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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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4,0 von 5 Sternen

am 19. Juli 2009
Beinahe täglich lesen wir Schlagzeilen von zunehmender Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. In den meisten Veröffentlichungen wird dabei eine geschlechtsneutrale Schilderung und Sprache verwendet. Tatsächlich sind die 'Täter' fast ausschließlich männliche Jugendliche.

Fern von klischeeartigen Erziehungsmustern deckt Edith Wölfl Zusammenhänge von Erziehung, Gender und Gewalt auf. Ihr Buch macht deutlich, wie Entwicklungsräume gewaltfreier Geschlechterverhältnisse erreicht werden können.
Wie kann künftiger Gewalt vorgebeugt werden?
Welche Wege aus gewaltsamer Männlichkeit gibt es?
Die Autorin beschreibt, wie Jungen von männlich bestimmten Gesellschaftsstrukturen und Mythen über dominante Männlichkeit geprägt werden. Individuelle und kollektive Gewaltverringerung sei daher nur auf der Grundlage eines anderen Männlichkeitsverständnisses möglich. So regt die Autorin zum Umdenken an, denn bereits alltägliche Verhaltensweisen gegenüber Jungen und Mädchen verstärken Vorstellungen von gewaltsamer Männlichkeit. Eine Veränderung von Dominanz zu Partnerschaft im geschlechtlichen Kontext wäre ein Weg. Chancen der Gewaltminderung würde als ein wesentliches Element in der Schulentwicklung liegen.

Das Buch bietet Ansätze der Präventionsarbeit und der Jungenarbeit und zeigt, wie Erziehung zu Hause und in Institutionen künftiger Gewalt vorbeugen kann.
Beispielsweise können gewaltreduzierende männliche Leitbilder und alternative weibliche Leitbilder entwickelt, das Böse-Gut-Schemata überwunden, positive Strategien der Angstbewältigung, sowie eine Erweiterung des Verhaltensrepertoires erworben werden.

Ein Literatur-Verzeichnis mit über 200 Titeln belegen das wissenschaftliche Format der Arbeit.

Schriftpsychologen erhalten durch die Lektüre vielfältige Anregung und Einsichten in Verhaltens- und Erziehungsprobleme von Kindern und Jugendlichen. Für die schriftpsychologische Forschung und bei der Erziehungsberatung in der graphologischen Praxis ist das Buch eine sehr wertvolle Lektüre.
Evelin Winands
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