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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
10
Das Königshaus der Monster: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:1,95 €+ 3,00 € Versandkosten


am 7. Juni 2009
und hier haben wir wieder ein schön kauziges buch welches außerdem very british daher kommt. der inhalt wurde ja schon beschrieben deshalb gehe ich einfach mal grundsätlich auf das buch ein. der ideenreichtum ist sehr groß und die art der geschichte inklusive humor ist sehr englisch. wenn man ein fan von abstrusen, kauzigen sowie schaurigen geschichten ist sollte man dieses buch zumindest gelesen haben.
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am 2. Oktober 2010
Nachdem ich "Das Albtraumreich des Edward Moon" gelesen habe, war ich schon ganz traurig, dass weitere Bücher auf sich warten ließen...
Aber dieses Werk hat mich nicht enttäuscht! Eine skurille Geschichte, die mir aber (besonders als London Liebhaber)super gut gefallen hat.
Fazit: Einfach drauf einlassen und Spaß dran haben! Jonathan Barnes ist ein ganz Großer!
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am 16. Mai 2015
Den Autor Jonathan Barnes habe ich vor Jahren kennengelernt, als mir sein Roman „Das Albtraumreich des Edward Moon“ in die Hände fiel. „Das Königshaus der Monster“ ist eine lockere Fortsetzung dieses Romans. Barnes selbst verdient unter anderem genau damit sein Geld, was ich mir für meine eigene Zukunft wünsche: er schreibt Rezensionen. Es ist ein seltsames Gefühl, eine Kritik zu einem Buch zu schreiben, das ein Kritiker geschrieben hat. Aber gut, wenn jemand versteht, dass nicht jedes Buch fabelhaft ist, dann wohl er. Vor kurzem ist übrigens auch Barnes‘ dritter Roman „Cannonbridge“ erschienen. Nach der Lektüre von „Das Königshaus der Monster“ bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob ich es lesen möchte.

Henry Lamb führt ein durchschnittliches, austauschbares Leben. Früher war er ein Kinderstar, aber die Tage seiner Schauspielerei liegen schon lange zurück. Heute ist er ein einfacher Archivangestellter. Bis sein Großvater einen Herzinfarkt erleidet und seitdem im Koma liegt. Plötzlich tritt eine mysteriöse Behörde an Henry heran, die sich als das Direktorium vorstellt und behauptet, nur er könne London vor dem Untergang bewahren. Seit Jahrhunderten kämpft das Direktorium gegen die königliche Familie Windsor, die die Stadt dem Dämon Leviathan opfern will. Nun nähert sich der Kampf seinem blutigen Höhepunkt und alles steht auf der Kippe. Henry muss Estella finden, die einzige, die Leviathan aufhalten kann. Doch dafür muss er mit den Dominomännern sprechen. Der Wettlauf um die Seele Londons beginnt.

Meine Güte, was für ein abgefahrener Genre-Mix. Jonathan Barnes hält sich nicht mit dem zarten, sachten Vermischen von Details auf, die typisch für bestimmte Genres sind. Nein, er mixt die ganz großen und schlägt sie seinen LeserInnen um die Ohren: Fantasy und Science Fiction. Bis zum Ende war ich überzeugt, es mit einem reinen Fantasy-Roman zu tun zu haben, weil alles darauf hinwies. Aber dann – Boom! Überraschung! Science Fiction! Erst war ich total verwirrt, da ich allerdings sowieso das ganze Buch über ständig verwirrt war, konnte ich das Gefühl schnell überwinden und freute mich einfach darüber, dass meine Erwartungshaltung gekippt wurde. Ich habe mich köstlich amüsiert. Das wurde auch Zeit, denn während der Geschichte kam ich nicht sonderlich oft zum Lachen. Ich stolperte durch sie hindurch und hatte nie das Gefühl, überhaupt irgendetwas zu verstehen oder zu durchschauen. Ich kann mir mittlerweile vorstellen, dass Jonathan Barnes das so wollte, damit der unvermeidliche Höhepunkt umso heftiger wirkt. Vielleicht wollte er undurchsichtig und mysteriös sein. Damit machte er es allerdings nicht nur mir schwer, sondern auch seinem Protagonisten Henry. Der Ärmste ist völlig ahnungslos und garantiert kein Held, obwohl er London retten soll. Er ist ein Jedermann; leidenschaftslos und ersetzbar. Dementsprechend hatte ich nicht wirklich eine Verbindung mit ihm, er ist einfach so durchschnittlich. Auch hier denke ich, dass Barnes das durchaus beabsichtigte. Henry trifft auf haufenweise skurrile Charaktere und wirkt inmitten dieser Verrückten wie ein Zengarten der Normalität. Außerdem vermittelt das den Eindruck, dass es anstatt Henry auch jede andere beliebige Person hätte treffen können.
Die Spitze der ganzen Freaks sind eindeutig die Dominomänner. Ich liebe sie! Sie sind so böse. Verschlagene, intelligente, hinterlistige, mordende Lügner, die Spaß daran haben, Menschen zu quälen. Was Henry fehlt, haben sie im Überfluss: Charakter. Ich bin sicher, dass sie eindeutig nicht menschlich sind, aber was sie sind – ich habe keinen blassen Schimmer. Sie können aus dem Nichts auftauchen, wissen Dinge, die sie nicht wissen können und sind offenbar uralt. In ihren altmodischen Schuljungen-Uniformen empfand ich sie als extrem bedrohlich und gefährlich. Sie sind wie Raubtiere, die ihre Beute geduldig und unsichtbar aus dem Unterholz beobachten, bevor sie brutal und lustvoll zuschlagen. Und sie passen in diese Handlung, so temporeich, actiongeladen und unvorhersehbar wie sie ist. Manchmal dachte ich, ich hätte das Buch verstanden. Ich freute mich schon und klopfte mir selbst gedanklich auf die Schulter. Zufrieden blätterte ich um und musste all meine Annahmen wieder über Bord werfen, weil es plötzlich einen neuen Erzähler gab. Einen völlig anderen Erzähler. Jemanden, der Henry nicht besonders mag und behauptet, alles, was er als Ich-Erzähler bis dahin geschildert hat, sei gelogen.

„Das Königshaus der Monster“ ist ein düsteres Kuriositätenkabinett. Jonathan Barnes verbreitet keine sonnige Fröhlichkeit, sondern unheimliche, verstörende Absurdität. Wer dieses Buch liest, darf nicht erwarten, alles zu verstehen. Es ist eine dieser Geschichten, auf die man sich unvoreingenommen einlassen muss. Wenn ihr das schafft, werdet ihr eine verrückte Show erleben, in der alles möglich ist: Serienkiller in Schuljungen-Uniform, ein alter Mann mit Kiemen, drogenabhängige Royals und ein Dämon, der etwas Ungeheuerliches mit London vorhat!
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 1000 REZENSENTam 22. Juli 2009
Henry Lamb ist ein Antiheld wie er im Buche steht. Fast 30 arbeitet er in der staatlichen Archivverwaltung und ist ein Absoluter Beginner, also eine männliche Jungfrau. Dabei fing sein Leben so gut an. Er war Kinderstar in einer Serie, auch wenn er immer nur einen Satz sagen musste "Ich war's nicht. Großvater war's."
Henry ist unsterblich in seine Hauswirtin Abbey verliebt und hofft jeden morgen, dass er sie sieht, bevor er zur Arbeit geht. Das einzige, was ihn wirklich belastet ist, dass sein geliebter Großvater im Koma liegt.
Henrys Leben könnte so wunderbar langweilig weitergehen, wenn er nicht plötzlich versetzt würde und zwar zu einer Abteilung namens "Das Direktorium". Plötzlich findet Lamb sich als Agent dieser geheimen Organisation wieder und soll die Welt retten. Auch die beruhigende Zusprache seiner Kollegin Barbara "Das Direktorium nimmt nur die Besten. Die Spitzentalente. Die Wunderkinder [...] Und natürlich Sie Henry" (S. 294) kann ihn nicht wirklich beruhigen, denn nichts in seinem Leben ist Zufall und hinter allem steckt sein Großvater, der dummerweise im Koma liegt.

Diese Geschichte ist keine direkte Fortsetzung von "Das Alptraumreich des Edward Moon", sondern spielt 2007. Dennoch begegnen einem einige bekannte Gesichter aus "Edward Moon" wie der Chef des Direktoriums, der nun 175 Jahre alt ist und in einem riesigen Tank im "London Eye" schwimmt oder die mörderischen Zwillinge Hawker und Boon. Jonathan Barnes erweitert sein Kabinett an kuriosen Charakteren um ehemalige Professoren, die nun als Taxifahrer arbeiten, drogensüchtige Prinzen, aus dem Jenseits zurückgekehrte Agentinnen und töpfernde Agentinnen im Ruhestand.
Auch die Darstellung von Gewalt bleibt wie im ersten Teil sehr drastisch. "[...] als Hawker und Boon an seine Seite traten, mit einem wohlgezielten Schlag das Schutzgitter seines Ventilators wegbrachen und den Kippschalter betätigten. Und dann drückten sie Mister Strathams Gesicht in die wirbelnden Ventilatorblätter [...]" (S. 311)
Es gibt auch einige lustige Szenen, wie die Sicherheitseinweisung für Büroangestellte "Jedes Büro ist eine potentielle Todesfalle" (S. 33)
Die Geschichte wird als Rückblick von Henry Lamb geschrieben. Er beschreibt was er erlebte und wie er es erlebte mit einigen Einschüben einer anderen Persönlichkeit, die für ganze Kapitel übernimmt und die Geschichte des ampersandsüchtigen englischen Thronfolgers erzählt. Schon, dass eine Droge Ampersand, also Et-Zeichen "&" genannt wird ist bezeichnend für das Buch. Nach und nach vermischen sich diese beiden Handlungsstränge bis sie verschmelzen und man erahnt wie Henrys andere Persönlichkeit entstand. Diese Erzählweise verrät schon durch ihre Konzeption einiges von den zukünftigen Ereignissen, jedoch rettet sich der Autor in diesem Fall mit einem deus ex machina, bzw. in Form eines total abgedrehten Schlusses, den niemand auch nur ansatzweise erahnen oder wirklich verstehen kann.
Ähnlich wie "Das Alptraumreich des Edward Moon" beginnt das Buch recht interessant, mit einem eigenwilligen Helden und streckenweise recht witzig, lässt aber mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr nach, bis es sich zum Schluss in absoluter Abstrusität verliert, die möglicherweise als missglückte Hommage an Douglas Adams gedacht war, die jedoch nicht funktioniert.
Wirklich gelungen ist das Bild der Dominomänner zu Beginn des Buches, die beiden sind sehr gut getroffen und hätten ein deutlich besseres Titelbild abgegeben als das Gewählte, das mit dem Inhalt nur bedingt etwas zu tun hat.
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am 25. Oktober 2010
Henry Lamb ist ein kleiner Angestellter in einem Archiv. Er wohnt zur Untermiete und ist in seine Vermieterin verliebt, vermutet aber, dass sie an einem blassen Langweiler wie ihm kein Interesse hat. Alles ändert sich, als sein Großvater ins Koma fällt. Plötzlich wird er in eine andere Abteilung versetzt, "Das Direktorium", er findet ein geheimes Tagebuch im leer stehenden Haus seines Großvaters, das in Flammen aufgeht, Leute fallen vom Himmel und er wird seinem neuen Chef vorgeführt, der ihm eröffnet, er sei des Landes letzte Hoffnung: er müsse als Agent einen Krieg verhindern. Denn das Königshaus plane, ganz London einer feindlichen Macht zu überschreiben. Für kleinere Gegenleistungen, deren Echtheit und Effektivität nicht nachzuweisen sind. Ein paralleler Handlungsstrang erzählt von einem windigen Typen, der den Prinzen von Wales gefügig und abhängig macht.
Obwohl ich Geschichten dieser Art eigentlich nicht lese, fand ich das Buch sehr spannend, ausgesprochen eloquent und gewandt geschrieben, teilweise witzig, ein bisschen düster und sehr britisch. Alle kleinen Handlungsstränge führen irgendwo hin und werden am Ende noch einmal gebraucht, manche auch für sehr überraschende Wendungen. Das einzig Störende waren diese vorausgreifenden Unkungen - ich ahnte ja nicht, dass ich ihn nicht wiedersehen würde" oder heute weiß ich, dass er Recht hatte", davon gab es ein paar zu viel.
Und der Klappentext hat sowas von gar nix mit der Geschichte zu tun...
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am 9. April 2009
London 2007
Henry Lamb macht seinem Namen alle Ehre. Er ist wahrscheinlich der harmloseste Mensch, den man sich vorstellen kann und fristet ein langweiliges und völlig ereignisloses Beamtendasein. Das einzig aufregende in seinem Leben ist seine attraktive Hauswirtin, doch mit der weiß Henry Nichts anzufangen.
Doch ein schwerer und überaus mysteriöser Unfall seines Großvaters bringt sein Leben gehörig durcheinander. Das streng geheime Direktorium tritt an ihn heran und rekrutiert den ahnungslosen Henry, der plötzlich mitten in einen geheimen Bürgerkrieg verstrickt ist.
Nun nimmt die Handlung endgültig Fahrt auf und führt uns mit einer rasanten, kuriosen und irrwitzigen Geschichte quer durch ein zunehmend entfremdetes London. Besonders das "London Eye" werden Sie bei ihrem nächsten Londonbesuch mit anderen Augen sehen. Aber bringen Sie sich bitte dringend in Sicherheit wenn Sie zwei seltsame Männer in Schuluniformen sehen - es ist zu Ihrem eigenen Wohl.

Jonathan Barnes gelingt es geschickt, sich jeder Zuordnung zu einem Genre zu entziehen - ich würde ihn irgendwo zwischen H.P. Lovecraft und Terry Pratchett ansiedeln - und an sein überragendes Debüt "Das Albtraumreich des Edward Moon" anzuknüpfen. Ein spannender, ein witziger, ein überaus lesenswerter Roman.
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am 24. Mai 2009
Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe muss ich sagen, dass ich gezögert habe es zu kaufen. Ich habe es mir dann schliesslich doch zugelegt, da mir schon das erste Buch von Jonathan Barnes gut gefallen hat.
Meine Zweifel waren jedoch völlig unbegründet. Barnes verleiht der Figur Henry Lamb eine interessante Glaubwürdigkeit; Endlich hat man mal nicht den kraftstrotzenden Held, der alles kann, sondern so gesehen einen "Niemand". Was mir jedoch besonders gut gefallen hat, sind die Präfekten, die schon aus Barnes erstem Buch bekannt sind und einen sehr dunklen Humor haben.
DIe Geschichte ordnet sich glaubwürdig in die Zeit ein und ist sehr gut geschrieben worden. Hoffentlich tauchen die Dominomänner im nächsten Buch wieder auf. ;-)
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am 5. November 2011
Henry Lamb ist ein gewöhnlicher Londoner Archivar. Noch weiß er nicht das er eine entscheidende Rolle bei einem jahrzentewährenden Bürgerkrieg spielt. Den die Queen hat London an ein Monster verkauft.
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am 30. Mai 2010
Es war unterhaltsam. Zwar nicht der ganz große Wurf, aber ich habe mir mittlerweile auch das zweite Buch (eigentlich das erste) von Edward Moon gekauft.
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am 26. Oktober 2010
Eigentlich erstelle ich keine eigenen Rezensionen, doch über dieses Buch musste ich mich so ärgern, dass ich hier meine erste verfasse. Das Buch wird zwar von vielen Seiten gelobt, doch empfinde ich Schlüssigkeit der Story als absolut mangelhaft. So einen Quatsch habe ich noch nie gelesen. Eine im Prinzip witzige Idee, die für eine KURZgeschichte ausgereicht hätte, wird hier mit aller Gewalt zu einer zähen Geschichte ausgewalzt. Habe zwar tapfer bis zum Schluss gelesen, aber das Finale war dann echt an den Haaren herbeigezogen. Offenbar ist auch dem Autor an diesem Punkt nichts mehr eingefallen. Finger weg!
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