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am 18. Juni 2013
Die Geschichte des westdeutschen Pressejournalisten in Ostberlin ist genau das - seine Geschichte. Fuer jemanden, der nicht in der DDR lebte, stellt sich der dortige Alltag als extrem dichtes Netz von Repressalien, staendiger Ueberwachung, Bevormundung und unueberwindlicher Sehnsucht nach dem Westen dar. Das war vielleicht ein Teil unseres Lebens, aber mit Sicherheit nicht alles. Herr Pragal war eben doch nur ein Gast und hat an dem normalen DDR-Alltag vorbeigelebt. Ich bin selbst damals ausgereist aus Gruenden, die Herr Pragal gut in seinem Buch beschreibt. Und trotzdem erhalte ich mir meine Ostalgie, denn wir alle hatten dort auch unser Privatleben und glueckliche Zeiten. Interessant fand ich, wie Herr Pragal die Luecken in der Geschichte beschreibt und offenlegt. Vieles habe ich auch erst spaeter erfahren und leider nicht waehrend meiner Schulzeit. Keine Frage, das DDR-Regime hatte viele dunkle Seiten. Sie mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen fand ich allerdings absurd.
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am 18. September 2011
Anfang der 1970iger Jahre als die DDR für die meisten Westdeutschen unerreichbar war, wurde der Autor einer der ersten zugelassenen Korrespondenten, und der erste, der in der DDR seinen Wohnsitz nahm und nicht von Westberlin aus arbeitete. Insgesamt lebte er mit seiner Familie 12 Jahre in diesem anderen Deutschland und schreibt über seine journalistische Arbeit und sein Privatleben.

Der Autor berichtet über kirchliche Umweltaktivisten (mit Gott gegen Giftschwaden), vom vorzeitigen Karriereende eines unangepaßten Leistungssportlers, DDR-Schulerfahrungen seines Sohnes, alltäglichen Be- und Versorgungsschwierigkeiten, Geiz und Witz im Osten oder die verschwiegene Kriminalität und viele andere Alltagsrealitäten, zu denen auch vielfältige Formen von Repressalien gehören. Auch Begegnungen mit Prominenten schildert er (Robert Havemann, Rudolf Bahro, Kurt Hager'). Er weiß, dass er unter Stasibeobachtung steht und muß immer wieder entscheiden, wie weitgehend und in welcher Form er sich anpasst. Auch in diese Entscheidungsprozesse gibt er Einblick.

Besonders interessant wird das Buch dadurch, dass er aus einer Nachwendeperspektive schreibt und viel Material aus seiner Stasiakte (1400 Seiten !!!) einbezieht und auch erzählt, was aus vielen Leuten geworden ist, mit denen er in DDR-Zeiten Kontakt hatte.

Der einzige Wermutstropfen war für mich, dass Minderheiten ' abgesehen von Kirchenleuten ' kaum vorkommen (vietnamesische Vertragsarbeiter, Homosexuelle, schwarze Deutsche ').

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert, weil es vielfältige Einblicke in den Alltag eines totalitären Überwachungsstaates ermöglicht. Dieses Buch könnte jeden
Ostalgiker kurieren, wenn er es denn lesen würde.
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