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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Februar 2016
Die Beschreibung des Inhaltes schenke ich mir an dieser Stelle, diese ist ausnahmsweise mal sehr ausführlich hier dargestellt.

Ich war sehr gespannt auf die Saga von Tobias Meißner. Das Thema interessiert mich auch im "wahren Leben" und gute Fantasy weiß ich eh zu schätzen. Wie immer mit überhöhten Erwartungen bin ich doch ein wenig ernüchtert, nachdem ich das Buch aushabe.
An sich erinnert mich Meißners Buch an ein Rollenspiel aus den 90ern, für Playstation 1 oder SNES. Der Held, der ein normales, eintöniges Leben lebt, gerät Hals über Kopf in eine abenteuerliche Reise. Auf dem Weg begegnet einem der erste "Endgegner", gegen den man natürliche keine Schnitte hat, der einem aber entscheidende Infos, bzw. Waffen, Ausrüstung etc. für den weiteren Weg mitgibt. Danach die Ankunft in der Zentrale, Hintergrundinfos und ab geht es ins Abenteuer.
So weit, so gut. Nur hinken mir ein paar von Meißners Ideen ein wenig.
Wieso wurde Rodraeg ausgewählt, eine solch wichtige Gruppe zu leiten? Was qualifiziert ihn? Die Empfehlung eines Bekannten, der bei genauerem Hinsehen ebenso unqualifiziert ist? Nun ja.
Auch die anderen Mitglieder des Mammuts erscheinen mir ein wenig klischeehaft und konstruiert. Besonders die zwei Barbaren haben es mir nicht gerade angetan.

Der Autor verrennt sich meiner Meinung nach auch ein wenig in der Beschreibung der Städte und des Aufbaus des "Haus des Mammuts". Die Beschreibung der Stadt, in der es sich befindet, scheint noch logisch, wie es scheint, wird diese noch für die Geschichte wichtig werden. Trotzdem brauche ich nicht zu wissen, wo welche Taverne in der Stadt zu finden ist, oder welcher Schneider was in welcher Qualität herstellt. Das tut zur Geschichte kaum was zur Sache. Auch interessiert es mich wenig, wie die "Mammuts" die Betten bauen, aus was, welche Lampe wo aufgehängt wird und wer sich warum welches Zimmer aussucht.
Eins oder zwei davon, okay, das bringt Flair und Echtheit in eine erfundene Geschichte, aber für mich persönlich war es zuviel des Guten.

Meißners Buch ist nicht direkt schlecht, es ist mehr eine leichte Unterhaltung für Nebenbei. Ich habe den Großteil der Charaktere schon wieder vergessen und habe kaum bis gar nicht über die Geschichte nachgegrübelt oder mir überlegt, wie es weitergehen könnte. Ich schließe nicht aus, dass ich mir auch noch die anderen Bände zulege, aber sie belegen eher die hinteren Ränge auf meiner Wunschliste.
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am 10. Januar 2016
Es ist schon lange her, dass ich zuletzt Fantasy gelesen habe, finde aber, dass dieses Buch eine gute und zusammenhängende Geschichte erzählt, die mich erneut mit diesem Genre angefreundet hat. Leider verfolgt der Author auch in diesem Buch ein Muster, das ich aus anderen Werken des Genre kenne: dieser scheinbare Zwang, alle Namen von Personen und Orten möglichst fremdländisch klingen zu lassen. Der einzige Autor, der das beherrschte, war Tolkien - und das liegt sicherlich daran, dass er die Sprachen, die seine Charaktere beherrschten, allesamt voll entwickelt hatte. Tut man das nicht, klingt dieses Wirrwar von "Fremdwörtern" bestenfalls komisch.

Blickt man darüber hinweg, liest sich das Buch sehr gut und flüssig, wenn auch die Sprache recht einfach ist und eher an Jugendliteratur erinnert. Keine Ausführung von Orten oder Geschehnissen ist zu langatmig oder zu kurz gehalten, sogar Kampfhandlungen, bei denen so mancher Autor im "Eifer des Gefechts" scheitert, werden schlüssig und glaubwürdig widergegeben.

Hat man früher "Dungeons and Dragons" gespielt, erkennt man die eine oder andere Situation wieder, aber das geht in Ordnung - es geht ja in diesem Band schließlich auch um das sich-finden einer Gruppierung und das Durchführen eines klassischen "Quest".

Das Buch hinterlässt genug offene Punkte und Fäden, so dass in einem das Verlangen aufkommt, das Folgebuch zu lesen, dennoch ist ein Abschluss der Geschichte vorhanden, so dass man sich von der anstrengenden Reise auch erst einmal durch Lesen anderer Bücher erholen kann...
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am 26. Dezember 2014
aber warum nicht? Spannend und actionreich erzählt, mit dem Hauptaugenmerk auf Naturschutz. Einfach genial!! Es zeigt das wirklich gute Fantasy auch ohne Orcs oder ähnlichem Funktioniert. Freue mich schon darauf Band 2-6 lesen zu dürfen.
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am 10. April 2009
Nach der Lektüre von "Hiobs Spiel" und "Das Paradies der Schwerter" hatte ich mich wieder auf beinhartes Gemetzel, Perversionen und nicht jugendfreies Material eingestellt. In diesem Punkt wurde ich zwar enttäuscht, aber mein Magen ist nicht böse drum.

Im Großen und Ganzen ein solider Fantasy-Roman, der auch ein bisschen an einen Historischen Roman aus vorchristlicher Zeit erinnert. Die Story vom Auszug um die Welt zu retten ist zwar nicht neu, aber die Handlung hat Hand und Fuß, ist spannend erzählt und die Charaktere sind lebendig und wenn auch nicht immer liebenswert dann wenigstens interessant gestaltet. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus. Die Autoren müssen nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, sie dürfen auch gerne beim Altbewährten bleiben, es dann aber bitte auch gut machen.

Was mich geärgert hat, waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die zwar noch lange nicht so schlimm sind, wie bei einigen Hohlbein-Romanen, aber inzwischen bin ich wirklich davon überzeugt, dass Bücher von deutschen Autoren anscheinend nur überflogen aber nicht gründlich vom Lektor gelesen und geprüft werden. Daher ein Stern abzug.

Ich kann das Buch nur guten Gewissens weiterempfehlen und freue mich schon darauf, den zweiten Band anzufangen!
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"Rodraeg Talavessa Delbane - träumt in Kuellen und wird erweckt". So wird Rodraeg im Anhang des Buches beschrieben. Der Rathausschreiber träumt von Mammuts, die längst ausgestorben sind in seiner Welt. Naenn, das wunderschöne Schmetterlingsmädchen ist die Erweckerin. Sie führt Rodraeg nach Warchaim, um dort mit ihm eine Truppe zusammenzustellen, die für den "Kreis" tätig werden soll. Die Aufträge liege noch im Dunkeln, doch alle sollen dem Schutz des Landes, der Umwelt und der Tiere dienen.

Umweltschutz als zentrales Thema in einem Fantasyroman? Kann das gutgehen? Es kann! Und Tobias O. Meißner zeigt, wie es geht. Sobald Rodraeg seine Truppe "Das Mammut" zusammengestellt hat und mit ihr zum ersten Auftrag zieht, mutet die kleine Gruppe wie eine Anzahl von Greenpeace-Aktivisten an. Wie auch unsere Welt wird Rodreags Kontinent von rücksichtslosen Menschen ausgebeutet und verschmutzt und obwohl es sich eigentlich um einen Fantasyroman handelt, könnte man die Geschichte nahezu 1:1 auf uns übertragen. Im Zeichen des Umweltschutzes steht auch das Buch selbst, das deshalb auch auf FSC-zertifiziertem Umweltpapier gedruckt wurde. Leider lässt dafür Qualität der Bindung etwas zu wünschen übrig und es ist nahezu unmöglich, das Buch zu lesen, ohne Knicke im Buchrücken zu fabrizieren.

"Die dunkle Quelle" ist der erste Teil einer voraussichtlich 12teiligen Fantasysaga, durch die sich das Thema "Umweltschutz" als roter Faden ziehen wird. Jedes Buch soll aber weitgehend abgeschlossen sein und ohne sog. Cliffhanger enden. Dies kann ich zumindest für "Die dunkle Quelle" bestätigen.

Tobias O. Meißner Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ohne lange Vorrede ist man gleich drin im Geschehen, obwohl die Mission des "Mammuts" durch das Finden des Teams, des Herrichten des Hauses und schließlich des Wartens auf den eigentlichen Auftrag erst etwas zögerlich gestaltet. Die beschriebenen Charaktere zeichneten sich für mich vor allem durch ihre Tiefe aus. Schnell meint man die Personen zu kennen, lernt sie schätzen oder erkennt, dass man es vorziehen würde, ihnen aus dem Weg zu gehen. Seltsamerweise blieb mir ihr Aussehen zum großen Teil verborgen. Gesichtslose Gestalten mit Charakter.

Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich für unsere Umwelt interessiert und der gerne ein spannendes Fantasybuch mit einer etwas anderen Handlung lesen möchte.
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am 25. Juli 2016
Die Geschichte ist sehr stimmig und toll beschrieben. Die Charaktere sind stimmig und individuell. Es ensteht wie in jedem gutem Buch eine Art von Sucht. Denn ich möchte wissen wie es weitergeht. Momentan lese ich das dritte Buch und muss sagen, dass es einfach toll ist wieder ein gutes Buch zu lesen. Nein es muss nicht immer Gewalt, Sex und Folter sein.
5 Sterne und absolute Kaufempfehlung.
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am 5. Oktober 2005
Mit seinem neuesten Werk zeigt Tobias O. Meißner auch seine schriftstellerische Vielseitigkeit, denn es erwartet den Leser wieder ein ganz anderer Stil als z.B. in "Paradies der Schwerter" oder "Hiobs Spiel". Die Handlung spielt sich in einer Art von "realischem Fantasy-Setting" ab, durch die Umweltthematik zudem mit einem reizvollen modernen Bezug versehen. Vor allem besticht das Buch m.E. durch die äußerst glaubwürdigen Charaktere und einen, bei zwar langsam geschlagenem Spannungsbogen, unglaublich fesselnden Verlauf, der erahnen läßt, welche Dimensionen und überraschenden Wendungen die Geschichte noch bereithalten mag. Von daher bleibt nur zu hoffen, daß die Folgebände bald und zahlreich erscheinen.
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am 12. November 2007
Ich habe nun vom >>Mammut << alle ersten sechs Teile zu Ende, und diesen ersten Teil schon mindestens drei Mal gelesen. Meiner ursprünglichen Kritik vom 12. November folgt der Versuch einer Charakteristik der ersten sechs Teile. Es soll beschrieben werden, was diesen Zyklus ausmacht und wie dieser umgesetzt ist, natürlich ohne dabei so viel Inhaltliches zu verraten, dass die Spannung aus einem der Bände genommen werden könnte.

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Außergewöhnliche und darum sehr interessante Fantasy

Dieses Buch führt in den Mammut-Zyklus ein. Es wird der Ort des Geschehens sowie die gesellschaftlichen Verhältnisse beschrieben.
Anders als bei einer typischen High-Fantasy-Geschichte fehlt hier der schwertkämpfende Held a la Aragorn, dem so gut wie nichts aus der Bahn werfen kann, oder der noch unbedarfte Zauberlehrling, in dem das gewisse Etwas steckt, um die Welt vor dem Bösen zu retten.
Der Held in dieser Geschichte ist ein Schreiber. Dieser Umstand führt dazu, dass man sich sehr schnell in die Hauptfigur einfühlen kann, da wir in Deutschland selbst überwiegend als Dienstleister tätig sind. Die zentrale Figur bekommt ein Schwert in die Hand und sollte es zu führen verstehen, wenn er sich und seine schöne Begleiterin vor der rauen Welt schützen will, er muss bereit dazu sein auch Gewalt anzuwenden, um beauftragte Ziele erreichen zu können. Diese damit verbundene problemhaltige Umstellung der Lebenshaltung kann der Leser nur zu gut nachvollziehen.
Nach der Einführung erfolgt das Zusammenfinden von den Gefährten, die Zusammenstellung der Gruppe von Menschen, die sich das Mammut nennt. Und das ist wohl das einzige, was noch an Tolkiens HdR erinnert. Es war spannend zu lesen, wer sich dem Mammut anschließt. Inmitten ihres ersten Auftrags kommt es zu einer Situation, die meines Erachtens erneut relativ untypisch für eine Fantasygeschichte ist. Die Gefährten werden von denen als unbesiegbar geltende Kruhnskrieger gefangen genommen und zur Arbeit gezwungen. Ein anderer Fantasy-Autor hätte die Befreiung der Gefangenen z. B. binnen kürzester Zeit in einer spektakulären Szenerie beschrieben. Hier jedoch scheint die Gefangenschaft eine Ewigkeit anzudauern, was der Gefangenschaft eine gewisse Tiefe verleiht.
Die Hauptcharaktere werden allesamt super beschrieben, sodass der Leser fast jeden ins Herz schließt und das Umweltproblem, Gewässerverschmutzung, wird sehr intelligent in das Abenteuer eingebunden, sodass der Leser sich keineswegs damit belästigt oder gar gelangweilt fühlen muss, von besserwisserischen oder aufklärenden Moralpredigten lesen zu müssen.

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Dieser Mammut-Zyklus ist auf insgesamt zwölf Bände geplant. Diese hohe Anzahl kann erschreckend wirken, weil man befürchten könnte, dass man diese Reihe nie zu Ende gelesen bekommt, wenn man sie einmal angefangen hat, weil z.B. der Verlag den Hahn plötzlich zu dreht. Dazu sei gesagt, dass Tobias O Meißner absolut dazu gewillt ist, sein selbsternanntes Lieblingsprojekt zum Ende zu bringen.
Entstanden ist dieser Zyklus auf Grundlage eines in den 90-er Jahren erarbeiteten Gesamtplots für einen Roman, den Tobias O Meißner wiederum mit Freunden innerhalb von sieben Jahren (in zwölf Sitzungen) als Rollenspiel durchgespielt und dokumentiert hat. Aus diesen Rollenspielergebnissen schrieb er dann wiederum diese Romane. Somit kommt der >>Mammut<<-Geschichte eine vom Autoren unabhängige Variable hinzu, die sich in den Entscheidungen oder Handlungsweisen der Rollenspieler ausdrückt, nicht alles ist also rein Autorenbestimmt.
Jeder Einzelband funktioniert für sich, enthält also eine abgeschlossene Geschichte. Allerdings sollte man schon ein Teil nach dem anderen lesen, um wirklich mitbekommen zu können, wie sich nicht nur die Geschichte sondern auch die Charaktere von Abenteuer zu Abenteuer entwickeln. Die Entwicklung der Charaktere ist in dieser Reihe nicht unmittelbar zu entnehmen, sie äußert sich vielmehr in den Verhaltensweisen und Entscheidungen, welche die Akteure auf Grund von bereits Erlebtem und Erfahrenem treffen. So erlebt man beispielsweise, wie aus einem mitläuferischen, unreflektierenden Schwertkämpfer ein verantwortungsbewusst handelnder Krieger wird. Um die Tiefe der Charaktere zu erkennen sollte man also bereit dazu sein, auch zwischen den Zeilen zu lesen!
Zur Philosophie Tobias O Meißners gehört es u.a. auch eine Idee niemals zu wiederholen und stilistisch abwechslungsreich zu schreiben, das vor allem für diesen auf zwölf Bänden geplanten Zyklus sehr wichtig ist, um keine Langeweile oder Vorhersagbarkeit im Leser auszulösen. Dies erreicht er im >>Mammut<<, indem er es - um nur ein Beispiel zu nennen - zu einem Fantasy-Crossover wagt: Der fünfte Teil ist im Grunde ein Krimi in der Fantasy-Welt des >>Mammuts<<.
Auch nach zehn gelesenen Meißner-Büchern werde ich immer wieder überrascht, was in seinen Büchern passiert, was nicht nur ein Beleg dafür ist, dass sich Grundideen niemals wiederholen, sondern das auch zeigt, dass der Autor zu wirklich allem fähig ist. Ins Herz geschlossene Akteure werden ermordet, der Hauptprotagonist nimmt in einem Buch nur eine Nebenrolle ein, oder Tobias O Meißner bringt es fertig, aus der Geschichte herausgewachsene Probleme, Herausforderungen und Aufgaben, die zusammengenommen ausgezeichnetes Material und Brisanz aufbringen können, um einen ganzen eigenen Roman damit zu füllen, binnen weniger Seiten derart darzulegen, dass dem Leser aus Verwirrung, Entsetzen oder Ärger einfach nur noch die Spucke weg bleibt.
Solch und weitere emotional mitreißende Momente schafft Meißner immer wieder, außerdem auch in Momenten, wenn ein jahrelanges vor sich Hindümpeln eines Protagonisten in den Leser projiziert wird, ohne dabei direkte Worte zu benutzen, oder wenn die um den Protagonisten befindliche Atmosphäre auf den Leser transportiert wird, wenn um einen selbst auf einmal alles in neblig, nasskühlem nebelweiß getaucht ist, durchsetzt von immer wieder vorbei fliegenden bunten paradiesischen Vögeln, um durch diese Bilder das Gefühl von Hoffnung und bevorstehender Freiheit zu bekommen.

Dieser erste Teil sollte meines Erachtens nicht als Repräsentant des gesamten Zyklus gesehen werden, denn hier werden die Tore in die Welt des >>Mammuts<< erst geöffnet. Ich selbst wurde erst nach dem zweiten Teil >>Die letzten Worte des Wolfs<< davon überzeugt, dass der Zyklus genau das ist, wonach ich so lange gesucht hatte: Eine innovative, intelligent-komplexe Fantasygeschichte eines deutschen Autors. Bis zum sechsten Teil wurde ich nicht enttäuscht!
Der Leser taucht ein in die Welt eines Kontinents, die von einer Königin regiert wird, die um die Macht zu wahren oder auszuweiten in alle erdenkliche Richtungen aktiv wird. So möchte sie zum Beispiel die Quellen der vier Elemente, Feuer, Wasser, Erde und Luft ausfindig machen, diese studieren oder gar ausbeuten lassen. Mächtige Krieger aus einer anderen Welt suchen magische Wesen auf dem Kontinenten auf, um aus deren Magie Energie für ihre eigene Welt zu beziehen, die Riesen - einst mächtig und damit beauftragt, Schattenwesen vom Kontinent zu befreien - sind nun ohne Magie und suchen sich in Sicherheit vor den Menschen, grauenhafte Wissenschaftler üben sich in folterhaften Experimenten, um mehr Wissen über die >>Grenzen des Schmerzes<< zu erlangen, kaltblütige Auftragskiller überwinden auf magische Art und Weise die Zeit, um Serienmorde sorgfältig zu planen, und Götter scheinen am Kontinent die Lust verloren zu haben, überlassen den Menschen, den Untergrund-, Schmetterlings-, Spinnen- und Affenmenschen sowie den Riesen ihr eigenes Schicksal. (Man mag diese genannten Völker auf den ersten Blick als Pendant zu bereits bekannten Völkern sehen, wie etwa Schmetterlingsmensch = Elf, aber diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht; sie sind z.B. im Gegensatz zu den Elfen friedsamer oder gar kurzlebiger als Menschen)
Diesen und noch höher gestellten Problemen stellt sich eine kleine Gruppe, die sich das Mammut nennt.

Dieses Projekt als >>Öko-Fantasy<< zu etikettieren kann auf den ersten Blick verwerfliche Wirkung haben. Wenn man den Begriff Ökologie aber genauer betrachtet und es als komplexes System begreift, welches nur durch eine nicht funktionierende Stellschraube zum Erliegen kommen kann, der wird erkennen, dass hinter dieser Bezeichnung mehr als nur eine Phrase steckt.
Tobias O Meißner selbst stellt als grundsätzliche Idee seines Projekts die Suche nach den Mammuts an:
>> In meinem Romanzyklus "IM ZEICHEN DES MAMMUTS" geht es um genau dies: Wie kann etwas Ausgestorbenes, etwas, das unwiederbringlich verloren und schon beinahe vergessen war, wieder in die Welt zurückgebracht werden? Selbstverständlich [...] mit Hilfe von Magie und ihren Rätseln. Was können einzelne Menschen oder eine Gruppe von Menschen tun, um [...] der Welt ein sagenhaftes Geschenk zu machen? Denn ist es nicht eigentlich das, wovon Fantasy-Literatur immer handeln sollte? Von der Möglichwerdung des Wunderbaren, dem Urbarmachen des Unvorstellbaren, dem besänftigenden Eindringen des Märchens in die unnachgiebigen Konturen der Realität?<< Zitatende.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Reihe ist es, trotz der Fantasykleidung die Nähe zur Realität zu wahren. So lassen sich immer wieder auch Projektionen auf unsere eigene Welt zu. Dies zeichnet sich aus, indem alles und jeder nicht übernatürlich dargestellt wird. Magiern zum Beispiel sind Kräfte und Fähigkeiten beschränkt und es gibt hier keine Überhelden sodass auch sie allesamt antastbar sind und durch ihre menschlichen Züge in aller Mannigfaltigkeit, mit allen Stärken und Schwächen ausgezeichnet sind.
Der allwissende Erzähler hält sich mit seinen Informationen insgesamt relativ zurück, diese werden in diesem Zyklus eher immer durch die Figuren zusammengetragen und die Sprache ist absichtlich zeitgemäß gehalten, sodass ein guter Lesefluss garantiert ist.
Wer detailverliebte Darstellungen in Fantasy-Geschichten bevorzugt, in denen seitenweise historische Eckpunkte eines Volkes, Landschaften oder Personen beschrieben werden, der ist mit diesem Zyklus schlecht beraten, denn Tobias O Meißner bringt es entweder schnell auf den Punkt oder lässt eben auch den Leser Freiraum für eigene Fantasie und Kreativität. Dies resultiert auch aus dem Vorhaben des Autors, darauf zu verzichten >>viel zu reden, aber nichts zu sagen<<. Meißner versucht auf jeder Doppelseite etwas Interessantes zu bringen, wie eine Metapher, märchenhaft-bezaubernde Bilder, abstrakt beschriebene Darbietungen, eine überraschende Wendung oder Handlung, feinsinnigen Humor, Rätsel zum mitgrübeln oder auch dramatische, actiongeladene bis hin zu entsetzliche, blutige Szenen.
Alles wird geboten, darum bin ich absolut davon überzeugt, dass man nach dem zwölften Band zurück blicken wird auf ein einzigartiges Fantasy-Literaturprojekt, von einem Autor aus deutschem Lande, der stilistische Wiederholungen meidet, innovative Ideen hat und stets unberechenbar und zu allem fähig ist.

(Stand: März 2011)
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am 26. September 2005
Wenn man die anderen Bücher von Tobias O. Meissner kennt, dann erscheint einem Die dunkle Quelle eher langweilig. Als Rollenspieler hat man ständig das Gefühl eine Rollenspiel Gruppe vor sich zu haben, deren Abenteuer hier erzählt werden. Leider schafft es Meissner nicht seine Charaktere so interessant werden zu lassen wie in "Das Paradies der Schwerter" und die Handlung ist auch nicht so mitreissend wie in "Starfish Rules". Das gleiche gilt auch für die Sprache die verwendet wird.
Alles zusammen ist Die dunkle Quelle immernoch ein solider Fantasyroman, bleibt aber im vergleich zu anderen Büchern des Autors weit zurück.
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am 23. Oktober 2014
meissner puzzelt im lauf der bücher die erdachte welt und die figuren immer mehr zusammen- will sagen,alles gewinnt fortwährend an substanz,format und tiefe. die helden sind keine supermänner sondern fallen auch öfter mal auf die nase und wachsen mit ihren aufgaben,während sie diverse aufgaben im rahmen des umweltschutzes lösen müssen.
das ganze ist spannend,detailliert,komplex und sorgfältig im aufbau
gefällt mir fast so gut wie david eddings,der meissner aber den trockenen humor voraus hat
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