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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
70
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am 2. Juni 2009
Der Zoologe Dr. Reichholf beschäftigt sich in "Rabenschwarze Intelligenz" sowohl mit den faszinierenden Fähigkeiten der Rabenvögel, als auch mit der Behauptung, dass "Raubzeug" abgeschossen werden müsse, um Niederwild und Singvögel zu schützen. Diese Behauptung hat sich in mehreren unabhängigen Studien als falsch herausgestellt.

Von einem "hasstriefenden, jagdfeindlichen Pamphlet", wie es von einem Rezensenten bezeichnet wird, kann überhaupt keine Rede sein. An solchen Äußerungen zeigt sich vielmehr, dass die Wahrheit für diejenigen sehr schmerzlich sein kann, die sie nicht hören wollen. Dass Reichholfs Buch jagdkritisch ausfällt, liegt in der Natur der Sache: Er ist Zoologe und hat damit einen sowohl fachkundigen als auch neutralen Blickwinkel hinsichtlich der Diskussion um das "Kurzhalten" der Rabenvögel.

Sein Fazit lautet klar und deutlich: Freispruch für die Rabenvögel. Es besteht keine Notwendigkeit für deren Bejagung, um Singvögel und Niederwild zu schützen - dies bestätigen mehrere langjährige Studien, die der Autor in diesem Buch zitiert. Daran ändern auch die seit Jahr und Tag gebetsmühlenartig wiederholten und gegenteiligen Behauptungen von Jägerseite nichts. Selbst ein Totalabschuss von "Raubzeug" (und "Raubwild"), der von 1990 bis 1996 im Saarland in einem 700 Hektar (!) großen Jagdrevier durchgeführt wurde, hatte langfristig keine Auswirkungen auf den Rabenkrähenbestand - die rasch frei gewordenen Reviere durch das massenhafte Abschießen wurden sofort neu besetzt (ein Phänomen, das auch bei Rehwild und Fuchs nachgewiesen wurde) - und die Hasen-Strecken zeigten keinerlei Anstieg.

Vor kurzem wurde Reichholf in der Sendung "Odysso" (SWR) zum Thema Jagd befragt und seine Aussagen denen des Präsidenten des DJV gegenübergestellt. Auch hier drängt sich der Verdacht auf, dass die Jägerschaft nichts von ökologischen Fakten wissen will. Dass die jagdkritischen Kommentare solcher Buchveröffentlichungen bei Jägern auf Ablehnung stoßen, ist nur zu verständlich, verlieren sie doch damit ein wesentliches Argument für die Begründung ihrer angeblich notwendigen jagdlichen Aktivitäten.

Dass Rabenvögel für so manchen Schabernack zu haben sind, ist hinreichend bekannt. Auch hier schildert Reichholf einige Fälle, die sowohl zum Schmunzeln anregen, aber auch in Erstaunen versetzen. Hier sei, ohne zu viel zu verraten, die "Bestrafungsaktion" einer Rabenkrähe erwähnt, welche um Futter bettelte, dieses aber nie bekam.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung!

Ich hoffe, dass das Buch gerade in Jägerkreisen auf offene Ohren stößt. Die Zeit für ein Umdenken ist längst überfällig.

Inhalt:

VORSTELLUNG DER RABENVÖGEL
* Die "Schwarzfedrigen" und die Intelligenz
* Was sind Rabenvögel?

VON KRÄHEN UND MENSCHEN
* Die Rabenkrähe Tommy
* Der Kolkrabe Mao

LANDKRÄHEN
* Regulierungsversuche von Landkrähen
* Kolkraben im Flachland
* Winterkrähen

STADTKRÄHEN
* Großstadtrevier
* Die Attraktivität der Städte

INTELLIGENZ DER KRÄHENVÖGEL
* "Nusskrähen"
* Rabenschwarze Intelligenz weltweit

RABENMYTHEN
* Sagenhafte Rabenvögel
* Unglücksraben

AUSBLICK
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am 29. April 2009
Fundierte und kurzweilige Beschreibung des Krähenverhaltens.
Beschrieben werden eigene Erfahrungen bei Aufzucht und Erlebnisse mit
aufgezogenen Dohlen/Krähen. Unterscheidung der verschiedenen Krähenarten und zugehörige Merkmale und Verhalten. Die Sinnlosigkeit der Krähenbejagung wird fundiert argumentiert. Beeindruckende und amüsante Intelligenzleistungen der Vögel werden mittels Beispielen beschrieben (z.B. Nest aus Drahhtkleiderbügeln, welches auch Taifun oder Wasserbeschuss durch Feuerwehr standhält). Ich habe viel gelernt und nehme Krähenvögel jetzt viel bewusster wahr und respektiere sie.
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am 2. Juli 2009
Dieses Buch ist kurzweilig, informativ und man erfährt anhand von Anekdotenberichten viel über Raben-und Krähenvögel, das man sicher nicht wußte, wenn man nicht selbst schon einen solchen Vogel aufgezogen und/oder gehalten hat.
Über diese schöne Tiergruppe gibt es immer noch viel zu wenig Literatur und Informationen, und wie bekannt ja leider auch immer noch so viele ungerechtfertigte Vorurteile. Auch die Jägerschaft hat sich auf diese Tiergruppe im Wortsinne eingeschossen, - zu Unrecht, wie hier faktisch anhand vieler Studien und Erhebungen gezeigt wird. Da die Diskussion mit Jägern weiterhin sinnlos bleibt, wird sich daran leider auch nicht viel ändern.
Ich habe dies Buch gerne gelesen, einziger kleiner Kritikpunkt ist vielleicht, dass der Autor zwar einerseits anfangs feststellt, das Intelligenz bei allen Lebewesen subjektiv ist, je nachdem was man als intelligent bezeichnet, und dass es im Tierreich unzählige Arten der Intelligenz gibt - er aber dann andererseits mehrfach festhält, das "Raben die intelligntesten Vögel im ganzen Vogelreich sind". Das würde ich nun so nicht unterschreiben, denn wer weiß zB schon, wie intelligent Geier sind? Hat einfach noch niemand untersucht. Oder die Gruppe der Großpapageien, die den Raben und Krähen mit Sicherheit in nichts nachstehen, mit denen sich der Autor aber eben nicht selbst intensiv beschäftigt hat. Trotzdem ein sehr schönes Buch, dass die schöne Tiergruppe der Raben-und Krähenvögel wunderbar beschreibt, und ihnen für ein größeres Publikum endlich die wichtige positive Plattform gibt, die sie schon so lange dringend brauchen.
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am 16. Juni 2010
Vor einiger Zeit lief in "arte" eine faszinierende zweiteilige Dokumentation über die Intelligenz der Vögel. So etwas in der Richtung hatte ich mir von Reichholfs Buch erwartet, wurde aber leider ziemlich enttäuscht. "Rabenschwarze Intelligenz" hatte ich mir gewünscht, obwohl ich zuvor bereits Reichholfs Buch "Warum die Menschen sesshaft wurden", verrissen hatte. Nun gut, dachte ich, der Mann mag in jenem Fall in fachfremdem Gebiet gewildert und von der neolithischen Revolution nicht wirklich eine Ahnung haben. Aber er als Ornithologe hat er auf jeden Fall Ahnung von Vögeln. Hat er auch. Nur: weite Teile seines Buches machen langatmige Statistiken zur Verteilung der Rabenvögel aus, so langatmig, dass er an einer Stelle sogar selbst empfiehlt, man könne die nächsten Seiten auch einfach überblättern. Gut, vielleicht habe ich mir einfach mehr erstaunliche Geschichten über die Schlauheit dieser Tiere, auf die ja der Titel ausdrücklich verweist, versprochen. Aber bis auf ein paar eigene Einzelerfahrungen und Verweise auf die durch Funk und Fernsehen bekannten genialen japanischen und neukaledonischen Rabenvögel sieht's damit etwas spärlich aus. Und man kann diese angebliche Intelligenz auch nicht so wirklich einschätzen, weil Reichholf selbst immer wieder, zu Recht, betont, dass Tiere keine Automaten sind und man Ereignisse mit ihnen nicht, wie etwa im physikalischen Experiment, genau gleich wiederholen kann. Aber was will man dann aus sporadische Beobachtungen wirklich allgemeingültig ableiten? Ich bin mir auch nicht sicher, ob Reichholfs Fachkollegen ihm in diesem Punkt recht geben würden. Denn mit dieser unsystematischen Sicht- und Herangehensweise führt man ja auch die eigene "Wissenschaft" zu einem gewissen Grad ad absurdum. Interessant ist sicher seine, mehrfach wiederholte Ausführung, dass es nichts bringt, Rabenkrähen zu bejagen, dass man dadurch eher ihren Bestand vermehrt.
"Was wir von Krähen lernen können", wie der Untertitel verspricht? Eher nichts, zumindest nicht aus diesem Buch. Lernen kann man höchstens eins: Wie es Verlage immer wieder schaffen, durch clevere Titel Interesse zu wecken. Aber das fällt natürlich eher in die Rubrik Rabenschwarzer Galgenhumor.
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TOP 50 REZENSENTam 25. April 2011
Inhalt:
Josef H. Reichholf berichtet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der vier in Deutschland beheimateten Arten (Kolkrabe, Aaskrähe, Saatkrähe, Dohle) und führt detailliert aus, was ein Rabenvogel ist, wer dazu gehört, was diese Gattung auszeichnet. Im Anschluss daran erzählt er von eigenen Erfahrungen mit der Aufzucht von Raben, von Land- und Stadtkrähen sowie von der Intelligenz der Krähenvögel und von Rabenmythen.

Mein Eindruck:
Für den Anfang und die letzten beiden Kapitel des Buches vergebe ich gerne 5 Sterne, denn diese Abschnitte sind wirklich lehrreich, gut lesbar, haben mich zum Lächeln gebracht ob Reichholfs Anekdoten. Hier spürt man als Leser sehr stark die Begeisterung des Autors für diese faszinierenden Vögel. Der Mittelteil war meiner Meinung nach zu langatmig, zu zahlenüberfrachtet, zu wenig spannend und greifbar für ein populärwissenschaftliches Buch. Das vorletzte Kapitel ('Intelligenz der Krähenvögel') ist unbestritten mein liebstes, obwohl mir der Inhalt zumindest teilweise geläufig war - hier erfährt man z.B. von den 'Nusskrähen', die Walnüsse zum Aufknacken auf die Straße werfen, oder von den Krähen, die in Tokio taifun- und menschensichere Nester aus Metallkleiderbügeln bauen.

Mein Resümee:
Der Autor hat mein Interesse für Krähenvögel geweckt. Vier Sterne für einen großartigen Anfang, einen mittelmäßigen Mittelteil und ein faszinierendes Ende.
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am 31. August 2009
Da es schon einige informative Rezensionen gibt, beschränke ich mich auf die kritische Betrachtung.

Der Autor verweist sehr häufig inhaltlich auf noch folgende Kapitel, allerdings ohne genau Angaben, und lässt den Leser daher in diesen Fällen hilflos und etwas verärgert zurück. Andererseits gibt es dann an diesen Stellen auch keinen Rückverweis auf besagte Kapitel. Das hat mich richtig gestört!

Die klare Gliederung des Buches konnte ich nicht erkennen, oft wird in den Kapiteln abgeschweift und auf Nebensächlkeiten eingegangen. Insbesondere die vielen (pseudo-) statistischen Betrachtungen mit äußerst wenigen Messwerten fand ich teilweise unglaubwürdig und hingebogen. So bleibt denn auch die negative Stellungnahme zum jagdlichen Aspekt eher dünn, wo es doch so viele andere gute Argumente gegeben hätte.

Immer wieder erstaunen mich handwerklich schlechte Fotos in solchen Werken. Muss der Autor unbedingt eigene Fotos verwenden? Sieht das Lektorat so etwas nicht? Für die wenigen Fotos hätte man einen Profitierfotografen eine Woche los schicken, oder in Fotoagenturen nach Passendem suchen können.

Mein Fazit: Ein thematisch hochinteressantes Buch, mit vielen netten anekdotenhaften Erzählungen aus dem Bereich der Rabenvögel. In diesem Sinne hätte man es als Lesebuch aufmachen sollen, den ganzen wissenschaftlichen Teil hätte man stark einschränken können, ebenso den jagdlichen.
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am 19. September 2013
Der Leser ist von der Klugheit der Rabenvögel sehr beeindruckt. Das Buch ist teilweise sehr amüsant geschrieben und ich würde es jedem Vogel- / Naturliebhaber ans Herz legen.
Auch die z.T. völlig danebengegriffenen Vorschriften und Verbote werden angesprochen, die von sog,. Naturschützern am grünen Tisch ausgeheckt wurden. Da wird den Vögeln oft mehr geschadet als genützt.
Gut, dass man so etwas weiß, dann kann man sich sachkundiger engagieren.
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am 22. Mai 2009
Vor einigen Jahren war eine große Platane direkt neben dem Jenaer Unihauptgebäude an einer verkehrsreichen Kreuzung im Herbst mit einer Versammlung hunderter Krähen besetzt. Zur gleichen Zeit trafen sie sich auch in unserer Gartenanlage. Damals wurde mir klar, wie stark und beeindruckend so eine Gruppe von Krähen sein kann.
Das Buch berichtet kurzweilig und unterhaltsam von den Raben. Im notwendigen Umfang erfährt man etwas über ihre Herkunft und wo sie überall auf der Erde zu Hause sind. Dann gibt es einige persönliche Erlebnisse des Autors mit den Raben. Auch liest man wie diese in den Großstädten dieser Welt erfolgreich leben. Klar und deutlich zeigt der Autor, wie unhaltbar die Vorurteile gegen diese intelligenten Vögel sind. Die Natur ist eben in ihren Zusammenhängen kompliziert und bedarf sehr genauer Beobachtung. Das Buch hat mir diese Vögel noch näher gebracht. Wenn ich sie hier in Jena sehe, dann denke ich schon mal an das ein oder andere, was ich bei Josef H. Reichholf gelesen habe. Kurz und gut, die rund 250 Seiten sind die richtige Mischung aus Information und persönlichen Erlebnissen. Ich habe das Buch jedenfalls mit Freude gelesen.
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am 19. Oktober 2012
Der Verfasser und ich, als Rezensent, haben einiges gemeinsam. In meiner Jugend, vor dem Abitur, habe ich rund 3000 Vögel für die Vogelwarte Radolfzell beringt. Krähennester habe ich gezielt gesucht, da sie in meiner erzgebirgischen Heimat im nächsten Jahr dann oft Brutplatz für Waldohreule oder Turmfalke geworden sind.

Ja, kluge Rabenvögel leben auch in unserer Siedlung! Elstern und Rabenkrähen beobachten aufmerksam die fütternden Stare. Sind die jungen Stare so groß, daß sie beim Füttern an das Flugloch des Nistkastens drängen, versuchen die Rabenvögel, auch einmal ein vorwitziges Junges herauszuziehen. Dann ist das Gekreische der Stare groß. Wenn die Stare ausfliegen, werden in den ersten Minuten von jeder Brut wenigstens ein oder zwei von den aufmerksamen Krähen oder Elstern weggefangen und an ihre eigenen hungrigen Jungen verfüttert.

Jeder kann beim Lesen dieses Buches etwas dazulernen. Warum sind die riesigen Saatkrähenschwärme vergangener Jahrzehnte kleiner geworden oder ganz verschwunden? Weil, insbesondere beim Mais, heute gebeiztes Saatgut eingesetzt wird, mit dem die Vögel chronisch vergiftet werden, kann Reichholf belegen.

Reichholfs Buch lebt von seiner eigenen Naturbeobachtung und Erfahrung. Es ist flüssig geschrieben, allgemeinverständlich und deshalb kein Buch nur für irgendwelche Fachleute, sondern für einen großen Leserkreis geeignet. Auch schon für große Kinder, die mit offenen Augen in die Natur gehen.
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am 21. Juni 2013
Für alle an Rabenvögeln oder generell an der Natur interessierten ein empfehlenswertes Buch. Gut lesbar und mit vielen tollen Infos zu denn Schwarzen Gesellen. Nach dieser Lektüre sieht man sie mit ganz anderen Augen!
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