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am 25. September 2003
Nach ihrem bemerkenswerten Debüt und einigen Kurzgeschichten legt Annette Pehnt einen zweiten Roman vor. Wie andere Autorinnen ihrer Generation schreibt sie über Orte, an denen sich Lebensgeschichten entscheiden.
Die beobachtende Beschreibung meist stiller Veränderungen, die wunderbar warmherzige Sprache machen den ihren zu etwas Besonderem. In sachlich-ereignislosem Ton, doch charmant und in einer unfasslichen Spannung gehalten, schafft die Freiburger Autorin eine Stimmung von außergewöhnlichem Reiz.
Die Ich-Erzählerin geht ihrem Sehnsuchtsort nach, der Insel 34, „weil sie am weitesten weg war". Elternhaus und Schule haben signalisiert, es sei wichtig, dass ihr Herz für etwas schlägt. So wie der immer auf dem Sprung befindliche Dorst in „Ich muss los" bemerkte, dass niemand es mochte, wenn er die Wahrheit sagte, erfährt sie: Die alles gleich gut können, fallen zu sehr auf.
Also widmet sie sich mit Hingabe und nahezu ausschließlich der Erforschung der Inseln, die nummeriert sind, „weil niemand ihnen jemals einen Namen gegeben hatte". Obwohl sie damit auch die Menschen studiert, die sonst für alles einen Namen haben.
Dieser Roman ist vorzüglich und lohnt die Entdeckung. Annette Pehnt zeichnet ein klarer Blick für kaum wahrnehmbare Dinge aus, die von den meisten vermutlich übersehen würden. Gleichzeitig entwirft sie eine gespenstische Utopie - einen begrenzten Lebensraum wie Insel 28 beispielsweise, in dem es keine Kinder gibt, eingelegte blasse Gurken eine Spezialität sind, obwohl hier „nichts wächst", und sich beim Spiel der Sackpfeife entscheidet, auf wessen Seite man steht. Es geht ein Zauber von diesem großartigen Buch aus, dem man sich kaum entziehen kann. Denn die Welt ist voller Inseln.
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am 9. März 2004
Weder die vierunddreißig Inseln noch Annette Pehnts junge Protagonistin haben Namen. Die Inseln sind durchnummeriert, und die entfernteste von ihnen, „Insel 34", titelgebend für Annette Pehnts zweites Buch, erweckt im jungen Mädchen eine Sehnsucht und Leidenschaft, die sie bisher, hochbegabt in allen Fächern, nicht kannte. Unbeirrbar die Erforschung dieser Insel und der Dialektik der Inselbewohner vor Augen, vernachlässigt sie alle störenden Schulgegenstände, vergräbt sich in Büchern und Bibliotheken, hat zwar ein paar soziale Kontakte, aber nicht einmal Zanka kann sie auf dem Festland halten. Endlich wird „es [...] Zeit, auf die Inseln zu fahren", und sie landet auf Insel 28 bei eigentümlichen Inselbewohnern, deren Herz nur für Sackpfeifen schlägt. Die Icherzählerin möchte in diese Gemeinschaft integriert werden, lernt, dem schwierigen Musikinstrument ohrenbetäubende Töne zu entlocken und bleibt dennoch außen vor. Auch auf der nächsten Station, Insel 32, lassen die Archäologen die junge Inselforscherin nicht wirklich in ihre Mitte. Schließlich gelangt sie auf Insel 33, eine Mülldeponie, kommt dort, wo Müll getrennt, sortiert und geordnet wird, zur Ruhe und sieht bei Ebbe, dass die benachbarte Insel 34, ihr Ziel, zu Fuß erreichbar wäre, wenn sie es denn wollte.
Annette Pehnts Sprache ist einfach gehalten, doch so bildreich, dass die Fantasie der Leser unentwegt angeregt wird. Die Namen der Menschen, denen die Protagonistin im Laufe ihrer Reise begegnet, sind ungewöhnlich: Zanka, Lerke, Nessel, Professor Losten, Tesen, Dilse, Jote, ... Sie und die detailgetreue Wiedergabe der Nässe, trostlosen Farben, Bodenbeschaffenheiten der Inseln und kafkaesken Eigenheiten ihrer Bewohner geben dem realistisch gehaltenen Roman Elemente einer Parabel: Der Weg ist das Ziel - ein Motto, das nicht nur Inselforscher schon immer vorwärts getrieben hat.
2002 erhielt Annette Pehnt beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb den Preis der Jury für einen Auszug aus „Insel 34". Zu Recht.
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am 11. Januar 2005
Jeder ist eine Insel!
Dieses Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen.
Mit einem durchgehenden inneren Monolog entwickelt die Autorin den Weg ihrer Hauptfigur in Richtung der angestrebten Insel 34.
Dabei bleiben andere in der Lebensentwicklung eines Menschen sonst so platzgreifende Dinge wie die Sexualität, Freundschaften, Beruf eher eine nebensächliche Erwähnung.
Wichtiger erscheint die Frage, wohin schickt mich mein Lebensdrang?

In der Tat scheint die Figur die weibliche Entsprechung der Hauptfigur Dorst ihres anderen Romans "Ich muß los" zu sein.
Die fünf Sterne sind wegen der Eigenwilligkeit der Erzählung verdient. Sowas findet man nicht alle Tage.
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am 28. September 2003
Ein schönes Buch über die Suche einer jungen Frau nach ihrem Sehnsuchtsort.
Eine junges Mädchen hört im Geo Unterricht das erste mal von den der Küste vorgelagerten 34 Insel die nur mit Zahlen bezeichnet wurden. Mit der Zeit interessiert sie sich immer mehr für die Inseln bis sie eine Tages zu INsel 34 aufbricht.
Dabei landet sie als erstes auf Insel 28 auf der sie lange verweilt. Ihre Reise führt sie später auch auf Inseln die 34 noch näher liegen.
Das Buch ist auf eine sehr schöne leichte Art und Weise geschrieben und es ist ein Genuß es zu lesen. Es ist anders und gerade das macht es so einzigartig und schön.
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am 31. August 2003
Annette Pehnt hat eine besondere Gabe: Sie schafft es, verwirrende Parallelwelten zu konstruieren, die an gewissen Stellen aber so deckungsgleich sind mit der Alltagswelt, dass Schauplätze und zeitliche Einordnung immer in einer irritierenden Schwebe gehalten werden. In ihrem ersten Roman "Ich muss los" war das eine deutsche Kleinstadt, die unverkennbar viele Parallelen mit Freiburg, dem Wohnort der Autorin hat; in ihrem zweiten Roman Insel 34 ist es eine heruntergekommene Küstenlandschaft, die wenig Platz für klassische Inselträume bietet: Es ist dort nicht etwa warm, tropisch und sinnlich, sondern im Gegenteil feucht, schimmlig und heruntergekommen, die Inselbewohner leben in Bungalows mit Eternitwänden und die einzige kulinarische Spezialität sind wässrig eingelegte Gurken. Je näher die Heldin ihrem erklärten Ziel, eben jener Insel 34, kommt, desto desolater wird die Athmosphäre, desto freudloser die Kontakte zu anderen Menschen, desto mehr Müll, Niedergang und Verwesung begegnen ihr. Man könnte die Geschichte auf mehreren Ebenen lesen - eine phantastisch-skurrille Heldinnensage, oder ein poetisches Gleichnis auf eine Frau, die sich immer mehr in ihre eigene Phantasiewelt, vielleicht in eine Art Wahn, zurückzieht. Dass ich dennoch nur drei Punkte vergebe, liegt an der Überraschungslosigkeit, der Vorhersehbarkeit der Ereignisse, auch wenn sie im kleinen immer wieder von skurriler Phantasie zeugen - mir hätte es besser gefallen, wenn der liebevoll-desolate Schauplatz die Kulisse für eine überraschendere Geschichte hergegeben hätte, statt selbst die heimliche Hauptfigur der Geschichte zu sein.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. November 2012
Ich habe das Buch gelesen, da ich die Autorin bei einer Lesung zu Chronik der Nähe hören durfte und Insel 34 bisher ungelesen in meinem Bücherregal stand.

Die Protagonistin entdeckt in ihrer Schulzeit eine Inselkette und darunter auch Insel 34. Sie setzt sich in den Kopf diese Insel zu besuchen und verschlingt alles im Zusammenhang mit Inseln. Der Vater unterstützt dies, ist er doch froh, dass seine Tochter etwas hat, wofür ihr Herz brennt. So verbringt die Familie denn auch mal einen ätzenden Sommerurlaub an der Küste und die Ich-Erzählerin muß so tun, als sei dies klasse.
Sie studiert Geographie, Völkerkunde und Dialektologie und landet schließlich zumindest schon mal auf Insel 28. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass sie, sie hat keinen Namen, getrieben ist von dieser Sehnsucht nach der Insel 34, die in meinen Augen aber einem Verrannt sein in eine Idee gleichkommt. Auf 28 ist sie nicht willkommen, bekommt dies auch zu spüren und verbeißt sich in das Ziel Sackpfeifen zu lernen, um die Akzeptanz der Inselbewohner zu erlangen. Durchhaltevermögen hat sie schon, das muß man ihr lassen. Zanka, ihr Lover, ein komisches Verhältnis, bringt sie schließlich mit dem Boot auf 32. Auf 32 sind Archäologen zugange. Auch dort verbringt sie einige Zeit und landet schließlich mit dem Müllboot auf 33, die Insel des Gestankes. Das ist die Müllinsel. Hier lebt Herr Wiesent und jetzt auch sie. Das Ende ist komisch.
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