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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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Format: Taschenbuch|Ändern
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Am Tag der Veröffentlichung dieser Rezension feiern wir Richard Wagners 200. Geburtstag – Höhepunkt des Wagner-Jahres. Zahlreiche neue Veröffentlichungen sind mir daher im Laufe der letzten Monate begegnet. Und doch hat mich der Weg zurück zum Bücherregal geführt und mir Martin Gregor-Dellins "Richard Wagner" ein zweites Mal in die Hand gelegt.

Soviel Neues im Handel und doch ein Rückgriff auf eine alles in allem 928 Seiten starke, inzwischen über 30 Jahre alte Biografie? Ja, denn Gregor-Dellins Werk ist inzwischen unbestrittener Standard in der Wagner-Literatur (die zahlreichen Auflagen sprechen auch dafür), doch es ist mehr als nur eine Biografie.

Der 835-seitige Textteil ist so gelungen wie ein Wagnersches Opus: umfassend, einzigartig, komplex wie eingängig und in sich unumstritten schlüssig! Gregor-Dellin beleuchtet Wagners Leben nicht einfach, er erschafft auch die Welt ringsum und tut dies mit einer schier unerschöpflichen Kenntnis an historischem, literarischem und musikalischem Wissen. Ich weiß nicht genau, was mich an diesem Buch mehr fesselt: Ist es das Gebilde, das der Autor so schlüssig und detailreich schafft, die ehrliche und wahrhaftige, aber kritische Begeisterung, mit der er dies tut, oder die literarische Güte an sich? Carl Dahlhaus nennt Gregor-Dellin einen "Schriftsteller von Rang" und trifft es damit genau.

Negative Kritik vermag ich nicht zu üben, denn das Buch spricht alle Aspekte in Wagners Leben an – selbst seine Träume finden ausgiebig Erwähnung. Manchmal versinkt der Leser sehr tief in Wagners Schriften. An diesen Stellen ist die Lektüre durchaus anstrengender, aber das, was man dadurch an Erkenntnis gewinnt, ist um so größer. Gregor-Dellin gleicht auf diese Weise so manches Wagnersche "Sprachungetüm" mit der literarischen Güte seines Schreibens wieder aus.

Diese Biografie, die auch als Hörbuch erhältlich ist, eignet sich nur bedingt zum Einstieg in die Materie. Eine "einfachere, oberflächlichere" Alternative wäre da angebrachter. Das ist jedoch nicht geringschätzig gemeint! Gregor-Dellins Buch ist für die Vertiefung in die Materie unerläßlich. Es ist wie mit einem Barock-Kronleuchter aus feinstem Bergkristall: Bevor man sich auf die filigranen, hochwerten Einzelteile stürzen, seine ganze künstlerische Güte erfassen und genießen kann, gilt es, das Auge erst an das Licht und anschließend an den Kronleuchter selbst zu gewöhnen. Erst dann, kann man das Ganze in seiner detaillierten Fülle wirklich begreifen.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. April 2014
Mehr Wagner geht nicht

Gregor-Dellins Biographie ‚Richard Wagner-sein Leben-sein Werk-sein Jahrhundert’ ist mit seinen 843 Seiten ein gewaltiger Wälzer. Und da bei dem kleinen Druck auf jede Seite mehr Zeilen als üblich kommen, nämlich 40, kann man die Seitenzahl durchaus auf 1 000 hochrechnen. Dieser Umfang macht das Buch etwas problematisch. Man ist überwältigt vom Wissen des Autors, der äußerst präzise die musikalischen Prinzipien von Wagners Werk beschreibt. Wer zu dem Buch greift, um sich über das Leben des Komponisten zu informieren, wer gern Musik hört, aber selbst nicht ausübt, der wird durch Dellins Wissen zuweilen überfordert sein..
Es war sehr klug, dem Buch Seitenüberschriften zu geben; so hat der Leser die Möglichkeit, zu detaillierte Aussagen über Wagners Musikschaffen zu überspringen. Es bleibt noch sehr viel Lesenswertes über den Menschen Wagner mit all seiner Widersprüchlichkeit zum Beispiel im Hinblick auf den Antisemitismus. Mit Gobineaus und H.S. Chamberlains extremen Antisemitismus hatte er offenbar nichts gemein. Es gibt schon viel Erstaunliches in Wagners Leben. Wer wusste schon, dass er ein mutiger, leistungsfähiger Alpinist war? Dass er ein recht unbürgerlicher Mensch war, der mit Cosima von Bülow zwei Kinder zeugte, ehe diese sich von ihrem Mann trennte, um ihn zu heiraten, wird genau berichtet. Überrascht erfährt man, dass er zwar luxuriös lebte, aber meistens hochverschuldet vom Geld von Gönnern. Und da spielt eine große Rolle seine opportunistische Beziehung zum bayrischen König Ludwig II. Bescheiden war Wagner nicht, betrachtete er seine Musik doch als Heilslehre, für die gleichsam als Andachtsstätte das Festspielhaus in Bayreuth errichtet wurde. Schon damals entstand, erheblich gefördert durch Cosima, die Gemeinde der ‚Wagnerianer‘, die sich bis heute zu den Festspielen in Bayreuth versammelt. Wer das Buch liest, und diese Lektüre ist durchaus zu empfehlen, dem bleibt vom Leben dieses ungewöhnlichen und zweifellos bedeutenden Komponisten nichts verborgen.
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am 9. November 2013
Vor dem diesjährigem Jubeljahr zum 200. Geburtstag des Komponisten hatte Wagner keine besondere Aufmerksamkeit von mir. Dann hörte ich hin und wieder eine Lesung aus dem Buch im Radio (gelesen von Ulrich Noethen) und war begeistert:

Dass Kulturgeschichte ein ganz wichtiger Bestandteil der politischen Geschichte ist, und wie beides ineinander verwoben ist, kann man schwerlich besser erfahren, als mit diesem Buch (das ich mir gleich nach dem Hörerlebnis kaufte).

Es ist sehr gut geschrieben und mich hat es gleich in zwei 'Bereichen bereichert':
Kenntnisse über das 19. Jhdt. und seine Auswirkungen bis in unsere Zeit und Verständnis für das Werk Wagners, das ich seitdem zweimal auch musikalisch kennengelernt und genossen habe.

Und last-but-not-least:
Das Leben von R.W. ist thrillermäßig spannend verlaufen und entsprechend freut man sich, dass das Buch auch dick genug ist ;-)
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am 1. September 2013
Wer sich mit der Biographie des faszinierenden (und polarisierenden) Komponisten Richard Wagner beschäftigen will, kommt an der Biographie von Martin Gregor-Dellin nicht vorbei! Die Fülle an Informationen, welche mit höchster Sachkunde und Akribie zusammengetragen wurden, wird zudem in äußerst lesbarer Form präsentiert. Mehr noch: diese Biographie liest sich so spannend, dass man ihr schon fast das Attribut "page-turner" zugestehen muss.

Zur Bewertung auch schwieriger und kritischer Momente im Leben Wagners (etwa seines anspruchsvollen Charakters oder seiner antisemitischen Äußerungen) ist es unabdingbar, so viele Daten wie möglich zu berücksichtigen - die Biographie von Gregor-Dellin kann dabei getrost als Standardwerk betrachtet werden.

Wenngleich bereits aus dem Jahre 1980, hat es doch auch das Wagner-Jahr 2013 nicht vermocht, eine vergleichbare Biographie auf den Markt zu bringen. Unbedingte Kaufempfehlung!!
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am 19. August 2013
Dieses 900 seitige Werk ist vor allem für Leser mit wissenschaftlichem Interesse zu empfehlen und für Leser, die Erfahrung mit umfangreichen Biographien haben. Das Buch ist weniger für Leser ausgerichtet, die auf der Suche nach spannender Unterhaltung sind. Gregor-Dellin hat eine faktenorientierte, sehr sorgfältige Biographie verfasst, aber keinen spannenden historischer Roman. Die überbordende Detailfülle führt meines Erachtens auch Leser mit guter Allgemeinbildung und mit gutem historischen Hintergrundwissen an seine Grenzen, da Martin Gregor-Dellin die Fakten dramaturgisch nicht sehr geschickt verpackt.

Das Buch berichtet über sehr viele Details aus Wagners Leben, über seine Familie und Freunde, seine Finanz- und Eheprobleme, über zeitgenössische Komponisten und Dirigenten, über seine beruflichen Stationen in Theatern und Konzertsälen, über besuchte Städte und über die vielen selbst verfassten und empfangene Briefe (die oft als Quelle dienen). Es werden eine grosse Menge an Personen namentlich vorgestellt, die Wagners Wege gekreuzt haben, aber die im weiteren Verlauf seines Lebens nicht immer eine grosse Rolle spielten. Dem Autor geht es vor allem um Vollständigkeit; dies ist ihm zweifelsohne gut gelungen.

Wer sich ein vollständiges Bild von Wagners Charakter machen will, muss viel Durchhaltewillen mitbringen. Ich habe leider nach 200 Seiten aufgegeben. Für mich bleibt der Bericht zu distanziert, zu trocken und zu wenig spannend. Ich vermisse hier z.B. einen Stefan Zweig ("Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen", "Maria Stuart"). Bei jenem werden den historischen Fakten authentische Gefühle und Leben eingehaucht, bei Gregor-Dellin geht es eher um die wissenschaftlich korrekte Zusammenfassung aller vorhandenen Quellen.

Deshalb für mich persönlich nur 2 Sterne, auch wenn der Autor extremen Fleiss und Sorgfalt aufgewendet hat, um diese Faktenfülle zusammenzutragen. Für Leser mit mehr Geduld und wissenschaftlichem Interesse, wird sich die Lektüre wohl trotzdem lohnen.
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am 26. September 2013
Das Buch gibt einen ausführlichen und gut fundierten Hintergrund. Meister Wagner fällt dabei vom Sockel bleibt aber ein hervorragender Komponist.
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