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Kundenrezensionen

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am 25. Mai 2013
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, das es unterhaltsam und provokativ ist und viel Wahrheit drin steckt.
Da ich allerdings manchmal sowieso nicht nett bin, konnte ich an einigen Stellen sagen: "Schon ausprobiert, das kann man so nicht machen". An anderen wiederum dachte ich "Recht hat sie, so dreist müsste ich manchmal einfach sein, es ist ehrlicher und das Risiko dabei ist nicht hoch".
In dem Buch stehen einige Beispiele, die ich im täglichen Leben ebenfalls schon oft beobachten konnte und einfach stimmen.
Man darf nicht vergessen, dass die Autorin Journalistin ist und nicht "Meisterin der Dreistigkeit". Das heißt die "Tipps", die sie in dem Buch gibt, hat sie nicht alle schon 10 Mal ausprobiert und in einer Statistik niedergeschrieben um zu überprüfen, was besonders originell ist oder wie was bei wem ankommt. Dennoch ist das Buch empfehlenswert, weil es interessante neue Denkanstöße gibt.
Man sollte allerdings nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen, sondern beim Lesen gut überlegen, was für eine Person man denn sein will.
Botschaft des Buches ist, aus sich herauszugehen und einfach das zu tun und zu sagen, was man fühlt, statt sich ständig anzupassen und nett zu sein.
Was leider in dem Buch fehlt: Alles hat seine Grenzen, aber die findet man nicht, wenn man sie niemals austestet. Die Menschen verzeihen einem viel mehr, als man denkt. Dennoch muss man abwägen können, wer wie viel verzeiht und wie weit man bei wem gehen kann, da jeder Mensch anders ist.

Wichtigster Satz meiner Meinung nach: Es ist auch eine Beleidigung, wenn man eine Person anlügt. (Zusammenhang: ...indem man ihr etwas nettes sagt, obwohl man ihr lieber etwas nicht nettes sagen möchte, nur um höflich zu sein oder die Person nicht zu verletzen.)
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am 7. August 2012
Die Wirksamkeit von Ratgeberbüchern ist doch sehr begrenzt, was - wie der Philosoph Richard David Precht so treffend bemerkte - vor allem daran liegt, dass die meisten Menschen kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem haben. Im Falle von Rebecca Niazi-Shahabis Buch " Nett ist die kleine Schwester von Scheiße " ist dieser an sich bedauerliche Umstand sehr zu begrüßen. Die Autorin rät ihren Lesern allen Ernstes in einen egoistischen Widerling zu mutieren, um bei den Mitmenschen als interessanter und attraktiver Zeitgenosse wahrgenommen zu werden. Als prominente Beispiele hat sie zumeist ausgerechnet Menschen aus dem Künstlermilieu ausgewählt, in dem eine gewisse Exzentrik geradezu Pflicht ist. Leider steht zu befürchten, dass naive und labile Menschen mit einem ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex die merkwürdigen Thesen der Autorin für bare Münze nehmen. Der Fairness halber hätte Frau Niazi-Shahabi diesen Lesern auch die Nebenwirkungen ihrer angeblichen Attraktivitätssteigerungsmethode mitteilen müssen. Wer sich im wahren Leben so verhält, wie die Autorin rät, wird sicherlich erst einmal mehr Aufmerksamkeit erhalten, gleichzeitig steigert er aber Tag für Tag die Zahl der Mitmenschen, die mit gewetztem Messer im Rücken nur darauf warten, dass der oder die Betreffende ins Straucheln gerät um dann genüsslich zuzustechen. Wer das Buch allerdings bis zum Ende gelesen hat, könnte auch auf die Idee kommen, dass die Autorin uns mit ihren Thesen lediglich auf den Arm nimmt. Denn bei der Auflösung des abschließenden Persönlichkeitstests, in dem die " Lernerfolge " ihrer Leser abgefragt werden, erhält der Testverweigerer von ihr das höchste Lob. So könnte das Fazit dieses Buches auch lauten: Wer die Ratschläge dieser Lektüre ernst nimmt, hat den tieferen Sinn des Buches nicht verstanden.
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am 8. Januar 2013
Der Titel hat mich sehr angesprochen. Beim Lesen wurde ich dann leider sehr enttäuscht. Sehr oberflächlich und bunt zusammengemixt die Argumentation für das schlechte Benehmen. Und für mich als Bewohnerin eines Berliner Armutsviertels eher Alltag als rühmliche Ausnahme. Die Charmeure, die die Autorin beschreibt sind für mich allesamt einfach und schlichte Kotzbrocken, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Resümierend kann ich nur sagen, wer sich und seine Mitmenschen liebt und achtet, der kann getrost die Finger von diesem Buch lassen. Mal über die Stränge schlagen tut doch jeder mal aber sind Menschen wirklich nachahmenswert, die sich auf emotionale Kosten oder auf Grund von emotionalen Defiziten anderer durchs Leben schleimen ? Für mich sind das echte Schleimscheisser!!! Allen voran der verfettete Marlon Brando!!!, den die Autorin so in den Himmel hebt.Das Buch ist leider sehr mit erhobenem Zeigefinger geschrieben, so dass angesichts fehlender Humorlosigkeit nicht einmal das Lesen Spass bereitet. Schade. Aber wie sagt der Engländer so schön: DonŽt judge a book by its cover and donŽt judge a look by its lover! Das Cover ist das einzige sehenswerte an dem Buch. Ansonsten echt eine Ansammlung einfacher Platitüden. Finger weg!
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am 9. März 2013
.........als Kind wurde man dazu erzogen die Wahrheit zu sagen. Später wird es einem wieder aberzogen, weil es angeblich verletzend ist und es sich nicht schickt sich geradeheraus zu äußern.
Ich finde es eher verletzend, wenn mir jemand einfach dreckig "freudestrahlend" ins Gesicht lügt.

Was die die Verfasserin des Buches sicher mitteilen möchte, dass sich die Menschen heute irgendwelchen Regeln und Verhaltensweisen unterwerfen, ihr eigenes ICH damit unterdrücken und damit unglücklich sind. Ist es nicht traurig, dass man sich heutezutage hervorheben muss und eigentlich nur sein Naturell lebt, um Mensch zu sein???
Ich finde die Vergleiche mit den Koreanern aus dem Buch ein tolles Beispiel. Jeder der das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine.
Auch die in kleiner Schrift beigefügten Anmerkungen sind wahr.
Frau Niazi-Shahabi hat einfach recht. Heute ordnen sich viele unter, weil sie glauben damit mehr Erfolg zu haben. Und ich gebe ihr auch recht, wenn sie den Leser fragt, ob er lieber mit einem A....kriecher essen geht oder mit einem der den Chef am besten nachäffen kann, weil man mehr Spaß hat und er eben nicht angepasst ist. Würden Sie nicht gern auch mit letztem Essen gehen? Viele bewundern Menschen die geradeheraus ihre Meinung sagen können. Sie auch? Fragen Sie sich warum. Weil Sie es vielleicht selber gern tun würden??

"Sich anzupassen führt dazu, dass man sich klein fühlt." Wie recht Sie hat.

Dank für dieses Buch!!!
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am 8. September 2011
Letztlich is dieses Buch wirklich nur "nett" - also die kleine Schwester von Scheiße.

Es mag ja sein, dass es Leute gibt, denen dieses Buch helfen könnte und davon begeistert sind. Aber bei einem psychisch stabilen Menschen wird es nur Kopfschütteln und evtl. Belustigung hervorrufen. Oder Sorge um die Leser, die alle Tipps befolgen.

Intellektuell? Völliger Reinfall. Es gibt mehrmals den verzweifelten Versuch, durch das Zitieren eines Psychiaters oder ein paar selbsternannten Experten (z.B. einer "Flirt-Expertin") soetwas wie wissenschaftliche Fundertheit zu suggerieren. Die Argumentationen haben mehr Löcher als ein Sieb - da hat wohl jemand Schopenhauers "Kunstgriffe" gelesen und versucht, sie anzuwenden. Es gibt zahllose Widersprüche und unlogische Schlussfolgerungen. Als ernsthafter Ratgeber ist das Buch somit völlig disqualifiziert.

Lustig? Jein. Ich hab mich nur so lange amüsiert bis ich festgestellt habe, dass die Autorin das wohl gar nicht ironisch meint. Dann kam das große Erschaudern. Ungefähr so, wie wenn man sich Popcorn futternd einen ekligen Horrorfilm anschaut und irgendwann bemerkt, dass das ja eine reale Dokumentation ist. Wenn man Buch ernst nimmt, dann ist es oft sehr beklemmend! Vor allem wenn ein Massenvergewaltiger/-mörder als leuchtendes Vorbild für uns dienen soll. Sowas halte ich für eine Spur zu widerwärtig.

Hilfreich? Vielleicht für seelisch wirklich angeschlagene Menschen. Wer von der Gesellschaft ignoriert oder ausgenutzt wird und keine Freunde hat, die einem mal den Kopf waschen würden: Vielleicht öffnet einem dann dieses Buch die Augen. Alle anderen können garantiert auf diese "Weisheiten" verzichten.

Realistisch? Keinesfalls. Wenn der Film "Pretty Woman" als positives Beispiel aus dem Alltag dienen muss (kein Scherz), dann erscheint das doch ein wenig... hm... an den Haaren herbei gezogen. Auch andere Filmfiguren müssen herhalten, um gewagte Thesen zu belegen. Aber auch Oliver Pocher. Denn wenn wir uns alle wie Oliver Pocher verhalten (also wie er in seiner Show, denn privat kennen ihn die meisten incl. mir nicht) dann haben wir alle Erfolg, werden geachtet und angehimmelt - so wie er. Bravo! Vergessen wird bei allen Beispielen, dass es sich entweder um fiktive Geschichten handelt oder dass die (sich unmöglich aufführende) Person es sich Dank Talent/Prominenz/Reichtum/Status... einfach leisten kann, sich so zu verhalten. Wer sich als "normaler" Mensch aufführt wie ein Weltstar, ist bestenfalls lächerlich.

Irgendwas Positives? Das Reh auf dem Einband ist lustig! Aber sonst... Na gut: Ein paar Anekdoten sind ganz witzig und manchmal würde ich der Autorin vollkommen zustimmen, wenn sie nur nicht so fuuuurchtbar übertreiben würde. Auch beim Thema "Vorstellungsgespräch/Beruf" finde ich einige Denkanstöße wirklich sehr vernünftig. Deswegen 2 Sterne.

Aber eigentlich hätte ich 1 Stern geben wollen. Vor allem weil sich die Autorin ekligerweise selbst so lustig findet (vgl. auch das Video bei Amazon von der "Vorlesung"). Aber ich versuche mal objektiv zu sein. :)
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am 3. Juli 2015
Ich habe es gerade bis S 22 geschafft. Das Beispiel vom Weinglas kommt bis dahin schon gefühlte 30 mal vor und ich frage mich zwar ob das so einfallslos weiter geht aber ich denke dafür ist mir meine Zeit zu schade.
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am 24. Februar 2012
Das Buch habe ich mir in der Buchhandlung gekauft. Durch den reisserischen Titel und die ersten Seiten, dachte ich eigentlich, ein recht amüsantes Werk in den Händen zu halten, mit dem man durchaus etwas anfangen kann.

Leider weit gefehlt. Wie gesagt, die ersten Seiten waren noch lesenswert und man konnte herzlich über die erzählten Geschichten lachen. Aber nach einer Weile begann ich mich über das Buch zu ärgern und ich muss sagen, noch nie habe ich mich über ein Buch so aufgeregt, wie über dieses. Warum?

Wie bereits ein Vor-Rezensent schrieb, für Menschen, mit wenig Selbstbewusstsein, die sich einsam und ausgenutzt vorkommen, mag dieses Buch sicherlich einige gute Tipps parat haben, wie sie über ihren Schatten springen können.
ABER'jeder der psychisch ansatzweise gefestigt und einen Weg, sowie einen Platz, im Leben gefunden hat, für den ist dieses Buch blanker Hohn.

Im Endeffekt geht es darum, ALLES, was man an Werten und Regeln mitbekommen hat zu vergessen, sich der eigenen Anarchie zu ergeben und damit Leute zu verletzen, vor den Kopf zu stossen und zu beleidigen'nur weil die Autorin der Meinung ist, damit würde man für andere Menschen interessant werden. Man solle es sogar es Erfolg anrechnen, wenn einem, bis dato sehr wertvolle, Lebensmenschen den Rücken zukehren, weil man nun beschlossen hat, sich heillos zu betrinken, hinters Sofa zu kotzen und die Leute anzustänkern und zu beleidigen. Denn mit diesem Verhalten würde man ja in eine ganz andere Gesellschaftsschicht aufsteigen und interessant werden.

Dass man aber auch noch Schwer-Kriminelle, wie Mörder, Vergewaltiger und Betrüger, als Beispiel für erfolgreiches Umsetzen dieser 'neuen Lebensregeln' nennt, halte ich für sehr unbedacht und auch äußerst gefährlich.

Alles wird auf höchst primitive Art und Weise aufs Korn genommen. Jede Form von Regeln, Werten und Manieren. Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's weiter ungeniert. Das mag sein, aber DANN ist man erst recht alleine, weil keiner mehr Sympathie für einen empfindet.
Auch diese steten Verallgemeinerungen, bspw. Frauen würden ja auf Männer stehen, die sie gleich im ersten Anmachspruch beleidigen oder kritisieren. Das mag auf einige sicher (auf-)reizend wirken; mich stösst sowas ab.

Auch die Geschichte aus dem buddhistischen Kloster, in dem der Klostervorsteher seine Ergözung darin findet, Leute, die im Kloster auf Zeit zu sich finden wollen, so dermaßen vor den Kopf zu stossen, dass sie sich tief verletzt noch mehr zurückziehen. Da dreht sich jedem, der auch nur ansatzweise nach den buddhistischen Lehren lebt, der Magen um.

Als Quintessenz ziehe ich aus diesem Buch, dass man Angst vor einer neuen Form der Gesellschaft haben muss, die keinen Respekt, keine Regeln und keine Werte mehr kennt, die nur nach der eigenen egoistischen Anarchie lebt und die Menschen um sich herum nur dazu (be-)nutzt, dass eigene magere Selbstbewusstsein auf primitivste und frivole Art und Weise aufzubügeln.

Dann bin ich persönlich lieber die 'Langweilerin', die das Weinglas doch noch am Stil anfasst'und die die Menschen um sich herum schätzt und nicht 'abschätzt'.
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am 19. Dezember 2015
Wer kennt den Spruch „Everybody's Darling is Everybody's Depp“ nicht. Wieso wir so nett sind und warum es mehr als sinnvoll ist, aus der Nettigkeitsfalle auszusteigen beschreibt die Autorin Rebecca Niazi-Shahabi sehr anschaulich und humorvoll.
Wir werden zur „Nettigkeit“ erzogen. Frauen ja sowieso, aber auch Männer trifft diese Erziehung immer mehr. „Nett“ und „Angepasst“ sein ist leider auch ein wenig langweilig. Gerade wenn es um das Thema flirten geht, kann Mann und Frau mehr Spannung aufbauen, wenn man sich es traut.
Ich glaube von mir, dass ich mich nicht an viele Verhaltensgrundformen halte, dennoch hatte ich auch das ein oder andere AHA-Erlebnis. Da war ich doch der Depp, Entschuldigung einfach zu nett.
Wer sich von den Provokationen nicht abschrecken lässt, dem wird es gelingen, sein Leben weniger „nett“ und dafür „spannend“ zu gestalten. Das Buch wird einen an die persönlichen Grenzen bringen. Manchmal lohnt es sich, diese Grenzen zu überschreiten!
Mir hat es diebisch Spaß gemacht das Buch zu lesen und das ein oder andere auch auszuprobieren.

Peter Wiesejahn
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am 30. März 2011
Ein Buch, das die Lüge lobt, ebenso ungehemmten Egoismus und Plagiate: Wie soll man dies aufnehmen? Meint es die Autorin ernst oder führt sie uns nur an der Nase herum? Lügt sie uns an, hat alle Zitate frei erfunden, ist selbst kreuzbrav und will nur die eigene Kasse füllen? Lesen wir einen Ratgeber oder eine Ratgeber-Parodie?

Beispiel: Eine von Niazi-Shahabis Geschichten handelt von ihrem Onkel. Da er Antiquitäten-Sammler ist, wird er nach einem Todesfall bei ihren Freunden zum Schätzen der geerbten Bilder eingeladen. Nachdem die Freunde kurz zum Kaffeemachen in der Küche sind, ist der Onkel verschwunden. Mit ihm fehlt ein Bild. Eine unverkäufliche Schenkung dazu.

Die Autorin lobt ihren Onkel. Konsequent. Doch an anderer Stelle schränkt sie ein, Kriminalität und auch die politische Rechte finde sie doch nicht so gut. Aber warum eigentlich nicht? Kriminelle und Rechte benehmen sich doch eindeutig daneben und müssten nach der Logik der Autorin zu loben sein. Wie sieht Niazi-Shahabi dies? Vielleicht: Phantasieren, plagiieren, tricksen und immer an die eigene Knete denken?

Zu Anfang liest sich der Text noch wie eine Kulturgeschichte des schlechten Benehmens. Dann geht er eher in Richtung eines Ratgebers. Lange Passagen bestehen fast nur aus "tun Sie dies, lassen Sie jenes"-Sätzen. Die Sprache ist keineswegs so frisch und provokant wie der geniale Titel. Gut zu lesen ist das Ganze natürlich trotzdem und viele Beispiele und Zitate aus der Geistesgeschichte sind anregend.

Die Autorin berichtet über einen buddhistischen Meister, in dessen Kloster schweigend gegessen wird - was er angeblich blöd findet. Sein Anliegen ist es, die Erwartungen seiner Schüler - mitsamt ihrem Selbstbild - zu brechen. Dann wird eine kleine Flirt- und Charme-Schule geboten und argumentiert, dass das gezielte Regelbrechen hier weiterhilft. Niazi-Shahabi zitiert einen Management-Trainer namens Le Parc. Er erklärt - nachvollziehbar - dass im Management Persönlichkeiten gefragt sind. Andererseits empfiehlt er Managern rätselhafterweise Dinge wie: "Schimpfen Sie und benutzen Sie grobe Wörter."

Zurück bleibt insgesamt ein widersprüchlicher Eindruck: Nachvollziehbarer Rat mischt sich mit irrsinnigen Tipps und sinnfreier Provokation. Das Buch könnte genauso gut als absurd und sinnlos bezeichnet werden, wie als wertvolle Fundgrube voller geistreicher Anregungen. Man könnte es als Gesamtkunstwerk verstehen, ebenso wie als Frechheit. Suchen Sie sich eine Sterne-Wertung zwischen eins und fünf aus.
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am 28. November 2012
Als ich die ersten Seiten gelesen habe, wollte ich erst nicht weiterlesen...
Aber ich habe es durchgelesen und fand es sehr interessant mit dem gewissen AHA-Effekt.
Ich empfehle das Buch besonders für "Ja-Sager" und schüchterne Personen.
Gerade in der Berufwelt ist es ein hilfreiches Buch.
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