisch interessierte Menschen sehr spannend. Aslan überzeugt auch damit, dass er im Schlussteil abweichende Positionen darstellt. Das ist ein guter Kompromiss: Das Buch bleibt wissenschaftlich, aber auch unkompliziert zu lesen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 16. Juli 2017
Beleuchtet den Ursprung unseres Glaubens mal aus der historischen Perspektive und zeigt, wie sich die Inhalte ueber die Jahrhunderte anpassten. Spannend fand ich es auch, mal einen Einblick in die Zeit von Jesus haben. Stellt alles in ein etwas anderes Licht. Klare Empfehlung.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Juli 2015
Wer über die Zeit Jesu ein gut lesbares Buch sucht, liegt hier genau richtig. Wissenschaftlich auf dem neuesten Stand und auch für Nicht-Theologen gut verständlich geschrieben entwirft Aslan ein erstaunlich prägnantes Bild des historischen Jesus.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Dezember 2017
Das Buch klärt so einiges auf und bringt dem allein die neueste Jesusforschung konsequent nahe. Was wir früher alles nicht gewusst haben.

Es wird schlüssig argumentiert und komplexe Zusammenhänge verständlich nachgezeichnet.

Dennoch wagt es Reza Aslan am Ende nicht, die wissenschaftlichen Erkenntnisse konsequent auf den Punkt zu bringen. Jesus Christus ist ein Hirngespinnst, das Christentum ein Irrtum (wie andere Religionen auch). Nein, er findet sich dann doch um Ungefähren wieder und seine letzgültige Position ist nicht kenntlich. Das ist schade. Dafür ziehe ich ihm einen Stern ab.

Ansonsten: Sehr lesenswert und für jeden skeptischen und historisch interessierten Menschen - und jeder sollte skeptisch sein - ist es eine bereichnernde, lohnende, packende Lektüre.
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am 17. Februar 2014
Das Buch ist nicht das übliche Historienwerk, dazu ist die Quellenlage zu schwach. Dennoch vermittelt es, als gewissermaßen "gefühlte" Historie einen anschaulichen Einblick in die Zeit. Die Schilderung der Grausamkeit dieser Zeit, bedingt durch die innere Zerissenheit des jüdischen Staates und die Ausbeutung durch das Römische Reich, lassen denselben Eindruck zurück, den man auch bei der Betrachtung der neueren Europäischen Geschichte hat.
Dazu die Erscheinung der wandernden Prediger, der Zeloten Johannes der Täufer und Jesus, die als ein Novum den einen Gott und eine Gerechtigkeit verkünden. Die herrschenden Sanhedrin, die ihre Machtausübung geschmälert sehen, nehmen das als Anlass Jesus festzusetzen und den Römern zu überstellen.
Der Autor ist Religionswissenschaftler. Er hat durch jahrelange Studien die drängenden Fragen dieser Zeit exzellent erfasst, was Kritiker in den USA nicht davon abhielt, ihn als Muslem als ungeeignet oder gar als nicht berechtigt für die Ausarbeitung dieses Buches zu beschuldigen. Die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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