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Kundenrezensionen

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am 31. August 2012
Nun dürfte anhand meiner Bewertung schon deutlich werden, dass ich meinen Vorgängern nicht zustimmen kann ... leider.
Vorweg zu mir: Ich habe mit Lodrik um das Schicksal Uldarts gelitten, mit Boindil und Boendal herzlichst gelacht und Caphalors und Sinthoras Arroganz haben mir mehr als einen Abend versüßt, bin also kein Neuling in den Welten von Markus Heitz.
Zur Geschichte werde ich nciht viele Worte verlieren, da die erste Rezension hier bereits sehr gut und ausführlich ist.

Das Buch war schon- aus Prinzip- vorbestellt, ohne etwas über den Inhalt zu wissen. Als ich es dann vorliegen und den Klappentext gelesen hatte, war mir etwas mulmig, da ich mich fragte, ob ein derartiges Ausholen, um einen Bogen zum nicht ganz kritikfreien vierten Band der Zwerge zu schlagen, wirklich notwendig ist, fing aber dennoch gierig an zu lesen.
Beginn: Ausgezeichnet! Eine Intrige und unschuldig verurteilt in die Verbannung. Das lässt auf eine Rache hoffen, wie sie selbst Klingonen nicht besser vorbereiten könnten. Doch weit gefehlt!

Die Drillinge erinnerten mehr an ein Grüppchen verwöhnter Rotzgören, die lediglich das Glück hatten andere zu treffen, die ihnen den Allerwertesten retten. Die Fügungen, die besagte Beschützer an sie binden, sind zudem mehr als weit hergeholt (und das obwohl "glückliche Wendungen" bei Heitz immer schon eine wichtige Rolle gespielt haben). Selbst als keine Absicherung oder Verpflichtung mehr gegenüber den Drillingen besteht, bleibt alles viel zu ruhig und man fragt sich, ob man es mit Albae oder Elben zu tun hat. Keine Intrigen, kein Hintergehen, keine heimlichen Morde, stattdessen dürfen die Gören schalten und walten, wie es ihnen beliebt.

Gesteigert wird dies, durch das fast schon einfallslose Herausnehmen der Nebencharaktere. "Wir müssen da und da hin" -> "Huch, einer tot" Spätestens hier drängte sich mir das Bild einer Hack 'n Slay Rollenspielgruppe auf, wo einfach NSC's verheizt werden, die der Spielleiter nciht mehr braucht. (Wenn man genau drauf achtet, werden Stufenaufstiege auch hier mit besserer Ausrüstung belohnt.)

So dümpelt die Geschichte vor sich hin. Die Beschreibungen der Unterwelt sind ohne Frage, wie gewohnt, ausgezeichnet, die Ausarbeitung der Reiche gelungen, aber die Geschichte bleibt auf der Strecke. Zu geradlinig, kaum Stolpersteine für die Protagonisten und keine ernsthaften Entbehrungen. Nicht einmal die Intrige zu Beginn entfaltet ihr Potenzial, slebst als einige der Verschwörer im Reich der Drillinge landen. Das Potenzial erscheint, ruft "Da bin ich" und wird auf 10 von 650 seiten in effizienter Albaeart niedergestreckt. (Ähnlich ergeht es übrigens dem Erscheinen Carmondais, der deutlich mehr Würze hätte bringen können.) So bleibt lediglich Tungdils Intermezzo, in dem er den Drillingen deutlich die Show stiehlt. Denn leider sind sie dafür zu platt ausgearbeitet.

Damit zu den Charaktere, denn diese wollen leider ebensowenig in Fahrt kommen. Diejenigen, für die man noch die meiste Neugier hegt, erleiden das Schicksal des Potenzials und die Drillinge, auf die alles aufbaut, stagnieren irgendwie. Sie kann singen ... und lernt kämpfen. Er kann kämpfen ... und wird fanatischer Priester. Er kann kämpfen ... und tut dies weiterhin, ach ja, hat aber einen hervorragenden analytischen Verstand (wie mehrfach betont wird). Damit lässt sich leider auch schon die gesamte Entwicklung der Drillinge zusammenfassen. Und dass sie in ihren Rüstungen gut aussehen, natürlich!

Fazit: Auf keinen Fall eine Empfehlung, um einzusteigen. Man würde ein völlig falsches Bild von den Werken von Markus Heitz bekommen. Für Fans der Zwerge und der Albae wahrscheinlich ein Muss der Vollständigkeit halber. Man hat sie bis hierher nicht alle verschlungen, um nun nicht auch noch das letzte Bisschen Infos zu erhalten. Es scheint, als hätte mit der Brechstange erklärt werden müssen, wieso die Albae- nach all ihren Vernichtungen und Niedergängen- es doch irgendwie in das geborgene Land schafften, um im Vierten Band der Zwerge eine Rolle zu spielen. Ob schlüssig oder nicht, spielte dabei keine Rolle (leider auch nicht die Unterhaltsamkeit und das Herz der Vorgänger). 1 Stern für die Fortsetzung der Reihe, 1 Stern für den kurzen Spaß mit Tungdil und den Nebencharakteren ... leider
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am 20. August 2012
Mit Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade erscheint knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des letzten Albae Abenteuers, bereits das dritte Abenteuer aus der Sicht der gefürchteten Schwarzaugen. Diesmal dreht sich das Abenteuer jedoch nicht um Caphalor und Sinthoras, sondern um drei jungen Albae Sisaroth, Tirîgon und Firûsha. Kenner der Zwerge Bücher werden diese drei als Dson Aklán bekannt sein. Markus Heitz zeigt in Dunkle Pfade" ihre ersten Abenteuer und wie am Ende der Mythos um die Dson Aklàn entstanden ist.

Inhalt (könnte LEICHTE Spoiler beinhalten):

Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade spielt eine ganze Zeit nach dem letzten Albae Band. Um genauer zu sein, der Band spielt zeitlich zwischen dem dritten Band der Zwerge Story und dem vierten Band, welcher auf den Namen Das Schicksal der Zwerge" hört. Die Albae wurden im letzten Band durch die Überflutung eines Säuresees aus ihrer angestammten Heimat Dson vertrieben. Der Alb Aïsolon, bekannt aus den vorigen Bänden als Vertrauter und Freund Caphalors führt nun die verbliebenen Albae an und errichtete ein neues Dson: Dsôn Sómran. Gut geschützt wartet dieses kleine Albae-Reich darauf, von den Unauslöschlichen aus ihrem Exil befreit zu werden, um endlich auch im Geborgenen Land Fuß zu fassen. Was sie nicht wissen, die Unauslöschlichen wurden längst vernichtet.

Dunkle Pfade" hat anfänglich zwei Plots zu bieten, wobei diese stellenweise sogar auf bis zu 6 Nebenplots ausgeweitet wird. Alles fängt damit an, dass die zukünftigen Dson Aklán" (bekannt aus Das Schicksal der Zwerge) scheinbar zu unrecht des Mordes bezichtigt und daraufhin von ihrem eigenen Vater Aïsolon nach Phondrasôn verbannt werden, um dort einen Teil der Unendlichkeit zu überleben, bevor sie geläutert nach Hause kehren dürfen. Doch Phondrasôn ist ein feindseliger Ort, die Strafe kommt einem Todesurteil gleich. Doch es nützt nichts, Sisaroth und Firûsha müssen sich ihres Schicksal ergeben und treten den Gang gen Phondrasôn an, ihr Bruder Tirîgon, welcher nicht angeklagt wurde, begleitet sie aus freien Stücken.

Hier teilt sich die Geschichte, zum einen nimmt die Mutter - später auch Aïsolon selbst - der Drillinge die Untersuchungen auf, da sie nicht glauben kann, dass ihre Kinder diese Morde begangen hatten, zum anderen verlagert sich das Geschehen nach Phondrasôn wo sich die Drillinge ihrer Haut erwehren müssen. Anfänglich ist noch jeder Alb auf sich gestellt, da die Drillinge getrennt werden. Doch sie finden zueinander, doch dies stellt eigentlich erst den wahren Beginn der Geschichte dar. Im Laufe der Geschichte werden viele Fäden gesponnen, weitere interessante Kreise schließen sich und der Leser erlebt, wie die Drillinge zu dem werden, als das man sie aus den Zwerge Romanen kannte. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Tungdil Goldhand, welcher nach dem dritten Teil der Zwerge Bände in der schwarzen Schlucht gefangen wurde. Hier kann der Leser miterleben, warum Tungdil in Das Schicksal der Zwerge" vertraut auf die drei Albae reagierte. Der gesamte Band ist durch viele sich abwechselnde Plots geprägt, die ofmals mit fiesen Cliffhangern aufhören, um in den nächsten Plot zu wechseln. Bald schon entsteht so ein Wechselbad der Gefühle, da man immer, wenn es spannend wird, wieder an einen anderen Ort wechselt, da es dort zumeist, allerdings nicht minder spannen zugeht, kann man diesen kleinen etwas fiesen Kniff des Autors grade noch verzeihen. ;-)!

Und Markus Heitz hat wieder viel zu erzählen, da trifft man auf die unterschiedlichsten Wesen und unterschiedlichsten Abenteuer. Die Albae fanden neue Feinde, aber auch Verbündete und müssen sich verschiedensten Aufgaben stellen. Die einzelnen Abenteuer innerhalb der großen Rahmenstory, an zwei Händen aufzuzählen, dürfte so leicht nicht machbar sein. Dabei kommt jedes Ereignis unverwechselbar und gut durchdacht daher.

Obwohl man sich die meiste Zeit in einem vollkommen neuen Ort der Zwerge-Welt" befindet, schafft es Markus Heitz einmal mehr, dieses wohlige Gefühl der Bekanntheit in das Buch zu transferieren. Dies liegt natürlich nicht zuletzt an bekannten Charakteren wie Tungdil, oder auch daran, dass wir uns auch auf ein Wiedersehen mit dem geborgenen Land freuen dürfen. Vielmehr meine ich aber das behutsame Einbetten in das Serienuniversum. Markus Heitz zeigt, wie sehr sein eigenes Universum beherrscht und vermittelt so ein Gefühl der Beständigkeit. Man ist mal wieder" in einer bekannten Welt unterwegs, wobei der Besucher trotzdem so viel Neues zu sehen bekommt. Das ist ein schönes Gefühl!

Fazit:

Mit Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade zeigt Markus Heitz ein paar weitere Details bereits bekannter Personen, seines mittlerweile recht großen Fantasy-Universums. Dabei versteht er es meisterlich nicht nur in Wiederholungen, Altbekanntes aus anderen Sichtweisen immer und immer wieder zu wiederholen. Ganz im Gegenteil er zeigt Dinge, die bisher nicht bekannt waren und viele Leute schon damals interessiert haben. Dabei merkt man in jeder Zeile des Buches, dass er sein selbst edachtes Universum bis ins kleinste Detail kennt. Ja man könnte fast vermuten, dieses und auch die vorigen Albae Bücher hätte Herr Heitz bereits vor den jeweiligen Zwerge Büchern geschrieben. Auch das Buch per se begeistert mit einer vielfältigen Geschichte, tollen vielfältigen Charakteren, jeder Menge Action und natürlich Fantasy. Am Ende steht man zu den berüchtigten Gegner der Zwerge in einem gänzlich anderen Verhältnis. Die bösen sind am Ende doch viel Vielschichtiger, als man anfänglich noch vermutete. Und auch Dunkle Pfade" hat seinen Anteil daran, dass ich mir wünschen würde: Hey Zwerge und Albae, hättet ihr nicht frieden halten können?
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am 14. August 2015
Wem die Vorgänger gefallen haben, der wird auch hier seinen Spaß haben. Manchmal leicht gemindert durch die teils fiese Art der Albae. Meines Erachtens auch definitiv besser als der direkte Vorgänger. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich Albae, die auch wieder ihrem Ruf gerecht werden und nicht zu tausenden im Kampf bzw. durch Fallen abgechlachtet werden. Die Handlung ist dabei sehr abwechslungsreich und stets spannend. Als einzigen Kritikpunkt ist mir während des Lesens aufgefallen, dass ein Drilling im letzten Buchabschnitt stark an Bedeutung verliert und mehr oder weniger zum Mitläufer wird. Das war etwas schade.

Es gibt wieder einige Charaktere die man ins Herz schließt, allerdings verhindert das oft nicht ihr ableben.
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am 11. Februar 2016
Ich kann jedem der die Zwergengeschichten von Markus Heitz gelesen hat die Albae Geschichten sehr empfehlen ... und auch umgekehrt.
Schon sehr viele Bücher habe ich gelesen, z.B. alle von Tolkien und Markus Heitz gehört definitiv zu meinen allerliebsten Authoren.
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am 19. Juli 2013
Ich habe die Bücher über die Zwerge sehr gemocht und fand auch die ersten beiden Bände der Albae ganz annehmbar. Dieses Buch gefällt mir dagegen gar nicht. Es macht den Eindruck, als ob es hastig und unter Zeitdruck geschrieben wurde, entsprechend holprig wirkt auch die Handlung. Für mich gibt Markus Heitz hier seiner Neigung, bei der ausführlichen Beschreibung blutiger und grausamer Kämpfe oder Gemetzel in Details förmlich zu schwelgen, ein wenig zu sehr nach. Man könnte den Eindruck bekommen, es geht eigentlich nur darum und die eigentliche Handlung ist Nebensache.
Die eigentliche Handlung: Ein Alb aus dem Teil des Volkes, das nicht ins geborgene Land übergesiedelt ist, wird in ein unterirdisches Reich verbannt, seine Geschwister folgen ihm. Es handelt sich um die Drillinge, die im 4. Teil der Zwerge die Dson Aklan genannt werden. Sie versuchen in diesen Höhlen, ein neues Albaereich zu gründen und aus diesem unterirdischen Reich wieder auszubrechen. Sie treffen dabei auch auf einen Zwerg, der sich Tungdil nennt.
Schade, ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen.
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am 27. Februar 2015
Sehr verspätet habe ich nun die Serie um die Albae doch noch weitergelesen, um vor dem Lesen des neuen Zwerge-Bandes wieder up to date zu sein. Daß die Hintergründe um Tungdils Abenteuer in der Schwarzen Schlucht beleuchtet werden sollten, war dabei natürlich besonders interessant.

Zur Story braucht man wohl nicht mehr viel zu sagen: Die Drillinge Tirigon, Sisaroth und Firusha landen in Phondrason - zwei von ihnen unschuldig wegen eines Mordes verbannt, den sie nicht begangen haben und einer von ihnen, der freiwillig folgt, um die anderen zu retten. In Phondrason treffen sie bei allen möglichen Abenteuern auch auf Tungdil...

Das Buch baut an vielen Stellung große Spannung auf und weiß in seinen Bann zu ziehen. Leider hat Herr Heitz aber in diesem Band die unangenehme Angewohnheit entwickelt, viele Handlungsstränge zu früh und zu abrupt aufzulösen, oft noch bevor ein Potential für einen Konflikt sich voll entwickeln kann. Dafür lässt er gerne mal eben schnell einen Charakter umkommen, der zuvor noch schön bedrohlich aufgebaut wurde - ohne daß der dann sein Gefahrenpotential überhaupt noch zum Ausbruch bringen kann.
Die Geschichte um die Verschwörung, derentwegen die Drillinge verbannt wurden, wird zunächst spannend nach bester Thriller-Manier aufgebaut - und dann so plötzlich aufgelöst, ja nicht einmal aufgelöst, sondern regelrecht abgewürgt, daß der Eindruck entsteht, der Meister hätte plötzlich im Schreibprozess ganz neue Ideen für sein Werk und müsse die alte Handlung schnell zu Ende bringen.
Auch die Auflösung, wer eigentlich hinter der Sache steckte, wirkt konstruiert und aus der Luft gegriffen, ohne jegliche vorangegangene Hinweise, was den Eindruck noch verstärkt, daß sich die Idee hinter der Story im Schreibprozess gewandelt hat.
Auch finden sich einige Logikfehler. Zum Beispiel halten die Drillinge Tungdils Erzählungen vom Zhadar für Lügen - der Name "sagt ihnen nichts". Zwei Seiten später erinnert sich Tirigon aber an eine Erzählung seines Vaters, in der die Unauslöschlichen mit eben jenem Zhadar zu tun hatten - und zwar nicht als entfallene Erinnerung, die plötzlich wiederkehrt, sondern eher nebenbei, als wäre das ohnehin nie vergessen gewesen.
Tungdils Auftreten ist natürlich das Interessanteste im ganzen Band. Die Zwerge waren schon immer sympathischer, als die hochnäsigen, arroganten Albae, und selbst wenn Heitz den Zwerg aus deren Sicht beschreibt, die ihn ja nicht leiden können, erweckt er bei mir noch mehr Sympathien als sie selbst. Als er jedoch dann erklärt, warum Tungdil denn nun eigentlich diesen Albae im vierten Zwerge-Band nahestand und sie grüßte wie alte Bekannte, wirkt seine Auflösung der Hintergründe unbefriedigend und fast faul. Nicht nur, daß dies nur in einem kurzen, zweiseitigen Intermezzo erzählt wird, das dazu dient, die Lücke zu füllen, die entsteht, weil Heitz in der Story mal eben einen Zeitsprung über mehrere Jahre macht, nein, nach den Erzählungen in Zwerge 4 erwartet man schon großartige Abenteuer, die dazu geführt haben, daß Tungdil diese Albae als alte Bekannte behandelt - aber nicht etwas derart Banales, wie Heitz es hier mal kurz abhandelt. Ich weiß nicht, ob es einfach an meiner Erwartungshaltung lag, aber mir erschien das unglaubwürdig und passte nicht zu dem, was man in Zwerge 4 erlebt.
Jemand hat das Buch mit einem Rollenspiel verglichen. Dieser Eindruck entstand auch bei mir. Nicht nur, daß auf der Strecke immer wieder mal plötzlich Charaktere verloren gehen, ohne voll ausgebaut worden zu sein, sondern auch dadurch, wie die einzelnen Handlungsstränge abgehandelt werden. Ein schwacher roter Faden zieht sich durch die Geschichte, die einzelnen Nebengeschichten aber entfalten ihr Potential nicht und werden abgehandelt, wie Nebenquests in einem Rollenspiel.

Trotz all dieser Schwächen weiß "Die Legenden Der Albae - Dunkle Pfade" aber dennoch zu unterhalten und baut immer wieder genug Spannung auf, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Und Tungdils Auftritte sollten jedem Zwerge-Fan einigen Spaß machen. Von daher kann ich das Buch vor allen den Fans der Reihen empfehlen.
Markus Heitz hat aber in anderen Werken bewiesen, daß er es eigentlich besser kann...
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am 26. Oktober 2012
Die Alben leben im Exil und hoffen auf Nachricht aus dem Geborgenen Land. Doch damit wollen sich nicht mehr alle Alben zufrieden geben.
Die Drillinge Sisaroth, Tirigon und Firusha werden des Mordes angeklagt und werden in die Unterwelt Phondrason verbannt. Dort treffen sie andere verbannte Alben und Angehörige anderer Völker und versuchen sich eine Existenz aufzubauen. Doch wer hat sie fälschlicherweise angeklagt? Was ist aus den Alben des Verborgenen Landes geworden? Werden die drei jemals wieder die Sonne sehen?

Der dritte Albae-Band setzt nicht nach dem zweiten an, sondern lange später nach der "Zwerge"-Reihe (was für mich ziemlich irritierend war, denn ich kenne nur den ersten Zwerge-Band). Hier werden neue Charaktere eingeführt und das geheimnisvolle Phondrason beschrieben. In diesen unterirdischen, von Magie durchdrungenen Höhlen gibt es so gut wie alles: fliegende Schiffe, Seen aus flüssigem Glas, aufwärts fließende Wasserfälle und viele Wunder mehr- von denen die allermeisten allerdings tödlich sind. Kein Wunder, dass die Albae ihre schlimmsten Verbrecher dorthin verbannten.
Die Geschichte war für mich zwar spannend, aber auch distanziert: ich hatte das Gefühl von "Wegwerfcharakteren": sie wurden eigeführt, hatten ein paar Sätze auf der Bühne und das war es schon. Wirklich verbunden gefühlt habe ich mich weder mit den (Anti-) Helden noch mit der Geschichte. Was mich vor allem gestört hat, war das Motiv des Drahtziehers: er sorgt dafür, dass Tirigon, Sisaroth und Firusha ohne Waffen oder Ausrüstung getrennt voneinander in die Hölle verbannt werden. Firusha hat überhaupt keine Kampferfahrung und muss sich dort alleine im gefährlichsten Ort der Welt durchschlagen, und der Täter denkt "wird schon gutgehen und die drei finden sich wieder". Absolut nicht nachvollziehbar.
Dies hat mir die Geschichte ziemlich verleidet, aber da der Roman ansonsten sehr spannend zu lesen war, gebe ich 4 von 5 Sternen.
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am 4. Oktober 2014
Nachdem ich die ersten beiden Bücher (5 Sterne) nur so in mich aufgesogen habe, war es für selbstverständlich den dritten Teil auch zu verschlingen. Nach und nach stellte sich jedoch eine unerwartete Langatmigkeit heraus, die erst ab der Hälfte des Buches wich (in meinen Augen zu spät). Ich sehe für mich das Problem in den drei Hauptcharakteren, welche alle ihren eigenen Plot bekommen und das ganze sehr zäh zu lesen machen (ständiges Springen). Dies ist der Grund für mich, wieso das Buch ungewöhnlich lange braucht, um mich zu fesseln. Es bildet in gewisser Weise einen Neuanfang und wie bei jedem ersten Buch einer Reihe, so dauert es auch hier, bis alle Figuren vorgestellt und ihr Charakter durch zu Hilfenahme einer Reise beschrieben wurde. Da wir hier drei separate an der Zahl haben, artet es leider aus. Ich kann euch abe versichern, dass ab der hälfte des Buches Schluss damit ist und sich der typisch spannende Lesefluss eines Heitz einstellt. Dieser umstand allein lässt mich 1 1/2 Sterne abziehen. Der weitere Abzug von einem 1/2 Stern wird für mich durch die trotzdem - im Verhältnis zu anderen Charakteren - blassen und stereotypen Drillinge begründet. Trotz der gestreckten Einführung. Bleiben Sie recht eindimensional und die Tatsache, dass in meinen Augen so mancher Nebendarsteller weit mehr zu bieten hat, macht diesen Umstand auch nicht besser. Obgleich ich gerade wegen diesen das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Nichts desto trotz kann ich dieses Buch Lesern des Heitz Universums (Zwerge & Co.) doch ruhigen Gewissens empfehelen, da man endlich einen Einblick in die verrückte Welt von Phondrason erhält (und alte Bekannte trifft). Jedoch erhalten auch nur solche Leser von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Lediglich meine Meinung.

Cheers
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am 7. Dezember 2012
Zu Beginn möchte ich anmerken, dass ich eigentlich ein großer Fan von Markus Heitz bin, deshalb schmerzt es mich umso mehr, eine so schlechte Bewertung abgeben zu müssen.

Empfand ich die ersten beiden Bücher der Albae noch als gut eingeführtes Standbein der Albae, so ist dieses dritte Werk für mich mehr der krampfhafte Versuch doch noch eine Fortsetzung zu erzwingen, die fast weitesgehend ohne die frühere Detailverliebtheit und dafür mit massiven logischen Fehlschlüssen auskommt.

Geschrieben wirkt die Geschichte wie die dreier Menschen, nur ab und zu tauchen in den Gedankengängen die früher angepriesene Charakteristika der Albae auf. All zu oft empfindet man sich als Mensch. Die Trennung der Wesen, die ihm in den Zwergen so wunderbar gelungen ist, ging hier fast vollständig verloren. Der Ort des Geschehens ist sagenumwoben, dem stimme ich zu. Er hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit den Beschreibungen aus dem Bereich der Schlucht in den Zwergeteilen. Erst wird berichtet, dass in diesem Lebensunwilligen Ort nur Ausgestossene und muterprobende Jünglinge ausgesetzt werden, dann verfügen die drei Albae Geschwister auf einmal über Kontigente von hunderten Albae. Das die Elfen irgendwie auftauchen mussten war von vornherein so absehbar und gleichzeitig logisch so schlecht eingeführt. Es tut mir wirklich weh, so urteilen zu müssen, aber zuvor seitenlange Beschreibungen weichen einfachen "große Höhle mit kleiner Stadt." Das zuvor immer wieder stark projezierte Bild des Zuschauers? Fehlanzeige.

Um dem ganzen Werk die nötige Aufmerksamkeit der Fangmeinde zu verschaffen, wird der arme Tungdil ausgegraben, der zwar geheimnissvoll bleibt, in dem Trauerspiel aber auch nur einigermaßen eingebunden wird.

Interessant an dem Buch sind für die Fans sicherlich die Erhellung der Zeit Tungdils und dessen Veränderung, auch der Einfall in das geborgene Land wird nun deutlicher. Das sind aber leider auch schon die einzigen Leistungen des Buches. Die grob eingeführte neue Stadt der Albae, deren Untergang, das neue Reich im Untergrund, die Verbindung von der kleinen Handlung der Charaktere zum "Großen" in der Entstehung des Reiches lässt einen immer wieder den Kopf schütteln.

Tut mir leid, aber nach diesem Werk werde ich keine weiteren Werke von Markus Heitz lesen.

Die überwiegend sehr positiven Rezensionen kann ich nicht nachempfinden. Das Werkt ist getrennt von dem Erfolg der Vorgänger zu betrachten und das Buch allein, wird weder seinen Erwartungen durch die Vorgänger, noch seiner unabhängigen Existenz, gerecht.
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am 26. Mai 2016
Die netteren Dunkelelfen

Markus Heitz liefert mit diesem Roman endlich einen Blick auf die Gegenseite seiner hinlänglich aus „Die Zwerge“ bekannten Welt. Für Fans schon deshalb ein absolutes Muss. Im Großen und Ganzen gelingt ihm das auch sehr gut. Stadt, Kultur und Charaktere der einzelnen Albae sind ausführlich beschrieben, hinreichend fremdartig und in vielen Details faszinierend ungewöhnlich.
Für die gnadenlose Boshaftigkeit der Albae aus den „Zwergen“ allerdings sidn sie beinahe schon zu nett. Ihre beiläufige Art, andere Rassen und sogar ihresgleichen zu töten und als Grundstoffe für Kunstwerke und Alltagsgegenstände zu verwenden, ist zwar sogar nachvollziehbar, doch irgend etwas fehlt. Denn Heitz muss sich hier wohl oder übel an den anderen Dunkelelfen, den von R.A. Salvatore ausgestalteten Drow und ihren Städten messen lassen. In einem direkten Vergleich mit Salvatores gnadenlosen Killern in ihrer düsteren Stadt Menzoberanzzan wirkt die Stadt der Albae Dson Faimon eher wie ein angenehmes Ausflugsziel, das von einer etwas verschrobenen Künstlerkolonie bewohnt wird. Das nimmt den Albae doch ein wenig den Biss.
Ich hatte ihre Kultur schlicht härter und gnadenloser erwartet. Gerade Sinthoras ist ein beinahe schon gemütlicher Familienmensch, beziehungsweise Albae, dem man die Bosheit seiner Kultur nur schwer abkaufen kann.
Daneben steht der Detailreichtum der Geschichte selbst gelegentlich im Weg. Das Bild der künstlerischen, fremdartigen Stadt ist schnell etabliert. Ab dann hätten es auch weniger ausführliche, seitenlange Beschreibungen von Eleganz und künstlerischer Schönheit getan und mehr Platz für tatsächliche Action gelassen.
Das heißt nicht, dass der Auftakt der Legenden der Albae schlecht ist. Sprache und Schreibstil sind gewohnt gut, das Buch lässt sich „mal eben so schnell weg“ lesen und wo etwas passiert, passiert es auch schnell und spannend. außerdem ist es eine tolle Idee, die Gegenseite des Zwergen-Konfliktes vorzustellen und begreifbar zu machen. Das gibt den Zwergen im Nachhinein noch mehr Tiefe.
Ich hatte mir jedoch die Albae aufgrund ihres Bildes in der Zwergenserie mindestens so düster vorgestellt wie die „Kinder des Judas“-Romane. Dafür aber sind sie entschieden zu nett.

Aber wenn man sich einmal damit abgefunden hat, machen sie Spaß. Ich bin gespannt, wie es weitergeht…
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