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am 19. Mai 2017
würde ich dem Autor einen Preis für dieses Buch verleihen.
Er führt den Leser durch Thailand, Kambodscha und Vietnam,
indem er über die Menschen denen er dort begegnet, den Alltag,
die geschichtlichen Hintergründe, die Realpolitik und seine eigenen
Gedanken dazu, schreibt.
Gut, das können vielleicht auch andere.
Doch WIE Andreas Altmann seine Reiseerfahrungen in Worte fasst,
das ist einzigartig. Ich lese seine Bücher meistens viel zu schnell,
weil meine Neugier auf die nächsten Seiten einfach zu groß ist.
Altmann versteht es grandios, des Lesers Aufmerksamkeit zu fesseln,
ihn zu berühren, ihn zum Nachdenken und zur Eigenrecherche zu bewegen.
Ob er nun die Suche nach dem Freund beschreibt, der sich nach dem
verheerenden Tsunamiunglück nicht zuhause meldete. Er fand ihn, wohlbehalten und gesund.
Ob er vom Kloster Thamkrabok erzählt, in dem Heroinsüchtige behandelt werden oder
vom Moloch Bangkok berichtet, von dem er sich erholen will, oder über westliche Männer
die in Badehosen oder Bermudas auf Freiersfüßen in Patong unterwegs sind schwadroniert,
oder über die im Wasser meditierende Nonne sinniert, oder von Frau Tu und ihren vier Töchtern
und dem neuen Haus sowie der neuen Kuh berichtet, oder halsbrecherische Rikscha- und heitere
Zugfahrten zum Besten gibt, oder in einzigartiger Weise nachzeichnet, wie er die Zeit als freiwilliger
Helfer im Aidskloster Prabat Nampu erlebte........ jeden Satz möchte man sich 'einverleiben'.
Von allen drei Ländern bekommt man, durch Altmanns intensive Ausführungen einen ausgezeichneten Eindruck.
Acht schöne Fotoseiten erfreuen zusätzlich.
So viel Lebensstoff, beste Ware, ist in diesem Buch verpackt. Doch Vorsicht; dieser Stoff kann auch
süchtig machen! Lese-, denk- und lebenssüchtig. Und das, im Verhältnis zu anderen Drogen, für
einen recht vernünftigen Preis mit garantiert ausschließlich positiven Aus- und Nebenwirkungen.
Ich würde sagen: einfach mal ganz vorurteilsfrei 'einnehmen' und abwarten was passiert!
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am 23. Mai 2017
Sehr gute realistische Stroies . Ich reise selber gerne und war schon oft in Asien also kann ich das Buch gut nachvollziehen. Einer der interessantesten Bücher die ich je gelesen habe.
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am 19. Februar 2007
Ich gebe dem Buch 2 Sterne, weil es mich trotz allem gut unterhalten hat. Allerdings überwiegt doch der Ärger über den Kauf. 1. sind 19,95 eine Frechheit für so ein Büchlein. Nun gut, das hätte ich vorher merken können. Aber darüberhinaus kann ich mich auch nicht mit Altmanns erzählstil anfreunden. Er berichtet stets von oben herab über die zurückgebliebenen Asiaten, ihre Geldsucht, ihre Sucht nach Fernsehen etc. Auf der anderen Seite lästert er ähnlich über Pauschaltouristen. Insgesamt eine Einstellung, die mit meiner Vorstellung von Reisen nicht zusammenpasst. Soll doch jeder machen wie er will, und wenn ich finde, dass die Asiaten alle doof sind, fahr ich halt wo anders hin. Da ich selbst gerade Südostasien gern bereise hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und war auch bereit 20€ dafür zu zahlen. Unterm Strich ist das Buch auch tatsächlich unterhaltsam, und ich denke ich werde im nachhinein doch 3 sterne geben... Wie gesagt, es macht spass zu lesen, aber es gibt einige Punkte die mich stören.

Wer sich für Asienreisen interessiert, dem kann ich nur die Bücher von Tiziano Terzani ans Herz legen!
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am 25. Dezember 2012
Mein erster Geadnke nach der schmerzhaften Lektüre dieses Buches ist: War dieser Mann wirklich dort?
Ja Herr Altmann wir wissen es nun alle wirklich zur Genüge: Fernsehen ist böse, die christliche Kirche ist böse, Ideologie ist böse, Pauschaltouristen sind böse, Rucksacktouristen sowieso und natürlich auch jeder der nicht so denkt wie Sie und nur Sie sind Eigentümer der einzig wahren Wahrheit.
Ein Autor der Ideolgien hasst, aber jeden verdammt der nicht so ist wie Er und über dieses Buch seine eigene Ideologie verbreiten will. Ein Autor welcher Missionare verurteilt, aber selbst mit seinem Kreuzzug gegen die christliche Kirche missioniert. Jamnd der Pauschal- und Rucksacktouristen lächerlich macht, sich aber seitenlang an seiner (für seine Vermögensverhältnisse eher wohl unbedeutenden) Spende beweihräuchert (diese Passage ist wirklich lächerlich und katholisch-scheinheilig, etwas was ich gerade von Ihm nie erwartet hätte). Jemand der Toleranz und Mitgefühl einfordert, aber das Kabel der Lautsprecheranlage im Bus durchschneidet (wohl um andere zu retten) und selbstverständlich im Bus raucht.
Ich habe schon in allen drei beschriebenen Ländern Pauschal- und Rucksacktouristen gesehen, die sich nicht so egozentrisch aufgeführt haben wie dieser Autor (übrigens hatte sich der "mutige" Herr Autor solche Eskapaden in Südamerika nicht getraut und er weiß auch warum, denn dort wäre man seiner "tapferen" Egozentrik entschieden entgegen getreten mit allen Konsequenzen, was er auch wusste).
Mit jeder Zeile dieses Buches habe ich die Achtung vor dem Autor mehr und mehr verloren, denn was Er nicht erkennt ist, dass es genau solche Menschen sind wie Er die behaupten tolerant und weltoffen zu sein, aber jeden verdammen, welcher nicht so ist wie Er und wir sollten alle so klug sein und wissen, was solche verbohrten Ansichten von Menschheitsbeglückern der Welt gebracht haben. Bezeichnenderweise unterhält sich der Autor auch nur mit Gleichgesinnten ... ein weiteres Indiz, dass er mittlerweile schon über das Stadium hinaus ist, wo er Andersdenkenden überhaupt zuhört oder zuhören kann oder zuhören will .. er blendet solche Menschen gänzlich aus ... diese Einstellung ist bezeichnend.
Das Buch ist einfach nur peinlich, man fragt sich manchmal ob er dort wirklich war oder dieses Buch im Wolkenkukusheim geschrieben hat. Menschen die diese drei Länder (ob als Pausch-oder Rucksacktourist) bereisen wollen, sollten sich bitte anders verhalten als der Herr Oberlehrerautor selbst ... dezente Zurückhaltung ist dort gefragt und nicht eine Möchtegerne-intellektuelle-Selbstdarstellung, da hilft selbst ein eingestreuter Bukowski Gedichtfetzen nicht.
Nur um nicht falsch verdächtigt zu werden: ich habe alle 3 Länder bereist (manche mehrmals), ich bin Raucher, ich lese für mein Leben gerne, ich mag kein TV und bin Atheist, aber ich gehe damit nicht dauernd meiner Umwelt auf die Nerven und versuche sie in meinen Sinn zu missionieren und zu diskreditieren wie es der Herr Autor auf jeder zweiten Seite versucht und ich akzeptiere andere Lebens- und Sichtweisen ... Herr Altmann findet diese nur toll wenn sie in sein persönliches Weltbild passen.
Gottseidank (sage ich als Atheist) wird seine Ansichten nie Macht bekommen ...
Wer jemals wirklich bewusst in Tuol Sleng war, würde nie mehr seine eigene Heilsbringerweisheitsansichten so penetrant weiterverbreiten ...
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am 11. April 2011
Das Buch handelt von dem Südostasien abseits der bekannten Touristenstaßen - aus gutem Grund: Altmann ist bekennender Buddhist, und der Erzähler tut, was Buddhisten eben so tun: Meditieren, Gutes tun, den zahllosen sexuellen Verlockungen sämtlicher Geschlechter widerstehen, und - vor allem: Er verlässt die behütete Welt der Palm Beach Clubs und Aircon-Busse, um draußen das Leiden in der Realen Welt zu erfahren. Dafür ist tatsächlich kaum eine Gegend besser geeignet als das von rasanten Entwicklungen und Brüchen so reiche Asien. Konsequenterweise zieht es den Erzähler kaum zu den bekannten touristic spots, sondern vielmehr zu den historischen Orten des Grauens, etwa nach My Lai und nach Tuol Sleng (Naja, die sind ja ebenfalls schon vom Tourismus entdeckt worden!)
Der Schreibstil des Buches ist kraftvoll, direkt, emotional, man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Der Autor ist auch mitunter ein sehr scharfer Beobachter (Stichwort: Drei Unterhosen - wer an die Stelle kommt, wird das sicher bestätigen). Auf jeden Fall darf sich der Leser (m/w) auf einige Stunden gute Unterhaltung freuen. Gewonnen hat er nach der Lektüre eine von vielen möglichen Anschauungen davon, wie es so zugeht in Thailand, Kambodscha, Vietnam, Birma. Vielleicht macht das Buch auch Appetit auf eigene neue Reiseerlebnisse.
Dem Anspruch des Autors vom Vorwort, dem Leser zu helfen, sich das eigene Leben bewusst zu machen, wird das Buch allerdings nicht gerecht. Die weltweite Fernseh-Industrie, westliche Touristen, die "Religion des Weißen Mannes" - das alles sind Zielscheiben einer Wut, deren Hintergründe der Autor verschweigt. Große philosophische Erkenntnisse darf der Leser nicht erwarten.
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am 25. Juni 2016
Was kann einem inniger ein Land näher bringen, als die Menschen, die in ihm wohnen, ihre Geschichten, die Umstände, wie sie ihr Leben einrichten, welche Sorgen und Freuden sie umtreiben? Nichts!
Andreas Altmann versteht es, diese Geschichten aufzusammeln. Von Menschen, die nicht in den Hochglanzprospekten dieser Welt auftauchen, die sich in der Mitte aber auch ganz am "Rand der Gesellschaft" befinden. Mit großem Wissen, einfühlsam, aber auch gewitzt und "ums Eck denkend" beschreibt er die Gegebenheiten und Gepflogenheiten in den drei Ländern, deckt mit inquisitive mind Missstände auf und flicht meisterlich geschichtliche Hintergründe und ganz persönliche Erfahrungen und Gedanken mit hinein, in der ihm ganz eigenen, großartigen Art, humorvoll und mit einmalig treffsicheren Worten zu schreiben.
Es finden sich so viele Anregungen weiterzuforschen, z. B. durch Hinweise auf andere AutorInnen, dass man dieses Füllhorn gar nicht beim ersten Lesen erfassen kann. (So ging es mir zumindest.) Seiner langen Erfahrung im Reisen ist es zu verdanken, dass er sich in diesen drei Ländern bewegt, als würde er nur mal kurz zuhause ums Eck gehen. Er wird eins mit den Gegebenheiten vor Ort und es ist eine Bereicherung und Freude, ihn dabei zu begleiten. Zum herzlichen Lachen die Beschreibung seiner pantomimischen Einlage, seinen Wunsch nach einer Unterkunft für die Nacht in Vietnam Ausdruck zu verleihen, weil (vietnamesische) Worte fehlen. Er lässt sich zu 100% ein und nimmt einen mit an den Puls der Länder. Komfort und Bequemlichkeit rufen bei ihm allergische Reaktionen hervor, die sich in der konsequenten Flucht davor ausdrücken. Das genau will er nämlich nicht: Ein All-inclusive-package, das in jeden Land nur zu den gleichen (seltenen/wenigen) Erfahrungen führt (wie z.B. Flughafen, Hotel, Strand und Essen).
Nein, er will es wissen! Er will die Details. Auch wenn es ab und an schmerzt. So ist sie eben, die Wirklichkeit. Er wäre kein
wahrhaft umsichtiger Erzähler, wenn er nach schockierenden Beschreibungen (Khmer Rouge) seine LeserInnen nicht umgehend wieder auffangen würde. Er reißt die Hängematte seines feinnervigen Humors im nächsten Satz heraus und lässt uns hineingleiten.
Seine abenteuerlichen Wege über desolate Brücken, Schlagloch gepflasterte Wege, in vollbesetzten Bussen mit Kamikazefahrern lassen einen den Atem anhalten, wie auch sein Hilfsdienst in einem Thailändischen Aidskloster. Emphatisch seine Geschichte vom Kauf eines Hauses um es gleich wieder zu verschenken. Da ist jemand unterwegs, dessen Herz nicht nur dazu da ist, das Blut durch den eigenen Körper zu pumpen, sondern auch das Hirn mit Herzenswärme versorgt. Man mag John Keats zitieren: Nothing ever becomes real till it is experienced.
Machen Sie sich mit Andreas Altmann zusammen auf den Weg. Das Buch ist eine wahre Fundgrube an neuen Eindrücken. Dank an den Autor für all seine Neugier und seinen unabdingbaren Willen, das Wissen um die Welt in unseren Köpfen (und vielleicht nicht nur dort) zu vermehren. Welche Frage stellen Kinder, wenn man von einer Reise nach Hause kommt? "Hast du mir was mitgebracht?" AA kriegt seinen Rucksackfast nicht durch den Türrahmen!
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am 11. November 2016
In vielen Kritiken lese ich, daß Herrn Altmann immer wieder Überheblichkeit vorgeworfen wird. Dem muß ich heftig widersprechen. Er darf doch, wie andere auch, seinen Standpunkt vertreten. Jeder hat aufgrund persönlicher Erfahrungen seinen eigenen Blickwinkel auf die Welt. Andreas Altmann möchte immer zunächst er selbst sein und dabei Mensch bleiben dürfen. In seinem Buch "Der Preis der Leichtigkeit" konkretisiert er zwei grundsätzliche Ansprüche an sich selbst, die er aus dem Buddhismus übernommen hat:
"sich eingestehen, daß man für sein Tun verantwortlich ist. Und das Mitgefühl für andere" (S.88).
Nach diesen Regeln versucht er zu leben und weiß doch, daß man seinen selbst gewählten Idealen nicht immer gerecht werden kann.
AA beschreibt in diesem Buch seine bewegende Reise nach Thailand, Kambodscha und Vietnam. Ihn interessieren weniger die Sehenswürdigkeiten, sondern er richtet seine Augenmerk auf die Lebenswirklichkeit der Menschen.
In Thailand arbeitet er in einem Aids-Kloster und hilft bei der Pflege von Todkranken. Er besucht ein Kloster für Drogensüchtige und packt nach der Tsunami-Katastrophe mit an. In Krankenhäusern spricht er mit schwerverletzten Opfern und übersetzt bei Verständigungsschwierigkeiten.
Dann im bettelarmen Kambodscha begibt sich AA auf die Spuren von Pol Pot und den Roten Khmer, die dort verheerend gewütet haben. Dem Leser wird die Tragik dieses Landes nähergebracht. Viele Menschen haben das Trauma bis heute nicht überwunden.
Anschließend reist AA nach Vietnam, in dieses tapfere Land, das sich weder von den Franzosen, noch von den Amerikanern hat unterkriegen lassen. Er besucht geschichtsträchtige Orte wie My Lai und sucht auch in Vietnam die Nähe zu den Menschen. Einer vom Schichsal vergessenen Familie spendet er Geld für eine anständige Unterkunft.
AA redet nicht, er handelt und versucht dabei gelassen zu bleiben. Buddha lächelt ihm zu. "Wie er alle aufheitert, auch die Verlierer, auch jene, die es nicht weit bringen: hin zu lässiger Bescheidenheit, hin zum Leichtwerden, Leichtsein"(S.240).
Fazit: Dieses Buch ist sehr tiefgründig, aber auch Heiteres kommt nicht zu kurz. Der Schreibstil von AA ist unnachahmlich und überzeugt mit treffsicheren Worten.
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am 5. Juli 2010
Gefallen hat mir der flüssige und unterhaltsame Schreibstil. Interessant sind die Berichte über die Beobachtungen und Menschen, die er trifft und er scheint ein Gefühl dafür zu haben Menschen mit Lebensgeschichte zu finden. Insgesamt gibt das Buch einen Eindruck der Länder wieder (nehme ich an da ich noch in keinem der Länder war) wobei der Autor meistens die dem Durchschnittstouristen unbekannten Pfade beschreitet was dem ganzen den abenteuerlich Touch gibt.

Recht negativ aufgefallen sind die starken Wertungen des Autors über andere Menschen und Zustände, es wird schnell klar was er mag und was nicht und man hat den Eindruck alle Welt sollte sich danach richten. Da wird bestimmte Kleidung anderer Touristen sofort als generell unpassend und geschmacklos dargestellt. Landestypische neuzeitliche Sitten wie die Fernsehwut werden gleich verurteilt und ohne Rücksicht auf Verluste unterbunden.

Der Autor lässt eine starke Diskrepanz zwischen dem eigenen Interesse am Buddhismus und Menschenhilfe und seiner wiederholten oft sehr absoluten Werturteile, die sich oft auf Oberflächlichkeit beziehen, entstehen.

Eigentlich schade, den ansonsten hat mir der Reisebericht gut gefallen und war sehr unterhaltsam würde er nicht durch seine starken Beurteilungen den Leser immer wieder daran erinnern was der Autor für richtig und geschmackvoll hält.
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am 5. September 2006
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich vor ein paar Jahren mal auf einer Lesung des Autors war und die Atmosphäre dort ganz toll gefunden habe. Das muss ich vorabschicken, weil man bei Autoren, die man überhaupt nicht kennt, ja eher auf die Taschenbuchausgabe wartet statt 20 Euro (!) auszugeben.

Ich habe interessiert angefangen zu lesen, die ersten 30,40 Seiten fand ich sogar ganz unterhaltsam - aber dann hat man das Gefühl, diese endlose Reise von hierhin nach dorthin nimmt gar kein Ende mehr. Man verliert den roten Faden, weiß irgendwann gar nicht mehr, wo man eigentlich ist - und am schlimmsten ist, wenn man merkt: Man will es auch gar nicht mehr wissen. Es ist einem egal.

Daß liegt meiner Meinung daran, dass der Autor wenig von Thailand, Laos oder Kambodscha berichtet, ihm vielleicht die Fähigkeit fehlt, sich in andere Kulturen hineinversetzen zu können. Er ist einfach zu sehr "Europäer", um Asien so verstehen zu können, dass sein Buch darüber uns andere Europäer interessiert.

Es gibt gute Bücher über Asien und den Buddhismus von Tich Nhat Hanh, einem buddhistischen Mönch - aber mein absolutes Lieblingsbuch über Thailand ist von Rattawut Lapcharoensap: "Sightseeing". Das kostet nur einen Bruchteil dieses Buches (das ist ein Taschenbuch!) und der Autor ist offenbar Mitte 20 und in Thailand aufgewachsen. Das sind irre Geschichten über das Leben, erste Lieben, den Tod, der allzeit präsent ist, das wenige Geld, mit dem manche Menschen auskommen müssen! Wenn man "Sightseeing" gelesen hat, dann legt man "Der Preis der Leichtigkeit" enttäuscht zum Altpapier.
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am 25. Februar 2014
Das Buch begleitete mich während meiner dreimonatigen Tour durch Südostasien. Es war mein Reiseführer - obwohl es im eigentlichen Sinn gar keiner ist und auch keiner sein soll. Routenplaner, Hotel- und Restaurantempfehlungen, Tipps für Amüsements und Highlights, Ratschläge jeglicher Art - alles Fehlanzige. Man kann nicht nachreisen - dafür miterleben: spannende, herrliche, informative 240 Seiten lang! Und sich anregen lassen!

Andreas Altmann reist nach Thailand, Kambodscha und Vietnam. Er besucht Orte, die nicht in den Reisekatalogen zu finden sind und Menschen, die nicht in der ersten Reihe sitzen. Er trifft Einheimische und Eingewanderte, Touristen, Alte und Junge, Arme und Reiche, Kranke, Verzweifelte, Trickser und Sucher und begibt sich mittenrein in ihr Leben - ob als Helfer im Aids-Kloster oder bei der Tsunami-Katastrophe oder einfach als Zuhörer ihrer Geschichten, ihrer Schicksale. Und er lässt den Leser an seinen Erfahrungen, Erkenntnissen, Empfindungen teilhaben: mitfühlend, mitfreuend, mittrauernd, helfend, staunend, kritisch.

Grundideen des Buddhismus, Landesgeschichte, Lebensbedingungen und auch Klischees sind unaufdringlich, informativ, interessant eingeflochten, Fotos und Zitate ergänzen, eine Karte gibt Orientierung.

Eine bereichernde, mutmachende, nachdenkliche Lektüre - für unterwegs, für daheim - wunderbar geschrieben!
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